Sucht, Geister und die Überwindung

30.12.10 17:09 #1
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Sucht, Geister und die Überwindung
LieberTee
Zitat von kopf Beitrag anzeigen
ist hier der grund für die anfälligkeit sich in seiner angst anderen anzuschliessen und so die verantwortlichkeit für ein selbst abzugeben oder hier die chance auf verwirklichung gänzlich aufzugeben ?
Lieber Kopf, das eine muss das andere nicht ausschliessen.

Spaß beiseite, ich halte es für einen Fehler, die Verantwortlichkeit für sich selbst an andere Menschen abzugeben. Man kann sie wohl abgeben, aber nur an sich selbst.
... was ich glauben soll ,wissen andere für mich !
Gut auf den Punkt gebracht! Das ist wohl das Ding mit der Religion oder den sonstigen Sekten.
die schafherde ,ein biblische geschichte .richtig anrührend und herzerwärmend .
wilde schafe ,stolz und schön ,selbstbestimmt in den bergen lebend ,wohl wahr -von ihnen liesst man nichts !
Das kommt wohl darauf an, wie Du es liest. Sorry, ich bin wirklich absolut nicht Bibelfest. Ich nehme aber mal an, dass die Schafherden in der damaligen Zeit nicht eingezäunt lebten....Die Schäfer zogen wohl eher mit ihnen... Aber ich kann mit dem Bild auch nicht viel anfangen.

Da der damalige Mensch aber auf die Schafe, ihre Wolle, Milch und Fleisch angewiesen war und Gott mit einem Schäfer verglich, könnte man auch sagen, Gott kann nicht ohne den Menschen...oder auch: ohne das Leben.

Und das wiederum nähert sich für mich dem Satz an "Das Meer erfährt sich in der Welle". Ein unbewegter Ozean würde sich vielleicht ebenso zersetzen wie der Gerstensaft...

Hier im Thread wurde gesagt: Gott ist ein anderes Wort für Leben (oder Kosmos, oder Liebe....). Die Idee ist auch gut, finde ich. Es sind ja immer alles nur Bilder. Mehr kriegt unser Verstand nicht hin. Ich habe z.B. in der Meditation keine "Erleuchtung" erfahren, aber etwas verändert sich doch. Es ist so ein Gefühl von, ich stimme mit mir selbst etwas mehr überein. Anders kann ich das nicht erklären.
Und ich lerne mich mehr kennen, als in etlichen Therapiestunden. Vielleicht, weil es nicht um mich geht und gerade darum begegne ich auch vielem, was ich gar nicht sehen will. Die Erfahrung ist gut. Aber ohne Lehrer würde mir schon was fehlen. Es muss jemand sein, dem man vertraut, eben ein "Bergführer".

wir sitzen ganz schön in der scheiße , Lieber Tee !
Wohl wahr, aber ich will nicht drin bleiben. Und wenn doch, so kann eben das Leben auch sein. Interessante Erfahrung, die ich da bin. Manchmal ist sie auch komisch. Dann nehme ich gerne mal die Clownsperspektive ein. Das Staunen ist anfangs ja gar nicht so anders.

Lieber Gruß
LieberTee

Geändert von LieberTee (10.12.12 um 15:16 Uhr)

Sucht, Geister und die Überwindung
kopf
ach liebe Liebertee (liberte-das versteckt sich in deinem namen),

ich bin so ungeschickt im schreiben !!

der himmel im zeitraffer betrachtet ,24 stunden ! mannigfaltigkeit pur !
unterschiede und vor allem auch nicht immer schön ,wobei hier wieder die aussage gilt : "schönheit liegt im auge des betrachters" !
was ist also schön und was unschön !?

der himmel ist also natur und ich komme doch aus ihr ! darf ich auch so sein !
ja ,ich darf schön und unschön sein ,weil das oder so ist das leben der natur !

ist diese erkenntnis ,wenn man sie erfahren hat , ein guter anfang für den neuen weg ?
ich darf so sein wie ich bin !?

