Abhängig von der Fürsorge-Steuerzahler zahlen

16.09.14 10:06 #1
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Karde ist offline
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Seit: 23.05.12
Ich habe mich entschlossen, dass hier einzustellen, denn mich hat der Vorfall sehr erschreckt und machte mich wütend und auch traurig, denn ich bin ja nicht die einzige mit CFS/ME die solche Grenzüberschreitung erlebt.

Ueber mein Leben - meine Geschichte steht ja an verschiedenen Orten hier im Forum etwas und Ende Monat sollte ich im Haus wo ich seit 14 Jahren wohne ausziehen, habe aber weder für mich noch meine Tiere eine neue Wohnmöglichkeit und auch keine Alternative für alle, allenfalls auch nur für vorübergehend.
Die frühere Sozialarbeiterin teilte meiner Vermieterin nach der Kündigung mit, dass man mich bei der Wohnungssuche unterstützt, was auch in den Akten vom Treffen auf der Schlichtungsstelle steht. Die Nachfolgerin hatte dann aber keine Zeit, teilte mir immer wieder mit, sie arbeite nur 8 Stunden pro Woche und es übersteige ihre Kapazität.
Gleichzeitig wirft sie mir aber vor, dass ich unkooperativ gewesen sei, da ich ihre Besuche nicht wollte und sie mir somit nicht helfen konnte.
Wir hatten öfters Mailkontakt und das einzige um was ich sie wirklich immer bat, dass sie mir bei der Wohnungssuche helfe, das wollte sie auch nach dem letzten Treffen im April angehen.

Am Freitag kam die Sozialarbeiterin der Gemeinde unangemeldet am späten Nachmittag bei mir vorbei, es fand ein sehr unschönes Gespräch statt, und ich musste mir anhören, wie ich ihre Weisungen befolgen muss. Für mich ist es sehr anstrengend unangemeldete Besuche zu bekommen, da ich meine Kräfte sehr gut einteilen muss. Auf mein Hinweis ich hätte nicht gewusst, dass sie komme, meinte sie sie sei meine Sozialarbeiterin, und könne mir wenn immer sie wolle unangemeldet Besuche machen.

Als sie am Gartentor rief, war ich dabei Sachen vor den Eingang zu stellen, die ein Bekannter gegen fünf Uhr abholen wollte um auf den Abfall zu bringen, und war bereits an meiner Grenze der Belastung.

Was mich sehr erschreckte, sie findet ich sei sehr psychiatrisch krank, hätte keinerlei körperliche Krankheiten und bräuchte mehr Hilfe als dass ich meine.
Das teilte sie auch der Frau, die mich beträut mit, welche sie nach dem Besuch bei mir auch aufsuchte.
Diese Frau, die mir seit 3 Jahren den Wocheneinkauf macht wird mir weiterhin beistehen auch in Sachen wie IV - alter Rekurs Vormundschaftsbehörde etc. ich bin somit nicht mehr alleine wie in all den Jahren zuvor. Ob diese Frau nun offiziell mein Beistand sein soll wissen wir noch nicht, eigentlich sollte es doch reichen dass mir jemand nahe steht und mich vertritt.

Die Sozialarbeiterin hat vor einigen Wochen die Vormundschaftsbehörde eingeschaltet - nun werde ich überprüft.

Was mich aber auch verletzte, der Vorwurf, ich sei von der Fürsorge abhängig, mein Unterhalt werde von den Steuerzahlern bezahlt somit müsse ich mich den Weisungen des Sozialamtes fügen.

Meine Bedürfnisse gelten nicht - ich müsse mich der Gesellschaft anpassen.

In den letzten 3 Jahren habe ich so viele Fortschritte gemacht und ich verstehen nicht, wie sie findet - ich sei sooo krank.
Es erschreckt mich auch, dass einem kleinste Hilfen die man wirklich bräuchte um mehr Lebensqualität zu haben verneint werden, man dann aber mit allerlei Massnahmen die ja mehr Kosten verursachen überhäuft wird.

