Entzug durch Reduktion

17.04.09 10:32 #1
Neues Thema erstellen
Entzug durch Reduktion

Thunderfoot ist offline
Beiträge: 12
Seit: 08.12.08
Hallo Sine

Die Schmerzen waren vor Allem in den Gelenken (Knie, Hüfte) und als Resultat auch im Rücken.
Die Diagnose war immer etwas diffus und teilweise konfus, da die Ärzte nichts mit meinen Schmerzen anfangen konnten. Am Ende hat man mir die Hüfte 2 Mal operiert und eine Schädigung festgestellt und das Knie 4 Mal operiert und eine "degenerative Veränderung des Gelenks" festgestellt. Das alles aber erst nach der Öffnung! Da aber die Schmerzen trotz Medikamente nicht nachgelassen haben, habe ich mich zum jetzigen Schritt entschlossen und - noch - nicht bereut.

Ich habe folgende Medikamente bekommen (Reihenfolge schon nicht mehr bekannt): Condrosulf, Novalgin, Dafalgan, Co-Dafalgan, Olfen, Tramadol, Irfen und noch einige mehr die ich entsorgt habe. Die Dosierung war sehr unterschiedlich aber teilweise musste ich 3 verschiedene Tabletten 4 Mal am Tag nehmen.
Nebenbei stieg mein Blutdruck in ungeahnte höhen und meine Psyche war im Eimer. Den Blutdruck bekämpfe ich noch mit Medikamenten und meine Psyche muss ich auch entsprechend in den Griff bekommen. Da habe ich noch eine gewisse Scheu, einfach alles abzusetzen. Mein Hausarzt hat aber schon durchblicken lassen, er lasse mit sich reden, wenn sich meine Schmerzen nicht wieder zurückmelden.

Meine persönliche Meinung ist, dass ich wahrscheinlich unter Rheuma leide, aber die Ärzte dies nicht diagnostizieren wollen.
Grund: Bei mir kann man über Blutanalysen keine Entzündungen feststellen. Dies funktioniert nicht einmal bei einem geplatzten Blinddarm, der ja den ganzen Körper vergiftet... Resultat: Ich bin gemäss Blutbild gesund!
Als zweiten Verdachtsgrund möchte ich anfügen, dass ich "nur" Allgemeinversichert bin und somit kein "lukratives Geschäft" für den Arzt darstelle. In meinem Fall müssen die Ärzte etwas kreativer sein und das werden sie nur im Sinne der Medikamentenausgabe.

Gruss

Entzug durch Reduktion

Sine ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.371
Seit: 15.10.06
Hallo Thunderfoot.
Den Blutdruck bekämpfe ich noch mit Medikamenten und meine Psyche muss ich auch entsprechend in den Griff bekommen. Da habe ich noch eine gewisse Scheu, einfach alles abzusetzen.
Dafür möchte ich dir die Methode der vorsichtigen Reduktion ans Herz legen
Danke für deinen ausführlichen Bericht!
Vielleicht könnte folgende Rubrik für dich von Interesse sein:
Hämochromatose
Liebe Grüsse, Sine

Bei Suchtverhalten kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich mit einem Suchtverhalten (Medikamentensucht, Spielsucht, Wettsucht uvm.) aufhören möchte, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
mehr
Entzug durch Reduktion

miky30 ist offline
Beiträge: 4
Seit: 09.05.11
Hallo Sine:

Ich bin ziehmlich neu hier und dachte ich schreibe einfach mal jemanden mit Erfahrung. Ich nehme seit 4 Jahren aufgrund eines unfalls Tramadol 200mg
mit der Zeit merkte ich das gute und rundum zufriedene gefühl mit diesem Medikament.Ich nahm es auch wenn ich keine Schmerzen hatte und nun bin ich bei täglich 800mg angekommen . Aufhören geht nicht weil ich dann am ganzen Körper zuckungen habe so nach 2 Tagen. Schlafen wird nahezu unmöglich . Ich möchte den Entzug auf jeden Fall zuhause machen und bin über jeden Tipp von dir (euch ) dankbar.Ich möchte einfach wieder normal Leben ohne von Tablette zu Tablette zu denken , denn so ist es im Moment

Entzug durch Reduktion

Sine ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.371
Seit: 15.10.06
Hallo Miky.
Willkommen im Forum!
Ich meine irgendwo im Forum gelesen zu haben, dass ein Mitglied seine Tabletten geachtelt hat.
Dann wird zum Beispiel Woche für Woche ein Achtel mehr weggelassen, bis der Absprung geschafft ist.
Ich denke, in diese Richtung könnte der Entzug durch Reduktion in deinem Fall funktionieren.
Ob jetzt ein Achtel die richtige Reduktionsmenge ist, kann ich dir leider nicht mit Sicherheit sagen.
Was meinst du zu diesem Vorschlag?
Sine

Entzug durch Reduktion

miky30 ist offline
Beiträge: 4
Seit: 09.05.11
Hallo Sine
Es ist mit Sicherheit eine tolle Idee aber achteln kann man sie nicht . Ich versuche sie zu vierteln und das wird schon schwer weil es längliche aber nicht besonders grosse pillen sind.
Danke das Du mir gleich geantwortet hast.Ich muss echt was ändern meine Ärztin droht mir schon mit klinik entzug.Das will ich aber nicht ich schaffe das . Ich weiss wie schwer es wird weil ich es ja schon mal versucht habe aber gescheitert bin . Hinfallen ist keine Schande aber liegenbleiben oder ?

