Aufbau meines Unterstützungsnetzes

28.07.12 12:27 #1
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Remy ist offline
Beiträge: 287
Seit: 19.06.09
Hallo Karde

Bin zufällig hier auf dieses Thema gekommen. Will ja hier "nicht stören"...konnte ja auch nur ein paar Seiten lesen - alles ist zuviel..habe vorallem am Anfang gelesen, und zwischendurch.

Du scheinst völlig zwischen "Stühle und Bänke" zu fallen mit deinem Problem, das ist hart. So wie ich das mitbekommen habe, müsstest du wirklich einen Arzt haben, eine IV erhalten und Unterstützung im Haushalt! Ich kenne jemand mit Fibro und noch Psychischem, die hat auch gar keine Kraft mehr, und kann eigentlich gar nichts machen, und hat aber auch Hilfe und IV. Also eben - ich habe ja nicht alles gelesen, vielleicht hast du unterdessen etwas davon?

Es ist schon unglaublich, aber so gehts genau. Ich kenne das alles auch, und ich kenne vorallem auch diese Nachbarschaftsprobleme. Man müsste immer wieder umziehen...aber wie denn, wenn man keine Kraft mehr hat..!? Klar kann man sich fast alles machen lassen, aber es stresst doch immer - neuer Ort...fremde Wohnung....Leute.

Bei mir wars hier anfangs sehr gut. Jetzt ist es das nicht mehr. Mit einigen schon - ich habe sowieso gerne ein "distanziert nettes Verhältnis". Aber jetzt habe ich wirklich auch das Problem mit einem Zerwürfnis, dass schwierig ist, wieder hinzukriegen. Es wurde ja nur schlechter eigentlich.

Also was soll man da raten?

Das Aerzte einem oft noch mehr traumatsieren....das hört man ja so oft...und ich kenne das auch.

Also jetzt hätte ich gedacht, dass im Tessin die Leute so viel netter sind (hört man ja oft). Schade, scheint halt auch wieder nicht überall zu stimmen.

Hoffe dass es für dich besser wird!

Gruss Remy

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Karde ist offline
Themenstarter Beiträge: 5.057
Seit: 23.05.12
Zitat von Remy Beitrag anzeigen
Also jetzt hätte ich gedacht, dass im Tessin die Leute so viel netter sind (hört man ja oft). Schade, scheint halt auch wieder nicht überall zu stimmen.
Hallo Remy
Die Leute sind sicher nett, da hatte ich früher als ich gesund war auch keine Probleme. Meine Vermieterin ist Deuschschweizerin, also keine Tessinerin, und hat selbst grosse gesundheitliche Probleme.
Amtspersonen die Dich respektieren sind sicher ein Glücksfall, zudem kommen teilweise sprachliche Probleme hinzu.
Was ich lerne ist immer mehr auf meine Grenzen Rücksicht zu nehmen, denn wenn es nicht ich mache, macht es niemand. Und wenn ich drüber bin, dann werde ich schon gar nicht mehr verstanden.

Wie auch immer, ich habe es bis Anhin geschafft, überlebte auch sehr schwere Zeiten-und mein Kopf ist klarer als vor einigen Jahren und ich bin von starken Medikamenten los gekommen. Die Stressintolleranz habe ich sehr stark, und kann nur wenig machen. Ich bin froh, nehm ich mir die Zeit hier im Forum zu schreiben, es ist wichtig dass ich mich mitteilen kann, ich habe im Alltag niemanden dafür. Früher brauchte ich alle meine Kräfte für Amtssachen und Briefe um das Verhältnis mit der Vermieterin und Tante zu klären, da trete ich etwas zurück, denn das schwächt und lähmt mich.
HERZENSGRUESSE
KARDE
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Remy ist offline
Beiträge: 287
Seit: 19.06.09
Das ist natürlich richtig - die Amtspersonen....und leider die Aerzte auch, sind halt oft schroff oder gar mehr: enorm aggressiv. Habe das z.B. auch schon von einem Apotheker erlebt. Grad wenn man sich mal öffnet, und anvertraut. Das ist schon unglaublich - aber wahr. Dabei sollen die einem ja auch ein Stück weit auffangen...schon von Berufs wegen. Manchmal ist es so. Eben - sie sind auch nur Menschen...und in ihrem Beruf...der sie fordert usw.

Ja, ich habs auch bisher geschafft durch sehr schwere Zeiten ...und überlebt - ohne jegliche Hilfe, alleine und mit schwerer Krankheit, die schlimmer wird. Aber irgendwann kommt man an einem Punkt, wo man halt nicht mehr kann...grad wenn noch so Dysharmonien dazukommen.