LG kopf.

Bei Suchtverhalten kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich mit einem Suchtverhalten (Medikamentensucht, Spielsucht, Wettsucht uvm.) aufhören möchte, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
mehr
Sucht, Geister und die Überwindung
LieberTee
Lieber Kopf ,

(find ich immer lustig, das zu schreiben, als spräche ich mit mir )

Magst Du Dich denn selber, so wie Du bist? Du bist nicht besser oder schlechter als andere Menschen. Wichtig ist wohl, sich so zu lieben, wie man im Moment ist, sich dafür anzuerkennen, egal wie man sich fühlt. Es einfach annehmen und so sein lassen, wie es ist. Das ist schon mal ein guter Anfang. Und dann schauen, was passiert.

Hattest Du das Meditationszentrum als Link bekommen? Was ich daran besonders gut finde, ist, dass man nicht zahlt, sondern spendet und das auch erst, wenn man davon profitieren konnte. Und nicht, um zu zahlen für die Erfahrung, sondern um anderen die Erfahrung zu ermöglichen. Schon allein dieser Geist, der dahinter steckt, der gefällt mir gut. Ich finde ihn sehr solidarisch, denn jeder kann ja das spenden, was er kann. Und wem das was gebracht hat, der gibt auch gerne das weiter, was er erübrigen kann. So ist die Meditation auch für Menschen möglich, die wenig Geld verdienen und nicht nur für Menschen, die es sich locker nebenher leisten können.

Allerdings gibt es auch sehr kritische Stimmen dazu und man sollte sich vorher damit auseinandersetzen und schauen, ob man die strengen Regeln für sich als stimmig empfindet und für 10 Tage einhalten kann. Hier findest Du eine sehr kritische Information. Ich bin selbst auch nicht sicher, ob ich das für 10 Tage könnte. Man kann sich andere Zentren oder Kurse suchen oder auch, es allein probieren. Schwierig finde ich persönlich auch, dass man die Leiter nicht vorher kennenlernen kann. Vielleicht wäre mir das erst mal zu unpersönlich, kann sein. Auf der anderen Seite führt es zumindestens nicht in eine persönliche Abhängigkeit, was auch ganz gut ist.

Mir gefällt Meditation in einer Gruppe gut, weil ich die Energie genieße, die sich aufbaut, wenn mehrere da sind, obwohl man nicht miteinander redet. Und allein fällt es mir sehr schwer, das kommt dazu. Vor allem, wenn ich keine Ruhe habe.

Gut finde ich z.B, dass es sich nicht um eine theoretische Auseinandersetzung handelt, sondern um eine vielschichtige Erfahrung. Ich steh da aber am Anfang. Jedenfalls ist Meditation nicht entspannend, für mich also nicht. Es ist ganz schön schwer, nicht den Gedanken zu folgen, sondern sie einfach zu lassen. Dann kann man nämlich komischerweise ihnen nicht ausweichen, was ja der Verstand sonst gerne tut. Ich finde es auch körperlich sehr anstrengend, obwohl es ja "nur" Sitzen ist. Es ist ein Herausforderung! Und eine Chance, sich (mehr und mehr) selber zu begegnen.

Irgendwann lässt das nach, schön und unschön zu bewerten, es ist einfach, wie es ist, nicht nur, weil Du es so denkst (Dir einredest), sondern weil Du es mit allem fühlst. Es ist stimmig, nicht von Abwehr begleitet. Ich hatte das Glück, einen Lehrer per Zufall kennenzulernen und vieles, was er sagt, auf Anhieb bejahen zu können. Es hat mich spontan angesprochen. Obwohl ich inzwischen auch erkennen, dass er natürlich ein geübter Redner ist. Ausprobieren lohnt sich in jedem Fall, finde ich.

Lieber Gruß
LieberTee

Sucht, Geister und die Überwindung
Akim
Hallo lieber weissnicht,

magst Du vielleicht noch einmal schauen?

