Hypophyseninsuffizienz trotz Adipositas?

20.04.17 10:52 #1
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whoknows ist offline
Beiträge: 32
Seit: 16.05.15
Hallo zusammen,

mein letzter Thread
http://www.symptome.ch/vbboard/neuro...istamin-4.html

passt wohl nicht mehr ganz, bin nun durch einem Neurologen einen Schritt weiter, sämtliche "Achsen" in meinem Hormonsystem sind durcheinander.
Desweiteren habe ich mittlerweile wohl auch Depressionen.

Er meint, dass dies allein meinem Übergewicht (120kg auf 180cm) geschuldet sei und durch eine strenge Diät wieder alles passt.

Ich frage mich jedoch, wie der Teufelskreis zusammenpasst:
1. Hormone durcheinander weil Übergewicht?
2. Übergewicht da Hormone durcheinander?

Aktuelle Symptome
Ich hab keine Lust auf nix mehr.
Starke Gewichtszunahme.
Konzentration kaum vorhanden.
Motivation nicht vorhanden
Erholsamer Schlaf nicht vorhanden.
Blutdruck sehr hoch ( wird nun medikamentiös behandelt)
Unruhig, müde, schwach..kaum sozialer Kontakt etc...)
Extreme Rückenprobleme.
Reizdarm, Reizmagen, Reizblase.
Oft Kopfschmerzen (vermutlich Migräne).
Libido 0,0

Werte 2015 vom Endokrionolgen 1
Serum
TSH 1,56 (0,35 - 4,5)
FT4 1,1 (0,78 - 1,54)
FT3 3,5 (2,3 - 4,2)
Prolactin 4,4 (4,0 - 15,2) Unterkante
ACTH 16,0 ( 7,5 -60)
Cortisol 7,5 (6,2 - 19,4)
LH 3,0 (2,0 - 6,8)
FSH 1,7 (2,0 -7,8) zu niedrig
Estradiol2 23,5 (7,2 - 43,6)
Testosteron 3,04 (3 - 8) Unterkante
Vitamin D 10,2 (30 - 80) zu niedrig

Speichel
Cortisol 8 Uhr 0,6 (0,5 - 1,5) Unterkante
Cortisol 12 Uhr 0,41 (0,08 - 0,57)
Cortisol 20 Uhr 0,06 ( 0,03 - 0,30) Unterkante

Urin
Cortisol 24h 13,4 (14 - 97) zu niedrig

Stuhl
Elastase1 25 (>200) kaum noch nachweisbar

Werte April 2017 vom Neurologen
TSH 1,63 (0,35 - 2,5)
FT4 0,99 (0,98 - 1,7) also ganz weit unten...
FT3 3,76 (2,0 - 4,4)
alle SD Antikörper negativ
Prolactin 8,51 (2,5 - 17) sieht besser aus als 2015?
ACTH 9,1 (9 -51) Auch ganz unten
Cortisol 77,4 (26 - 102) sieht besser aus als 2015?
LH 2,27 ( 1,5 - 9,2) immer noch schlecht?
FSH 2,14 (1,5 - 12,4). immer noch schlecht?
Estradiol2 9,5 (11,3 - 43,2) zu niedrig
Testosteron 2,27 (2,7 - 10,7) zu niedrig
Vitamin D 24 (30-80). ...und das trotz 2x die Woche 20.000??

Elastase1 21 (>200) wie immer, kaum noch nachweisbar.

Cortisol dieses Mal leider nur per Serum gemessen.

Ich wollte nun gerne wissen, ob durch eine wirklich strenge Diät wieder alles passen wird, oder ob ggf. weitere Untersuchungen der Hypophyse Sinn machen?

Schilddrüse : TSH nicht erhöht obwohl fT4 Untergrenze?
Stressachse: ACTH Untergrenze obwohl ich mehr Cortisol brauchen könnte?
Verdauung: Pankreas Elasate-1 kaum noch nachweisbar?
Sexualhormone: LH/FSH niedrig obwohl ich mehr Testosteron brauche??

Wie gesagt, mein Arzt meint, dass dies alles durch Adipositas verursacht ist und Adipositas eine Hypophysenunterfunktion ausschließt.

Was meint ihr?