Lasse das einfach mal so stehen - für mich ist es Grenzüberschreitung, hoffentlich kann mein Artz etwas zur Entschärfung der Situation beitragen.

Die Gemüsefrau kontaktierte einen Psychiater der sich im Kanton anbot, Ausschlussdiagnosen bezüglich der Diagnose CFS/ME zu machen.

Er meinte, ob ich denn einen Psychiater bräuchte ?
CFS/ME an und für sich ist keine Psychiatrische Krankheit.

Die Frau erlebte nun schon an mehreren Stellen das hin und her geschiebe -und keiner ist wirklich zuständig.
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ADo ist offline
Weiblich ADo
Beiträge: 3.124
Seit: 06.09.04
Ach Karde, lass dich mal in den Arm nehmen
Es ist wirklich schlimm, wenn der Respekt, der einem Menschen entgegengebracht wird mit der Fülle seines Bankkontos korreliert.

Aber ganz bestimmt musst du deine Menschenwürde nicht aufgeben, weil du nicht alles selbst bezahlen kannst. Hast du etwa keine Grundrechte nur weil du krank bist?
Manchmal hilft bei solchen miesen *** das Schreiben eines Anwalts
Gibts den bei dir nicht auch zufällig umsonst oder für geringes Geld?
Manchmal laufen solche Behördensachen dann plötzlich schnell und problemlos...

Ganz, ganz liebe Grüße
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kopf
ich habe heute einen mann getroffen .er erzählte einige meter entfernt mit jemand anderem .
es ging um erhöhte körpertemperatur und schlapp sein dabei ,dann nichts mehr machen können .
als sich die versammlung auflöste ,sprach ich ihn an .
er war etwas misstrauisch .ich hielt einen kurzen vortrag über ein mögliches CFS , gute behandlungsmethoden ,gerade hier in rostock und so weiter .
ich sprach die möglichen hohen kosten an .die 2. person ,mittlerweile dazugekommen und alles notierend ,sagte :"geld sei überhaupt kein Problem ,es sei egal " !
Da habe ich an dich gedacht ,karde , und fast geheult ,jedenfalls innerlich .
Liebe Grüsse -kopf.

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Karde ist offline
Themenstarter Beiträge: 5.057
Seit: 23.05.12
Danke Euch beiden.

Hoffentlich wird alles gut.

Diese Tage versuchte ich eine Bekannte zu erreichen - ich wollte Sie fragen ob ich einen Monat in ihr Ferienhaus hier in der Nähe könnte. Wir telefonierten schon vor einigen Monaten und sie teilte mir mit, es gehe ihr einfach nicht gut - sie nehme nun AD, aber die wirken irgendwie nicht, sie sei zu nichts mehr fähig und total schnell erschöpft aber man finde nichts. Ich sprach mit ihr über ein evtl. CFS und sagte sie soll sobald wie möglich zu einem Spezialisten.
Ihre Natel Nr. und auch die Festnetznummer sind nicht mehr in Betrieb - ich versuche herauszufinden was geschehen ist, und wo sie ist.
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Karde ist offline
Themenstarter Beiträge: 5.057
Seit: 23.05.12
Geht mir ja wieder schlechter und ich hoffe sehr, dass ich die restliche Zeit die mir hier bleibt wenigstens täglich etwas machen kann und meine Sachen bald in ein Depot bringen lassen kann.
Auch meine Gedanken muss ich recht zügeln - die gehen wilder wenn ich ausruhen möchte.

Mir kamen die Programme der CFS/ME Tagungen in den Sinn. Ob es uns Betroffenen wohl helfen würde wenn wir "registriert" werden müssten ? Die Sozialämter die uns betreuen müssten dann jemanden an einen Informationstag senden, damit sie uns besser verstehen würden, so zu sagen um Steuergelder zu sparen.
Denn wenn ich denke was da in all den Jahren über mich gesprochen wurde bei den Behörden an verschiedenen Sitzungen - und mir brachte es nichts. Oder die Beistandschaft die ich im 2006 machen musste Honorare, Spesen etc. waren auch etwa Fr. 4000.-- und der Anwalt der den Wechsel veranlasste da der 1. Beistand seinen Pflichten nicht nachkam nochmals über Fr. 3000.-- und die ganzen Rekurse und Antworten des Gerichts.... mir stehen meine langen Haare zu Berge.

