Sucht - Ein Thema, das mich nicht betrifft!

11.10.08 21:05 #1
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Sucht - Ein Thema, das mich nicht betrifft!

MissSilke ist offline
Beiträge: 36
Seit: 23.09.08
Ich würde Sucht als eine Abhängigkeit von etwas das einem selbst oder den anderen schadet definieren. Selbst wenn es nicht so scheint, haben alle Leute eine kleine Sucht. Zum Beispiel ein Hobby kann eine Sucht sein. Es muss nicht so sein, aber meistens ist es so. Das ist nicht wirklich schlimm, denn so eine kleine Sucht hilft dabei sich zu entspannen.

Sucht - Ein Thema, das mich nicht betrifft!

Lucy Lu ist offline
Beiträge: 177
Seit: 11.10.08
Also, als ich noch ein paar Jahre jünger war, hab ich auch so einiges ausprobiert. Um nicht zu sagen, einiges viiiieles! Und, was hat´s gebracht? NIX! Und verändert hab ich mich auch. Gut, mein Leben ist oft sehr holprig verlaufen und geschenkt worden ist mir gar nichts und das war meine Flucht. Damals. Heute kommt mir so war gar nicht mehr in die Tüte, weil´s mir einfach nichts bringt. Aber damals stand ich wohl schon ganz schön nah am Abgrund.
Deswegen lebe ich auch nicht wie eine Nonne. Wie schon erwähnt: das Rauchen hab ich aufgegeben und mal ein Glas Wein oder eine Flasche Bier - vollkommen okay. Aber alles im Level. Ich weiß von mir, dass ich zu Suchtverhalten neige und ein Bekannter von mir hat damals den Ausstieg nicht gefunden. Dafür kann man ihn jetzt auf dem Friedhof finden, denn er hat das alles irgendwann nicht mehr gepackt und hat sich umgebracht.

Bei Suchtverhalten kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich mit einem Suchtverhalten (Medikamentensucht, Spielsucht, Wettsucht uvm.) aufhören möchte, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Hexe ist offline
Beiträge: 3.844
Seit: 13.07.07
Hallo Sine,

du hast geschrieben:
Aber natürlich sind auch Stimmen willkommen, die erläutern, warum ihrer Meinung nach ein suchtfreies Leben gar nicht möglich ist.
dann darf ich ja....

.....weil jeder, wirklich jeder das zu tun geneigt ist wovon er glaubt dass es ihn glücklich macht und ihm gut tut. Besser gesagt es treibt ihn dazu das zu tun.
Ist ihm das mit Hilfe von .....gelungen (Glück zu empfinden, Befriedigung zu erleben....), dann wird er dies wieder tun wollen (müssen), um eben wieder so ein Gefühl zu haben. Da Nichts dauerhaft ist, muss also ständige Wiederholung her. Das ist für mich Sucht. Meist unbemerkt, aber doch Sucht.

liebe Grüße von Hexe

Geändert von Hexe (17.10.08 um 17:24 Uhr) Grund: die Rechtschreibung

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Heather ist offline
Beiträge: 9.809
Seit: 25.09.07
Hallo,

solange eine Sucht weder körperlich noch psychisch schadet ist doch eigentlich nichts dagegen einzuwenden - oder ?

Ein Mann den wir kennen trinkt jeden Morgen selbst gepressten Obst-/Gemüsesaft, das muss für ihn und seine Frau unbedingt sein, ohne geht gar nichts. Irgendwie ist sowas für mich auch eine Sucht, jedoch eine positive!

Oder ich hatte schon Phasen in denen ich süchtig war Puzzle zu machen, jede freie Sekunde habe ich dazu genutzt. Und wenn ich mal keine Zeit hatte war ich unzufrieden. Auch das würde ich als Sucht bezeichnen.

Ich habe auch meine Sucht nach Zigaretten aufgegeben (), jedoch gegen ein Bier, oder zwei habe ich nichts einzuwenden.

Jedoch wirklich freisprechen davon gefährdet zu sein nach etwas negativem süchtig zu werden kann sich meiner Meinung nach niemand 100%ig. Es geschehen nun einmal Dinge im Leben die nicht kalkulierbar sind.
Damit meine ich aber nicht "nur" Drogen oder Alkohol!
Wenn jemand schokoladensüchtig wird (wie ich vor ein paar Jahren ), auch wenn physisch bedingt, und dadurch z.B. dick wird (blieb mir glücklicherweise erspart ), Kreislaufprobleme sich hinzu gesellen, irgendwann wegen des Übergewichts das Herz leidet, etc. ist das doch auch nicht gerade problemlos - findet Ihr nicht?


Liebe Grüße .

Heather
__________________
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

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Anne B.
Meine Eltern haben definitiv keine stofflich gebundenen Süchte. Weder meine Mutter noch mein Vater haben jemals eine Zigarette angefasst, auch Alkohol trinken habe ich meine Eltern nie gesehen. Vielleicht mal ein Bier zum Abendbrot für meinen Vater, aber das war es auch schon. Sie haben es uns Kindern eigentlich gut vorgelebt, nur geholfen hat es nix . Wir Kinder haben alle mehr oder weniger damit zu kämpfen - oder zu kämpfen gehabt.

Viele Grüße, Anne B.

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Lucy Lu ist offline
Beiträge: 177
Seit: 11.10.08
Als meine größte Sucht würde ich wohl den (teilweise) Heißhunger auf Süßigkeiten zählen. Vor allen Dingen auch gerne mal mitten in der Nacht. Ich lieg dann wach und denke, ich sterbe, wenn ich nicht gleich was Süßes zwischen die Kiemen kriege. Ist natürlich auch nicht unbedingt gut für die Zähne! Oft werfe ich am nächsten Tag vor lauter Wut auf mich die angebrochene Tafel Schokolade weg. Vollkommener Schwachsinn - ich weiß.
Was auffällig an der ganzen Sache ist, dass das meistens in der Nacht von Sonntag auf Montag ist. So nach dem Motto: gib mir Energie, morgen muß ich wieder auf die Arbeit. Also wahrscheinlich doch so ein "Psycho-Ding".
Ich muß dazu sagen, dass ich bei einer Größe von 1,72 m 58 - 60 Kilo wiege. Noch kann ich mir so ne Ausrutscher leisten.

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Sine ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.371
Seit: 15.10.06
Wir hatten hier ja schon diskutiert, ob ein suchtfreies Leben überhaupt möglich ist.
Ich habe einen Artikel gefunden der behauptet, drogenfreiheit sei eine Utopie.
Hier ein kleiner Ausschnitt daraus:
Die Lust auf Rausch gleicht der Sexualität, so sehr sie auch unterdrückt wird, es findet sich immer wieder ein Schlupfloch. Es gab noch nie eine drogenfreie Kultur. Selbst Naturvölker nehmen gelegentlich einen bacchantischen Kurzurlaub von der Last des Alltags. Die ersten Ackerbauern erzeugten aus ihrem Getreide nicht Brot sondern Bier.
Ich finde den Artikel sehr geeignet, um diese Diskussion wieder anzustossen oder einfach für sich selber zu überlegen, wie weit man eigentlich selber von einem suchtfreien Leben entfernt ist und ob das überhaupt möglich ist.
Den erwähnten Artikel findet ihr hier:
WELT DEBATTE - Kommentare - Drogenfreiheit ist eine Utopie

Liebe Grüsse, Sine

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spaniel3 ist offline
Beiträge: 4
Seit: 29.12.14
Ja, du hast Recht
. Ich hatte voriges Jahr Lungenkrebs und greif dir vor den Kopf: Ich rauche wieder.....


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