EU erhöht Radioaktive Grenzwerte bei Lebensmitteln

30.03.11 23:40 #1
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EU erhöht Radioaktive Grenzwerte bei Lebensmitteln

Difi ist offline
Beiträge: 4.051
Seit: 28.04.09
Mal davon abgesehen das wir auf Produkte von Japan verzichten können...bin ich mir nicht sicher ob die Werte aus Japan korrekt sind. Denn die können auf den Export nicht verzichten. Die widersprüchlichen Berichte über Grenzwerte bereiten mir Magenschmerzen. Genau in dem Gebiet Fukushima war der Gemüseanbau....
Natürlich ist der ins Meer gespült worden..Wenn man nicht mal bereit ist die Menschen aus dem 20 Km Radius zu entfernen, traue ich keinem Ergebnis mehr, was von dort kommt. Nicht vergessen, Japan ist/war eine mächtige Wirtschaft.
Die Messungen Europaweit waren ja auch nicht lustig.

LG Difi
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Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt! -- Einstein --

EU erhöht Radioaktive Grenzwerte bei Lebensmitteln
Clematis
Hallo nicht der papa,

Du machst Dir ja ungeheure Mühe, den ganzen Verordnungen auf die Schliche zu kommen, vermutlich weißt Du inzwischen besser Bescheid als die Parlamentarier im EU-Parlament und die Kommissare der EU. Wir sollten Dich dort hin schicken, um denen mal den Kopf zu waschen - Und das meine ich keineswegs ironisch.

Jetzt werden - so ganz plötzlich - aus heiterem Himmel, neue wissenschaftliche Erkenntnisse herangezogen, von denen vorher noch nie jemand etwas gehört hat, die höhere Grenzwerte als harmlos deklarieren. Das ENDLOSE Manipulieren der Grenzwerte, immer stramm gemäß den Wünschen der Atomlobby (und nicht nur dieser) - dazu fallen mir nur noch Kraftausdrücke ein, die ich selbst in diesem toleranten Forum nicht mehr aussprechen kann.

Der Atomlobby sei Dank , gekauften Wissenschaftlern sei Dank , gekauften Politikern sei Dank - denn so blöd können weder Wissenschaftler noch Politiker sein, als daß sie dieses Grenzwertespiel nicht durchschauen.

Gehören diese Menschen noch der menschlichen Gattung an? Aber wohin einordnen? Jede andere Einordnung wäre eine Beleidigung für die andere Gattung, denn selbst im Tierreich geht es überall menschlicher zu.

Demnächst erklären sie uns noch, selbstverständlich nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen , ein Kilo Plutonium unter jedem Bett wäre ausgesprochen gesundheitsfördernd...

Gruß,
Clematis23

EU erhöht Radioaktive Grenzwerte bei Lebensmitteln

Difi ist offline
Beiträge: 4.051
Seit: 28.04.09
Wie schon geschrieben...es gibt keine Lebensmittel mehr im Bereich von Fukushima . Fisch von dort würde ich nicht essen. Es geht nicht um hausgemachte Grenzwerte. Denkt bitte auch an die japanische Bevölkerung. Länder, die wirklich nah am Geschehen leben. Deren Grenzwerte für Lebensmittel ist was? Sich aushungern?

Mich nicht falsch verstehen. Habe mitleidiges Lächeln bei Tschernobyl kassiert. Wir sind auf die Straße gegangen. Nichts, Nada, Nunca, Niet.

Noch heute misst man bei Wildschweinen radioaktive Werte. Da gibt es keinen politischen Knopf zum Ausschalten. Schon mal gar nicht über Gesetze. Hier gibt es nur ein Umdenken. Das ist unsere Chance.

LG, Difi
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Geändert von Difi (02.04.11 um 04:33 Uhr)

EU erhöht Radioaktive Grenzwerte bei Lebensmitteln

Dora ist offline
Beiträge: 2.848
Seit: 05.07.09
Wenn wir schimpfen bringt uns das keinen Schritt weiter, nur gemeinsam können wir etwas bewegen.

Ich habe bereits den Stein ins Rollen gebracht und es an wichtige Personen
in der Politik Etage weiter geleitet.

Auch die Verbraucherministerin gehört von ihrem Amt enthoben.

Zur EU, ich finde es unverantwortlich, dass sie hier mit spielt.
Da die EU ansonsten mit ihren Auflagen eigentlich nicht so zimperlich ist.



Asiatische Produkten tauchen bereits bei den T. auf, wohl ein Zeichen dafür, dass der Kunde sie nicht mehr kauft.


Für wie blöd werden die Menschen eigentlich gehalten?


Kein Wunder wenn es zu Krankheiten kommen kann, mit denen unsere Mediziner schlichtweg überfordert sind.
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Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich schreibe - nicht dafür, was du verstehst!

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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Dora, Du scheinst ja gute Verbindungen zu haben.

