Weitere Entwicklungen in Fukushima

13.05.11 22:21 #1
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nicht der papa ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.535
Seit: 18.11.09
Zitat von Clematis23 Beitrag anzeigen

Dagegen war Stalin ja noch ein Menschenfreund...

Gruß,
Clematis23
Das war Stalin wohl in der Tat, wenn man bedenkt, dass er Adenauer eine Note schickte, nach der eine Wiedervereinigung gegen militärische Neutralität damals sofort möglich gewesen wäre.
Statt dessen wurde die Teilung vorgezogen und kämpfen wir jetzt in Afghanistan für deutsche Ressourcen.

Ich finde übrigens auch ein Kaninchen ohne Ohren sieht nicht besonders abschreckend aus.
Das Tschernobylfohlen

und der Tschernobylhund

schon.

Was soll das süsse Bild eines ohrlosen Kaninchen bewirken, wenn es die schlimmen Bilder der Tiere und Kinder nach Tschernobyl nicht konnten?
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

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Clematis
Zitat von nicht der papa Beitrag anzeigen
Das Tschernobylfohlen

und der Tschernobylhund

schon.
Hallo nicht der papa,

verzeih, aber diese Bilder schau ich mir nicht mehr an. Nicht, weil ich Vogel Strauß spielen will, aber es gibt eine Grenze für das was ich verkraften kann. Wenn ich dadurch (nach den vorherigen wordpress-bildern) in eine Depression abrutsche hilft das niemandem. Und für heute ist die Grenze schon knapp überschritten...

Trotzdem herzliche Grüße,
Clematis23

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Nischka ist offline
Beiträge: 1.517
Seit: 02.01.11
Das Gebiet von Fukushima ist jetzt eine radioaktive Todeszone

Das Gebiet von Fukushima ist jetzt eine radioaktive Todeszone – wie ein von einer Atombombe getroffenes Gebiet

(...)

Die japanische Regierung kann es übrigens gar nicht erwarten, die Herdenmenschen zurück auf den radioaktiv verseuchten Boden zu schicken. »Im Wesentlichen besteht bei den zurzeit abgesteckten Zonen keine Besorgnis einer negativen gesundheitlichen Auswirkung«, erklärte der Erste Sekretär des Kabinetts, Yukio Edano. (...)
Ich fasse mir nur noch an den Kopf. Ich glaube, die haben statt Gehirn Sch.... im Schädel, da schwingt dann nichts mehr.
Die möchte ich sehen, wenn es mal vorkommen sollte, wie die gucken, wenn ihr eigenes Kind denn mal verkrüppelt oder tot geboren wird.

Die wähnen sich anscheinend sicher, wo sie diese Sicherheit hernehmen, ist mir schleierhaft. Es kommt der Tag - und wahrscheinlich schon bald -, an dem sich herausstellt, daß gelogen wurde und wird, daß sich die Balken biegen.
Dann möchte ich nicht einer dieser Verkünder sein....und möglicherweise innert Minuten am nächsten Baum aufgeknüpft sein...

Übrigens die Bilder oben sind mir auch zuviel.
(Anmerkung für Homöopathie-Freundin ndp: Catherine Coulter schreibt in ihren Psycho-Porträts, daß Menschen mit Calcium-carbonicum-Symptomatik den Anblick behinderter oder entstellter oder verletzter Menschen partout nicht ertragen können; also wohl auch bzgl. Tieren)
__________________
Stell Dir vor, es gibt Funk, und keiner nutzt ihn :-D

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Männlich Bodo
Zitat von Clematis23 Beitrag anzeigen
Hallo nicht der papa, verzeih, aber diese Bilder schau ich mir nicht mehr an.
Zitat von Clematis23 Beitrag anzeigen
Dagegen war Stalin ja noch ein Menschenfreund...
Die Bilder dieser armen Tiere sind sehr schlimm.

Wer allerdings den kruden Vergleich mit Stalin sucht und diesen Massenmörder
mit seinem Wirken betreffs Menschenvernichtung (Archipel Gulag) relativistisch
als harmlos verniedlicht, der hat sicher nicht nur ein ethisch-moralisches Problem.







