Kontra Atomkraft! Was sonst!

16.03.11 09:55 #1
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Kontra Atomkraft! Was sonst!

Mike ist offline
Beiträge: 1.855
Seit: 16.02.05
Wir bauen also mit Geld das wir nicht haben, Waffen die wir nicht brauchen um dann damit Personen zu töten die wir eigentlich mögen und die für Frieden und Freiheit kämpfen.

Das alles machen Menschen die wir nicht mögen mit Geld das Sie uns klauen um Ideale zu verwirklichen die wir nicht brauchen.

Das finde ich stark ! Das sollte so auf einer Gedenktafel in jeder Stadt stehen.

Auf was für einem megaprimitiven Planeten bin ich hier eigentlich gestrandet ?

Geändert von Mike (20.04.11 um 15:40 Uhr)

Kontra Atomkraft! Was sonst!

KlausMenzel69 ist offline
Gesperrt
Beiträge: 94
Seit: 20.02.11
Wir bauen also mit Geld das wir nicht haben, Waffen die wir nicht brauchen um dann damit Personen zu töten die wir eigentlich mögen und die für Frieden und Freiheit kämpfen.

Das alles machen Menschen die wir nicht mögen mit Geld das Sie uns klauen um Ideale zu verwirklichen die wir nicht brauchen.

Das finde ich stark ! Das sollte so auf einer Gedenktafel in jeder Stadt stehen.

Auf was für einem megaprimitiven Planeten bin ich hier eigentlich gestrandet ?

Dem passe ich mich an! So ist es. Und nicht anders.

Die Menschen aller Völker wollen eigentlich in Frieden miteinander leben, doch die Chefs der jeweiligen Länder wollen nur Ihre Macht ausbauen. Sie selber würden ja nie in den Krieg ziehen wollen.

Das Geld ist eh nichts wert, da sind wir voll verarscht worden.

Was wirklich helfen würde wäre, wenn alle Menschen Ihre Obrigkeiten einfach ignorieren würden. ... hahaha

Am besten den Reichstag umstellen und keinen mehr reinlassen....aber das geht dann wie Stuttgart aus....

Gruß
Klaus

Kontra Atomkraft! Was sonst!
Clematis
Hallo,

der BUND hat einen Maßnahmenkatalog zusammengestellt, der den AKW-Ausstieg schon 2014 ermöglicht. PDF hier:
http://www.bund.net/fileadmin/bundne...rtausstieg.pdf

Die Regierung will derzeit hingegen nur die Laufzeitverlängerungen verkürzen...

Grüße,
Clematis23

Kontra Atomkraft! Was sonst!
Clematis
Hallo nicht der papa,

wo hier ein Zusammenhang von Uranmuniton mit der Globalisierung sein soll, erschliesst sich mir nicht.
Der Zusammenhang wird ersichtlich, wenn man folgende Punkte bedenkt:

1. Uranmunition wird aus dem "Abfall" der Brennstäbe aller AKWs hergestellt.

2. Der Handel mit Uran funktioniert weltweit und Uran wird immer teurer.

3. Das Atommüll-Problem besteht damit ebenfalls weltweit.

4. Findet man eine Verwendung für den Atommüll -hier für Uranmunition- verringern sich die Müllberge der AKWs.

5. Munitionsherstellung ist teuer, aus Uranmüll wird es viel billiger.

6. Uranabfall für Munition verkaufen verschafft den Müllproduzenten Einnahmen und verringert die Kosten für Müllagerung.

7. Die Militärs freuen sich über eine extrem wirksame Waffe - ebenfalls weltweit.

8. Die Eingriffe in Irak, Afghanistan, Kosovo, Libyen, die nach menschlichem Ermessen von den Großmächten ganz bewußt durch Provokationen erst möglich wurden (uns erzählte man was von Schutz der Menschenrechte - alles gelogen), um wirtschaftliche Interessen durchzusetzen, sind ebenfalls Teil der Globalisierung: Kontrolle über Ressourcen erlangen.

