Kontra Atomkraft! Was sonst!

16.03.11 09:55 #1
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Kontra Atomkraft! Was sonst!

Puistola ist offline
Beiträge: 881
Seit: 06.08.08
Zitat von Juppy Beitrag anzeigen
Du scheinst Dich wohl nicht auszukennen mit der Leistung die diese Voltaanlagen im Jahr in D an Leistung bringen.
Vieleicht sind ein paar Atomkraftwerke mehr, besser, als die Alternative der Solaranlagen ?
Es geht doch gar nicht um die installierte Leistung der Solaranlagen, sondern um deren Verfügbarkeit, insebsondere in Zeiten hohen Verbrauchs, also im Winter.

Die gleiche Solaranlage erstellt in einer trockenen Gegend am Wendekreis produziert die etwa fünffache Menge Energie wie jene auf einer Breite von 50°, und zudem noch in einem feuchten Klima à la Mitteleuropa.

Kapital, um solche Anlagen zu erstellen, ist knapp. Deswegen ist es eine unverantwortliche Verschwendung von Ressourcen, das dort zu tun, wo es zwar sexy wirkt auf dem Hausdach, aber im Vergleich fast nichts bringt.

Wo die Sonne scheint:

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Solar_land_area.png&filetime stamp=20080702012445

Windturbinen an der Küste, Wasserkraftwerke in den Bergen und Solaranlagen dort wo die Sonne scheint.
So einfach ist das.

Der Ersatz der AKWs wird in keiner Weise desavouiert, indem die Solarinvestitionen dort geschehen, wo sie den fünffachen Ertrag bringen:
Diese Energie wird nicht mehr aus Gas oder Öl hergestellt, und demnach kann im Norden die entsprechende elektrische Energiemenge klimaneutral aus Gas hergestellt werden. Bekanntlich funktionieren sowohl Kapital- als auch Luftströmungen global.

Solange der Endverbrauch fossiler Energien das vielfache des Elektrizitätskonsums auf dieser Welt beträgt, sind solche Umlagerungen für Alle ein Gewinn: Fürs Klima, für den Atomausstieg, für die Investoren, egal ob klein oder gross, und nicht zuletzt wird bei gleicher Solarstromproduktion im Süden der Ressourcenverbrauch nur ein Fünftel dessen sein, was im Norden, wo nun mal der Atomausstieg geplant ist, benötigt würde.

Bei einer ums fünffache gesteigerten Effizienz wird der kluge Häuslebauer sich z.B. eine Desertec-Investitions-Urkunde ins Wohnzimmer hängen, statt eine wolkenbeschattete Solaranlage aufs Dach.

Ncht so sexy, aber es bringt ihm mehr (vorausgesetzt, die unglaubliche Marktverzerrung zulasten der kleinen Stromkonsumenten wird in Deutschland endlich zurückgefahren). Jedenfalls bringt es dem Klima und der Substitution von Atomenergie mehr.

Puistola


Ergänzung:
Das ausgesprochen hochnebelarme Basel, immerhin südlich von Freiburg, der sonnigsten Stadt Deutschlands gelegen, erreicht grad mal in 2 Sommermonaten mehr als 200W/m2 Sonneneinstrahlung. Im Winter fällt dieser Wert auf unter 50W/m2, während in Nordafrika die mittlere Jahreseinstrahlung 300W/m2 beträgt.
Quelle:
www.meteosuisse.admin.ch/medialib/documents/de/themenblaetter.Par.0020.File.tmp/globalstrahlung.pdf

Geändert von Puistola (29.01.12 um 15:39 Uhr) Grund: Ergänzung zu Globalstrahlung

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Juppy ist offline
Beiträge: 1.320
Seit: 07.11.09
Was Du da schreibst ist ja auch einleuchtent,
worum es mir geht ist, dass probiert wird die Solaranlagen als Sicherheitsrisiko darzustellen.
Dann probiert man noch die E-Smog-Belastung um von der uns umgebenden Strahlung abzulenken und die Solarbesitzer sind die Bösen.
Nur weil ein paar Depen von Monteure Murks machen und so eine Anlage abfakelt, pötzlich ein Risiko darstellen.
Ob hier das Sinn macht in unserem Land lässt sich drüber streiten.
Fakt ist das sie einiges an Strom liefern, sowie die Windkrafträder auch.
Nur das Problem ist, man kann Strom nicht speichern und darum ist das Angebot aus diesen Energiequellen schon so hoch, Tagsüber, dass sie nicht wissen wohin damit.

Wobei auch Dir klar sein muss, dass der höchste Bedarf Tagsüber ist und nicht Nachts.

