Sucht, Geister und die Überwindung

30.12.10 17:09 #1
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Sucht, Geister und die Überwindung
Akim
Zitat von weissnicht
Wenn wir unseren Körper verlassen, sterben,
entspeichert sich unser gelebtes Leben
als ein Film vor unserem inneren Auge.

Aber der Unterschied zu einem üblich gesehenen Film ist,
wir sind diesesmal aktiv in allen Rollen.
Wir erleben uns in allen Einzelheiten.
Da sind viele Überraschungen.
Ruhm, Ansehen,Ausbildung,Titel, Wissen,Besitz so groß er auch ist,
das alles wird nur als Spielzeug gesehen.

Das wird als schmerzlich empfunden.
Denn wir haben ein kindisches Leben geführt
und Spielzeuge angehäuft.
Für Tingeltangel gelebt, geschuftet, gestritten.
Als ob wir niemals erwachsen waren.

Schmerzhaft ist auch,
wenn wir unser Potential nicht gelebt haben,
wenn wir niemals total in diesem Leben waren,
total geliebt, getanzt, gekocht, gerannt,
geschwommen haben.
Total geschaut haben,
in diesem ganzen Augenblick aufgegangen sind.

Aber vorsicht-
wenn wir genossen haben,
wenn wir uns gefreut haben,
wenn wir in diesem Zustand erfüllt waren,
in unserem Haus, Garten, etc.
das hat uns bereichert,
also innerlich reich gemacht.

Beziehungen mit dem Leben,
Menschen, Tiere, Natur,dem Göttlichen,in Liebe gegangen sind.
Das ist reines Gold in dieser Phase der Transition,
in diesem Übergang.

Das ist unsere "Wegzehrung"
das gibt Stabilität und Kraft.
Lieber weissnicht,

herzlichen Dank für Deine Erläuterungen!

Ich muss sagen, dass ich dies, was Du beschreibst, bereits jetzt, im Leben schon so empfinde.

Das ist Teil meiner Bewusstwerdung. Je klarer alles wird, desto mehr empfinde ich die Erfahrungen meines Lebens als schmerzhaft, unbewusst, unwissend und nicht erwachsen. Oder ich empfinde sie eben als erfüllend, wirklich… göttlich…

Es heißt ja auch, du sollst dir schätze im Himmel sammeln und nicht auf Erden. Ich denke, das was Du schreibst ist damit gemeint.

Zitat von weissnicht
Aber der Unterschied zu einem üblich gesehenen Film ist,
wir sind diesesmal aktiv in allen Rollen.
Wir erleben uns in allen Einzelheiten.
Ja, das so ist und das dies im Tod noch eine andere Qualität hat, da bin ich mir sicher!

Ja das Leben ist eine so wunderbare Erfahrung,
der Tod wird eine noch wunderbarere Erfahrung.

Dennoch bilden Leben und Tod für mich eine Einheit.

Kein Diesseits und Jenseits.

Auch wenn wir dorthin nichts mitnehmen können…

Vielleicht nur ein anderer "Aufenthaltsort"?



Genauer:

Wir gehen zurück in den Ozean DES LEBENS

Wenn wir unseren Körper verlassen, sterben,
entspeichert sich unser gelebtes Leben
als ein Film vor unserem inneren Auge.





In dem Ozean des Lebens in dem wir eingehen,
das wir als uferlos, als unendlich empfinden,
ein Ozean dessen Substanz Seligkeit ist,
empfinden wir uns,nehmen uns begrenzt wahr,
aber nur so wie sich einige verdichtete Atome empfinden.
Es tut mir leid, ich verstehe noch nicht ganz.

Was ist der Ozean des Lebens? Nennen wir es mal Gott?

Du sprichst davon, dass wir uns als begrenzt wahrnehmen.

Aber wann nehmen wir uns als unbegrenzt wahr?

Wann verschwinden wir GANZ in Gott?

Erst im Tod?

Ich habe das Gefühl, dass dies auch in der Meditation der Fall ist.

Du sagst, wir können unsere Unendlichkeit nicht erfahren, weil wir es sind.

Aber wir können uns in dem Sein der Unendlichkeit erfahren?

In der Zeitlosigkeit und Unendlichkeit.

Das ist es doch! Was gibt es Höheres?


Du sprichst von unserer Begrenztheit und von Gott.

Vom Leben und vom Tod.

Wo ist die Trennung?

Gibt es eine?

Das würde mich wundern.


Ja Begrenztheit, wie ein verdichtetes Atom, das trifft es denke ich sehr gut.