9. Der angeblich nicht existierende genetische, gesundheitliche Schaden bei den jeweiligen Bevölkerungen dieser Länder, wird nicht nur in Kauf genommen, sondern ist beabsichtigt. Wer glaubt, daß die Militärs, Politiker nicht genau wüßten, was Uranmunition für Schäden anrichtet, der glaubt auch an den Osterhasen.

10. Sind die Völker durch Uranmunition stark geschädigt: gesundheitlich und genetisch, wird es keine Gesunden mehr geben, die die Kraft haben sich gegen die Besatzung durch die ausländischen Mächte zu wehren. Die USA haben im Irak schon seit Jahren angekündigt, daß sie ihre großen Militärstützpunkte dort nicht aufgeben werden, trotz irakischen Widerstandes.
Das Verklappen und Versenken von Atom- und Giftmüll aller Art ausgerechnet vor den Küsten von Entwicklungsländern geht in die gleiche Richtung: z.B. Nigeria und Erdöl usw.

11. Mit diesem Vorgehen, das man nur noch Genozid nennen kann, werden diese Länder entvölkert und Schwupp haben die USA, GB und anderen Industrieländer, die im Hintergrund an diesem Vorgehen ebenfalls mitwirken, die vollständige Kontrolle über die heißersehnten Ressourcen und Ländereien, seien es nun Bodenschätze, Erdöl, Raum für Pipelines oder anderes.

12. Das paßt auch wunderbar zu den echten Zielen (nicht den öffentlich bekundeten) von Weltbank, IWF, WTO usw. Freier Handel und freier Zugang zu allen Ressourcen, ALLEIN ZUM WOHLE DER INDUSTRIELÄNDER!!!

13. Dabei muß auch berücksichtigt werden, daß die Konzerne international auf allen Ebenen verflochten sind, auch mit dem militärischen Apparat, die Atomindustrie ist natürlich Bestandteil dieses Konglomerats. Letztere liefert ganz billig die durchschlagskräftigste und über Jahrzehnte oder Jahrhunderte weiter tötende Munition...

Für einen normalen Menschen bedeutet Globalisierung im ursprünglichen Wortsinne, daß die Menschheit sich global austauscht, Kontakte knüpft, ein Miteinander in Freundschaft entwickelt, indem man sich kennen lernt, die Kultur des Anderen verstehen lernt, Wissen und Güter in einem fairen Handel austauscht.

Nicht so für die politischen und industriellen Vertreter der Globalisierung. Für diese bedeutet sie, daß sich alle Länder dem Raubtier-Kapitalismus bzw. Neo-Liberalismus der Stärkeren zu unterwerfen haben, sich bis aufs Blut aussaugen zu lassen und zu allem ja und amen zu sagen, was die Industrieländer ihnen vorschreiben. "Schöne" neue Welt!

UND bei dieser Form der Globalisierung wird auch keinerlei Rücksicht auf die eigene Bevölkerung in den Industrieländern selbst genommen. Das erleben wir jetzt wieder gerade sehr eindringlich - Merkel und Co. lavieren, den AKW-Ausstieg gilt es aus Sicht der AKW-Betreiber zu verhindern, denn ihnen würden Hunderte Milliarden Euro abhanden kommen, nicht so sehr aus dem Erlös des Energieverkaufs, vielmehr die Milliarden Fördergelder aus dem Staatssäckel.

Das Atomgesetz, das bereits in den 1950ern erstellt wurde, sorgt dafür, daß sie keinerlei Konkurs- und Haftungsrisiko übernehmen müssen, der Bau subventioniert wird. Diese Lasten trägt der Staat bzw. wir alle. Der Staat fördert somit die Atommüllproduktion und als Folge die Produktion von Uranmunition und deren Verwendung zur widerrechtlichen Aneignung von Ressourcen, womit sich der Kreis wieder geschlossen hat.