Vielen lieben Dank!

lg whoknows

Hypophyseninsuffizienz trotz Adipositas?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.275
Seit: 10.01.04
Hallo whoknows,

nimmst Du eigentlich irgendwelche Medikamente ein?

Grüsse,
Oregano
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Hypophyseninsuffizienz trotz Adipositas?

whoknows ist offline
Themenstarter Beiträge: 32
Seit: 16.05.15
Hallo Oregano,

Ja seit kurzem Telmisartan gegen Bluthochdruck.
Ansonsten nur Vit D, und Mg
LG whoknows

Hypophyseninsuffizienz trotz Adipositas?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.275
Seit: 10.01.04
Hallo whoknows,

der Bluthochdruck kann gut eine Folge des Übergewichts sein. Und wahrscheinlich hat Dein Neurologe schon irgendwo recht damit, daß auch die Hormonachsen mit den Hormonen durcheinander geraten sind - warum auch immer.
Wie ist denn das Übergewicht zustande gekommen? Einfach so oder schon durch viel Essen und Trinken und wenig Bewegung?

Auf jeden Fall denke ich, daß der Vorschlag, erst einmal Gewicht abzunehmen, gut ist. Das ist nicht einfach, aber mit Anleitung und Unterstützung ist das sicher möglich. Und es wäre bestimmt gut zu erleben, wie langsam aber stetig die Beschwerden sich verabschieden und die Lebensfreude wieder kommt.

https://www.zentrum-der-gesundheit.d...nehmen-ia.html

Die Frage im Thread-Titel kann ich leider nicht beantworten.

http://www.glandula-online.de/filead...n/HypoInsu.pdf

Grüsse,
Oregano
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Geändert von Oregano (20.04.17 um 19:56 Uhr)

Hypophyseninsuffizienz trotz Adipositas?

Brian3 ist offline
Beiträge: 41
Seit: 18.05.16
Wie sieht deine Ernährung aus? Ich bin mir sicher, dass dies ein sehr grosser Grund für die Probleme ist.

Die niedrige Pankreaselastase zeigt, dass die Verdauung nicht richtig funktioniert, weil die Bauchspeicheldrüse nicht genug Enzyme Produziert. Ich habe das selbe Problem. Mit Enzymen geht es mir jedoch viel besser.

10'000 IE Vitamin D3 pro Tag kann besser aufgenommen werden als solche Mega-Dosen.

Ich würde umbedingt das Dopamin und Seratonin im Urin messen. Es tönt für mich schwer nach einem Dopamin & ev. Seratonin Mangel. Falls dies der Falls ist kann ich dir einige Dinge empfehlen. Dopamin bringst du z.B. mit Mucuna Dopa und Q10 etwas hoch.

Geändert von Malve (21.04.17 um 05:58 Uhr) Grund: kommerzielle Links

Hypophyseninsuffizienz trotz Adipositas?

ullika ist offline
Beiträge: 1.843
Seit: 27.08.13
Zitat von whoknows Beitrag anzeigen
Er meint, dass dies allein meinem Übergewicht (120kg auf 180cm) geschuldet sei und durch eine strenge Diät wieder alles passt.

Ich frage mich jedoch, wie der Teufelskreis zusammenpasst:
1. Hormone durcheinander weil Übergewicht?
2. Übergewicht da Hormone durcheinander?
Ich glaube, viele machen es sich einfach, Übergewicht als Ursache zu sehen, es kann genausogut eine Folge von Hormonstörung, Vergiftung, Parasiten, Nährstoffmangel,... sein.
Abnehmen ist nicht für jeden gleich einfach:
Einem Dicken zu sagen " mach mehr Sport und iß weniger" ist dasselbe, wie einem dünnen Zappelphillip zu sagen "sitz einfach ruhig und iß mehr"
__________________
Der Weg zur Gesundheit führt durch die Küche, nicht durch die Apotheke (Sebastian Kneipp)

Hypophyseninsuffizienz trotz Adipositas?

whoknows ist offline
Themenstarter Beiträge: 32
Seit: 16.05.15
Zitat von ullika Beitrag anzeigen
Einem Dicken zu sagen " mach mehr Sport und iß weniger" ist dasselbe, wie einem dünnen Zappelphillip zu sagen "sitz einfach ruhig und iß mehr"
Made my day

Genau das gleiche frage ich mich auch. Klar könnte ich sämtliche Diäten noch strenger und länger durchziehen und hinsichtlich Ernährung gibt es höchstwahrscheinlich wirklich Optimierungsbedarf, jedoch kann ich auch von mir behaupten, weder Unmengen noch total ungesund zu essen (kein Fertiggerichte nur frisch...).