Meinst Du damit im Leben oder im Tod?

Ich empfinde in meinem Leben eigentlich keine Begrenztheit, kein abgetrennt sein mehr.

Eben nur, wenn ich nicht nahe dieser Einheit, dem Ozean des Lenes bin.

Ja, das kann im Alltag schon mal vorkommen, aber es verschwindet immer mehr.

Ja genau, Leben ist doch Unbegrenztheit…

Können wir es nur in dem abgeschöpften Zustand erfahren,

also unserer kosmischen Hülle?

Ja villeicht als Atom, als Teil von etwas Größerem.

Doch in diesem No Mind, in dem "Überbewusstsein"…

Wenn ich völlig transparent werde…

Da ist niemand.

Wer soll sich da als begrenzt empfinden?

Oder meinen wir das gleiche?




Auch muss da noch etwas sein...

Wir haben viele, viele Leben,

Jahrmillionen der Evolution hinter uns.

Es geht darum zurück zu kommen, nicht nur im Tod, im Leben!

Diese Welt ist die Abschlussklasse in der Schule des Lebens.

Wenn wir diese Welt vollkommen transzendiert haben,

haben wir die Schule absolviert,

gelernt, was es zu lernen gibt.

Dann gehen wir ganz in Gott auf,

befreit von Geburt und Tod,

dies ist die höchste Stadt.

So heißt es.

Was sind wir dann?

Sucht, Geister und die Überwindung
Akim
Ja, ich denke ich verstehe.

Die Welt, ist die Möglichkeit uns zu erfahren.

Uns als Ozean zu erfahren.

In unserer Unbegrenztheit zu erfahren,

uns als Leben, als Liebe zu erfahren.

Wenn wir meditativ sind,

der Buddha in uns erwacht,

sind wir beides in einem.

Der Ozean und der wahrnehmende, sich erfahrende Glasinhalt.

Die Ganzheit.

Das ist es!

Etwas Höheres gibt es nicht.


Ob ein bewusstes ALLES sein in ALLEM möglich ist,

das weiß ich nicht.

Bei Suchtverhalten kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich mit einem Suchtverhalten (Medikamentensucht, Spielsucht, Wettsucht uvm.) aufhören möchte, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Sucht, Geister und die Überwindung
Akim
Hallo weissnicht,

mein Geschreibsel hätte ich mir vielleicht auch sparen können.

Nochmals danke für Deine wunderschönen Worte.

Die muss man nur einmal tief in sich aufnehmen.

Das reicht eigentlich schon.

Danke für Alles!

Alles Liebe

akim

Sucht, Geister und die Überwindung
Akim
Süchte, unliebsame Gewohnheiten, die Dunkelheit.

Fallenlassen.

Es ist kein Tun.

Es ist ein Nicht-Tun.

Es ist eine Erkenntnis.

Und es ist eine Entscheidung.

Dann ist es viel leichter, als man denkt.

Wir können die Dunkelheit Gott übergeben.

Sie fallenlassen, in die Nichtexistenz.

Die nicht aufgenommenen Gedanken.

Gott hat uns mit allem ausgestattet, was wir brauchen.

Wir haben das Werkzeug in der Hand.

Wir müssen es nur benutzen.

Ich denke, ich werde es wohl tun.

Was sollte ich sonst tun?

Geändert von Akim (27.11.12 um 23:53 Uhr)

Sucht, Geister und die Überwindung

weissnicht ist offline
Themenstarter Beiträge: 234
Seit: 09.11.10
@ Akim

folgende Äußerungen können leicht falsch verstanden werden:

...Es heißt ja auch, du sollst dir schätze im Himmel sammeln und nicht auf Erden. Ich denke, das was Du schreibst ist damit gemeint...

Himmel/Hölle/Fegefeuer etc. sind keine geographischen Plätze
und haben keine Zukunft..

Wir leben diese Zustände.

Diese Erde kann für uns der Himmel sein,
oder auch die Hölle,
oder das reinigende Feuer,
ganz nach unseren Bedürfnissen.

Weil Buddha als Bettler gelebt hat,
so auch Jesus,
wurde Armut mit Spiritualität gleichgesetzt.
Das hat sehr geschadet und verwirrt.

Erst nach 2500 Jahren hatte Osho als Erster den Mut dieses Konzept zu zerstören, es brauchte dazu 94 Rolls Royce..

Dann...

Es tut mir leid, ich verstehe noch nicht ganz.

Was ist der Ozean des Lebens? Nennen wir es mal Gott?