Gruß,
Clematis23

Geändert von Clematis (20.04.11 um 19:10 Uhr)

Kontra Atomkraft! Was sonst!
Clematis
Auf was für einem megaprimitiven Planeten bin ich hier eigentlich gestrandet ?
Hallo Mike,

Mit Milliarden Galaxien in unserem Universum liegt die Vermutung nahe, daß es dort irgendwo noch intelligente Wesen gibt. Unser Versuch diese ausfindig zu machen sind bisher gescheitert.

Diese Wesen, sofern es sie gibt, werden sich hüten mit der irdischen Menschheit Kontakt aufzunehmen - viel zu primitiv und mörderisch veranlagt. Für sie gilt es eine Kontamination mit uns um jeden Preis zu verhindern!

Gruß,
Clematis23

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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Dein Denkfehler besteht mMn. darin, dass die alle selbst so viel abgereichertes Uran haben, dass sie keines kaufen müssen, sondern in allen Ländern mit AKWs reichlich auf Halden in Fässern lagert. Das sollen noch mehr als 1 Million Tonnen sein.


Ganz abgesehen davon, dass Waffenhandel immer ein schmutziges Geschäft ist, oft heimlich stattfindet und schon ewig sogenannte Stellvertreterkriege auf fremden Böden stattfinden, können die Länder so prima ihren eigenen Atommüll entsorgen.

Dazu mal ein paar Details über die Bandbreite atomarer Waffen, die ich gerade erst entdeckt habe.

Wenn also die Forderung nach Schließung aller Atomkraftwerke erhoben wird, muss zumindest in gleichem, wenn nicht in weitaus höherem Maß die Forderung nach atomarer Abrüstung erhoben werden.

Zur Untermauerung dieser Forderung einige nähere Fakten zum derzeitigen Stand der Kernwaffen:
Strategische Kernwaffen sind Kernwaffen mit großer Sprengkraft, die nicht auf dem Gefechtsfeld eingesetzt werden, sondern Ziele im gegnerischen Hinterland zerstören sollen, wie z. B. ganze Städte oder Raketensilos von Interkontinentalraketen. Ihre Sprengkraft reicht vom Kilotonnenbereich bis zu theoretisch über 100 Megatonnen TNT bei der Wasserstoffbombe. Die Nukleare Triade besteht aus Interkontinentalraketen, U-Boot-gestützten ballistischen Raketen und strategischen Bombern. Die Verteilung der Kernwaffen auf mehreren Plattformtypen soll die Schlagkraft einer Nuklearmacht im Konfliktfall sicherstellen.

Strategische Kernwaffen sind:

* freifallende Kernbomben, die von Flugzeugen (meist Langstreckenbombern) direkt auf das Ziel abgeworfen werden;
* landgestützte Interkontinentalraketen (ICBM) mit nuklearem Sprengkopf, die in Silos oder mobil auf dem Festland stationiert sind;
* landgestützte Mittelstreckenraketen (MRBM, IRBM) mit nuklearem Sprengkopf, die in Silos oder auf mobilen Abschussrampen montiert sind. Ein besonderes Problem dieser Waffen ist die extrem kurze Flug- und damit Reaktionszeit von nur wenigen Minuten. Sie gelten deshalb als besonders anfällig für das unbeabsichtigte Auslösen eines Atomschlages, da nach radargestützter (Fehl-)Erkennung einer solchen Rakete praktisch keinerlei Zeit bleibt, politische Entscheidungsprozesse auszulösen. Beispiele für diese Raketen sind die in den 1950er Jahren von den USA in der Türkei stationierten Jupiter-Raketen und jene Raketen, die die UdSSR auf Kuba stationieren wollte – was damals die Kubakrise auslöste. Derartige Waffen werden heute lediglich noch von solchen Staaten stationiert, denen die Technik von Interkontinentalraketen fehlt, wie Pakistan oder Israel.
* U-Boot-gestützte ballistische Raketen (SLBM) mit nuklearem Sprengkopf; * luftgestützte ballistische Raketen (ALBM) mit nuklearem Sprengkopf, gestartet von Flugzeugen;
* Marschflugkörper (Cruise Missiles) mit nuklearem Sprengkopf, die von Flugzeugen (ALCM), Kriegsschiffen oder U-Booten abgefeuert werden können, sind vorwiegend für den "taktischen" Einsatz vorgesehen.