Was wir ebenfalls gemeinsam haben, ist, die Empfindlichkeit gegenüber Schulmedizin. Ich habe da ja auch total abgeschworen...früher jahrelang auch genommen...dann nicht mehr vertragen. Andere, sogar sehr junge Leute, die diese oder ähnliche Medikamente nahmen, sind daran verstorben. Man liest immer mehr, erfährt immer mehr....von möglichen Nebenwirkungen...Langzeitschäden usw. - dann diese eigenen Erfahrungen, die man beobachtet - die Aerzte, die ja einfach verschreiben, was die Pharmas anbieten...und Ungereimtheiten ignorieren. Das alles formt sich zur immer skeptischeren Haltung, sodass man der Schulmedizin wirklich praktisch vollständig abschwört...und nur noch natürliche Sachen nimmt. Da ist man wirklich vor Nebenwirkungen gefeit - also ich vertrage fast alles problemlos. Aber die Wirkung ist trotzdem dann oft auch Schubauslösend, bzw. nicht genügend usw.

Wünsche dir alles Gute

Remy

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Karde ist offline
Themenstarter Beiträge: 5.057
Seit: 23.05.12
Komme mir ja schon etwas blöd vor, aber ich hab mal für mich entschieden, hier zu schreiben wenn ich aufgeweckt werde durch meine Nachbarin und nicht im Bett bleiben kann, da sie mich stört.
Gestern Abend wurde sie abgeholt, und ich ging glücklich und ruhig ins Bett. Vor etwa einer Stunde wurde ich geweckt als sie mit Begleitung nach Hause kam. Das Haus ist ringhörig und man lebt wie in der gleichen Wohnung.
Die beiden sind zwar in der Küche, aber man hört nun mal wieder alles, nicht nur das Husten, sondern auch ihr lautes Lustgestöhne. Ob ich das mal als Anlass zur Selbstfindung nehmen soll, und einfach auch drauflos schreien ?
Komme mir ja echt blöd vor. Wie wäre es wohl, wenn ich sie so oft in der Nacht wecken würde? Bestimmt hätte ich da die Kündigung schon längst bekommen.
Nun trinke ich meinen Tee den ich mir machte bevor ich hier anfing zu schreiben, und hoffe dass ich wieder schlafen kann-ich bin zwar hellwach, aber der Körper ist müde.
Es ist nicht immer gleich mit dem nächtlichen Aufwachen, es kommt auf den Zeitpunkt an wenn sie mich weckt, und ob die Geräusche anhalten sowie was für Geräusche sie macht-der Schalllärm breitet sich über die Wände aus.
Wenn Sie im kleinen Zimmer wäre, das unter der Küche ist, dann würde ich sie in meinen anderen 3 Zimmern nicht hören. Das sagte ich ihr am Anfang im 2. Monat als ich mit ihr das erste Mal darüber sprach.
Aber die Küche und das Schlafzimmer haben andere Wände und der Kamin ist auch offen-das hallt auch.
So, sicher interessiert das ja niemand was ich hier so schreibe. Mich aber schon, da es mich stört. Wie machen denn das blos andere, denn es ist ja normal ein Liebesleben zu haben und es gibt doch sicher auch noch andere mit so schlecht gebauten Häusern. Ich glaube es ist einfach das ganze drum und dran-es sind zu viele Sachen miteinander, und es macht mich auch traurig, dass sie nicht mit mir redet und mich wie "nichts" behandelt.
Hoffe die beiden schlafen bald glücklich und entspannt ein.
Gute Nacht
KARDE

Nachtrag:
01.40 - der Besuch geht wieder (?)
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Geändert von Karde (28.12.12 um 01:41 Uhr)