GB

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Manno ist offline
Beiträge: 1.141
Seit: 09.09.08
Zitat von Nischka Beitrag anzeigen
Das Gebiet von Fukushima ist jetzt eine radioaktive Todeszone
Ich fasse mir nur noch an den Kopf. Ich glaube, die haben statt Gehirn Sch.... im Schädel, da schwingt dann nichts mehr. Die möchte ich sehen, wenn es mal vorkommen sollte, wie die gucken, wenn ihr eigenes Kind denn mal verkrüppelt oder tot geboren wird.
Ich frag mich seit einiger Zeit, wer "die da" sind. Die japanische Regierung oder die japanische Bevölkerung ? Seit meinem letzten Posting zu diesem Thema (18.03.2011 AW: Tokio verteilt Jod-Tabletten) kann ich keine "selbstaufopfernde Hilfsbereitschaft" unter den Japanern mehr erkennen. Eher das Gegenteil ... Da werden entrechtete Helfer rücksichtslos in den Tod geschickt, die Helfern die dort ihr Leben lassen sollen, müssen auf dem Betonfußboden schlafen, bekommen kaum was zu essen (wie in einem Konzentrationslager), werden ohne Schutzkleidung in hoch radioaktive Bereiche geschickt, für die Kinder soll verstahlte Nahrung "ausreichend" sein, ältere Menschen werden nicht aus hochradioaktiven Gebieten evakuiert ...

Mich erreichen nur noch schockierende Meldung und ich stehe immernoch genauso fassungslos vor dem Geschehen in diesem "Kulturkreis", wie ganz am Anfang. Mich würde langsam mal interessieren, was dabei in der japanischen Bevölkerung emotinonal abläuft. Wir das von den Medien verschwiegen, oder denken die davon nicht betroffenen Japaner: "Was interessiert mich denn das Leid der Anderen ?" Im Übrigen kommen die Folgen der radioaktiven Bestahlung erst in der dritten Generation richtig zum Tragen. Scheinbar herrscht auch hier die Ansicht: Was interessiert es uns, was nach uns kommen wird ...

Genauso verwundert bin ich über den Aktienkurs von Tepko. Seit dem Reaktorunfall hat die Aktie 85 Prozent an Wert verloren ... Wieso "nur" 85% ? Eigentlich sollte das Vermögen von Tepko schon längst von einem Insolvenzverwalter übernommen worden sein, denn so wird ganz offensichtlich auf Zeit gespielt (eine Falschmeldung und Vertuschung nach der anderen). Ich hab mich schon die ganze Zeit gefragt, warum Tepko so viel vertuscht, wenn die Firma sowieso längst Konkurs ist ? Offensichtlich, um vor dem endgültigem Konkurs noch Vermögenswerte in Sicherheit bringen zu können. Wie hoch werden wohl die Schmiergelder sein, die für "Katastrophenhilfe" gezahlt werden ? Noch entscheiden die Verantwortlichen von Tepko, wer Hilfsgüter liefern darf und an wen gezahlt wird. Hierzulande würde man sagen: Da wurde der Bock zum Gärtner gemacht, denn die "Unregelmäßigkeiten" in die diese Verantwortlichen verwickelt waren, sind das einzige was bei Tepko sicher ist.

Vor all dem stehe ich fassungslos- ich meine da mußten von Anfang an hunderte /tausende Menschen sinnlos sterben (intern war die Kernschmelze längst bekannt), weil Tepko nicht sofort vom Staat übernommen wurde und man bei Tepko die Zeit benötigte, um noch Finanztransaktionen durchführen zu können. Irgendwie erinnert mich das an unsere Contergantragödie. Tausende Menschen wurden geschädigt, die Schäden wurden sozialisiert, die Verluste der Aktionäre wurden ausgeglichen, die Firma bekam einen Staatszuschuß und dann ging alles wie gehabt weiter.

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Clematis
Zitat von Bodo Beitrag anzeigen
Die Bilder dieser armen Tiere sind sehr schlimm.
Wer allerdings den kruden Vergleich mit Stalin sucht und diesen
mit seinem Wirken betreffs Menschenvernichtung relativistisch
als harmlos verniedlicht, der hat sicher nicht nur ein ethisch-moralisches Problem.
Hallo Bodo,

ich bitte dich denn doch nicht so schnell ein Urteil zu fällen, das bestenfalls in eine private Mail gehören würde, zumal du meine Analogie gründlich mißverstanden hast und einen falschen Bezug herstellst. Wahrscheinlich hast den Thread nicht vollständig gelesen.

Ich bezog mich nicht auf die Tierbilder - die hatte ich mir wie dort gesagt nicht mehr angesehen, sondern auf jene in Wordpress (Link von nicht der papa) - Menschen mit schlimmsten Schäden durch Radioaktivität durch Uranmunition. Diese Schäden betreffen inzwischen Millionen Menschen (Irak, Kosovo, Afghanistan, Lybien), und sie werden sich noch während mehrerer Generationen fortsetzen, ebenso wie die genetischen Schäden der Kinder betroffener Soldaten in den USA, GB, Deutschland. Fukushima wird noch so manche Opfer, vermutlich ebenfalls im mehrstelligen Millionen Bereich hinzufügen.