Eine Rakete kann je nach Bauart auch mehrere nukleare Sprengköpfe transportieren (sogenannte MIRV-Bauweise, Multiple Independently targetable Re-entry Vehicle) und so Radien von mehreren Hundert Kilometern verwüsten.

Taktische Kernwaffen

Taktische Kernwaffen (auch nukleare Gefechtsfeldwaffen genannt) sollen ähnlich wie konventionelle Waffen zur Bekämpfung gegnerischer Streitkräfte eingesetzt werden. Ihr Wirkungskreis und in der Regel auch die Sprengkraft sind deutlich geringer als bei strategischen Waffen. Die kleinste taktische Atomwaffe im Truppendienst hat eine Sprengkraft von circa 0,3 kT. Der geringe Wirkradius soll einen Einsatz relativ nahe an den eigenen Positionen erlauben.

Taktische Kernwaffen gab und gibt es in verschiedenen Formen:

* Nukleare Artilleriegranaten, die von konventionellen Artilleriegeschützen verschossen werden können, siehe M65-Geschütz, später Panzerhaubitze M109;
* Infanteriegranaten mit Treibsatz (RPG), siehe Davy Crockett;
* Taktische Boden-Boden-Raketen kurzer Reichweite (z. B. Honest John, FROG, Lance);
* Atomic Demolition Munitions, umgangssprachlich 'Atomminen';
* nukleare freifallende Bomben;
* Luft-Luft-Raketen zur Bekämpfung von Flugzeugen, etwa die AIM-26 Falcon;
* Boden-Luft-Raketen (z. B. Bomarc, Nike) zur Bekämpfung von Flugzeugen;
* Raketen zur U-Boot-Abwehr;
* nukleare Wasserbomben zum Einsatz gegen U-Boote;
* nuklear bestückte Torpedos (etwa der sowjetische Schkwal-Torpedo);
· nuklear bestückte Seezielflugkörper, um mit einem Schlag ganze Trägergruppen ausschalten zu können

Die Bezeichnung „taktisch“ ist insofern verharmlosend, als bereits diese Waffen schwerste Zerstörungen anrichten und erhebliche Radioaktivität freisetzen können, was im Kriegsfall verheerende Auswirkungen hätte. Bei der NATO-Nuklearstrategie "Flexible Response" wurde davon ausgegangen, dass der Einsatz taktischer Kernwaffen kontrollierbar sei. Erwiesen sich konventionelle Kampfmittel als zu schwach, würde der Gebrauch taktischer Kernwaffen die Abwehr von Angriffen auf NATO-Gebiet ermöglichen, ohne dass die Auseinandersetzung zu einem umfassenden nuklearen Schlagabtausch (sog. "all-out war") eskalieren müsste. Auf sowjetischer Seite wurde diese Theorie von Anfang an verworfen. Man hielt eine Begrenzung für unmöglich, sobald es einmal zum Einsatz von Kernwaffen gekommen wäre.

Spezielle Kernwaffen

1. Neutronenbomben

Neutronenbomben sind taktische Kernwaffen, die im Vergleich zur herkömmlichen Bauweise eine geringere Sprengkraft (etwa 1 kT), aber eine stärkere Neutronenstrahlung erzeugen.