Darum werden ja auch so viele Windräder abgeschaltet.
Bei den Solaranlagen, probiert man es nun auf die Panikschiene zu bringen,
dass die Leute ihr Geld woanders anlegen.
Sie sollen einfach die Gelder stoppen für die Zukünftigen Anlagen, dann erledigt sich das von selber.
Aber besser Panik verbreiten, dass ist was mich stört.
Das fast jede Woche vieleicht eine Gasexplosition stattfindet, weil auch ein paar Deppen die Uhr überbrücken wollten oder der Bagger mit der Schaufel ins Rohr haut, das ist normal und redet keiner davon.
Wo jetzt ein Überangebot von Solarzellen vorhanden ist, fällt plötzlich auf wie gefährlich das ist.
Das ist was mir aufstösst und ich von verar.. spreche.
Das was Du sonst aufführtst damit bin ich Deiner Meinung.

Gruss
Juppy

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kopf
immer wieder geht es mir um vermeidung und veränderung .
strommessungen an meiner waschmaschine im off-zustand mit eingestecktem stecker brachte eine Anzeige auf dem messgerät von 6 Watt.
bei einem küchenradio(off-zustand) ergab messung 2watt ,ein weiteres radio(off-zustand) 4watt.
hier gilt es zu intervenieren und es gibt eine ganze reihe probleme weniger.

man stelle sich den Verbrauch vor ,umgerechnet auf die anzahl von bürgern.
1watt pro bürger(80mill.) aufs jahr -ergibt 700.800.00 Kwh.
ca.80 Megawatt ,welche ohne einbuße von wohlstand oder komfort eingespart werden könnten.
1watt ist wenig gerechnet ,pro bürger. meine meinung.
LG

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Juppy ist offline
Beiträge: 1.320
Seit: 07.11.09
Hallo Kopf,
eine sehr interessante Feststellung, die mir schon bekannt ist.
Bei der Waschmaschine ist es der Entstörkondensator der direkt am Eingang liegt und auch bei ausgeschalteten Zustand wirksam ist.
Warum der Hersteller nicht den EIN/AUS-Schalter vor dem Kondensator legt bleibt mir ein Rätsel, damit wäre das Problem gelöst.
So habe ich in meinem Haushalt 20Watt sparen können die irgendwie verbraten werden.
20x24=480Wx365Tage=175200W
das sind 175,2kWx ca.25 cent pro Kilowatt sind 43,8Euro die ich im Jahr spare.
Wenn man davon ausgeht wie viele Hauhalte in D sind, die ähnliche Werte haben, könnte man so manches kleines Kraftwerk einsparen.

Gruss
Juppy

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Puistola ist offline
Beiträge: 881
Seit: 06.08.08
Zitat von Juppy Beitrag anzeigen
worum es mir geht ist, dass probiert wird die Solaranlagen als Sicherheitsrisiko darzustellen.
Dann probiert man noch die E-Smog-Belastung um von der uns umgebenden Strahlung abzulenken und die Solarbesitzer sind die Bösen.
Das ist vollkommener Quatsch. Es wird doch wohl noch erlaubt sein, auf Risiken hinzuweisen, die im Zusammenhang mit der Energieproduktion bestehen. Daraus eine Kampagne gegen Solarstrom zu basteln ist absurd. Da gibt es wahrhaft gewichtigere Elemente, um diesen Unsinn zu stoppen.
Die Wechselrichter sind zwar bestimmt Quellen von allerlei elektromagnetischen Feldern, aber die muss man ja nicht grad im Schlafzimmer aufstellen. Wer über Elektrosmog klagt, sollte nun wirklich nicht in ein Haus mit Kraftwerksdekor auf dem Dach einziehen.
Das Brandrisiko scheint erkannt, also kann man das mit geeigneten Massnahmen minimieren.
Na und?

Sie sollen einfach die Gelder stoppen für die Zukünftigen Anlagen, dann erledigt sich das von selber.
Ja, so einfach ist das. Und die Energie-Firmen können Anleihen auflegen für hocheffiziente Solaranlagen im Süden. Dann kriegen auch grünspiessige Kleinanleger ihren Gewinn aus dem mühsam erarbeiteten Geld, das sie bisher bei Wattenfall, Axpo oder Eon in AKWs inverstiert hatten.