Zitat von weissnicht
Der Ursprung, Weg und das Ziel mag in diesen seltenen Augenblicken
als Einheit gesehen werden.

In dieser Ganzheit ist dann keine Bewegung notwendig.
Ja, in dieser Fusion ist keine Bewegung notwendig.
Dort verschwindet auch die Sehnsucht.
Auch die Polaritäten sind dort nicht zu finden,
werden als Einheit gesehen.

Aber sind es wirklich nur seltene Augenblicke,
oder wird es nicht vielmehr zum Seinszustand?

Ja es geschieht in der Liebe.
Der Liebe zum Geliebten, zur Geliebten.
In der Liebe zum Leben, zum Universum, zur Existenz.
Aber auch in der Stille und auch in der Dankbarkeit.

Ekstase ist wohl nicht dauerhaft möglich,
darum vielleicht die Seligkeit,
als Balance zwischen den Polaritäten.

Und doch… dann ist sie wieder da, die Ekstase…

Zitat von weissnicht Beitrag anzeigen
Die Hingabe ist kein Tun, keine Aktivität, kein Ziel,
nichteinmal ein Werdenwollen,
oder gar sich verbessern wollen.

Aber auch keine Unterdrückung von Bedürfnissen.

Kein Versuch aus der "Dunkelheit des Egos" herauszutreten.

Diese Versuche haben noch nie gewirkt,
da der Tuer in diesen Aktivitäten erhalten bleibt.

Ob ich nun plane eine führende Person in der Gesellschaft zu werden,
oder "aus der Spirale des Egos heraustreten will"
da ist kein Unterschied.

Die Liebe bewirkt die Hingabe.

In der Liebe verschwinden unsere Grenzen.

Das Universum ist aus der Substanz Liebe gemacht.

(Osho)

Liebe bringt Fusion,
das Entzücken, die Ekstase wenn Du willst.

Diese Fusion ist die Hingabe.

Aber auch in der Stille kann sie geschehen
Ahh das ist gut.
Da muss man ja echt schon sehr genau hinschauen.
Wirklich interessant, wie leicht und subtil sich doch der Tuer gerne einschleicht.

Jetzt habe ich etwas, was ich besonders beobachten kann.

Aber ist es also egal was ich tue?
Wohl ja, solange kein Tuer vorhanden ist.
Wenn ich mit dem Leben bin und nicht dagegen.

Also auch keine Angst das Flasche zu tun?
Nur schauen, wo ist ein Tun, ein Ziel -
wo ist ein Loslassen, ein Aufgeben.
Manchmal scheint es eine Gradwanderung.

Aber auch keine Unterdrückung von Bedürfnissen.

Kein Versuch aus der "Dunkelheit des Egos" herauszutreten.

Diese Versuche haben noch nie gewirkt,
da der Tuer in diesen Aktivitäten erhalten bleibt.

Ob ich nun plane eine führende Person in der Gesellschaft zu werden,
oder "aus der Spirale des Egos heraustreten will"
da ist kein Unterschied.
Kein "aus der Spirale des Egos heraustreten wollen",
auch keine Unterdrückung von Bedürfnissen,
aber ein Erkennen der Konsequenzen,
ein Erkennen der Dunkelheit.

Was wenn es eher ein Sehnen, als ein Wollen ist?
Ich meine, im Erkennen der Dunkelheit, der Spirale des Egos,
ist doch schon die Sehnsucht enthalten,
diese zu verlassen, loszulassen.

So gesehen erscheint es mir fast sinnvoller, den Tuer rauszuhalten,
als womöglich ein Wollen zu unterdrücken.

Aber beides hängt miteinander zusammen.
Es scheint egal, von welcher Seite man es angeht.
Wenn der Tuer verschwindet, verschwindet auch das Wollen,
verschwindet der Weg und verschwindet das Ziel.
Ist der Durchbruch, - ist es geschafft!