Man versprach sich davon vor allem eine erhöhte Effektivität gegen gepanzerte Streitkräfte: Für die Zerstörung von Panzern muss eine Bombe normalerweise in der unmittelbaren Umgebung explodieren, da die Panzerung einen Schutz gegen Druck und Hitze bietet. Gegen Neutronenstrahlung hingegen schützt sie kaum, da Neutronen auch schwere Materialien nahezu ungehindert durchdringen. Die Explosion einer Neutronenbombe könnte daher die Besatzung eines Panzers augenblicklich töten, ohne den Panzer selbst zu vernichten. Allerdings erzeugt die Neutronenstrahlung im Zielgebiet sekundäre Radioaktivität, so dass das Gelände und dort verbliebenes Material dauerhaft unbrauchbar gemacht werden würden. Daneben können Neutronenbomben verwendet werden, um gegnerische Kernwaffen (z. B. anfliegende Raketen) durch Zerstören der Zünd- oder Steuerelektronik unbrauchbar zu machen.

Entwicklung und Stationierung von Neutronenbomben, auch in Deutschland, wurden anfangs so begründet, dass ein damit geführter Krieg selbst bei der größeren benötigten Anzahl von Explosionen Land und Infrastruktur weniger verwüste als herkömmliche Kernwaffen. Modellrechnungen zeigten aber bald, dass dieses in der Praxis kaum zuträfe. Denn in dem wirksam bestrahlten Gebiet wäre bereits die Druck- und Hitzewirkung tödlich, auch Gebäude und Anlagen würden zerstört und das Material durch Einfang radioaktiv. Eine „saubere“ Alternative zu klassischen Atombomben würde somit nicht erreicht.

Weiterhin wurde kritisiert, dass der Tod durch eine Neutronenbombe besonders unmenschlich sei. Menschen, die starken Neutronenstrahlen ausgesetzt sind, würden einen qualvollen und langsamen Tod sterben. Opfer würden mehrere Wochen lang unter Haarausfall, Lähmung, Verlust der Sinneswahrnehmung und Artikulationsfähigkeit, Spasmen, unkontrolliertem Durchfall und Flüssigkeitsverlust leiden, bis sie schließlich sterben. Diese auftretenden Symptome wurden von der Anti-Atom-Bewegung benutzt, um das Bild der „sauberen Bombe“ öffentlich in Frage zu stellen.

Darüber hinaus wurde argumentiert, durch die Neutronenbombe werde die Einsatzschwelle von Kernwaffen herabgesetzt und damit das Risiko einer Eskalation zum Krieg mit stärkeren nuklearen Bomben erhöht.

In den USA wurden seit 1974 etwa 800 Neutronensprengsätze gebaut. Die letzten Neutronenbomben wurden angeblich 1992 offiziell verschrottet.

2. Mini-Nukes

Sogenannte Mini-Nukes sind Kernwaffen mit einer Sprengkraft unter fünf Kilotonnen. Die neue Forschung über kleine, technisch hoch entwickelte Kernwaffen ist in den USA geplant. Der US-Senat hob im Mai 2003 ein 10 Jahre altes Verbot der Entwicklung von Mini-Nukes auf. Diese Entscheidung wurde im Kongress durch eine Resolution geschwächt, welche die Forschung erlaubt, jedoch ein Verbot der Entwicklung oder Herstellung neuer Atomwaffen mit geringer Sprengkraft beibehält. Kofferbomben, beispielsweise zum Einsatz durch Geheimdienste oder Terroristen, wurden beschrieben und werden auch auf dem High Energy Weapons Archive vorgestellt; dort wird aber auch betont, dass die physikalische Umsetzbarkeit mehr als zweifelhaft ist (beispielsweise wären zu hohe Mengen an konventionellem Sprengstoff zur Zündung nötig gewesen). Andererseits lag bereits das Gewicht des amerikanischen W-54-Gefechtskopfs zum Davy-Crockett-Leichtgeschütz bei nur 23 Kilogramm. Die eiförmige Waffe aus den 1950er Jahren hatte einen Durchmesser von nur etwa 27 cm bei 40 cm Länge und erreichte eine maximale Sprengkraft von etwa 1 kT.

