Welche Sucht ich besiegt habe

15.02.07 22:38 #1
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Welche Sucht ich besiegt habe

chiara ist offline
Beiträge: 259
Seit: 22.02.07
Lieber Richter,

mein Mann sucht diese Stimme auch schon seit Jahren vergebens... auch er hört nur ein ganz leises Stimmchen ;-)
Ich denke auch, dass mir mein Unterbewußtsein quasi den Wink mit dem Zaunpfahl gegeben hat. Jedoch es war so realistisch, dass ich ziemlich geschockt war und es hat bleibende Wirkung gezeigt. Vor allem habe ich seit diesem Zeitpunkt das Gefühl als hätte ich noch niemals eine einzige Zigarette geraucht. Irgendwie hat diese Stimme mich über Nacht quasi in den "jungfräulichen Zustand" versetzt. (Ich bin auf deine Kommentare gespannt *grins*)

Liebe Grüße und ein wunderschönes Wochenende wünscht dir

Chiara

Welche Sucht ich besiegt habe

RRichter ist offline
Beiträge: 1.312
Seit: 18.12.06
hallo chiara!


na also wenn das so ist, dann rauche ich weiter!

denn wenn mich diese stimme in einen jungfräulichen zustand zurückversetzen kann, dann werde ich diese nicht an das rauchen verschwenden.

vielmehr würde ich sie dafür einsetzen, daß sie mich wieder "liebesgefühlsmäßig" in einen jungfräulichen zustand zurückversetzt.

und dann,

ja dann würde ich mit unglaublicher intensität meine "erste Liebe" genießen.

danach könnte ich von mir aus auch am rauchen zugrunde gehen, diese gefühle nochmals (und diesmal bewußter) erleben zu können, wäre mir dies allemal wert!


Ohhh, ab heute werde ich meine ohren ganz weit aufsperren und lauschen und lauschen und lauschen. wer weiß, vielleicht höre ich sie ja. und dann,

ja dann.....................


.....werde ich wahrscheinlich wieder die andere sanfte, leise stimme in mir ignorieren, und der gleiche idiot sein, den "mann" in mir hervor holen, auf übercool spielen und so tun als wäre ich Mr. Macho himself.
und schneller als sie kam wird sie auch wieder weg sein, meine zweite erste liebe!

gott, so viele stimmen und nie höre ich zu.


verzeihung du zarte blume für diese "erste liebe" die ich dir damals geboten habe.



ein schwerhöriger
richter

Bei Suchtverhalten kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich mit einem Suchtverhalten (Medikamentensucht, Spielsucht, Wettsucht uvm.) aufhören möchte, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Welche Sucht ich besiegt habe

chiara ist offline
Beiträge: 259
Seit: 22.02.07
Lieber Richter,

ich merke schon, den Poeten und Romantiker in dir kann selbst die lauteste Stimme nicht unterdrücken...

Ein Hoch auf die Jungfräulichkeit der Ersten Liebe... und wo du es ansprichst... auch ich würde meine Gefühle heute bewußter ausleben, aber das ist die Zeit der Jugend. Eigentlich ist es doch schon ungerecht... heute wüßte man wie man könnte und früher hätte man gekonnt, aber man wußte nicht, wie wie man können würde. Es ist wirklich ein Kreuz... da zieht man sich zurück ins Macho- und ins Zickendasein ;-) Du bist dann der romantische, coole Macho und ich weiterhin die "Zicke-auf-Zack" *grins* (war früher meine Webside ;-))

Liebe Grüße

Chiara

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Gaby ist offline
Beiträge: 651
Seit: 14.05.05
Hallo Ihr
Wenn auch nicht einer Sucht zuzuschreiben, so habe ich es dennoch gelernt, etlichen "Süchten" zu entsagen.

