Eid des Hippokrates

27.08.13 09:32 #1
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Eid des Hippokrates

Karde ist offline
Themenstarter Beiträge: 5.057
Seit: 23.05.12
Zitat von KarlG Beitrag anzeigen

also ich finde den Ansatz "Dienstleistung" gar nicht so schlecht. Der Arzt wird für seine Zeit bezahlt, die er sich mit den Problemen des "Kunden" auseinandersetzt und verkauft keine Produkte.

Die Stundensätze könnte man recht großzügig ansetzen und wäre immernoch viel günstiger (und effektiver), als das das aktuelle System.

Natürlich sollte bei den stolzen Stundensätzen auch das entsprechende Wissen vorhanden sein....
Hallo Karl
Ja, wenn sich der Arzt wirklich die Zeit, die wirklich gebraucht würde, nehmen würde, aber das Problem ist ja, da macht man einen Test.. der ergibt ein Resultat... und dann wird anhand dessen vom Arzt entschieden was gegeben werden soll.. oder noch besser die Pharmaindustrie empfiehlt ja die "gängigen" Mittel.
Wenn dieses Mittel nicht nützt, gibt es ein anderes.. immer aufgrund von wenig Tests.... Wenn keine Besserung eintritt.... wird der Patient schnell in die Psychoschiene abgewiesen, ohne dass evtl. wirklich ganz konkret auf die Probleme und die Geschichte des einzelnen Patienten eingegangen wird ----- es wird schlicht etwas angenommen, da der Arzt ja gemäss Schema X (evtl.sogar nur in seinem Fachgebiet) vorgegangen ist-also hat er alles "richtig" gemacht.
Wie viele Menschen werden an einem bestimmten Punkt alleine gelassen in ihrem Leid, wenn sie Glück haben, finden sie mal einen Arzt der evtl. andere Tests macht und auch die richtige Ursache findet. Oder sie finden einen HP oder sogar hier bei Sympthome.ch die wirkliche Ursache ihrer Beschwerden.
Einige Aerzte werden bezahlt für "Falschbehandlungen".

Ich selbst habe viele traumatische Erlebnisse mit Aerzten zb. auch Versicherungsärzten, die stellten dann sogar manchmal andere Diagnosen bei einem einstündigen Termin, als Klinikprofessoren zuvor nach einer wöchigen stationären Untersuchung.
Ihre Diagnose war dann für die Versicherung "richtig" denn es waren ja ihre Versicherungsärzte, "ihre Halbgötter in Weiss" - wäre ich aber auf deren Medikamentenempfehlungen eingegangen, hätte ich einiges schädliches für mich eingenommen.
Aber das ist ein anderes Thema.
Grüsse
KARDE

Möchte aber auch mitteilen, dass ich nun nach sehr sehr vielen Jahren einen Arzt/HP gefunden habe, der wirklich auf mich persönlich eingeht, und nicht nur einen "Patient" X mit einer "Krankheit" L sieht, dem man etwas bestimmtes verschreiben muss.
Dafür bin ich sehr dankbar, denn so kann auch ein Vertrauensverhältnis entstehen.
__________________
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Geändert von Karde (27.08.13 um 18:06 Uhr)

Eid des Hippokrates

KarlG ist offline
Beiträge: 2.398
Seit: 22.01.11
Zitat von Karde Beitrag anzeigen
Ja, wenn sich der Arzt wirklich die Zeit, die wirklich gebraucht würde, nehmen würde...
Aber genau davon rede ich doch. Der staus quo ist, dass Dich ein Arzt wieder (mit beliebigem Rezept oder auch ganz ohne) aus der Praxis komplementiert, bevor Du auch nur geschafft hast, einen Teil der Symptome zu schildern.

Mal ganz davon abgesehen, dass es auch in dem Berufsstand reichlich Flaschen gibt - er kriegt es schlicht nicht bezahlt und da hört bei den meisten Ärzten dann die "Ehtik" auf. D.h. es verdient der am Meisten, der am meisten Patienten "schafft" bzw. die meisten "Untersuchungen" abrechnet, die noch einigermassen lukrativ sind. Kein Gedanke an Ursachen suchen, oder gar lösen...

..das geht ja schon in der Technik nicht und die Probleme sind im Verhältnis eher simpel.


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