Du sprichst davon, dass wir uns als begrenzt wahrnehmen.

Aber wann nehmen wir uns als unbegrenzt wahr?

Wann verschwinden wir GANZ in Gott?

Erst im Tod?

Gebe dem Ozean des Lebens keine Bezeichnung,
auch nicht Gott.

In diesem Ozean des Lebens empfinden wir uns als unbegrenzt,
wohl daher die Seligkeit.

Du verschwindest ganz in Gott wenn Dir danach ist--

Aber das nicht mit Tun verbunden,
es ist ein Aufgeben,
ein Hingeben,
ein Loslassen,
ein Aufwachen,
ein Nachhausekommen.

Geändert von weissnicht (28.11.12 um 08:09 Uhr)

Sucht, Geister und die Überwindung
Akim
@ weissnicht

Oh ja!

Oh Danke!

Sucht, Geister und die Überwindung
LieberTee
Ich habe hier zufällig ein Video gefunden, dass ich Euch nicht vorenthalten will. Ein sehr interessanter Vortrag über Universen, Leben, Liebe, Existenz, transpersonale Erfahrung....

Willigis Jäger 1/10 - YouTube

Für mich ist allerdings auch sehr faszinierend, dass ich ausgerechnet einen katholischen Mönch so gerne reden höre und seine Ausführungen zum großen Teil ein"leuchtend" finde. Wie gesagt: unglaublich, aber wahr und es ist ganz offenbar völlig egal, aus welcher "Richtung" ein Mensch kommt, wenn er etwas sagt, was stimmig ist. Es ist nicht so wichtig, wie eine Mensch selber sein Leben führen will, für welche Art zu leben er sich entscheidet, anderes ist offenbar ausschlaggebend ... jedenfalls für mich ist es so.

Lieber Gruß
LieberTee

Sucht, Geister und die Überwindung
Akim
Zitat von weissnicht Beitrag anzeigen
Aber das nicht mit Tun verbunden,
es ist ein Aufgeben,
ein Hingeben,
ein Loslassen,
ein Aufwachen,
ein Nachhausekommen.
Ein Hingeben…

Was bedeutet eigentlich Hingabe?

Sich hin-geben.

Ich gebe mich hin.

Voll und ganz hingeben.

Hingeben, dem Göttlichen.

Leer werden von dem Selbst.

Nicht dem eigenen Verlangen, dem Genuss, der Begierde,
sondern die restlose Hingabe an den Ozean des Lebens.

So aus der Spirale des Ego heraustreten,
den Strudel der Dunkelheit verlassen,
die Dunkelheit beenden,
ins Licht treten.

Die Hingabe ist der Durchbruch,
der Schlüssel zur Freiheit,
zur Seligkeit.




Ergänzend hierzu habe ich noch einige schöne Zitate.
Sie stammen aus einem interessanten Text von Rudolf Steiner über die Aura des Menschen.

Dieser passt, wie ich finde, auch hier gut her.

Wir erhalten dadurch ein dreifach abgestuftes Innenleben des Menschen. Das erste ist dasjenige, welches von den leiblichen Ursachen abhängig ist; das zweite ist der Teil des Seelenlebens, der sich bis zu einem gewissen Grade durch Nachdenken unabhängig gemacht hat von jedem äußeren Reize, der aber doch noch im Befriedigen des äußeren Lebens aufgeht; der dritte Teil ist endlich derjenige, der das eigene Leben in den Dienst des Ewigen stellt.



Alles, was durch Erziehung, durch Nachdenken, kurz, durch äußere Kultur unabhängig geworden ist von den unmittelbaren Einflüssen des Leibes, das kommt in den Farben zum Ausdruck, die in durchsichtiger Helle den Raum durchleuchten. Und alle wahre Geistigkeit des Menschen, die selbstlose Hingabe an das Wahre und Gute, mit anderen Worten die Schätze, die der Mensch für die Ewigkeit sammelt, kommen in den funkelnden, strahlenden Farbenerscheinungen der Aura zum Vorschein.



