Kontra Atomkraft! Was sonst!

16.03.11 09:55 #1
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Kontra Atomkraft! Was sonst!

Nischka ist offline
Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Mich erreichte gerade eine Mail, bei der es mir sehr am Herzen liegt, sie hier zu veröffentlichen.



Liebe an einem gesunden Leben interessierte Menschen!

Radioaktive und elektromagnetische Verseuchung unseres Planeten

"Der bevorstehende Schaden nimmt apokalyptische Ausmaße an. In den vier betroffenen Reaktoren lagert, verglichen zum Tschernobyl-Reaktor, der vor 25 Jahren in der Ukraine explodierte, mindestens die 120-fache Menge an radioaktivem Material. Dazu kommt noch die circa dreifache Menge der ausgedienten Brennelemente in den jeweiligen Abklingbecken, die ebenfalls ständig gekühlt werden müssen. Ohne Kühlung kommt es auch hier zu Bränden und zur Schmelze.", so aktuell das Umweltinstitut München auf der Startseite ihrer Website.

Es ist ganz furchtbar, was hier geschieht und wir Menschen kriegen deutlichst vorgehalten, wohin der Weg führt, wenn wir mit nicht beherrschbaren Technologien "spielen"...

Gegen die aktuelle atomare Katastrophe in Japan scheint der Mobilfunk ein "Pippifax" zu sein... Ich möchte trotzdem einmal auf die Verbindung dieser beiden "strahlenden Energien" hinweisen. Eine Verbindung, die wohl auch den meisten Atomkraft-Gegnern nicht bewußt ist:

"Die Schädigungen, die von radioaktiver Strahlung ausgehen, sind identisch mit den Auswirkungen von elektromagnetischen Wellen. Die Schädigungen sind so ähnlich, dass man sie nur schwer unterscheiden kann."
Prof. Dr. Heyo Eckel, Radiologe, Univ. Göttingen, stellv. Vorsitzender des Ausschusses Gesundheit und Umwelt der Bundesärztekammer, Vorsitzender der niedersächsischen Landesstiftung für "Tschernobyl-Kinder", im Interview mit der Schwäbischen Post (7. Dez. 2006). (Quelle: Zitate zu Gesundheit <http://www.diagnose-funk.ch/aktuell/zitate/zitate-zu-gesundheit/index.php> )

Für den Betrieb der Mobilfunksendemasten werden unglaubliche Strommengen benötigt. In den nächsten Jahren sollen noch viele tausend Mobilfunk-Sender aufgebaut werden. Vielleicht will man keinen Ausstieg aus der Kernernergie, weil man den Strom für eine weitere Risiko-Technologie, nämlich den Mobilfunk, braucht? Gibt es Verbindungen zwischen der Atomkraft- und der Mobilfunk-Branche?

Die Mobilfunk-Bürgerinitiative Stuttgart-West hat kürzlich folgendes aufgezeigt:

"So wie wir über die Risiken der Atomtechnologie angelogen wurden, werden wir über die Risiken der Mobilfunkstrahlung angelogen. Es sind überall die gleichen unverantwortlichen Manager. Das AKW in Fukushima wurde vom französischen Konzern AREVA gebaut. Die Vorstandsvorsitzende von AREVA, Anne Lauvergeon , sitzt auch im Vorstand von Vodafone, vorher war sie beim Mobilfunkkonzern Alcatel."

Die Natur wird sich wohl, im Gegensatz zur radioaktiven Verseuchung, erholen, wenn man die Mobilfunk-Sender abschaltet, aber die Schäden im menschlichen Körper durch die Mikrowellenstrahlung des Mobilfunks sind ebenfalls nicht mehr rückgängig zu machen.

Und so stehen die "Umweltschützer" in den Menschenketten (die ich begrüße): Die Atomkraft-Gegner, mit ihren eingeschalteten Handys in der Tasche und wissen nicht wirklich, was sie damit tun... Auch Campact hat zum wiederholten Male zu den Menschenketten mithilfe von Handy-Werbung zum Protest gegen Atomkraft aufgerufen. "Scheuklappen-Umweltschutz"...?