Ich frage mich manchmal nur, wann es von Dauer sein wird?
Was mich betrifft so scheint es eher ein Wachsen zu sein,
bei dem sich der Tuer immer seltener blickenlässt.
Gibt es überhaupt eine sprunghafte Mutation?
Radikal und endgültig?

Ist es der Tag, an dem ich alles Wissen vergesse,
endlich und endgültig aufhöre, über das Leben nachzudenken?

Oder ist da etwa schon wieder ein Versuch, ein Ziel?

Ich lasse einfach los...

Dann…

Ahh, ich bin zurück!

Es ist es geschafft!


Der alte Weiher:
Ein Frosch springt hinein.
Oh! Das Geräusch des Wassers.

(Matsuo Basho)

Sucht, Geister und die Überwindung
LieberTee
Zitat von LieberTee Beitrag anzeigen
Ist das nicht so, weil wir uns die Zeitlosigkeit nur bewegungslos vorstellen können? Es hat ja mit unserer Wahrnehmung und Verarbeitung und Bildübersetzung zu tun. Leben ist immer Bewegung, selbst im Stein ist Bewegung, die wir mit unseren Sinnen nicht erfassen können.
Es findet auch in der Stille, im Innehalten Bewegung statt, nur von einer völlig anderen Qualität. Es ist nicht mehr dieses Getriebensein, dieses Reagieren - es ist vielmehr alles in Zeitlupe, vielleicht sogar im Stillstand, aber eine ganz andere Bewegung "steigt auf", wenn alles reaktive Bewegung innehält - es kann sich sogar nur dann diese ganz andere Bewegung entfalten, weil sie erst dann Raum hat. Beschreiben würde ich sie ähnlich dem Pulsieren meines Herzens im Ruhezustand, aber noch viel langsamer, eher wie aufsteigende Blasen, die aber nicht zerplatzen wie Seifenblasen, sondern wachsen...Raum einnehmen. Benennen würde ich es als Kreativität, Hoffnung, Idee, Lösung, Zuversicht (Trifft es alles nicht wirklich, nur entfernt annähernd...)..vielleicht auch "Inspiration".

Lieber Gruß
LieberTee

Sucht, Geister und die Überwindung
Akim
Jetzt habe ich es!

Es ist so viel einfacher!

Es ist einfach, aber es ist tief.

Ich gebe auf, ich gebe mich geschlagen.

Nichts mehr wollen, nicht einmal nach Hause kommen.

Je tiefer die Kapitulation, desto tiefer auch die Transformation.

Das ist alles. Mehr gibt es nicht zu sagen.

Sucht, Geister und die Überwindung
Akim
Zitat von Akim Beitrag anzeigen

Das ist alles. Mehr gibt es nicht zu sagen.
Ergänzung:
Eigentlich müsste es heißen:
Mehr gibt es im Grunde nicht zu sagen.
Natürlich ist alles was hier steht so unendlich wertvoll!
Ich bin unsagbar dankbar! Es ist toll! Die Energie steigt auf!

Sucht, Geister und die Überwindung
Akim
Meditation,

nehme Dir unendlich Zeit.

Bedingungslose Kapitulation!
Ich gebe auf, ich gebe mich geschlagen.
Ich will nichts.

So wie es ist, ist es gut.

Ich bin nicht.
Nichts existiert.
Nur Gott existiert.

Wer bin ich?

Stille.

Nur die Erfahrung.

Stille.





Ohh das ist so gut!

Es ist immer da,
egal was Du tust,
egal was passiert.

Tune Dich da hinein in dieses Leela.

Oh GOTT!

Oh Leben!



Wir sind Leben!

Sucht, Geister und die Überwindung
Akim
Oh weissnicht!

Oh Held!

Sucht, Geister und die Überwindung
kopf
zu Akims ausführungen fällt mir das hier ein , aus einem uraltbuch abfotografiert !

alles andere verschlingt mich und führt mich fort .es ist einfach nicht einfach genug .
Angehängte Grafiken
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