Diese Zahlen werden insgesamt jene, die Stalin verursachte weit übertreffen. Über dessen Gulag bin ich gut informiert (ich habe Solchenyzins drei Bände zum Gulag damals gelesen), Stalin hat ca. 25 Millionen Menschen auf dem Gewissen und darauf zielte meine Bemerkung ab. Stalin war ein Massenmörder, an Opferzahlen gemessen, sind die jetzigen Militärs in den USA und NATO, die Uranmunition einsetzen, noch viel viel schlimmer. Ebenso die Regierung in Japan mit ihrer völlig unzulänglichen Evakuierung der Bevölkerung einschl. Verharmlosung der radioaktiven Strahlung. Was der japanischen Bevölkerung damit angetan wird, ist selbst mit Superlativen nicht mehr angemessen ausdrückbar.

Schon jetzt zeichnet sich ab, daß die Anzahl der Strahlenopfer ein mehrfaches dessen betragen wird, als Stalin verursachte und genau so war meine Bemerkung zu verstehen.

Gruß,
Clematis23

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Clematis
Zitat von Manno Beitrag anzeigen
Ich frag mich seit einiger Zeit, wer "die da" sind
Hallo Manno,

das sind die geistigen Brüder und Schwestern jener, die uns auch hier weiterhin die AKWs zumuten, obwohl sie genau wissen, daß ein "Fukushima" jeden Tag in einem der europäischen Länder geschehen kann.

Da wären:
Tepco = RWE, EON usw. AKW-Betreiber
Japanische Regierung = Deutsche Regierung
Tepco-Aktionäre = RWE, EON usw. Aktionäre
Lobbyisten dort und hier
Also das ganze menschenverachtende Kroppzeug, das sich irgendeinen finanziellen Vorteil verschaffen und an der Macht bleiben will.

Die Bevölkerung hüben und drüben ist doch Wurscht! Solange die brav ihre Steuern zahlt ist sie ansonsten uninteressant. Vor längerer Zeit gab es mal einen Film der schilderte, was in Deutschland wahrscheinlich geschehen würde, wenn es zu einem GAU käme:
-die Bevölkerung würde nicht gewarnt
-alles würde heruntergespielt und verharmlost
-das verseuchte Gebiet würde hermetisch mit Militär, Polizei, Grenzschutz abgeriegelt
-kein Verstrahlter darf das Gebiet verlassen
-Evakuierung keine - denn wohin mit ihnen bei der dichten Besiedelung
-jeder der versucht die Zone zu verlassen wird erschossen
-kaum Versorgung von außen, Lebensmittel, Wasser, da Lieferanten verseucht würden
-keine Ärzte von außen
-zu wenig Ärzte innerhalb der Zone
-kurz man läßt die Verstrahlten einfach verrecken!
usw. usf.

Menschlichkeit, humanitäre Gefühle, Mitgefühl, Hilfbereitschaft - Ade! Denn das interessiert die Regierenden und Konzernbosse nicht im geringsten.

In Japan ist eigentlich verwunderlich, daß sich immer noch so viele Menschen bei Lebensgefahr dafür einsetzen, in Fukushima selbst zu arbeiten, um die Schäden wenigstens einzudämmen. Daß sie selbst verstrahlt werden und nach unermeßlichem Leiden sterben werden, dürften sie wissen, denn Hiroshima und Nagasaki sind noch nicht vergessen.

Die jetzt schon Verstrahlten in Japan dürften kaum die Kraft haben viel Hilfsbereitschaft zu zeigen. Diese Menschen sind teilweise schwer krank und in einem solchen Zustand ist man nicht mehr in der Lage sich um andere zu kümmern. Der nachwirkende Schock kommt noch dazu. Nach solchen Katastrophen, auch etwa Erdbeben, hat man festgestellt, daß Hilfe von außen kommen muß, die Betroffenen selbst sind nicht in der Lage sich selbst zu helfen, sie sind in einem Zombie-artigen Zustand, apathisch, unfähig auch nur das Geringste für sich selbst zu tun, geschweige denn für andere.

Und da wäre noch tief sitzende Angst: wann fangen bei mir die Symptome an, Erbrechen, Durchfall, Haarausfall, offene Wunden usw. usf.

Gruß,
Clematis23

Weitere Entwicklungen in Fukushima
Männlich Bodo
Hallo Clematis.



