Besonders betroffene Berufsgruppen

09.01.08 23:14 #1
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Besonders betroffene Berufsgruppen

meike kraft ist offline
Beiträge: 214
Seit: 12.08.07
bereits in der ausbildung müßte thematisiert werden, daß der pflegende (ich nenn das mal so u. meine damit die, die im sozialen bereich in der einen oder anderen weise tätig sind, also ärzte usw. sind damit eingeschlossen)
lernen muß, ganz kleine nischen zu nutzen, um jeweils für einen kl. moment aufzutanken, damit er erst gar nicht so in die erschöpfung kommt.
damit meine ich jetzt gar keine riesen-aktionen, sondern dinge, die nur wenig zeit in anspruch nehmen u. reichen, wenn man darauf regelmäßig eingeht.
wenn erst die totale erschöpfung eingetreten ist, "greifen" diese maßnahmen alle nicht mehr.
ich hör euch schon sagen, WAS ich damit meine....
z.B. daß ich mich nur einen augenblick zurückziehe (u. wenn es auf's WC ist u. da mal einen kl. moment atemgymnastik mache, autogenes training, EFT klopfe, finger-mudra mache, akupressur mache).
und wenn ich
wieder ins auto z.B. steige, um den nächsten patienten zu besuchen u. zu versorgen, diese kl. fahrt mir gönne, ganz bewußt ein lied zu hören u. das so richtig in mich reingehen lasse.
und wenn ich über die felder fahre (um die ampeln zu sparen) u. nur einen kurzen augenblick die autofenster öffne, damit ich das heu rieche- u. genieße u. 3 min. mir vllt gönne, die blumen von der wiese zu pflücken.
also so ganz banale dinge meine ich.

und dann was U T A sagt nicht zu vergessen.
es ist einfach nur ganz schlimm, wie genau DIESE gruppe einfach übersehen wird u. da keiner fragt, wie es DENEN geht. da wird ganz einfach erwartet, daß sie funktionieren.
auch DA würde ich mir wünschen, daß dann wenigstens von der sozialstation (wenn diese angefordert ist) mal schwiegertochter oder tochter (meist sind es DIESE) fragen würde, wie es IHNEN geht (weil es sonst niemand tut) um dann auch die anregung zu geben, daß dafür gesorgt werden muß, daß einer mal nach oma/opa abends schaut, damit auch tochter mal "frei hat", um dann auch wieder froher den dienst überhaupt ausfüllen zu können, zumal diese nie gefragt wurden, ob sie DAS überhaupt machen wollen, sondern sie werden einfach oftmals von heute auf morgen aus ihrem bisherigen beruf rausgekippt.

LG meike

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Desertflower ist offline
Beiträge: 155
Seit: 31.01.08
Liebe Meike
ich glaube dass sich so wenig um die "Menschen" gekümmert wird die gepflegt werden weil das Pflegepersonal nicht dafür ausgebildet wird ,sich seine Auszeiten zunehmen .Die Du so schön angibst ,Musik ,Blumen gucken etc. und dann machen die überforderten ,gestressten Pfleger dicht .Nicht weil sie nicht wollen sondern weil sie nicht können und sich überfordert fühlen.Dadurch entsteht dann ein endlos Kreislauf ,die Pfleger sind desillusioniert und gefrustet arbeiten ungern ,die Menschen die gepflegt werden merken das und sind unglücklich.
Ich denke es werden anfangs viele Menschen und Schicksale innerlich mit nachHaus genommen und wenn das nicht mehr geht wird dicht gemacht und der Zynismus kommt ,leider .
Liebe Grüße Desertflower

Bei Suchtverhalten kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich mit einem Suchtverhalten (Medikamentensucht, Spielsucht, Wettsucht uvm.) aufhören möchte, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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meike kraft ist offline
Beiträge: 214
Seit: 12.08.07
liebe flower
genau DAS bemängel ich ja, daß nämlich in der ausbildung keine nischen erarbeitet werden, wo sie einen ganz kl. augenblick luft holen u. dies immer mal wieder, sodaß sie erst gar nicht in die totale erschöpfung reinkommen.
DAS macht mich so wütend u. auch, daß man sie nicht wissen läßt, daß es absolut keine lösung ist "sich abzugrenzen" also gefühle zu verleugnen um dann ein seelischer krüppel zu werden. natürlich dürfen wir nicht mitleiden und mitsterben, ist ja keine frage.
warum kann man die gefühle nicht bestehen lassen u. akzeptieren u. aber auch klarstellen, daß es nicht immer eine lösung für ein problem gibt. unsere patienten erwarten doch lediglich, daß wir ihre gefühle sehen und akzeptieren u. stehen bleiben u. sie erwarten doch gar keine lösungen. sie wissen doch sehr genau, daß wir diese nicht liefern können. und ich hasse es, wenn unsere patienten mundtot gemacht werden.
flower, ich geh auf die 60 zu u. ich hab mich nie ausgepowert gefühlt wenn ich einfach nur MENSCH war im kontakt mit meinen patienten. ABER es würde mich tierisch anstrengen unmenschlich zu sein u. mich im spiegel anzuschauen.

dir liebe grüße von MIR


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