Kontra Atomkraft! Was sonst!

16.03.11 10:55 #1
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Kontra Atomkraft! Was sonst!
Walter Buergin
Die Schweiz hätte ja die Möglichkeit die vorhandenen Staumauer zu erhöhen um mehr Stauvolumen für das Wasser zu erhalten, leider gibt es da immer wieder Einsprachen von Naturschutzverbände das damit die Landschaft beeinträchtigt würde.

Walter


Kontra Atomkraft! Was sonst!

Tolinda ist offline
Beiträge: 55
Seit: 24.04.10
Noch schlimmer als Atomkraft sind unsere Krankenhäuser.
Dort infizieren sich jährlich 400 000 bis 600 000 Menschen mit toxischen Keimen und daran sterben jedes Jahr allein in Deutschland rund 15 000 Menschen.
Das alles ist nachzulesen in einem Bericht der ARD. Hygiene-Experte zu tödlichen Krankenhaus-Keimen | tagesschau.de
Also wir können es uns aussuchen woran wir lieber das Zeitliche segnen.
Von den über 4 000 Toten im Straßenverkehr redet ja schon niemand mehr, weil es ja früher schon mal über 6000 im Jahr waren.
Echt zum Kotzen liebe Mitbürger.
Was also sollen und können wir machen ??
Unsere Kartoffeln wieder selber anbauen ?
Selbst das ist den Bauern verboten, eigene Saatkartoffeln zu nehmen.
Die Firma Monsanto hat da überall schon mehr oder weniger das Monopol drauf, eine Schande ist das. Fehlt nur noch dieses verdammte Gen manipulierte Essen. Es muß eine übergeordnete Partei her, welche europaweit Mitglieder vereinigt um wenigstens gesund Essen zu können.
Ohne Gift und Pestizide.

Kontra Atomkraft! Was sonst!

thom45 ist offline
Beiträge: 94
Seit: 19.05.10
Zitat von Nischka Beitrag anzeigen
Hallo admin!
Ein Freund von mir sagte immer: "Tatsachen statt Expertenmeinungen."
Das bringt es auf den Punkt.
Hallo Nischka,

Ich bin natürlich kein Experte, trotzdem ein paar Worte. In vielen hochkomplexen Sachen ist es sehr oft gar nicht möglich Tatsachen zu erkennen und da bleiben nur partielle Informationen aus Theorie, (Wahrschnlichkeits)-Berechnungen, Abschätzungen und auch Vermutungen.

Das trifft z.B. exakt da zu, was genau im Innern des Reaktors abläuft, weil man kann bei diesen sehr hohen Temperaturen schlicht und einfach nicht mehr messen.

Nun, das ist die Realität, aber es liegt an der Freiheit des Einzelnen, ob man sich mit ungenauen Informationen (zunächst) zufrieden gibt oder besser nicht hinhört bis man mit Tatsachen informiert wird. Wobei, diese gibt es nicht immer und zwar echt. Ich meine jetzt nicht unterschlagene Tatsachen.

Gruss
Thomas

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MarcoG ist offline
Beiträge: 10
Seit: 07.02.10
Tja, ich wollte mich zu diesen Themen nicht unbedingt äussern, aber wenn ich schon per Mail drauf 'gelupft' werde...

Na bitte, das habt ihr nun davon:

Ich finde viele der Beiträge in diesem Thread reisserisch, emotional und gänzlich frei von jeglichem Fachwissen.


Verglichen mit der Berichterstattung in Japan selbst und einigen Aussagen von Experten, welche interessanterweise NICHT in Publikationen wie dem Blick und 20 Minuten zur Sprache kommen, sind unsere Medien hier sehr auffällig in ihrer Benutzung von Horror-Schlagworten. Was aber wirklich dort drüben abgeht weiss niemand.


Der hier so wunderbar zitierte gesunde Menschenverstand würde es einem gebieten mit Entscheidungen und Forderungen jeglicher Art mindestens so lange zu warten, bis die Krisensituation hinter einem liegt und es ans Aufräumen geht. Dies ganz unabhängig davon, ob man pro oder contra Atomkraft ist.


Alternative Energiequellen existieren übrigens nicht. Das ist ein völliger Trugschluss, welcher von uninformierter grüner Seite in die Arena geworfen wurde. Es sind nämlich ergänzende Energiequellen. Wollte man Solaranlagen oder Windkraftwerke als Ersatz (also Alternative) zu Fukushima bauen, müsste man 4.7 GW Leistung erzielen. Weiss denn eigentlich irgend einer von euch, wie viel das wirklich ist?

