Deutsche Ärzte behandeln Timoschenko

04.05.12 21:53 #1
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Deutsche Ärzte behandeln Timoschenko

Manno ist offline
Beiträge: 1.141
Seit: 09.09.08
Zitat von Bodo Beitrag anzeigen
Na sowas! Wer schaltet denn unsere Medien gleich?! Ich? Du? Müllers Kuh?
Über diese Thematik (Mediendiktatur) gibt's inzwischen so viele Bücher, es wurde schon so viel im Forum gepostet, und selbst der Papst hat sich schon darüber ausgelassen, daß ich nicht mehr darauf eingehen will.
Quack, es gibt viele blonde Russinnen. Aber mal rein aus ästhetischer Sicht eines Frauenverehrers:
Es gibt alles mögliche, doch es sollte zweifellos so sein, daß in Nordeuropa besonders viele blonde Frauen leben. Insofern werden blonde Frauen in Nordeuropa als weniger "fremdartig" angesehen, wobei sie zwar als naiver, aber auch als glaubwürdiger gelten. Inzwischen sollte dir aufgefallen sein, daß die meisten Nachrichtensprecherinnen als Blondinen auf den TV Bildschirmen erscheinen. Das hat den gleichen Grund, aus dem sich die Gasprinzessin in eine Blondine verwandelt hat ! Ich sagte ja: Erst denken, dann plappern ...

Dumm nur, dass eben genau dieses unversteuerte Schwarzgeld in der Summe einen fetten Batzen der Löcher ausmacht, die unsere Sozialkassen belasten!!
Auch das ist plumpe Propaganda, denn in der Praxis sieht es ganz anders aus. Man wird davon ausgehen können, daß der Staat für jeden so eingetriebenen Euro ungefähr vier Euro verliert. Aber auch darüber wurde schon viel geschrieben ...
Mal abgesehen davon, dass Dein Link sieben Jahre alt ist, es ein politischer Prozess ist, Putin gegen eigene Gesetze verstößt, die diversen Gerichte dutzendfach das eigene Recht beugten (Prozessordnung),
Auch hier übernimmst Du wieder die Propaganda der deutschen Medien. Du unterstellst unreflektiert, daß Rußland nach dem Zusammenbruch der UDSSR, als demokratische Republik hätte regiert werden können. Das ist jedoch Schwachsinn, denn sowas hat's in der ganzen Weltgeschichte noch nie gegeben. Im allg. folgt nach einem Zusammenbruch für etliche Jahzehnte erst einmal eine Militärdiktatur, um eine Ausplünderung des Landes zu verhindern. Dazu wäre es auch in Rußland beinahe gekommen. Heute wird Putin von den Russen als "neuer Zar" bezeichnet, was der Realität sehr nahe kommen dürfte. Eine Militärdiktatur war in Rußland nur abzuwenden, weil es in der staatstragenden Schicht zu einem Konsens gekommen ist: Die Milliardäre die unrechtmäßig zu ihrem Reichtum gekommen sind bleiben im Land, werden strafrechtlich nicht verfolgt, mischen sich aber nicht in Putins Politik ein. Das mag zwar kein demokratischer Konsens gewesen sein, aber niemand kann Rußland zu einer Demokratie zwingen, wenn es die Bürger nicht wollen. Und die Mächtigen im Lande wollen keine Demokratie haben, da sie dann für ihre unrechtmäßige "Bereicherung" angeklagt werden würden. Evtl. später einmal, doch jetzt nicht !
Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche die herrschende Gedanken
(Die deutsche Ideologie, in: Karl Marx / Friedrich Engels(1845/46): Bd. 3, Berlin 1969).