Zitat von Clematis23 Beitrag anzeigen
ich bitte dich denn doch nicht so schnell ein Urteil zu fällen, das bestenfalls
in eine private Mail gehören würde, zumal du meine Analogie gründlich
mißverstanden hast und einen falschen Bezug herstellst. Wahrscheinlich
hast den Thread nicht vollständig gelesen.
Nein, meine Replik gehörte hier in den Thread.
An Deiner Äußerung gibt es nichts zu relativieren.
Sie ist eine reine Verhöhnung der Stalin-Opfer.

Zitat von Clematis23 Beitrag anzeigen
Ich bezog mich nicht auf die Tierbilder - die hatte ich mir wie dort gesagt
nicht mehr angesehen, sondern auf jene in Wordpress (Link von nicht der
papa) - Menschen mit schlimmsten Schäden durch Radioaktivität durch
Uranmunition.
Dann hättest Du das auch so schreiben müssen. Hast Du aber nicht.
So, wie Du es posteste, musste an den Bezug mit ndps' Tierbildern gedacht werden.

Zitat von Clematis23 Beitrag anzeigen
Diese Zahlen werden insgesamt jene, die Stalin verursachte weit übertreffen.
Reine Spekulation. Und ein wirklich unerhörter Vergleich.
Wenn Du die Unzulänglichkeit dieses Vergleichs nicht selbst
bemerkst, dann kann ich sie Dir auch nicht nahe bringen.

Zitat von Clematis23 Beitrag anzeigen
Schon jetzt zeichnet sich ab, daß die Anzahl der Strahlenopfer ein
mehrfaches dessen betragen wird, als Stalin verursachte und genau
so war meine Bemerkung zu verstehen.
Schreibt Clematis. Schlimm genug, was da auf große Bevölkerungsteile zukommt, ja.
Aber selbst bei kalt-rationaler, reiner Statistik-Überlegung und Spekulation werden die
Strahlenopfer nicht an die Stalinopfer heran reichen. Es bleibt dabei: Es ist sicherlich
ein Unding, diese Ereignisse baugleich nebeneinander zu setzen und ihnen gar eine ähnliche
Motivation zu unterstellen. Dies kann aus meiner Sicht nur Jemand zu Stande bringen,
der ideologisch derart getrimmt und verbohrt ist, dass jedes Mittel - und sei es noch
so abwegig - Recht ist. Heranziehen muss, um seine Wut in Worte zu gießen.

Der Zweck heiligt eben nicht immer die Mittel, Clematis.

Wäre das mein Forum, hättest Du mindestens eine Admin-PN erhalten.






HGB

Geändert von Bodo (08.06.11 um 23:12 Uhr)

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nicht der papa ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.535
Seit: 18.11.09
Nach solchen Katastrophen, auch etwa Erdbeben, hat man festgestellt, daß Hilfe von außen kommen muß, die Betroffenen selbst sind nicht in der Lage sich selbst zu helfen, sie sind in einem Zombie-artigen Zustand, apathisch, unfähig auch nur das Geringste für sich selbst zu tun, geschweige denn für andere.
Da ich dazu schon viel gelesen habe würde ich sagen dass widerspricht den Japanern vollkommen.
Japaner sind keine Europäer.
Die haben eher ein Problem mit Individualismus.
Für die sind Erdbeben Teil des Lebens. Die kennen sie oft schon seit der Kindheit, praktisch ihr ganzes Leben lang und auch im Kindergarten schon machen sie regelmässig Notfallübungen. Viele haben schon miterlebt, wie eine Stadt nach Zerstörung schnell wieder aufgebaut wurde. Auch nach Hiroshima und Nagasaki haben die Japaner sehr schnell reagiert. Direkt nach Fukushima haben sich sofort viele junge Menschen freiwillig an den Aufräumarbeiten beteiligt.
Du zeichnest hier ein Bild, dass mMn. mit den Japanern nichts zu tun zu haben scheint.
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

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Clematis
Zitat von Bodo Beitrag anzeigen
ihnen gar eine ähnliche Motivation zu unterstellen.
Hallo Bodo,

mir scheint, daß du der Ansicht bist der Einsatz der Uranmunition sei zweckfrei und werde natürlich nur von engelhaften Wesen vollzogen zum Wohle der Beschossenen? Morden und langes Siechtum für Millionen Menschen verursachen sei demnach ein Liebesdienst? Und das alles geschehe in völliger Unschuld?

Sowie die Lügen, Verschleierung, radioaktive Verseuchung, fehlende Evakuierung der Bevölkerung um Fukushima seien reinste Menschenfreundlichkeit und ein Liebesbeweis?

Und wenn es jemand wagt, dies anzuprangern, dann ist man verbohrt?

Na ja....


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