3. Bunkerbrecher

Nukleare bunkerbrechende Waffen sollen tief in die Erde eindringen, um unterirdische und gehärtete Bunker zu zerstören. Es ist ausgeschlossen, dass die Bomben, aus der Luft abgeworfen, tief genug unter die Oberfläche eindringen und die Explosion vollkommen unterirdisch abläuft. Somit wird ein Bombenkrater erzeugt und hochradioaktives Material wird in die Luft ausgeworfen. Ebenso sind durch die erzeugten Erschütterungen großflächige Zerstörungen um das eigentliche Ziel herum zu befürchten. Es gibt im US-Arsenal bereits eine »Bunker Buster«: die B-61-11, die laut des im Januar 2002 veröffentlichten Überprüfungsberichts (Nuclear Posture Review, NPR) der US-Atomwaffenpolitik eine Sprengkraftgröße von mehr als fünf Kilotonnen hat und damit keine »Mini-Nuke« ist. Diese Waffe dringt aus einer Höhe von gut 13.000 Metern nur bis zu sieben Meter in die Erde und 2–3 Meter in gefrorenen Boden ein. Die USA haben etwa 50 dieser Bomben zur Verfügung.

Kernwaffen in Europa

Die in Europa gelagerten Kernwaffen sind nach Ende des Kalten Krieges drastisch reduziert worden. Auf den europäischen Luftwaffenstützpunkten sind von 1990 bis 1996 rund 208 Kernwaffensilos der NATO gebaut worden. Ursprünglich waren hierfür 438 NATO-Bunker vorgesehen, die aber nicht mehr benötigt wurden. Die von den US-Streitkräften kontrollierten Bunker für Bomben, die im Ernstfall den NATO-Streitkräften zur Verfügung standen, waren nicht alle bestückt worden. Bis 1998 hatte Großbritannien sein Arsenal an Fallbomben auf den Stützpunkten abgebaut. Ab 1996 wurden dann die weiteren Arsenale geleert.

Die USA und Großbritannien lagerten während des Kalten Krieges bis zu 5.000 Kernwaffen in deutschen Bunkern, darunter das für den Einsatz innerhalb Deutschlands bestimmte Zebra-Paket. Es wird vermutet, dass heute in Europa im Rahmen der nuklearen Teilhabe schätzungsweise 480 Nuklearwaffen gelagert sind, davon 20 auf dem deutschen Fliegerhorst Büchel. Dort trainiert die Luftwaffe im Rahmen der nuklearen Teilhabe den Einsatz von Kernwaffen durch Jagdbomber vom Typ Tornado. Die deutschen Luftwaffenstützpunkte in Memmingen und Nörvenich verfügten schon ab 1995 über keinerlei Kernwaffen mehr. Auch wird davon ausgegangen, dass die 130 Sprengköpfe aus der Ramstein Air Base abgezogen wurden.

Die beiden westeuropäischen Atommächte Großbritannien und Frankreich begannen bereits in den 1960ern bzw. 1970ern Teile ihrer Arsenale auf seegestützte Systeme umzustellen. Beide Staaten unterhalten heute je vier ballistische Atom-U-Boote, von denen jedes mit jeweils 16 Atomraketen ausgestattet werden kann. Frankreich hält lediglich noch 60 Sprengköpfe zum Einsatz durch Bomber bereit, Großbritannien verfügt seit dem Jahr 2000 ausschließlich über seegestützte Systeme. Infolge dieser Veränderung wurde auch die Anzahl der Lagerstätten auf Luftwaffenstützpunkten reduziert. Die seegestützten Sprengköpfe machen heute den größten Teil der in Europa stationierten Atomwaffen aus. Die britischen Sprengköpfe werden komplett in der Marinebasis Clyde gelagert, die französischen in Brest.
NATO-Luftwaffenstützpunkte mit Kernwaffen