ist insbesondere dann aber doch dem letzten Abschnitt auch aktuell zuzustimmen:
Problematisch wird es jedoch durch die Tatsache, dass diese Steuerforderungen
nicht gegenüber allen anderen großen Ölkonzernen erhoben werden. Auch in anderen
Branchen wurden in grossem Stile diese Tricks angewandt.
Daran ist überhaupt nichts problematisch, denn der Deal war klar: Die früheren Verbrechen werden nur dann nicht geahndet, wenn sich die Milliardäre nicht in Putins Politik einmischen ! Dieses Abkommen wurde von allen mächtigen Russen akzeptiert und ist somit zum Gesetz geworden. Geht man nun von dieser Absprache aus, dann hat Michail Chodorkowski gegen dieses ungeschriebene Gesetz verstoßen und hätte demnach für seine früheren Verbrechen angeklagt werden müssen. Nicht wegen einer Steuerhinterziehung, sondern weil er sich die Ölquellen des Volkes unrechtmäßig angeeignet hat. Sein ganzes Vermögen hätte also wieder ans Volk zurückgegeben werden müssen und er hätte entsprechend der Gesetze des Landes wegen Unterschlagung verurteilt werden müssen. Stattdessen wurde er nur wegen Steuerhinterziehung angeklagt. Putin demonstrierte also, daß er auch in diesem Fall nicht gegen die "ungerechtfertige Bereicherung" der Wendejahre vorgehen wollte. Wahrscheinlich befürchtete er, daß die anderen Milliardäre in Panik geraten, wenn Putin nun gegen einen der Ihren vorgeht. Insofern ist Chodorkowski damit noch gut bedient gewesen und wahrscheinlich wäre er längst frei, wenn er sich nicht weiterhin in die Politik "des russischen Zaren" eingemischt hätte. Es handelt sich somit um eine Perversion, wenn sich westliche Medien nur auf eine "ungerechtfertigte Verurteilung wegen Steuerhinterziehung" einschießen und dabei verschweigen, daß er sein ganzes Vermögen unrechtmäßig hinterzogen hat. Auch dabei werden wir von unseren Medien nur sehr selektiv informiert ...

Das politisch motivierte Vorgehen gegen einen unliebsamen Oligarchen, der sich anschickt in die Politik zu gehen, gibt der ganzen Yukos-Affäre einen faden Beigeschmack.
Auch das ist Propaganda, denn was bedeutet "in die Politik zu gehen" ? Damit wird suggeriert, daß es sich in Rußland um eine Demokratie handelt, in die man sich so einfach "hineinwählen" lassen könnte. Hätte ein anderer russischer Zar oder Josef Stalin es geduldet, wenn sich Michail Chodorkowski in seine Politik eingemischt hätte ? Von denen wäre er längst hingerichtet worden ...


Rußland steht heute auf der Entwicklungsstufe, auf der sich Deutschland im Jahre 1870 befand (Gründung des deutschen Kaiserreiches) Allerdings wurde dort nicht Otto v. Bismarck , sondern Putin zum Reichskanzler ernannt. In dieser Phase schlossen sich die deutschen Fürstentümer zum deutschen Reich zusammen, wie sich nun auch Rußland neu formiert. Hätte damals ein Michail Chodorkowski in die Politik von Kaiser Wilhelm I hineinpfuschen können ? Selbst als Rosa Luxemburg sagte, daß der Kaiser von "der gesicherten Existenz der deutschen Arbeiter" (Jammern auf hohem Niveau) keine Ahnung hat, wurde sie 1903 wegen Majestätsbeleidigung in den Kerker geworfen ...

Momentan bezeifelst aber nicht nur Du, daß sich Rußland auf der Entwicklungsstufe der deutschen Reichsgründung von 1870 befindet. Auch Du glaubst, daß 140 Jahre Entwicklungsgeschichte einfach überspungen werden können ... Das läßt sich wohl auch ein Großteil der russischen Bevölkerung einreden. Momentan veranstalten sie die europäische Märzrevolution von 1848 und hoffen danach auf der Stufe der westlichen Demokratien zu stehen. Etwas illusorisch, oder ?


Man endet mit seinem Opener:
Deutsche plappern zuviel ...
Quod erat demonstrandum.
Die Philosophie verhält sich zum Studium der realen Welt, wie das Onanieren zur sexuellen Liebe.
(Karl Marx)

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Männlich Bodo
Manno again!





Zitat von Manno Beitrag anzeigen
Über diese Thematik (Mediendiktatur) gibt's inzwischen so viele Bücher,
es wurde schon so viel im Forum gepostet, und selbst der Papst hat sich
schon darüber ausgelassen, daß ich nicht mehr darauf eingehen will.
Eine Mediendiktatur haben wir nicht in der BRD, sie findet nur in Deinem Kopf statt.
Einführung Staatsbürgerkunde: Differenzierung Mediendiktatur und Mediendemokratie.


