Unterschied zwischen Schüßler-Salzen und Homöopathie

05.01.18 10:27 #1
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Oregano ist gerade online
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... Wie unterscheiden sich Homöopathie und Mineralsalztherapie nach Dr. Schüßler?

Bei der Mineralsalztherapie nach Dr. Schüßler und der Homöopathie handelt es sich um zwei unterschiedliche Therapierichtungen.

Bei der Mineralsalztherapie nach Dr. Schüßler geht man davon aus, dass der Mensch erkrankt, weil der Mineralsalzhaushalt gestört ist. Mit dem jeweiligen Mineralsalz in potenzierter Form soll nach dem medizinischen Verständnis von Dr. Schüßler (1821 - 1898) dem Körper der Anstoß gegeben werden, dieses Mineral wieder vermehrt aufzunehmen und in den Zellen zu verteilen und somit zu gesunden. Häufig wird bei der Therapie nach Dr. Schüßler auch von einer Verteilungsstörung der Mineralsalze in den Zellen gesprochen. Durch die potenzierte Form ist nach Auffassung von Therapeuten die Bioverfügbarkeit des jeweiligen Mineralsalzes verbessert und der Körper kann dieses somit effektiver verwerten.

Das Prinzip der Homöopathie dagegen basiert auf der Ähnlichkeitsregel: Dieselbe Substanz, die beim Gesunden bestimmte Symptome hervorruft, kann ähnliche Symptome beim Kranken heilen. Durch das richtig gewählte homöopathische Arzneimittel wird im Organismus des Patienten ein Reiz gesetzt, welcher die Selbstheilungskräfte mobilisiert und somit dem Organismus hilft zu gesunden (Reiz-Regulationstherapie).

Beide Therapieformen haben gemeinsam, dass die verwendeten Arzneistoffe gemäß den Vorschriften des Homöopathischen Arzneibuchs (HAB) zubereitet werden.
Wie unterscheiden sich Homöopathie und Mineralsalztherapie nach Dr. Schüßler? :: DHU Schüßler-Salze - das Original

Grüsse,
Oregano

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Unterschied zwischen Schüßler-Salzen und Homöopathie

Zeitgenosse ist offline
Beiträge: 71
Seit: 06.05.09
Oregano, die von dir angegebene Seite der DHU ist informativ, wie ich finde.

Ich würde allerdings noch andere Gemeinsamkeiten zwischen der Homöopathie und der Behandlung mit Schüssler-Salzen sehen.

Beide Verfahren
  • benutzen die Technik der Repertorisation, ein Verfahren, mit dem sich aus einem Verzeichnis die von den einzelnen Heilmitteln zugeordneten Zeichen, die vom "gesunden" (was immer das heißen mag) Zustand abweichen, systematisch auf die beim zu Behandelnden wahrgenommenen Symptome beziehen lassen.
  • gehen aus von einer Schnittmenge der verwendeten Mittel. Die Wirkstoffe der Schüssler-Salze kommen auch in der Homöopathie zum Einsatz.
  • berücksichtigen bei der Repertorisation sowohl körperliche als auch seelische Faktoren einer Krankheit.
  • gehen ebenso davon aus, dass die verwendeten Mittel körperliche und seelische Wirkungen haben.
  • gehen davon aus, die Nebenwirkungen seien gering / nicht vorhanden (abgesehen von Erstverschlimmerungen) !? Die Begründung dafür ist oft, es handele sich um stark potenzierte Substanzen. Bei den Schüssler-Salzen sind es zwar tiefere Potenzen, in der Laien-Apotheke in der Regel bis D12, d.h. 1 Gramm Mineralstoff auf eine Tonne Milchzucker. Auch das ist, im Vergleich zu handelsüblichen Tabletten, bei der man von einem Verhältnis der Wirkstoffe zur Trägersubstanz von bis zu 1:10 / 1:100 ausgehen kann, verschwindend gering. Man kann aber unter "Nebenwirkung" auch folgendes verstehen: eine Wirkung, die nicht der gewünschten Wirkung eines richtig ausgewählten Medikamentes entspricht. Wenn also sorgfältig ausgewählte Schüssler-Salze und homöopathische Mittel in bestimmten Fällen keine Wirkung zeigen und der Behandelnde erwartet aber eine Wirkung, etwa die Heilung eines schweren Leidens, und diese tritt nicht ein, wäre dies auch eine unerwünschte Nebenwirkung. Eine solche könnte sich etwa dann sehr ungünstig auswirken, wenn vor der Behandlung / Einnahme ein allopathisches Medikament vorhanden gewesen wäre, das mit großer Sicherheit zu einem Behandlungserfolg geführt hätte.
  • ergänzen einander. Der Einsatz von Schüssler-Salzen kann nach Kellenberger & Kopsche (Mineralstoffe nach Dr. Schüssler, Augsburg 2006, S. 8) auch die Wirksamkeit homöopathischer Mittel erhöhen, da sie zu einer Verbesserung der Informationsübertragungssysteme beitragen können.
  • beschränken die Mittelwahl. Sowohl Schüssler als auch Hahnemann sahen in der Gabe des jeweils wirkungsvollsten Mittels die beste Therapie, wenn sie auch von unterschiedlichen theoretischen Voraussetzungen ausgingen. Hahemann sah, dass mit den in seiner Zeit verordneten Arzneimischungen kaum Heilungen erfolgten. Nach seiner Vorgehensweise sollte der Arzt einem kranken Menschen nur ein einziges Mittel geben, das Mittel, dessen Wirkungen bei einem gesunden Menschen den Symptomen des kranken Menschen entsprechen. Schüssler orientierte sich an modernen naturwissenschaftlichen Verfahren, die sich mit dem Mineralstoffhaushalt des Bodens und der Tiere beschäftigt hatten, etwa denen von Justus von Liebig (1803-1873). Demnach sollte man einem Boden immer nur das zuführen, was er am meisten braucht; mit einem Kombinationsdünger würde man keine Besserung erzielen. Übertragen auf einen erkrankten Organismus heißt das: dem Organismus am besten nur ein Mittel zuführen, nämlich das ihm meisten fehlt.
  • sind empirisch orientiert, die Theoriebildung gerät in den Hintergrund.
  • sind in der Schulmedizin umstritten.

Grüße Zeitgenosse

Geändert von Zeitgenosse (29.01.18 um 09:40 Uhr) Grund: Grammatischer Fehler behoben


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