Und wenn man von dem Militärprojekt "HAARP" weiß und darüber informiert ist, dass man mit elektromagnetischen Wellen Tsunamis und Erdbeben auslösen kann, dann kann man nur hoffen, dass das in Japan kein (missglücktes) Experiment war... Denn das Beben kam untypisch und unerwartet, so schreibt Spiegel-online:

+++ Forscher: Beben war nicht vorauszusehen +++ [07.01 Uhr] Das Erdbeben in Japan und der Tsunami waren nach Angaben des Geoforschungszentrums (GFZ) in Potsdam unmöglich vorauszusagen. Das GFZ erklärte nach Auswertung von Messdaten, das Beben der Stärke 9,0 sei zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt gekommen. Zwei Tage zuvor hatte die Erde mit einer Stärke von 7,2 gebebt. Dem GFZ zufolge folgen auf ein Beben dieser Stärke so schnell keine noch heftigeren Erdstöße. GFZ-Forscher berechneten zudem die Verschiebung der Erdplatten, die Auslöser des Bebens waren. So schob sich die Nordpazifische Erdplatte unter die Nordamerikanische Platte, wobei die Nordamerikanische vier bis sieben Meter nach oben sprang. Dieser Ruck bewegte Wassermassen im Pazifischen Ozean und löste den Tsunami aus. Die beiden Platten drückten auf einer Länge von rund 400 Kilometern gegeneinander. Im GFZ überwachen Forscher Erdbeben auf der ganzen Welt in Echtzeit, indem sie Daten von etwa 600 Messstationen beziehen.

(Quelle: +++ Liveticker +++: Japan testet Nahrungsmittel auf Verstrahlung - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama <http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,751401,00.html> )

So hoffe ich, dass all´ die Atomkraft-Gegner endlich einmal ihren Blick über den Tellerrand erheben und merken, dass es leider noch mehr Risiko-Technologien gibt, als diesen "Atomkraft-Wahnsinn"...

Liebe Grüße von einer Atomkraft-, Gentechnik-, Nanotechnologie- und Mobilfunk-Gegnerin aus dem Allgäu A. Kern

„Wir greifen in den Kosmos ein und die Natur schreit wild zurück.“ (Hildegard von Bingen)


Anmerkung von mir:
Das ganze "Stromspar"-Debakel scheint mir bzgl. Energiesparlampen und anderer Maßnahmen ein Ablenkungsmanöver zu sein. Die echten Stromfresser sind Mobilfunk-Masten jeglicher Art, DECT-Dauerstrahler und so weiter. Und Mobilfunk-Masten werden aufgestellt, weil Menschen Handys nutzen.

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Tolinda ist offline
Beiträge: 55
Seit: 24.04.10
Also ist es völlig egal woher der Wind weht, aus Frankreich und Belgien vom Westen und aus Tschechien vom Osten kommt dann der atomare Müll-Tod zu uns.
Damit diese AKWs dann auf Hochtouren laufen und uns den teuren Strom verkaufen, schalten wir unsere relativ sicheren AKWs ab.
Was für ein Unsinn.
Was für ein Widerspruch.

Wohin geben eigentlich die Japaner ihre ausgedienten Brennelemente ??
Endlager in Japan ?? wohl eher im stillgelegten AKW oder ?

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Clematis
Ja und ausgerechnet steht im Rheingraben, auf der Seite von Frankreich im Erdbeben betroffenen Gebiet ein maroder Reaktor,
der die Region Freiburg bedroht.

Auch in Belgien
steht ein maroder Reaktor, der das Gebiet um Aachen bedroht.
Und in Cattenom stehen 4 marode Reaktoren Frankreichs, die den Raum Trier und Rheinland-Pfalz bedrohen! Siehe Daten zu diesen pannengeplagten Anlagen bei Greenpeace!

Gruß,
Clematis23

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very ist offline
Beiträge: 32
Seit: 23.02.08
Hallo,

ich bin natürlich auch kontra Atomkraft, aber ich möchte eine Betrachtung hinzufügen:
ich war letztes Jahr längere Zeit in Costa Rica und habe bei einer Familie gewohnt. Costa Rica setzt auf erneuerbarer Energie, hauptsächlich auf Windenergie, Wasserkraft und auch der Dampf der Vulkane wird zur Energiegewinnung herangezogen. Und es ist mir aufgefallen, dass die Mutter in mein Zimmer gekommen ist und hinter mir das Licht abgedreht hat, wenn ich in die Küche gegangen bin. Es wird also auch sehr stark auf Energiesparen gesetzt. Ich glaube das wäre fürs erste ein wirklich sinnvoller Ansatz: Energie sparen wo es nur geht.
__________________
Lieber 5 Stunden Recherche im internet als 5 Minuten in der Sprechstunde.

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Iris ist offline
Beiträge: 295
Seit: 24.08.05
Wenn man die ehrgeizigen Baupläne von China, Russland, Indien dazu addiert, werden es demnächst an die 600 KKWs weltweit sein. Die meisten in unmittelbarer Nähe zum Wasser sowie auch in erdbebenunsicheren Regionen.
Wie leicht etwas „versehentlich“ geschehen kann, hat nun auch ein KKW in Kanada veranschaulicht:
Atomkraftwerk in Kanada: Radioaktives Wasser in See geleitet - Welt - Tagesspiegel

