Temesta - ab wann kann man süchtig werden?

23.08.10 15:15 #1
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Herbstfarbe ist offline
Beiträge: 58
Seit: 30.04.10
Unter ärztlicher Verordnung nehme ich seit 3 Wochen jeden 2. Abend eine halbe Temesta (0.5mg) zum Einschlafen, manchmal auch nur 1/4 (0.25mg).

Kann sich aufgrund dieser Menge eine Sucht entwickeln, eine Abhängigkeit? Wie lange kann ich diese Menge max. einnehmen, ohne dass sich mein Körper daran gewöhnt?

Danke!

Temesta - ab wann kann man süchtig werden?

Omtcg ist offline
Beiträge: 1.154
Seit: 16.12.09
Hallo,

es reagiert jeder anders und jeder ist auf andere Mittel suchtgefährdet oder eben nicht.
Bei manchen reicht eine Einnahme, andere sind es nach Jahren (noch) nicht.

Wie geht es dir mit dem Mittel?
Wie lange sollst du es laut Arzt nehmen?
Wird das Grundübel parallel gelöst?
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Liebe Grüße Sabine

Bei Suchtverhalten kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich mit einem Suchtverhalten (Medikamentensucht, Spielsucht, Wettsucht uvm.) aufhören möchte, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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toxdog ist offline
Beiträge: 1.021
Seit: 06.05.07
Zur Info: Lorazepam = Temesta

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Oregano ist gerade online
Beiträge: 63.709
Seit: 10.01.04
Hallo Herbstfarbe,

Süchtig, respektive abhängig kann eine Person von Substanzen (Drogen) wie Nikotin, Alkohol, Medikamenten (z.B. Temesta, Seresta, Xanax, Valium etc.), sowie Opiaten (Heroin, Morphium, Methadon), Kokain, GHB/GBL, Cannabis und Amphetaminen werden.
www.sgvt-sstcc.ch/de/ratgeber-fuer-patientinnen/psychische-stoerungenbr-des-erwachsenenalters/abhaengigkeit-sucht/index.html

Das sagt zwar nur aus, daß Temesta ein Suchtpotential hat, nicht aber, ab wann die Sucht beginnen kann.
Insofern ist Wachsamkeit sicher gut, damit man nicht nachher das Nachsehen hat.

Gruss,
Oregano

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Herbstfarbe ist offline
Themenstarter Beiträge: 58
Seit: 30.04.10
Vielen Dank für Eure Links.

Darf ich euch persönlich fragen, was ihr von dieser Menge haltet? Wie schätzt ihr das Suchtpotenzial ein?

Gruss
Herbstfarbe

Temesta - ab wann kann man süchtig werden?

Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.002
Seit: 09.01.10
Hallo,
Ich nehme seit 25 Jahren Benzodiazepine zum Schlafen. zur Zeit verbrauche ich etwa 20 Stück in zwei Jahren, es hat Zeiten gegeben,in denen ich 50 pro Jahr (etwa) verbraucht habe.

Wenn Du merkst, dass Du Deinen Verbrauch erhöhen musst, wird es Zeit, 4 Wochen Pause zu machen und lieber nicht zu schlafen oder wenig.

Andere Strategien gegen Schlafstörungen baust du ein? Ursache?

Liebe Grüße
Datura

Temesta - ab wann kann man süchtig werden?

Difi ist offline
Beiträge: 4.051
Seit: 28.04.09
Ein einfacher Test ist auch ...den Stoff mal länger weg zu lassen und dann fühlen wie es einem geht.
Wie schon erwähnt es ist ein Suchtpotenzial vorhanden. Man kann nicht die Menge so einschätzen. Das hängt von vielen Faktoren ab. Ein 50 kg Mensch, der nicht mal ein Glas Wein trinkt ist anders einzustufen als ein 100 kg Schwerer, der in vielen Suchtbereichen pendelt. Nur als Beispiel.

Herbstfarbe...achte auf deinen Körper. Ein guter Schlaf ist wichtig. Aber von der Minute an wo du mehr brauchst um Schlafen zu können, läutet die Alarmglocke.

Noch mal die wichtige Frage: wird an der Ursache der Schlafstörung geforscht?
Eine regelmäßige Einnahme ist nicht üblich. Man nimmt schon mal...weil....aber man schluckt nicht Mo. Mi. Fr. und So. Wie sieht es an den Tagen ohne Einnahme aus? Wie schläfst du da?

LG, Difi
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Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt! -- Einstein --

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Herbstfarbe ist offline
Themenstarter Beiträge: 58
Seit: 30.04.10
Wie wären die Symptome bei einem Temestaentzug?

Gruss
Herbstfarbe

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feuergoettin ist offline
Beiträge: 76
Seit: 03.03.11
huhu herbstfarbe,

die entzugssymptome gleichen normalerweise den symptomen, die bekämpft werden sollen.

dh bei schlafmitteln schlaflosigkeit
bei beruhigungsmitten unruhe
bei angstlösern angstzustände
bei fitmachern abgeschlagenheit usw....usw.....

d.h. wenn der nutzen tatsächlich vorübergehend grösser ist als das übel, kann es sinnvoll in notfällen einsetzbar sein. aber nicht, ohne gleichzeitig zu forschen, wo die wurzel des übels ist und wie man dieser beikommen kann.

bsp schlafmittel:
bestandsaufnahme - wann habe ich gut geschlafen u was waren die begleitumstände - mit welcher lebensführung erreiche ich abends eine "zufriedene müdigkeit", kann gut abschalten und erholsam schlafen?
bei manchen ist es sport, oder selbstdisziplinierung bei aufschieberitis, oder auch erlernung von entspannungstechniken wie autogenes training, sanfte gymnastik mit atmen, oder eine entsprechende hypnose-cd. guter sex kann natürlich auch helfen ;-) .... da tickt jeder anders und kennt sich mit der zeit (hoffentlich!) am besten....

natürlich ist es bequem und verlockend, das symptom mit so einem kleinen bunten smartie loszuwerden - nur wird das problem dadurch höchstens aufgeschoben - nämlich bis zu dem zeitpunkt, wenn das medikament dann auch nicht mehr wirkt.

lg


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