Ich bin echt am Überlegen, ob ich nicht nochmal zu einem Endo gehe und gar nicht lang rumfrage sondern einfach darum bitte eine Hypophyseninsuffizienz auszuschließen..wie auch immer.

Hypophyseninsuffizienz trotz Adipositas?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.275
Seit: 10.01.04
Wer hat denn hier geschrieben "mach' mehr Sport und iß weniger"?
Niemand.

Aber es kann doch nicht schaden, sich über gesunde Ernährung und damit Lebensmittel zu informieren, die gleichzeitig viele Vitamine, Spurenelemente und gute Fette enthält und gleichzeitig nicht zum Zunehmen führt?

Da Bewegung (es muß ja nicht Sport sein) den Stoffwechsel anregt, erleichtert Bewegung auch einen guten Stoffwechsel.

Ich bin echt am Überlegen, ob ich nicht nochmal zu einem Endo gehe und gar nicht lang rumfrage sondern einfach darum bitte eine Hypophyseninsuffizienz auszuschließen..wie auch immer.
Dann mach' das doch bitte , whoknows!

Grüsse,
Oregano
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Hypophyseninsuffizienz trotz Adipositas?

ullika ist offline
Beiträge: 1.843
Seit: 27.08.13
Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
Wer hat denn hier geschrieben "mach' mehr Sport und iß weniger"?
das war ein Beispiel, und wird doch immer empfohlen.
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Hypophyseninsuffizienz trotz Adipositas?

bestnews ist offline
Beiträge: 5.610
Seit: 21.05.11
Hallo whoknows
, vielleicht liegt ein Großteil Deiner Probleme in unverträglichen Nahrungsmitteln begründet:
Gluten und Milcheiweiß allen voran.
Diese können unter anderem Depressionen und Übergewicht verursachen.
Gerade erst las ich auch in "Hormonkur" , Buch, dass Gluten Hormone durcheinanderbringen kann.

Du könntest glutensensivitiv sein, oder aber ne unerkannte Zöliakie haben. Nach dem oben angeführten Buch sind 75% der Betroffenen nicht diagnostiziert. Bei mir wurde es Jahrzehnte übersehen, wie bei meinem Onkel auch. Wir haben nicht gemerkt, dass wir es nicht vertragen. Milcheiweiß das Gleiche bei mir, auch die Histaminintoleranz konnte ich erst durch Auslass erkennen.
Wenn Du Dich glutenfrei ernährst, bitte so wenig wie möglich von Schär konsumieren. Diese strotzen nur so von Zusatzstoffen, Maisstärke und Zuckerstoffen ! Heute erst las ich mit Entsetzen, dass sie sogar der Pasta Glucosesirup zusetzen! Unglaublich. Aber es gibt genügend gute Alternative.
Wichtig zu wissen: Die Zöliakie kann nur unter monatelanger Glutenlast ausgetestet werden. Die Sensivität danach durch strikten Auslass .

Die Zöliakie gilt als das Chamäleon der Krankheiten:

Zöliakie: Starker Anstieg der Darmerkrankung

Diagnostik, vollständige:

https://www.ugb.de/ernaehrungsplan-p...n-ohne-gluten/

Nach meinen Informationen ist es tendenziell so, dass die mit viel Gewicht eher glutensensitiv sind, die dünnen eher ne Zöliakie haben. Aber aus meinem Umfeld weiß ich, dass das nicht immer so ist.

Sollten Nahrungsmittelunverträglichkeiten Dein Hauptproblem sein, ist es nach meien Erfahrungen eher unwahrscheonlich, dass Ärzte die Symptome damit verbinden.
Ich weiß das von mir, hier aus dem Forum und auch von denen, die ich erfolgreich zu Glutenauslass bewegen konnte.

Alles Gute.
Claudia.


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