Kontra Atomkraft! Was sonst!

16.03.11 09:55 #1
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Kontra Atomkraft! Was sonst!

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Nachdem ich mich bezüglich Bund der Steuerzahler - Der Steuerzahler - Parteienfinanzierung informiert habe, sehe ich auch keinen Vorteil im Verweigern.

Dann wähle ich halt meinen Oskar, falls er jetzt wieder zurückkommen sollte oder die Piraten.
Die Rentnerpartei geht ja nicht mehr für eine Protestwahl.
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

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knutpeter ist offline
Beiträge: 1.646
Seit: 18.07.09
Hallo,

willst Du wirklich mit 20 die Rentnerpartei wählen?

peter

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Difi ist offline
Beiträge: 4.051
Seit: 28.04.09
Jepp...danke für die letzten Beiträge...kam schon wieder ins Themenruder.

Energiegipfel im Kanzleramt: Blitzartiger Atom-Ausstieg - Atomdebatte - FAZ.NET

Einfach mal reinziehen.....

LG, Difi
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Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt! -- Einstein --

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Clematis
Hallo Difi,

habe ich pflichtschuldigst getan
Auch die weiteren Beiträge sind lesenswert. Offenbar kommt nun doch eine Verhandlungsrunde zustande, die positive Ergebnisse haben könnte und hoffen läßt...

Hier eine Anmerkung von Sigmar Gabriel im Interview, die mich schmunzeln ließ:

Das sagen Sie mit Blick auf das grün-rote Baden-Württemberg?

Baden-Württemberg muss Autoland bleiben – auch in der Oberklasse oder im Sportwagenbereich. Allerdings ist es Irrsinn, dass der Steuerzahler den exorbitanten Spritverbrauch von vermeintlichen Dienstwagen subventioniert. Ist es wirklich betrieblich notwendig, dass ein Rechtsanwalt mit dem Geländewagen durch die Stadt kurvt und die Benzinkosten von der Steuer absetzt? So schlecht sind unsere Straßen nun auch wieder nicht.
Windstrombranche will Atomkraft ersetzen
Hannover Messe: Windstrombranche will Atomkraft ersetzen - Atomdebatte - FAZ.NET

Der lange Weg nach Süden - Trassen
Erneuerbare Energien: Der lange Weg nach Süden - Atomdebatte - FAZ.NET

Werden die verschiedenen Ansichten zu unnachgiebigen Konfrontationen führen oder sind die Verhandler konsensfähig?

Als positiv sehe ich, daß bei dieser Debatte wohl erstmals auch der BUND wirklich gehört wurde, der ein eigenes Konzept vorlegte und wenn man der Presse glauben darf, die Industrie und Betreiber weniger gehört wurden. Das könnte zu weniger Einseitigkeit und ausgewogeneren Ergebnissen führen.

Sollte der Atomausstieg tatsächlich beschlossen werden, müßte dieser rechtlich so festgezurrt werden, daß künftige Regierungen daran nichts mehr ändern können und auch nicht dürfen. Ansonsten könnte es, wenn Fukushima in Vergessenheit geraten ist, zu neuerlichen Kapriolen kommen, wie sie von Merkel mit der Laufzeitverlängerung geschlagen wurden.

Gruß,
Clematis23

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knutpeter ist offline
Beiträge: 1.646
Seit: 18.07.09
Hallo,

ja, auch aus der FAZ von heute:

Über Kosten soll nicht geredet werden
Grundsätzlich herrschte aber auch über diese Zukunft schon breite Einigkeit: Der Netzausbau muss beschleunigt, die Windkraft auf See und die energetische Sanierung der Wohnungen müssen stärker gefördert werden. Was das kostet? Darüber soll jetzt nicht geredet werden. Der Niedersachse McAllister ließ sich sogar zu der Auskunft herbei, „Wind, Sonne und Wasser schicken keine Rechnung“.

Das hätte Finanzminister Schäuble sicher gern gehört, der bei dem Treffen nicht zugegen war, über dessen Haushalt aber fröhlich verfügt wurde. Einst brannte sich ein Bundeskanzler ins kollektive Gedächtnis mit den Versprechen „blühender Landschaften“ ein; die kamen dann erstens später und wurden zweitens viel teurer als gedacht. Die heute versprochene Energiewende könnte sich ähnlich einprägen.
aus:Energiegipfel: Glühende Landschaften - Der Kommentar - Politik - FAZ.NET

peter

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Nischka ist offline
Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Sollte der Atomausstieg tatsächlich beschlossen werden, müßte dieser rechtlich so festgezurrt werden, daß künftige Regierungen daran nichts mehr ändern können und auch nicht dürfen.
Ich habe Eure Links leider nicht lesen können, bekomme also nicht so genau das Neueste mit.
Was ich aber mitbekommen habe, ist, daß anscheinend kaum noch jemand gegen den Ausstieg ist (oder es zu sagen wagt). Mir scheint, daß es jetzt hauptsächlich um die Zeitspanne geht. Talkshow, Energiebetreiber sprach von 2020 bis 2023, fügte dann am Ende der Sendung noch leise hinzu "oder 27".
Grüne laut Künast bis möglichst 2017. Und dann sah ich einen Ausschnitt einer Demo, wo gefordert wurde: "spätestens 2015".