Alkohol und Zucker zu vermeiden ist für mich nicht so das Problem.
Kritisch wird es erst, wenn ich durch meinen geschwächten Darm auf ganz natürliche Nahrungsmittel verzichten soll.
Und die sind solche, die Laktose, Fruchtzucker und Histamin enthalten.
Da bleibt unterm Strich nicht viel übrig.
Aber trotzdem geht es mir gut, wenn ich auf meine Diät achte und sie befolge.
Mir bekommen nur sehr wenige Nahrungsmittel, aber was ist das im Gegensatz zu den wirklichen gesundheitlichen Problemen, die sehr viele plagen?
Solange ich meine Probleme durch Diät eingrenzen kann, zähle ich mich zu den Glücklichen.
Auch wer das Rauchen verträgt soll sich glücklich schätzen, zumindest solange es ihm gut geht.
Gesundheit ist nicht Etwas, was uns zusteht, wir sind dafür selbst zuständig.

In diesem Sinne:
alles Gute
Gaby

Welche Sucht ich besiegt habe

Ana82 ist offline
Beiträge: 7
Seit: 04.07.07
Hallo,

Hier habe ich auch stolz etwas vorzuweisen : (nachdem ich so dumm war, mich darauf einzulassen) ich habe es geschafft von mehreren Sachen loszukommen!

Tabak
Cannabis
Psychopharmaka

Mit dem Rauchen war es schon so eine Strapaze...habe des öfteren aufgehört und bin nun endgültig los davon, jedenfalls fühle ich mich nicht mehr gefährdet.

Ja nachdem mir die Idee kam, etwas an meinen Depressionen zu tun und das Kiffen zu lassen habe ich das auch geschafft! Ich hatte sehr jung sehr viel geraucht und habe mich ohne Unterstützung durch andere wieder davon befreien können. Zugegeben, später habe ich nochmal weiter probiert, aber das war was anderes.

Leider hörten die depris nicht auf, so geriet ich an Psycho-Pillen. Ich kann jedem nur sagen, wenn man die Wahl hat, es besser zu lassen. Das Absetzen gestaltet sich meist schwierig. Nach 7 Jahren fast ununterbrochenem Einnehmen von diesen Präparaten die zufällig in gewünschter Weise auf den Gehirnstoffwechsel einwirken, konnte ich mich doch noch durchsetzen und die Pillen absetzen. Und wenn ich heute darüber nachdenk, find ich es fatal, dass das das einzige war was mir in der damaligen Situation als Möglichkeit aufgezeigt wurde.

Was habt ihr noch geschafft, zu lassen?

Nun Gluten-, Kaffe-, und Zucker-Entzug kenne ich auch. brrrrrr. Bei dem Klebereiweiß bin ich jedoch noch nicht ganz so souverän...kommt schon

Welche Sucht ich besiegt habe

Sine ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.371
Seit: 15.10.06
Liebe Ana.
Es freut mich, dass du zu uns gefunden hast!
Wie hast du die Psychopharmaka denn abgesetzt?
Hast du langsam ausgeschlichen?
Mit ärztlichem Beistand?
Was hat dir dabei geholfen?
Ich, vermute, so ein Entzug ist mit vielen Ängsten verbunden. Wie hast du die überwunden?
Neugierige Grüsse, Sine

Ach, und Tolle Leistung!!!

Welche Sucht ich besiegt habe

kaba ist offline
Beiträge: 234
Seit: 16.08.06
Hallo Horaz

Das ist der Satz der Sätze:
"Wenn ich auf allen Ebenen beschlossen habe, etwas nicht mehr zu tun, ist der Suchtcharakter des verwendeten Stoffes auf gehemnisvolle Weise verschwunden."


Einen körperlichen Entzug schafft man danach dann zwar nicht wirklich mit links, aber aushalten kann man viel. Der körperliche Entzug führt nicht zwangsweise zu einem Rückfall.

Nur... wo kommt der Antrieb her, etwas auf allen Ebenen nicht mehr zu wollen? (zu tun).

Ich warte immer noch auf die "Eingebung". (Stimme)

Kaba

Welche Sucht ich besiegt habe

Horaz ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.730
Seit: 05.10.06
Hallo Kaba,

du wartest auf eine Eingebung?
Dann mach mal die Augen zu (besser erst nach dem Lesen meines Beitrages )

Ich weiß nicht, von was du Loskommen willst. Aber stelle es dir sehr bildhaft vor. Samt allen Vorteilen, die damit verknüpft wären. Schwelge in solchen Bildern. Und dann frage dich, will ich das erreichen? Kommt ein zögerliche JA, dann ist der Reiz noch nicht groß genug. Kannst du aber Begeisterung aufbringen für dieses Ziel und dich zu einem festen und starken JA durchringen, dann hast du eine gute Chance.