Da sollte es doch irgend eine Möglichkeit geben, diese Gelder zu sparen und sinnvoller zu nutzten.

Schicke meiner Sozialarbeiterin die beiden Programme der CFS/ME Tagungen - auch wenn sie ja schon Material über CFS/ME hat, das sie sicher nicht durchlas.

Verein ME/CFS Schweiz - Vortragsveranstaltung 2014
ME/CFS Fachtagung 27.09.14 - Fatigatio e.V.
Und da wird mir vorgeworfen, dass ich von den Steuerzahlern unterstützt werde. Den Vorwurf habe ich nun wohl verdaut.
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ADo ist offline
Weiblich ADo
Beiträge: 3.124
Seit: 06.09.04
Hallo Karde,

wenn keine Wohnung zu finden ist, ... gibt es bei euch vllt Ganzjahres- Campingplätze? Da ist eine Platzmiete ja im Verhältnis normal recht günstig und du hast trotzdem deine 4 Wände und einen kleinen eingezäunten Garten. Ich weiß nicht, ob du sowas magst und auch da ist natürlich die Nachbarschaft entscheidend, wie man sich dort fühlt.
Könntest du dir das vorstellen?

LG
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han ist offline
han
Beiträge: 276
Seit: 06.11.09
Hallo Karde,
ich mußte erst einmal nachschauen was CFS/ME für Beschwerden macht, weil ich ganz überrascht war das du eine Betreuerin hast. Das ist schon hart.
Arm und krank zu sein ist wirklich kein einfaches Los im Leben. Dies wird dann auch noch durch die Einstellung mancher unbedarfter Menschen erschwert.

War deine Wohnung zu teuer? Weshalb mußt du denn raus? Für deine Armut brauchst du dich nicht zu schämen und auch nicht runtermachen lassen. Halt den Kopf hoch. Lass dich nicht unterkriegen.
Du hast immerhin in deiner Nachbarin einen Menschen gefunden, der dir zugetan ist. Wenn man nicht am gesellschaftlichen Leben Teil haben kann ist es so schwer Kontakte aufzubauen. Ich finde es gut von dir hier im Forum nun Hilfe zu suchen um dein jetziges Tief ein wenig abzulindern.

Schade, dass wir so weit auseinander wohnen. Platz könnte ich auf jeden Fall hier schaffen. Den Vorschlag von Ado finde ich auch gar nicht schlecht wenn es solche Campingplätze in der Nähe gibt.

Das Sozialsystem der Schweiz kenne ich leider nicht, somit weiß ich auch nicht in wie fern eine Notunterkunft gestellt werden müßte bis eine Wohnung gefunden ist.
Hier in D ist es mit dem Sozialsystem auch nicht viel anders. Man muß um alles kämpfen und das kostet Kraft (die man evtl. nicht hat).

Momentan habe ich etwas wenig Zeit, weil ich gleich weg muß. Ich melde mich noch mal später.
Grüße dich ganz herzlich
han

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Karde ist offline
Themenstarter Beiträge: 5.057
Seit: 23.05.12
Vielen Dank euch beiden.

Ich habe Threads wo ich über meine Wohn- und Sozialprobleme sehr viel geschrieben hatte, es ist mir im Moment kräftemässig nicht möglich dass hier zu wiederholen, sorry.