Großbritannien: Lakenheath, Marham, Wittering
Niederlande: Volkel
Belgien: Kleine Brogel
Deutschland. Fliegerhorst Büchel (elf WS3-Lagersysteme für 22 Bomben B-61); Ramstein Air Base (elf WS3-Lagersysteme für 22 Bomben B-61, z.Zt keine Waffen gelagert)
Italien: Aviano (achtzehn WS3-Lagersysteme für 36 Bomben B-61), Ghedi-Torre (elf WS3-Lagersysteme für 22 Bomben B-61)
Griechenland: Araxos (angeblich geschlossen)
Türkei: Balıkesir (sechs Unterflurdepots, z.Zt keine Waffen gelagert), Incirlik Air Bas, Murted (sechs Unterflurdepots, z.Zt keine Waffen gelagert)

Aktueller Stand der Atomwaffen

Die fünf ständigen Mitglieder des Weltsicherheitsrats (China, Frankreich, Russland, Großbritannien, USA) gelten als offizielle Atommächte. Sie sind im Atomwaffensperrvertrag als Staaten mit Kernwaffen aufgeführt. Zwei Staaten haben bislang ihre Anzahl Sprengköpfe öffentlich gemacht. Allerdings beziehen sich diese Zahlen lediglich auf die einsetzbaren Sprengköpfe, nicht auf deaktivierte.

* Großbritannien: 225
* USA: 5113

Die genaue Anzahl der nuklearen Gefechtsköpfe ist oft unklar und muss geschätzt werden. Die "Federation of American Scientists" gab für 2009 folgende Zahlen bekannt: * China: ≈ 180
* Frankreich: ≈ 300
* Großbritannien: ≈ 160
* Russland: ≈ 13.000 (4.830 operativ)
* USA: 9.400 (2.700 operativ)

Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea sind nicht im Atomwaffensperrvertrag aufgeführt, besitzen aber trotzdem Kernwaffen und Trägersysteme (Zahlen für 2008):p> * Indien: ≈ 50
* Israel: ≈ 80
* Pakistan: ≈ 60
* Nordkorea: Die Stiftung Carnegie Endowment for International Peace gab für 2007 folgende Angaben im Proliferation-Report heraus:

* China: 410
* Frankreich: 350
* Großbritannien: 200
* Russland: ≈ 16.000
Vereinigte Staaten: ≈ 10.300

sowie

* Indien: ≈ 75 bis 110
* Israel: ≈ 100 bis 170
* Pakistan: ≈ 50 bis 110

Die Vereinigten Staaten gaben im Mai 2010 die Anzahl ihrer einsatzbereiten nuklearen Sprengköpfe mit Stand vom September 2009 mit 5.113 an. Im Jahr 1967 seien es noch 31.255 Sprengköpfe gewesen.

Das Vereinigte Königreich gab Ende Mai 2010 die vollständige Anzahl seiner Sprengköpfe ab. In einer Fragestunde gab der britische Außenminister William Hague bekannt, dass das Land über 225 Kernwaffen verfüge. Damit änderte die britische Regierung ihre traditionelle Haltung, ausschließlich die Anzahl der einsatzbereiten Sprengköpfe bekanntzugeben.

Obwohl lange Zeit nicht von offizieller Seite bestätigt, gilt es als unstrittig, dass auch Israel seit den 1970er Jahren im Besitz von Kernwaffen ist. Weiterhin hat Premierminister Olmert am 12. Dezember 2006 innerhalb eines Interviews Israel als ein Land aufgezählt, das Atomwaffen besitzt. Mordechai Vanunu hat die Welt vom israelischen Kernwaffenprojekt unterrichtet, nachdem er am Dimona-Reaktor arbeitete. Am 11. Dezember 2006 gab der israelische Ministerpräsident Olmert gegenüber dem deutschen Sender Sat.1 zu, dass Israel eine Atommacht sei. Dieses wurde jedoch später von ihm wieder dementiert. Zuvor gab es Proteste in In- und Ausland als Reaktion auf diese Aussage. Im Januar 2007 meldeten iranische Medien, Israel plane einen atomaren Angriff auf den Iran, was von Tel Aviv dementiert wurde.
KomInform: Hans Heinrich Fehlmann: Atomare Abrüstung jetzt !
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