Und dann kommen andere Supergescheite und wollen Staumauern erhöhen. Da sträuben sich mir echt nur die Haare.


Ich habe mal überschlagsmässig gerechnet. Wollte man Fukushima durch jetzt käuflich zu erwerbende Solarpanels ersetzen, müsste man die Fläche von drei Mal der Stadt Basel bepflastern. Ich weiss auch, dass diese Rechnung nicht ganz fair ist (in diesem Bereich kämen sicher andere Panels zum Einsatz), aber es sollte einem eine Vorstellung der Grössenordnung geben.


Die einzige Alternative zu Atomenergie ist Atomenergie. Und bis wir bei der Fusion angelangt sind, könnte man auch einfach LFTR Reaktoren bauen, welche rein von der Funktionsweise keinen GAU erlauben, welche wesentlich günstiger zu betreiben wären, dessen Brennmaterial man in seiner Urform ohne Angst in der Hosentasche herumtragen könnte, welcher kein waffenfähiges Plutonium produziert und welcher sogar in der Lage wäre, die bisher angehäuften Abfälle zu verbrennen.

DAS ist eine Alternative. Aber über diese Alternative kann man natürlich so gut wie gar nicht objektiv sprechen, weil den meisten Menschen, wie ihr so schön bewiesen habt, bei Atomenergie nur Atompilze und Tschernobyl einfallen.

Eine faire Diskussion erwarte ich hier nicht. Ich klinke mich darum auch wieder aus. Einige Denkanstösse habe ich gegeben, damit ist meine Schuldigkeit an der Gesellschaft m.E. getan.

Geändert von MarcoG (17.03.11 um 19:10 Uhr)

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Gotteskind ist offline
Gesperrt
Beiträge: 224
Seit: 20.08.10
Irgendwie driftet die Diskussion - gewollt oder ungewollt - vom Thema Atomkraft bzw. Kernenergie, Fukushima und Toshiba ab.

Sorry, Krankenhauskeime und Weltverschwörungstheorien helfen ... einfach... nicht weiter.

Wir sollten langsam alle zu des Pudels Kern kommen.

Hoffentlich lassen in der Zwischenzeit nicht zu viele Menschen ihr Leben für diese unmenschliche und lebensfeindliche Technologie.

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noesia ist offline
Beiträge: 16
Seit: 30.06.10
was ich derzeit noch viel schlimmer finde ist, dass mir als "hilfe anbietender" so derart steine in den weg gelegt werden..

ich habe bekannte (150 km vom reaktor lebend) denen ich gerne lebensmittel/wasser etc schicken würde. da ein 5 kg paket nach japan bereits 40 kg kostet (ich ja auch ein größeres versenden möchte - alles andere bringt ja nichts) bzw. das meine 84 euro versand kostet, rief ich heute dhl an um zu erfahren ob es möglichkeiten gäbe, pakete in die region günstiger zu versenden.
antwort: "nein".. gleichzeitig wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass es eh schwierig sei, lebensmittel nach japan zu versenden.. ich solle mich diesbezüglich an die japanische botschaft hier in deutschland wenden.
lange rede kurzer sinn.. dort erfuhr ich dann, dass ich zb. kekse nur in kleinsten mengen bzw. lebensmittel überhaupt nur in der größenordnung des persönlichen bedarfs versenden könne.
eine liste (was nicht eingeführt werden darf) solle ich dem internet entnehmen.

einfach unfassbar!

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thom45 ist offline
Beiträge: 94
Seit: 19.05.10
Zitat von Walter Buergin Beitrag anzeigen
Die Schweiz hätte ja die Möglichkeit die vorhandenen Staumauer zu erhöhen um mehr Stauvolumen für das Wasser zu erhalten, leider gibt es da immer wieder Einsprachen von Naturschutzverbände das damit die Landschaft beeinträchtigt würde.

Walter
Hallo Walter und alle andern hier in der Runde,

Und ich habe schon aus einer ZDF-Doku- und NANO-Sendung des 3SAT gehört/gesehen, wenn alle alternativen Energieformen passend zu den örtlichen klimatischen Verhältnissen im grossen Stil gebaut und alles untereinander vernetzt würde, würde so viel Energie zur Verfügung stehen, dass man auf alle AKWs und kohlen/öltechnische KWs verzichten könnte.