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Karde ist offline
Themenstarter Beiträge: 5.057
Seit: 23.05.12
Zitat von Remy Beitrag anzeigen
und nur noch natürliche Sachen nimmt. Da ist man wirklich vor Nebenwirkungen gefeit - also ich vertrage fast alles problemlos. Aber die Wirkung ist trotzdem dann oft auch Schubauslösend, bzw. nicht genügend usw.
Hallo Remy
ich reagiere auch auf viele natürliche Mittel sehr empfindlich, muss immer mit sehr kleinen Dosen anfangen. Das ist sogar was, das verstehen auch HPs nicht, aber ich muss es ernst nehmen-denn ich bin es ja die reagiert und die Reaktionen meines Körpers spürt.
wünsche Dir alles Gute
KARDE
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Karde ist offline
Themenstarter Beiträge: 5.057
Seit: 23.05.12
Guten Morgen
mein Körper ist sehr kraftlos, konnte länger nicht einschlafen-meine Nachbarin räumte nach dem nächtlichen Besuch die Küche noch auf und Später waren es wieder ihre Hustenattacken die mich weckten. Nahm mir gestern Abend vor heute Morgen in die Waschküche zu gehen, da die Wasser zufuhr zur Waschmaschine gestern nicht gesichert war, und ich konnte so nicht waschen. Meine Beine tragen mich aber zu wenig, habe momentan noch keine Kraft-muss warten wie es im Laufe des Tages wird.

Ich schrieb heute Nacht, dass es mich traurig macht, dass sie nicht mit mir spricht. Ja, ich bin traurig-dass sie seit Anfang die Meinung der Besitzerin übernimmt und sich keine eigene Meinung bildet, und uns beiden keine Möglichkeit gibt uns überhaupt kennen zu lernen. Sie zeigt mir das aber schon seit Beginn-sie will in Ruhe gelassen werden, das schrieb mir auch die Besitzerin in ihrem letzen Brief. Nach dem Gespräch das ich mit ihr vor den Ferien hatte, hoffte ich wirklich, dass wir uns beide über Möglichkeiten eines harmonischeren "Zusammenlebens" unterhalten können. Für mich habe ich Klarheit, ich ging so oft ich konnte zu ihr, sei es mit Blumen oder mit den Hunden. Die Hunde lasse ich auch nicht mehr frei auf ihre Wiese wie sie es wünschte, nehme sie immer an die Leine wenn ich in die Waschküche gehe, oder lasse sie in der Wohnung. Sie verstehen es nicht, dass sie nun plötzlich nicht mehr da spielen dürfen-die kleine Wiese ist gerade an der Strasse

Was so schwierig ist, die wenigen Menschen die hier waren, sich gegen mich stellten und plötzlich nach Jahren Freundschaften mit der Vermieterin eingingen, waren "schwache" manipulierbare Menschen. Meine Tante, ihre Freundin auch meine Nachbarin in einem gewissen Sinn durch ihre Süchte. Ob es wohl so ist, dass diese Menschen jemanden brauchen, der sie "führt", könnte sein, dass sie sich so Wertvoll und Sicher fühlen. Meine Tante war 25 Jahre Nonne, dann trat sie aus um ihrer sehr jungen Freundin, die grosse Probleme hatte "beizustehen" das konnte sie nicht vom Kloster aus, die beiden lebten dann wieder ca 25 Jahre zusammen, waren nie getrennt. Ob sie nun glücklich ist, nach so vielen Jahren alleine-da ihre Freundin ja nun seit bald 5 Jahren bei meiner Vermieterin wohnt? Ich wünsche es ihr. Sie kam dieses Jahr das erste Mal Weihnachten nicht zu ihr in die Ferien, überhaupt kommt sie immer weniger und kürzer.


Meine Mutter ist noch 2 Wochen im Pflegeheim, konnte gestern kurz mit ihr sprechen. Sie ist Anfangs Dez auf die Schulter gefallen und hat einen schwierigen Bruch erlitten-bin froh ist sie in guten Händen und es wird für sie geschaut.

So das waren so einige Gedanken-soll ich schreiben zum Jahresende, denn das Jahr geht ja dem Ende zu.

Schönen Tag an die Welt "da draussen", mich trifft im Moment ein klarer Sonnenstrahl und der Himmel ist klar ohne Wolken.
HERZENSGRUESSE
KARDE
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ARZT
Mit dem Klinikarzt für Rheumatologie und soziale Medizin, der in der Nähe ist, habe ich Mitte Februar einen Termin..... er ist Deutscher, so gibt es kein Sprachproblem und ich kann meine Sachen auch ihm wie dem anderen Arzt den ich fand, auf Deutsch bringen. Da bin ich sehr erleichtert
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Remy ist offline
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Zitat von Karde Beitrag anzeigen
Hallo Remy
ich reagiere auch auf viele natürliche Mittel sehr empfindlich, muss immer mit sehr kleinen Dosen anfangen. Das ist sogar was, das verstehen auch HPs nicht, aber ich muss es ernst nehmen-denn ich bin es ja die reagiert und die Reaktionen meines Körpers spürt.