Zitat von Manno Beitrag anzeigen
Inzwischen sollte dir aufgefallen sein, daß die meisten Nachrichten-
sprecherinnen als Blondinen auf den TV Bildschirmen erscheinen.
Ich sagte ja: Erst denken, dann plappern ...
Nee, ist mir noch nicht aufgefallen. Blondie, komm' bei Herrchen, wuffwuff!
Zu diesem Stuss fällt mir spontan ein: Ob blond ob braun, ich liebe alle Frau'n.


Zitat von Manno Beitrag anzeigen
Auch das ist plumpe Propaganda, denn in der Praxis sieht es ganz anders aus.
Man wird davon ausgehen können, daß der Staat für jeden so eingetriebenen
Euro ungefähr vier Euro verliert.
Du solltest Deine eigene Affinität zur Propaganda nicht immer auf andere projizieren!
Juristen streiten über die Zulässigkeit der Methode (in der Schweiz wie in Deutschland).

Dabei diente die Maßnahme nicht dazu, die Steuerschulden zu egalisieren, sondern Druck auf
inländische Steuerhinterzieher aufzubauen, ihre Hinterziehungen offen zu legen, was auch geschieht.

Die Summen, um die es geht, sind übrigens beachtlich: Der Schweizer Tages-Anzeiger aus Zürich
nennt die Zahl 193,4 Milliarden Franken aus Deutschland. Viel Holz. Und es fehlt uns hier!

Zu dem ganzen restlichen Wust über Russland ist nur mitzuteilen,
dass Du monologisierst: Du antwortest auf Zitate Deines eigenen Links.
Vielleicht ist es Dir ja noch nicht aufgefallen, aber Deine merkwürdige
Replik käme demnach mit Andreas Bornefeld dem richtigen Adressaten zu.








Grüße
Bodo

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Sam77 ist offline
Beiträge: 181
Seit: 03.12.11
Zitat von Bodo Beitrag anzeigen

Na sowas! Wer schaltet denn unsere Medien gleich?! Ich? Du? Müllers Kuh?
Das verrückte ist heute, dass die Journalisten sich selbst gleichschalten, einfach aus Angst schief angeguckt zu werden oder aus Angst, für einen schlimmen "Verschwörungstheoretiker" gehalten zu werden.

Wir brauchen heute gar keinen Diktator mehr, der Diktator sitzt in den Köpfen der Menschen. Und Müllers Kuh ist hier gar nicht so fehl am Platze, denn bei bestimmten Themen blöken sämtliche Medien genau denselben Mist, ach nein, blöken tun ja die Schafe, na, egal...

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Männlich Bodo
Dass, was Du da schreibst, Sam, trifft gelegentlich tatsächlich zu.

Ein mündiger Bürger kann (mit etwas Übung) guten Journalismus
von schlechtem Journalismus unterscheiden (lernen).

Der Politische Einfluss ist übrigens noch immer deutlich - dass liegt auch am Proporz.
Nach Parteibuch werden Heute allerdings Chefredakteure nicht mehr ausgesucht -
dies kann sich eine Anstalt bei der jetzigen Transparenz kaum mehr leisten.

Empfehlenswert ist, die Nachrichten eines Senders zu schauen, das politische Journal,
die politischen Magazine. Beispiel ARD: Tagesschau, Tagesthemen, Monitor u.a. -
so werden die nackte Information vom (Teil)Kommentar bis zur (Redaktions)Meinung
ausdifferenzierbar. Bei etwas näherem Hinsehen fallen hier deutliche Unterschiede auf -
auch besonders was das Mutterhaus anbelangt. Die Kommentare der diversen Landes-
rundfunkanstalten zeigen überdies, dass es keine Meinungsdiktate gibt.






Liebe
Grüße
Bodo

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.724
Seit: 10.01.04
Zu Bodos Empfehlungen in punkto Information zur eigenen Meinungsbildung kann ich zusätzlich Radio-Sendungen empfehlen. Ich finde sie oft informativer und ausgeglichener als Fernsehsendungen, weil sie durch das reine Wort und Argumente informieren und Bilder keine Rolle spielen.