Ich kann mich recherchetechnisch leider nicht darum kümmern, aber ich bin überzeugt, daß es längst irgendwelche Lösungen dafür (wie genug Strom zu produzieren ist) gibt, oder sagen wir: Ansätze,... wofür vielleicht bis vor einem Jahr noch Leute "gesteinigt" wurden; jetzt nach Fukushima nützt das alles nichts mehr. Die alternativen Energien müssen nun auf den Tisch, und sei es aus der hintersten Schublade.

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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Zitat von Clematis23 Beitrag anzeigen
Sollte der Atomausstieg tatsächlich beschlossen werden, müßte dieser rechtlich so festgezurrt werden, daß künftige Regierungen daran nichts mehr ändern können und auch nicht dürfen. Ansonsten könnte es, wenn Fukushima in Vergessenheit geraten ist, zu neuerlichen Kapriolen kommen, wie sie von Merkel mit der Laufzeitverlängerung geschlagen wurden.

Gruß,
Clematis23
Viel wichtiger fände ich persönlich das endlich ein Gesetz beschlossen würde, dass es allen Menschen in hohen staatlichen Positionen, also insbesondere Politikern, untersagt nach ihrer Tätigkeit für das Volk in der Industrie zu arbeiten.
Nur so könnte man es wohl wirklich unterbinden, dass immer wieder Politiker und wichtige Personen staatlicher Schaltstellen während ihrer Funktion für das Volk zu ihrem Vorteil als Lobbyisten der Industrie auftreten, in der Absicht dann später unter deren Fittichen zu enden. Wie es mit schöner Regelmässigkeit der Fall ist.
Ein aktueller Fall : Seitenwechsel: Barmer-Chefin wird oberste Pharma-Lobbyistin - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

Vor dem Hintergrund ihres Berufs als Physikerin ist damit natürlich auch gleich Merkels Hofieren der Atomlobby durch Laufzeitverlängerung ausreichend logisch begründet. Auch eine Kanzlerin muss an ihre Zukunft denken.

Da Politiker das natürlich nie selbst beschliessen würden, könnte dies wohl nur vor dem Bundesverfassungsgericht durch die Bürger erkämpft werden.
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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Zitat von Nischka
Was ich aber mitbekommen habe, ist, daß anscheinend kaum noch jemand gegen den Ausstieg ist (oder es zu sagen wagt).
Och. Es gibt auch eine Petition für den Bau neuer Kernkraftwerke.

Wenn China bereits jetzt 60 GW Strom (wir brauchen ca. 80 GW) mit Windenergieanlagen erzeugt, dann ist es mMn. keine Frage der Technik.
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chris1983 ist offline
Beiträge: 279
Seit: 09.09.08
Ich bin gegen den Ausstieg Atomkraft richtet nicht soviel Schaden an wie CO2.

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Nischka ist offline
Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Hallo ndP,
also mit den Windkraftanlagen, ich hab da so meine Bedenken, weil sie Höhe mal Faktor 10 in Meter Abstand haben müssen von jeglicher Bebauung. Das bedeuten 1 1/5 Kilometer Abstand bei hohen Anlagen. Das ist anscheinend kaum zu leisten. Ich kann mir kaum vorstellen, daß jemand (mal vom Optischen abgesehen) solch ein Teil vor die Nase gesetzt bekommen will. Gerade war in einer Talkshow eine Frau, die berichtete, daß sie sehr krank geworden ist.

Außerdem die Trassen, die sie quer durch das Land ziehen wollen. Auch da sind die Proteste schon da, absolut verständlich. Allein die Magnetfelder von Hochspannungsleitungen gehen auf jeden Fall 400 Meter weit.

Man müßte also u. U. viele Menschen umsiedeln, ich weiß nicht, ob das so möglich ist.
Je eher Lösungen gefunden werden, desto eher kann ein Ausstieg möglich werden. Sonst hängt es an den Argumenten der Betreiber, die sich ja die Hände reiben, weil es überall stockt mit der Umsetzung aufgrund von Protesten.


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