Entzug durch Reduktion

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Hallo miky,
hier http://www.symptome.ch/vbboard/psych...harmaka-2.html hatten wir das Thema Entzug auch schon mal und ich habe einige Unterlagen zur Hilfe verlinkt.
Vielleicht hilft dir das auch ein Stück weiter.
Soweit ich erinnere ist es wichtig, dass Du nicht zu schnell entziehst.

Bei Psychopharmakasucht werden auch auf einigen medizinischen Seiten Daten über die Dauer des Entzugs bei den verschiedenen Substanzen angegeben. Vielleicht kann dir bezüglich Tramal deine Ärztin was dazu sagen.

Die Frage ist für mich dabei auch, mit was Du deine Sucht ersetzt.
http://www.symptome.ch/vbboard/video...infovideo.html
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Entzug durch Reduktion

answer ist offline
Beiträge: 465
Seit: 09.06.09
Hallo,
ich habe mal einen Tillidinentzug gemacht. (Till. ist noch eine Nummer stärker als Tramadol).
Dabei habe ich alle 3 Tage 1 Tropfen weniger genommen und das konsequent 3 x pro Tag.
Als ich bei etwa 10 Tropfen angekommen war, liess ich sie ganz weg, da ohnehin keine Schmerzminderung mehr da war.

Ich musste dann aber wieder damit beginnen, da es sonst nur noch Morphine gibt, nahm ich auch schon, möchte ich mir aber als Option offen lassen. Jetzt nehme ich Lyrika, ist auch nicht so toll, aber ich habe sehr viel weniger Schmerzen und nehme jetzt noch 2 - 3 mal pro Woche Tillidin.

Es geht schon, ist aber nicht einfach, du musst nur wollen.

grüssle
answer

Entzug durch Reduktion

answer ist offline
Beiträge: 465
Seit: 09.06.09
Benzodiazepamfasten
Tramadolfasten
Valoronfasten

wo ist diese Spezialklinik?

Entzug durch Reduktion

felix78 ist offline
Beiträge: 122
Seit: 09.03.11
Achja gewisse Serotonin Produktion geht zu Grunde. Unglaublich was Leute nehmen wos doch nicht mal nen anständigen Flash gibt, aber einen selbst trotzem total abhängig und unbrauchbar macht. Wenns vom Arzt immer noch welche gibt, sammeln und auf der Gasse verkaufen kriegst einiges! Die Drögis werden sich darum reissen!
l
g Felix
__________________
Terpentinspiritus. Zu Einreibungungen bei Rheumatismus mit Olivenöl,kampferspiritus und salmiak

Geändert von felix78 (26.07.11 um 20:23 Uhr)

Entzug durch Reduktion

Kose ist offline
Beiträge: 21
Seit: 08.08.10
Bitte kein Tillidin mehr. Bei Schmerzen helfen auch Ibo, selbst wenn man 3x10 Tropfen einnimmt steigert man die Dosis wieder. Es ist absolut ein Suchtmittel welches man immer wieder höher Dosiert. Ich habe es im letzten Jahr in meinem Sommerurlaub geschafft. Ich hatte mir vorgenommen es ab dem ersten Urlaubstag durch zu ziehen. Drei bis 4 Tage ging es mir richtig mies. Danach fing ich an Spazieren zu gehen. Nach 3 Wochen bin ich wieder einigermaßen Fit zur Arbeit und jetzt sind es 1 Jahr und etwas über 4 Monate her wo ich KEINEN EINZIGEN TROPFEN einnehme. Ich bin stolz darauf und ich will mit diesem Zeug nichts mehr zu tun haben. Ich bin seid 4 Jahren Single und habe es Komplett ohne Hilfe und Unterstützung ALLEINE geschafft.
Es ist der innere Schweinehund den man überwinden muss. Wenn man es wirklich will und sich jeden Tag einredet das man es schafft.....schafft man es auch. Jeden Tag habe ich mir ein ROTES KREUZ in den Kalender gemacht wo ich keine Tropfen genommen hatte und ich wollte nicht einen Tag unterbrechen und war von Tag zu Tag motivierter zu sehen das meine KREUZE ohne Unterbrechung zu nahmen. So habe ich es geschafft.
Lg. Kose


Optionen Suchen


Themenübersicht