- Und die «Diener des Ewigen» zeigen die wundersame dritte Aura, jenen Teil, der Zeugnis liefert, inwiefern der Mensch ein Bürger der geistigen Welt geworden ist. Denn das Göttliche selbst strahlt durch diesen Teil der menschlichen Aura in die irdische Welt herein. Menschen, bei denen diese Aura ausgebildet ist, sind die Flammen, durch welche die Gottheit diese Welt erleuchtet. Sie haben gelernt, nicht sich, sondern dem ewig Wahren und Guten zu leben; sie haben es ihrem engen Selbst abgerungen, sich hinzuopfern auf dem Altare des großen Weltwirkens.
Alles Liebe

Geändert von Akim (04.12.12 um 14:39 Uhr)

Sucht, Geister und die Überwindung
LieberTee
Schade, dass ich Rudolf Steiner nie richtig verstehe.
Zitat von akim
...sie haben es ihrem engen Selbst abgerungen, sich hinzuopfern auf dem Altare des großen Weltwirkens. (R. Steiner)
Vor allem, das mit dem Opfer verstehe ich nicht.

Lieber Gruß
LieberTee

Sucht, Geister und die Überwindung
Akim
Zitat von LieberTee Beitrag anzeigen
Schade, dass ich Rudolf Steiner nie richtig verstehe.
Vor allem, das mit dem Opfer verstehe ich nicht.

Lieber Gruß
LieberTee
Nun habe ich das Gefühl, dass auch mein letzter Beitrag vielleicht leicht missverstanden werden könnte. Sich restlos hingeben, sich hinzuopfern, das klingt ein bisschen nach Verzicht, nach Verlust, doch das ist es nicht.

Darum nochmal, es ist nicht mit Tun verbunden, es geschieht nicht aus der Anstrengung, nicht aus einem Kampf heraus. Vielmehr ist es die Kapitulation, das Ende jeden Kampfes. Es ist ein Aufgeben, ein Fallenlassen, ein Loslassen. Und es ist eine natürliche Begleiterscheinung der Selbsteroberung. Die Dinge fallen dann einfach von uns ab, sie verlieren ihre Energie. So entsteht ein ganz neuer Mensch, der nichts mehr mit dem alten Menschen zu tun hat. Diese Dinge, die Dunkelheit, die Hässlichkeit, auch der ganze "Tingeltangel" hat dann einfach keinen Platz mehr in unserem Leben. So reinigt sich auch unsere Aura und erhält allmählich ihren goldenen Glanz zurück.

...sie haben es ihrem engen Selbst abgerungen, sich hinzuopfern auf dem Altare des großen Weltwirkens. (R. Steiner)
Ein wunderbarer Satz. Unser Selbst, es ist so eng. Wir befinden uns in so engen Grenzen der Identifikation und der Konditionierung, dass selbst ein Blick über den Tellerrand oftmals schwerfällt. Wenn wir genauer hinschauen, existiert dieses Selbst nicht einmal, es ist nur eine Illusion. Das was wir für unser Selbst halten, ist nur eine Ansammlung von Dingen, die aus der Prägung und der Identifikation hervorgehen. Darum wird es wohl auch als so befreiend empfunden, die Identifikation fallenzulassen, ganz leer zu werden von dem Selbst. Dann lösen sich diese engen Grenzen auf. Das ist dann die Unbegrenztheit des Ozeans, dessen Substanz Seligkeit ist.

Wir geben unser Selbst also hin. Wir opfern es auf dem Altare des großen Weltwirkens. Das Weltwirken ist das, was hier auch schon als das TAO, das unbeabsichtigte Weben des Universalbewusstseins beschrieben wurde. Es gibt kein Selbst, nur Gott existiert. So wie ich es sehe, gibt es nur (ein) Bewusstsein, welches wir alle teilen. Aber erst wenn wir völlig leer werden, unser Selbst hinopfern, erst dann entsteht ein Leerraum, in den etwas anderes eindringen kann. Das was dann beginnt dort einzudringen, ist eine andere Leere, eine Leere, die gleichzeitig eine Fülle ist. Eine Leere, die Nichts ist und gleichzeitig Alles. Nur zwei Leeren können vollkommen eins werden. Darum werden diese Menschen, die sich selbst erobern und schließlich hin-geben auch zu den Lichtträgern, durch die das Göttliche, das Leben selbst in diese Welt hineinstrahlt.

...


Dann fragst Du Dich, gibt es noch einen anderen "Weg"?

Gewiss, die Wahrheit ist ein pfadloses Land. Doch dieses Land musst Du bereisen. Es ist vor allem die Wahrheit über Dich selbst. Wer drum herum segelt, segelt im Kreis.

Doch es gibt nichts, was Du fürchten brauchst. Wenn Du hingebungsvoll bist, wie unbeteiligt, erhält selbst der Kummer, selbst der Schmerz seine ganz eigene Schönheit. Wird, umhüllt vom Licht, zum Diamanten.


Alles Liebe
akim


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