Viel Erfolg wünscht dir, Horaz

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himmelsengel ist offline
Beiträge: 912
Seit: 25.03.04
Ich habe vor 9 Jahren aufgehört zu rauchen.

Meine Cola-"Sucht" und Süßigkeitenbedürfnis schaffe ich irgendwie nicht zu reduzieren bzw. aufzugeben.

Welche Sucht ich besiegt habe

kaba ist offline
Beiträge: 234
Seit: 16.08.06
Hallo Horaz

Danke, gut, dass Du mich erinnerst. Diese Gedanken kenne ich, habe sie schon öfter gedacht, nur habe ich mich schon lange nicht mehr darauf eingelassen.

Dafür gibt es auch einen bestimmten Grund.
Ich befinde mich nämlich in der Annahme, dass ich die letzte Station meiner Suchterkrankung erreicht habe - d.h., es sind ja "nur noch" diese Nikotinkaugummis.
Für mich wäre das erst mal der letzte Schritt in die Befreiung. Aber so ganz Ohne? Das ist einfach zu fremd. Irgendwie gefährlich auf eine andere Art. Was könnte da auf mich warten? Fresserei vielleicht? Oder sonst was Bizarres? Angebote gibt es ja genug, Kaufen? Arbeiten? Putzen? Helfen? Ect.
Da ich momentan keinen Bock mehr habe, "umzusteigen", verharre ich im gewohnten Zustand.
Nur, die Bedrängnis wird immer größer. Nikotin ist ja ziemlich schädlich - vor allem für mich, weil meine Leber zu kämpfen hat.
Also werde ich wohl ins kalte Wasser springen müssen.
Was mich da auch erwartet.
Aber die Alternativen, die mir hier aufgezeigt werden, stufe ich für mich erst mal als relativ harmlos ein. Brot? Nudeln? Fleisch? Zucker?
Zumindest könnte das ein Anreiz sein, erst mal in meinem System zu bleiben, mich immer weiter herunterzudosieren - ob ich die "Suchtkrankheit" je besiegen werde, steht für mich noch in den Sternen...
Vermute mal eher nicht.
Sport wäre vielleicht auch eine gar nicht so unvernünftige Variante...
Was gibt`s denn sonst noch so für Süchte, mit denen man sich arrangieren könnte? Gesundheitsfanatismus? Spielen? PC?

Aber ich sehe schon, bin vom Thema etwas abgerückt.

Also ich bin durch Suchtverlagerung von verschiedenen Sucht- und Rauschmitteln losgekommen.
Sicher nicht die gesündeste Variante - aber mir hat`s das Leben gerettet.

Bei meinem Sohn hat ein Hinweis der Zahnärztin den Impuls gegeben. Sie fragte ihn, als er 4 J. alt war, ob er denn noch den Schnuller nähme, denn dadurch würde sich der Kiefer unvorteilhaft verformen.
Zuhause angekommen, warf er seinen Schnuller in den Mülleimer u. sagte: Den brauche ich jetzt nicht mehr.

Der Eine kapiert es früher, der Andere später u. Mancher womöglich gar nicht.

Nichts desto Trotz, werde ich mal wieder öfter in mich gehen, um mir bildlich vorzustellen, wie es den Viren an den Kragen geht, wenn mein Immunsystem durch das Nikotin nicht mehr geschwächt wird.
Wie es sein wird, wenn ich mich mit anderen Suchtgeschichten (triebhaftes Essverhalten in Form von Spezi, Süssigkeiten, zu wenigem Trinken) auseinandersetze, und dadurch nicht mehr so sauer bin, dann wird mir bald nichts mehr weh tun. (Immerhin messe ich jetzt endlich mal die Säuren-Basen-Beschaffenheit u. sehe schon nach 3 Tagen, dass ich etwas zu sauer bin.)

Kaba


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