Fakt ist das sie einiges an Strom liefern, sowie die Windkrafträder auch.
Nur das Problem ist, man kann Strom nicht speichern und darum ist das Angebot aus diesen Energiequellen schon so hoch, Tagsüber, dass sie nicht wissen wohin damit.
Auch das kann ich Dir erklären: Solaranlagen und Windturbinen gelten als prestigeträchtig. Die stellt jeder, ob Häuslebauer oder Energiekonzern gerne hin, wenn es genügend vom Staat vergoldet wird, nach dem Motto "Wir tun was".
Übertragunsleitungen, um den produzierten Strom zu den Konsumenten zu bringen, sind hingegen äusserst unpopulär.
Den Atomausstieg kann man mit solch alberner Rosinenpicker-Politik nicht wirklich schaffen. Aber ich bin zuversichtlich, dass einige Leute an den richtigen Stellen den Überblick behalten. Ob die Politik dem folgt, oder ob sie weiterhin populistisch Marktverzerrungen hervorbringt, ist entscheidend dafür, dass der Ausstieg tatsächlich stattfinden wird, oder ob einfach relativ neue deutsche AKWs in einer gigantischen Kapitalvernichtungskampagne geopfert werden zugunsten des Weiterbetriebs von Uralt-Meilern wie Fessenheim oder Betznau knapp an der Landesgrenze.

Aber besser Panik verbreiten, dass ist was mich stört.
Ach, das hat nun wirklich gar nix mit Energiepolitik zu tun, sondern mit der deutschen Gesellschaft. Die wälzt sich lustvoll panisch von der Energiekrise zur Gurkenkrise, guckt zwischendurch mal was Wulffi und Gutti treiben, um die Lust am moralischen Abgründchen zu bedienen, und dann kommt eben wieder mal Griechenland dran und der Euro, dann ist wieder die Energiekrise dran oder irgend ein Antibiotikum, das teurer sei als anderswo und trotzdem nix taugt. Heisse Luft und lächerliches Gezeter, man will sich profilieren.
Etwas mehr Gelassenheit und weniger Kampfgeist und Dauererregung würde ganz gut tun zwischen Rhein und Oder.

Puistola

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alibiorangerl ist offline
Moderatorin
Beiträge: 7.797
Seit: 09.09.08
Wuhu,
tja, gute Nachrichten gehen seit geraumer Zeit im Sumpf der schlechten sowie dem dümmlichen Sedierungs- äh Unterhaltungs-Programm unter -> Die kalte Fusion des Dr. Rossi

Ps: bitte nicht hier in Frage stellen, sondern dort lesen, Link verfolgen, und dort zum Thema diskutieren
__________________
♥liche Grüße, Alibi ORANGERL
{gerechtfertigtes Apfelsinchen}

Hinweis: Moderatoren sorgen für die Rahmenorganisation im Board. Beteiligen sie sich inhaltlich, sollte aus ihrer Moderatorenfunktion keine spezielle fachliche Kompetenz abgeleitet werden.

Geändert von alibiorangerl (05.02.12 um 06:13 Uhr)

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Mike ist offline
Beiträge: 1.855
Seit: 16.02.05
Wenn auch der Kropf namens EU ziemlich viel Mist produziert kann man vielleicht auch mal davon profitieren:

Atomkraftwerk Cattenom: Länder fordern Abschaltung von Frankreichs Pannen-Meiler - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

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Mike ist offline
Beiträge: 1.855
Seit: 16.02.05
und wieder was wo man besser mal Milliarden zur schnellen Entwicklung beisteuern sollte anstatt Sie in "eh schon Pleite" Ländern versickern zu lassen.

Osmosekraftwerk: Grüner Strom aus süßem Wasser - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

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kopf
RWE und Eon stoppen AKW-Projekte in England

RWE und Eon stoppen AKW-Projekte in England | DerWesten

LG

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Mike ist offline
Beiträge: 1.855
Seit: 16.02.05
Technik die wir schon vor 100 Jahren hätten haben können und sicher gut im Umgang damit geworden wären zieht dann mal, mit etwas Verspätung, in unser Leben ein. Umweltfreundlich, hochenergetisch, transportabel und primitivst herzustellen:

Die Wasserstoff-Wende


Warum hier Siemens die Nase vorne hat entzieht sich meines Wissens. Da wird vermutlich wieder auf höchster Ebene bestochen und hinter verschlossenen Türen Verträge unterschrieben das die Pseudo-Demokratie wankt...

Langsam müsste, aus meiner Sicht, mal der Fahrplan "Wasserstoffgesellschaft" mit allen Optionen auf den Tisch. Denn auch Autos würden damit fahren. Der Energieträger Wasserstoff wäre ansich klasse in allen energetischen Verbrennungsgeschichten. Ob es nun der Rasenmäher, der Schneidbrenner, die Ballonfahrt oder der Kartuschenbrenner ist, wäre das eine tolle und bahnbrechende Sache wenn da als Abfallprodukt ein paar Tropfen Wasser anstelle karzinogener Monoxyde anfallen. Wieviele Selbstmorde wären erschwert worden wenn aus dem Auspuff nur Wasser tropfen würde ?

Geändert von Mike (01.04.12 um 09:36 Uhr)


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