Meine Wohnung war sehr günstig und trotzdem wollte im 2008 mein damaliger Beistand mich in eine noch billiger Wohnung versetzten - das konnte ich dann zum Glück verhindern

Maximal zahlt die Fürsorge für eine Person Fr. 13200 im Jahr für Wohnkosten, ich zahlte 775.-- inkl. NK etwa 850.--

Vor 14 Jahren als ich hier einzog war es 900 + NK, ich verlangte dann jeweils Mietreduktion wegen sinkenden Zinsen, wenn ich gewusst hätte, dass mir das nicht irgendwie anerkannt wird, hätte ich mich da lieber nicht mit der Besitzerin darum gestritten.

Was mich gestern echt schockte, die Sozialarbeiterin schickte mir ein Blatt was für Pensionskosten für eine Personen die Notunterkunft braucht bezahlt würde.

Vollpension bis Fr. 80.-- pro Tag + Fr. 150.-- Sackgeld pro Monat

wen ich davon nur wenig bekommen hätte um für ein Jahr eine teurere Wohnung zu nehme, hätten wir sicher etwas gefunden.

Ich kann mir aber immer noch sehr schlecht vorstellen in eine Pension zu gehen, ich brauche Ruhe, Natur und gesundes Umfeld.

Campingplätze machen hier viele im Oktober zu, hatte mich schon erkundigt - zudem wollte ich ja in eine Jurte, aber ich werde in dieser Form von Wohnen von der Fürsorge nicht unterstützt - wird mir nicht erlaubt.

Zudem wird falls nötig bei neuen Mietverträgen die Kaution bis zu einem Maximalbetrag von 3300.-- übernommen, etwas das ich ja sicher bräuchte, habe ich doch keinen bereinigten Betreibungsauszug. Diese Infos bekomme ich 1 Woche vor der Zwangsräumung.

Wie auch immer, ich kann nicht mehr machen als gut zu meinen Kräften schauen und täglich machen was geht.
Liebe Grüsse und drückt mir einfach die Daumen, dass ich mich und meine Tiere in Sicherheit bringen kann. All die Pflanzen kann ich nirgens unterbringen, ich weiss nicht was damit geschehen wird.
herzlich
Béatrice

zu meinen Beschwerden
mir geht es sehr viel besser als all die letzten Jahre und ich möchte dass das von den Amtspersonen respektiert werden kann.
Ich verdanke es mir und meiner Disziplin zu Pacing und gesunder Lebensführung und den wenigen Menschen die mir glaubten auch wenn Hilfen limitiert waren. Ebenfalls bin ich dem aktuellen Arzt sehr dankbar.
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Geändert von Karde (18.09.14 um 13:25 Uhr)

AW: Abhängig von der Fürsorge-Steuerzahler zahlen

Karde ist offline
Themenstarter Beiträge: 5.057
Seit: 23.05.12
Ich war am letzten Dienstag auf der Vormundschaftsbehörde, bekam eine Vorladung und musste über meine persönliche Situatzion Auskunft geben. Letztes Jahr im August und Oktober machte die frühere Sozialarbeiterin Meldungen, dass sich die Behörde einschalten soll und ein psychiatrisches Gutachten erstellen lassen soll sowie Vormundschaftliche Massnahmen ergreifen sollen, ich sah die Briefe und erwähnte, dass es doch eigentlich angebracht gewesen wäre, wenn ich davon Kopien erhalten hätte, als sie geschrieben wurden.

War echt geschockt, auch wenn ich es ja schon vermutete. Nun warte ich auf das Protokoll der Sitzung, die eigentlich ganz gut verlaufen ist. Der Partner meiner Freundin hat mich begleitet und das war sehr hilfreich.

Es ist schon sehr schwer, mit was ich zu kämpfen habe, was für Anschuldigungen gemacht werden, nur weil die Behörden/Sozialarbeiterinnen sich nicht genügend informieren können, wohl aus Zeitnot und mangels Interesse an Fällen wie mir.
Es muss ja gespart werden.
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Sonora ist offline
Beiträge: 3.013
Seit: 10.09.08
Liebe Karde!

Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll! Es tut mir unendlich leid und ich bin innerlich richtig aufgebracht vor Empörung. Fühl dich ganz lieb umarmt!

Viele liebe Grüße
Sonora


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