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Manno ist offline
Beiträge: 1.141
Seit: 09.09.08
Zitat von Clematis23 Beitrag anzeigen
Hallo nicht der papa,
wo hier ein Zusammenhang von Uranmuniton mit der Globalisierung sein soll, erschliesst sich mir nicht.
Der Zusammenhang wird ersichtlich, wenn man folgende Punkte bedenkt:
Huch - Du traust Dich was, aber es war mal wieder besser, wie ich es hätte beschreiben können. Ich weiß nur nicht, ob es so klug war es so deutlich auszusprechen. Selbst wollte ich ursprünglich mit den Worten eines berühmten deutschen Philosophen antworten:

Ich diskutiere nicht über eine Institution, die sich als Stellvertreter Gottes ausgibt, ihre eigene Ansicht als Dogma in den Raum stellt, keine anderen Meinungen duldet und Andersdenkende mit Hilfe ihres Strafrechts auf dem Scheiterhaufen verbrennt ...
In der BRD werden pro Jahr 8.000 Strafverfahren wegen "Propagandadelikten" eingeleitet. Zusammen müssen deswegen tausende von Jahren Gefängnis abgesessen werden. Mal abgesehen davon, daß jeder Monat den Steuerzahler 5.000 € kostet, so sitzen im "neuen Deutschland" mehr "Politische" hinter Gittern, als die Stasi in den letzten Jahren der DDR im Knast "verwahren" konnte. Man muß dazu nicht einmal rechtsradikale Parolen verbreiten. Es reicht ja schon aus, wenn man irgendwas unterstellt, leugnet, verharmlost, nicht glaubt, Vorgänge anzweifelt, oder ähnliches. Und dann gäbe es da ja auch noch die Forenregeln, die alles mögliche und unmögliche verbieten können. Irgendeine Beobachtungsinstanz wird mich daraufhin bestimmt beim Admin als Volksverhetzer melden. Nee, nee - das war mir die Sache nicht wert.

Ich würde es übrigens begrüßen, wenn Du hier noch etwas länger im Forum schreiben würdest.


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Manno ist offline
Beiträge: 1.141
Seit: 09.09.08
Zitat von Mike Beitrag anzeigen
Wir bauen also mit Geld das wir nicht haben, Waffen die wir nicht brauchen um damit Personen zu töten die wir offiziell mögen und die für Frieden und Freiheit kämpfen. Das alles machen Menschen die wir nicht mögen mit Geld das Sie uns klauen um Ideale zu verwirklichen die wir nicht brauchen.
Weil's mir auch gefallen hat, mußte ich's noch mal zitieren ;-)

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Difi ist offline
Beiträge: 4.051
Seit: 28.04.09
Mir gefallen die Sätze auch.....sollte sich jeder ausdrucken oder als Ostergruß weiter senden.

LG, Difi
__________________
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt! -- Einstein --

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Mike ist offline
Beiträge: 1.855
Seit: 16.02.05
Also, Manno,

das was oben steht ist noch harmlos... aber wenn man schreiben würde, das Deutschland zwar etliche konventionelle Waffen als ächtungswürdig einstuft aber bei Uranmunition wohl eine Auge zudrückt und Deutschland auch noch "Schützenhilfe" gibt indem es der verteilenden Nation Start- und Landerechte auf eigenem Boden einrichtet... dann würde es haarig werden ! Denn damit würde man ausdrücken das sich Deutschland im Prinzip am oben genannten Genozid indirekt beteiligt ! Das würde ein sehr sehr schlechtes Licht auf die Entscheidungsträger und Politiker in unserem Land werfen und das könnte man dann politisch verfolgen. Aber da das ja keiner macht wird wohl nix passieren !


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