Von den Gaus und Supergaus einmal abgesehen, wird die Menschheit so oder so noch eine halbe Ewigkeit von der atomaren „Nachhaltigkeit“ zehren. (Was leider auch noch auf andere Technologien zutrifft.)
Hier einige Informationen zu diversen Entsorgungsmethoden:
Radioaktiver Abfall

Es gibt bereits einige erfreuliche Tendenzen in Sachen erneuerbarer Energien. Bleibt zu hoffen, dass sich die politischen Ereignisse in Nordafrika hierfür als günstig erweisen.
Dokumentation - ZDF.de



Gruß
Iris

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margie ist offline
Beiträge: 4.789
Seit: 02.01.05
Die echten Stromfresser sind Mobilfunk-Masten jeglicher Art, DECT-Dauerstrahler und so weiter. Und Mobilfunk-Masten werden aufgestellt, weil Menschen Handys nutzen.
Auf Handys kann man nun wirklich verzichten. Wenn wir dadurch wirklich viel Strom einsparen können, wäre es doch das Einfachste hier mit dem Sparen anzufangen. Es geht ohne Handys, wenn man nur will...

Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

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Ambush
Hallo.

Ich finde es sehr bedauerlich, was da in Japan derzeit passiert. Die armen Menschen, das Leid und all die Opfer. Das geht mir richtig an die Nieren. In jeder freien Minute schaue ich n-tv, um mich über die Lage in Japan zu informieren. Ich hoffe, alles wird gut enden!

Thema: Atomkraft

Die Japaner sind einfach kluge und verantwortungsbewusste Menschen. Auch ihre Stellung, was die Wirtschaftsmächte angeht, kann man nicht ausser Acht lassen. Warum sollte so eine Wirtschaftsmacht auf Atomkraft verzichten? Sicher meint der eine oder andere nun, dass Japan in einem Erdbebengebiet liegt. Aber nach einem Beben der Stärle 9.0 ist es ziemlich beeindruckend, dass der Reaktor in Fukishima überhaupt noch steht und so lange den radiaktiven Massen entgegen hält.

Das ist aber nur meine Meinung. Die richtet sich an all diejenigen, die Japan treten, obwohl das Land schon am Boden liegt. Ihr wisst schon.. all die Leute, die diese selber-Schuld-Mentalität an den Tag legen.

Grundsätzlich wäre ich aber auch gegen die Weiterführung der Atomwerke, egal in welchem Land. 150 Euro Mehrkosten im Jahr, und das für "grünen Strom". Ich finde, das dies ein Preis ist, den man zahlen kann. Theoretisch sollten die Preise ja nach der Abschaffung der AKW's noch deutlich sinken, da es nun mal ganz klar einen Konkurenten weniger gibt.

MfG
Ambush

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christine11 ist offline
Beiträge: 3
Seit: 28.12.09
HI!
Juliette, ich kann deine Meinung nur bestätigen, dass dieses Ereignis in Japan allen klar sein sollte, dass Atomenergie vom Menschen nicht beherrschbar ist. Umso bedauerlicher ist die Aussage des russischen Präsidenten Putin, dass die AKWs in Russland viel besser gebaut sind und soetwas dort nie passieren kann. Es wird schwer sein, well so ein Machthaber an dieses festhält. Dadurch werden die Menschen irregeführt. Es zeigt auch, dass der Mensch wegen des Profites an so gefährlichen Machenschaften festhält. Es wird schwer sein der ganzen Welt klar zu machen, dass Atomkraft, nicht die Lösung der Stromversorgung auf der Erde sind. Es sollte den Menschen ins Bewusstsein rufen, dass man mit dem Energieverbrauch mit Sorgfalt umgehen sollte. Es sollten keine Geräte sinnlos leerlaufen. Ich habe heute im Radio eine Diskussion über den Standbylauf von Geräten mir angehört. Die Geräte sollten nur dann auf Standby laufen, wenn man sie einer kurzen Zeit später wieder benützt. In der Nacht sollten sie generell abgeschalten werden. Es gibt viele andere Möglichkeiten Strom einzusparen. Es muss nur in das Bewusstsein der Menschen gelangen.

Mfg Christine11

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bartel ist offline
Beiträge: 315
Seit: 26.06.06
Servus zusammen,

ich muß zugeben: Seit ich diesen SPIEGEL-Artikel aus dem Jahr 2007 heute vormittag gelesen habe, bin ich etwas verwirrt. Die dort wiedergegebenen Forschungsergebnisse passen nicht zur allgemeinen (und auch meiner bisherigen) Auffassung bzgl. der Gesundheitsgefahren, die von radioaktiven Stoffen ausgehen sollen.

DER SPIEGEL*47/2007 - Legenden vom bösen Atom

Grüße von bartel

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DieLöwin ist offline
Beiträge: 23
Seit: 11.08.05
Danke Marcel für Dein Engagement!
Liebe Grüße DieLoewin
__________________
DieLöwin


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