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

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Bunti ist offline
Beiträge: 547
Seit: 28.07.11
Zitat von Dora Beitrag anzeigen
und wer behandelt uns chronisch Kranken?
Werde kriminell, korrupt, hinterziehe Steuern und simuliere; vielleicht klappt's dann

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alibiorangerl ist offline
Beiträge: 8.949
Seit: 09.09.08
Wuhu,
könnte
Zitat von Bunti Beitrag anzeigen
Werde kriminell, korrupt, hinterziehe Steuern und simuliere; vielleicht klappt's dann
hinkommen...
__________________
» Optimismus ist nur ein Mangel an Information. « – Heiner Müller

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Manno ist offline
Beiträge: 1.141
Seit: 09.09.08
Zitat von Bodo Beitrag anzeigen
Manno again!
Eine Mediendiktatur haben wir nicht in der BRD, sie findet nur in Deinem Kopf statt.
Einführung Staatsbürgerkunde: Differenzierung Mediendiktatur und Mediendemokratie.
Mal abgesehen davon, daß in Wikipedia viele Artikel von Lobbyisten immer wieder entsprechend ihren Wünschen geändert werden, zitiere ich aus Deinem Link zur Mediendemokratie.:
Der Begriff Mediendemokratie wird verwendet, um schlagwortartig die gestiegene Bedeutung der Massenmedien für das politische System zu unterstreichen. In der Mediendemokratie sind Medien nicht nur politische Kommunikationskanäle, auf welche die politischen Akteure zur Verbreitung ihrer Botschaften zwingend angewiesen sind,
sondern auch Akteure, welche die Meinungsbildung und damit politische Handlungsspielräume maßgeblich bestimmen. Insofern pflegen Politik- und Medienakteure in der Mediendemokratie einen engen Austausch.
Und genau das bezeichne ich als Diktatur !
Schließlich manipulieren hier die "Akteuere" im Sinne einiger Parteivorsitzenden die öffentliche Meinung, selektieren die Informationen und verrsuchen in der Bevölkerung eine Stimmung zu erzeugen, die mit der Realität nichts mehr zu tun hat.

Einen Absatz weiter wird unter "Problematik" beschrieben, wie es in einer Demokratie sein sollte:

Medien sind eine mächtige Kontrollinstanz ... Durch ihre Berichterstattung tragen die Medien in zweierlei Hinsicht zu dem Funktionieren eines demokratischen Systems bei: Auf der einen Seite überwachen sie z. B. durch Recherchen die Tätigkeiten der Politiker, andererseits bilden die Medien eine Schnittstelle zwischen den Machthabern und den Wählern.
Genau das ist der Punkt: Die Medien sollen nicht nur die Ansichten der Politiker verbreiten sondern sie sollen ihre Propaganda auch durch eigene Recherchen widerlegen. Wann ist das in Deutschland denn zuletzt passiert ?

Wenn auf allen Kanälen nur noch zur Solidarität mit der armen zu unrecht verurteiltenTimoschenko aufgerufen wird, aber in allen Kanälen genauso verschwiegen wird, warum sie überhaupt im Gefängnis sitzt, dann kann ich das nicht mehr als Zufall ansehen. Dann erfüllen die Medien einfach nicht mehr ihre Aufgabe.

Nur ist mit Hilfe des Internets inzwischen viel Druck auf die Medien ausgeübt worden, sodaß sie im Moment wieder zurückrudern. Nun bemängeln sie ganz allg. die schlechten Haftbedingungen in der Ukraine und die schlechte med. Versorgung. Das ist schon besser.

Doch jetzt frage ich mich, wie dort eigentlich eine WM veranstaltet werden kann, wenn die WM Gäste dort med. nicht versorgt werden können. Was passiert denn, wenn einem Deutschen während der WM die Bandscheibe raushüpft oder er eine Blinddarmentzündung bekommt. Ist das dann aufgrund der fehlenden med. Versorgung sein Todesurteil ? Auch bei dieser Berichterstattung habe ich so meine Zweifel ...

Du solltest Deine eigene Affinität zur Propaganda nicht immer auf andere projizieren!
Ich bemühe mich, obwohl ich meinen Artikel geschrieben habe, bevor der Sachverhalt im Kopp-Verlag ähnlich beschrieben wurde. Ob die von mir abgeschrieben haben ? :-)

193,4 Milliarden Franken aus Deutschland.
193,4 Milliarden erbringen bei 2% Zins 3,87 Mrd. Ertrag. Von denen ständen dem Staat 25% zu, was 0,96 Mrd. entspäche. Die Deutsche Bank würde von Peanuts sprechen !

Grüße ;anno


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