Das Problem ist halt, dass man damit hätte vor 20 Jahren weitblickend vorausdenkend beginnen müssen. In den mittel- und nordeuropäischen Regionen müsste vor allen die Geothermie stark forciert werden.

Und dazu kommt, würde die gesamte europäische Stromversorgung aus mittleren und kleinen alternativen Kraftwerken bestehen, wäre ein solches stark dezentrales Netzwerk praktisch durch Nichts verwundbar. Aber damit kann niemand kein supergrosse Geld machen, weil keine Oel- oder Atom-Mafia existieren würde. Ganz klar, dieses Ziel muss man vor Augen haben.

Aber all das beginnt beim Einzelnen, der in sich gehen muss und sich auf die ethischen Werte zurückbesinnt, die heute je länger je mehr verloren gehen.

Es gibt etwas, das mich in meinem Denken in den 1980er-Jahren stark beeinflusst hat. Es ist das Buch WENDEZEIT von Fritjof Capra. Kann ich wärmstens empfehlen.

Trotz all diesem eher visionären Denken zurück zur Realität. Mir scheint, dass diese im neuen Film von 2005 "Am Tag als die Welt unterging" treffend zum Ausdruck kommt: Erst dann, wenn die Menschheit vor dem Abgrund steht, ist sie bereit Wesentliches zu lernen.

Gruss
Thomas

Kontra Atomkraft! Was sonst!

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.295
Seit: 26.04.04
Hallo Thomas,

In den mittel- und nordeuropäischen Regionen müsste vor allen die Geothermie stark forciert werden.
... aber bitte mit aller Vorsicht.

Was sich in Staufen (es ist bedrückend, wenn man durch die wunderschöne Altstadt geht) und anderswo abgespielt hat und noch abspielt, regt zum Nachdenken an...

Gefährliche Erdwärme: Warum die Erde unter Staufen aufquillt wie Hefeteig - Nachrichten Panorama - WELT ONLINE

www.swr.de/contra/-/id=7612

Liebe Grüße,
Malve

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blacksocks ist offline
Beiträge: 9
Seit: 29.01.09
Hallo allerseits,

beim derzeitigen Stand der Technik bin ich auch strikt gegen AKWs. Es gibt einfach zu viele ungelöste Probleme. ABER man darf nicht einfach nur wettern und Atomkraft grundsätzlich verteufeln. Einiges sollte nachdenklich stimmen und hoffentlich auch zum Nachdenken anregen.

- Die Absolute Sicherheit kann heute keiner garantieren.
- Wohin mit dem Atommüll?
- Warum wird nicht genügend geforscht um endlich eine Lösung für die Probleme zu finden? Die Technik ist seit der Erfindung nahezu gleich geblieben.
- Vor einigen Jahren war die Rede von Kernfusion statt Kernspaltung. Jetzt hört man gar nix mehr davon in der Öffentlichkeit.
- wäre es nicht sinnvoll die AKWs stillzulegen bis die Forschung so weit ist

Für Japan im Speziellen sollte man bedenken:

- Japan ist nicht besonders Reich an Bodenschätzen, also bleiben zur wirtschaftlichen Energiegewinnung nur alternative Energien oder eben Atomkraft.

- Japan ist nicht besonders groß, aber dicht besiedelt. Ich behaupte jetzt einfach mal es spielt keine Rolle wo die Kraftwerke gestanden hätten. In den Bergen hätte es dann evtl. durch Erdbeben erdrutsche geben können. Die Auswirkungen eines hochgehenden Kraftwerks können doch eh auf der ganzen Insel gespürt werden.

Einen Satz möchte ich abschließend doch noch in den Raum stellen, was sich leider mal wieder bei solch einem Ereignis leider nur zu deutlich zeigt:

Der Mensch schaufelt sich mit seinem kapitalistischen Denken früher oder später sein eigenes Grab. Es fehlt dem menschen vielfach an Weitblick.

Kontra Atomkraft! Was sonst!

Renrod ist offline
Beiträge: 5
Seit: 25.05.09
In USA spricht man von der "German Angst", ein Beispiel, die Japaner haben Tsunami und gewaltige Erdbeben und bauen weiterhin ca. 5 neue AKW, die Deutschen haben keinen Tsunami und mini-Erdbeben und schalten jetzt sofort ab. lg renrdo


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