...ja genau. Damit "nerve" ich so HP's auch, oder z.B. in einer Drogerie, wenn man was zubereitet kriegt. Bei mir reagiert bei natürlichen Heilpflanzen/ - Mixturen/ Therapien usw. vorallem jeweils die Krankheit mit Schüben. Oft bei so Kräutern mit ausleitenden und entgiftenden Wirkungen. Das führt halt dann oft wieder zum Abbruch. Und zum Frust, dass man wieder mal womöglich 'ne Stange Geld ausgegeben hat, und auch Hoffnung in etwas gesteckt hat, dass man dann aber leider wieder nicht nutzen kann. Mist halt.

Aber sonst vertrage ich natürliche Medizin im allgemeinen problemlos, wo andere über Nebenwirkungen klagen.

Gruss Remy

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Karde ist offline
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Seit: 23.05.12
Bin vorher von meiner Nachbarin geweckt worden.

Zum Glück war sie gestern Nachmittag nicht da, so konnte ich etwas waschen, hoffe dass ich morgen noch fertig machen kann. Samstag fühle ich mich nicht gut wenn ich wasche-denn es trocknet meistens nicht alles draussen und drinnen geht nicht. Irgendwie bin ich wohl auch veraltert, denn ich will am Sonntag keine Wäsche auf dem Balkon, nehme sie immer schon am Samstagabend weg. Ob wohl meine Vermieterin etwas sagen würde wenn ich sie draussen lasse? Sie jedenfalls lässt die Wäsche am Sonntag immer draussen hängen.
Habe vor einiger Zeit angefangen Sa und So nicht so viel zu "arbeiten" es mag komisch klingen, aber ich habe ja 7 Tage Woche die für meine Verhältnisse gefüllt sind mit den anfallenden Arbeiten die ich im Haus und mit den Aemtern habe. Frei gibt es da nicht. Aber trotzdem wollte ich mal freie Stunden einplanen, ging eine Weile, aber ohne Hilfe geht das nicht-auch Soziale Kontakte liegen so praktisch nicht drin, mit dem hier im Forum schreiben, blieb ich aber bis Anhin ganz gut, und mache das diszipliniert.
Arbeit-Ruhe-Freizeit war die Aufteilung die ich damals auch lernte, es braucht von allem um gesund zu werden. So geht auch die Ueberreizung der Sinne zurück.
Vor einem Jahr habe ich meine Haare das letzte Mal gewaschen, dachte nicht dass so etwas möglich ist. Ich habe meine Haare hochgesteckt, so sieht man nicht dass sie nicht gewaschen sind. Vor allem aber erstaunt es mich, dass es mich nicht beisst. Im Moment könnte ich die Krankenschwester wohl ertragen, werde keine Briefe schreiben, so kann ich die Spitex für nächste Woche kommen lassen. Haare waschen und Duschen will ich nun wieder regelmässig können, und es geht nur mit Hilfe
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Karde ist offline
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Seit: 23.05.12
Heute Nachmittag habe ich nur gewaschen, und war hier im Forum. Habe mir am Mittag eine Pfanne mit Kürbis gemacht, davon habe ich dann den ganzen Tag immer wieder mal was gegessen. Meine Nachbarin hatte frei und war immer da. Dachte dass ich sie anspreche wenn ich sie in der Küche sehe.
Vorher ging ich nach unten mit den Hunden an der Leine-in der Küche war die Nachbarin mit Licht am Tisch. Als meine Hunde an der langen Leine um die Ecke auf die Wiese gingen, löschte sie das Licht und duckte sich (?). Ich ging in die Waschküche und habe entschieden, ich spreche sie nicht mehr an.
Hätte aber doch gerne noch gewusst, wie denn das nun war mit unserem Gespräch bevor sie in die Ferien ging, ob die Vermieterin mit ihr danach mal sprach.
Da die Wäsche noch am schleudern war, ging ich wieder raus und nutze die Zeit um einige Schritte mit meinen Hunden zu gehen. Ich lief die Strasse runter zu den Bienen, das konnte sie nicht sehen. Von da unten sah ich dass sie das Licht wieder angemacht hatte. (?).
Ich ging dann nochmals in die Waschküche und nahm die Wäsche raus, machte nochmals eine Kurzwäsche die ich später hole.
Sollte das alles irgendwie gar nicht mehr beachten, aber es belastet mich, da es mich extrem einschränkt.
Nehme das alles viel zu persönlich statt darüber zu stehen.
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Geändert von Karde (29.12.12 um 17:46 Uhr)


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