Nachricht von heute Sonntag
Aigner will niedrigere Richtwerte für die EU

Tatsache ist, dass die EU zwei Verordnungen (VO) hat, in denen Lebensmittel-Grenzwerte bestimmt werden, die VO 733 und die Regulierung 3954. Die VO 733 wurde nach dem Atomunfall von Tschernobyl erlassen. Sie bezieht sich auf Waren, die Deutschland aus Staaten einführt, die unweit von Tschernobyl liegen. VO 733 weist nur für Cäsium 134 und Cäsium 137 Werte aus. Brüssel hat mit Blick auf Japan nicht VO 733, sondern die Norm 3954 angewandt. Sie ist für einen nuklearen Notfall gedacht, wie er jetzt in Fukushima eintrat. Deshalb weist 3954 nicht nur Cäsiumwerte, sondern auch Werte für Strontium, Jod und Plutonium auf. Wie von Foodwatch festgestellt, sind die Cäsiumwerte in 3954 höher als die Cäsiumwerte, die VO 733 ausweist.

Aus Sicht der Europäischen Kommission kann von einer politisch motivierten Heraufsetzung aber keine Rede sein. Bevor die EU-Kommission 3954 anwandte, habe für japanische Waren kein Grenzwert gegolten. Zudem stelle nur 3954 auf die ganze Bandbreite an radioaktiven Stoffen ab, die in Japan eine Gefahr darstellten – auch auf Belastungen mit Jod.

Agrarministerin Ilse Aigner (CSU) tritt dafür ein, dass Brüssel nur einen Cäsium-Grenzwert bestimmtund zwar aus Gründen des Verbraucherschutzes den niedrigeren. Deutschland: Grenzwerte für Sojasoße aus Japan - badische-zeitung.de
Wobei ich mich jetzt nach diesem für die CDU zur Zeit typischen Wendemanöver erst Recht frage, was das eigentlich im Detail bedeutet.

Möchte man die Sache jetzt so umgehen, das die anderen Werte dann erst gar nicht getestet werden, weil für sie kein Grenzwert bestimmt wurde oder wie ist das jetzt eigentlich genau? Blöd frag.

Also wenn für Lebensmittel
750 Bq/kg Strontiumisotope
2.000 Bq/kg Jodisotope
80 Bq/kg Alphateilchen emmitierender Plutoniumisotope und Transplutoniumelemente
1.250 Bq/kg alle übrigen Nuklide wie insbesondere Cäsium-134 und 137
definiert wurden,
dann sind die anderen Isotope ja sicher auch drin, wenn keine Grenzwerte dafür festgelegt werden, sondern nur einer für Cäsium definiert wird.

Und sind die dann prozentual weniger drin, wenn der Cäsiumgehalt geringer ist oder kommt es darauf an, wieviel Strontium/Plutonium/Jod die Stelle abbekommen hat wo z.B. der Knoblauch drauf gewachsen ist?

Ich glaube, ich habe immer noch ein schwerwiegendes und mittlerweile weiter gewachsenes Vertrauensproblem.
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

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Difi ist offline
Beiträge: 4.051
Seit: 28.04.09
Dora...da muss ich dir Recht geben...
Wenn wir schimpfen bringt uns das keinen Schritt weiter, nur gemeinsam können wir etwas bewegen.
So schlimm es ist..hier gibt es einen Ansatz. Auch hier in Lateinamerika wird einiges unternommen.

Himmel...wie blöd hält man die Japaner? Sie haben ein anderes Denken. Warum auch nicht? Persönlich respektiere ich jede Denkweise. Und mal ehrlich ...mit dem Restrisiko..haben wir uns weltweit einlullen lassen.

Wir müssen globaler denken. Denn Dütschland könnte alle Kraftwerke abstellen, dann strahlt weiterhin der Rest Europa.

LG, Difi
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Dora ist offline
Beiträge: 2.848
Seit: 05.07.09
Guten Morgen

Was ist mit Knoblauch, Ingwer, Fische aus dem Pazifik, Alge, Meersalz, Soja u.s.w.


Vielleicht können wir zusammen mal eine Liste mit den gefährdeten Produkten aufstellen?
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Sonnenblume1703 ist offline
Beiträge: 1.955
Seit: 05.05.10
Dora, wie soll das gehen mit der Liste, wenn wir Verbraucher weiterhin beschissen und belogen werden? Niemand würde freiwillig etwas aus Japan kaufen. Doch ich fürchte, der Dreck landet doch wieder in unserem Kochtopf, weil wir eben nicht aufgeklärt werden...
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Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.783
Seit: 26.04.04
Hallo Sonnenblume,

ich denke, wir haben schon Einfluss darauf, was wir kaufen - oder auch nicht.

Wenn man sich an regionale Produkte hält, kann eigentlich kaum etwas aus Japan einfließen...

Liebe Grüße,
Malve

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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Mal eine Nachricht in einem schweizer Forum, die auch aus der Schweiz ist.
3.4.2011 10.49 Uhr



Japan: Kritik an Schweiz
Im Zusammenhang mit der Atomkatastrophe in Fukushima hat der japanische Botschafter in Bern das Verhalten der Schweiz kritisiert.

Die Schweiz habe überreagiert, als sie die Importkontrolle für japanische Produkte verschärft habe. Dasselbe gelte auch für den Beginn der Katastrophe am 11. März, als die Swiss einige Flüge nach Japan abgesagt hatte.

Das sagte Japans Botschafter Komatsu, in der Schweiz in einem Interview mit der Zeitung «Sonntag».


Seit vergangenem Donnerstag dürfen nur noch Lebensmittelsendungen in die Schweiz eingeführt werden, wenn sie von den japanischen Behörden offiziell als unbedenklich deklariert wurden. Auch die EU hat dieses Vorgehen gewählt.
Quelle

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