Kontra Atomkraft! Was sonst!

16.03.11 09:55 #1
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Kontra Atomkraft! Was sonst!

BiMi ist offline
Beiträge: 440
Seit: 19.08.10
Hi Kate,

zum Thema: unkritisch und mangelnder Menschenverstand.
Schau mal, was ich heute fand, als ich ein wenig zu 'natürlicher Strahlung -
Schwarzwald-Region' gegoogelt habe.

Welt online v. 16.März

(atomare Strahlung und Leukämie, Autor: Ulli Kulke| 13.12.2007)

>...Wir müssten die Alpen sperren wegen krebserregender Höhenstrahlung. Alles „sofort“. Vom Autoverkehr mit vielen Hundert tödlich verunglückten Kindern pro Jahr zu schweigen. In der Krebsstudie geht es bundesweit pro Jahr um einen zusätzlichen Fall von heilbarer Leukämie. Nicht Todesfall.<

Fälle von 'heilbarer Leukämie' NICHT: Todesfälle, scheint Herr Kulke für einen
Klacks zu halten. Wobei man ja auch durchaus geteilter Meinung sein kann,
was die Heilbarkeit, mit schulmedizinischen Methoden, anbelangt.

Viele Grüsse

BiMi


Atomare Strahlung und Leukämie: Wir müssten den Schwarzwald evakuieren - Nachrichten Debatte - WELT ONLINE

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anonym09 ist offline
Beiträge: 659
Seit: 18.04.09
Wir brauchen keine Revolution, sondern wir sollten nicht jeden Mist mitmachen.
Wir sollten uns mehr verweigern!
Wir können über unser Verhalten beeinflussen, was uns nicht gefällt.

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admin ist offline
Themenstarter Administrator
Beiträge: 19.796
Seit: 01.01.04
Zitat von Kate Beitrag anzeigen
Speziell meine ich den Gedanken, dass es nicht sinnvoll ist, zur Beurteilung eines Risikos (z.B. einer Technologie) allein die Eintrittswahrscheinlichkeit heran zu ziehen, sondern auch die Qualität und das Ausmaß dessen, was passieren kann.
Hallo Kate

Ja, so ist es.
Mit einem anderen Beispiel - die Challenger-Katastrophe:

Wenn auch die Chance extrem klein ist, dass in Florida über Nacht eine ungewöhnlich tiefe Temperatur eintritt und dadurch Dichtungsringe porös werden und dadurch heisse Gase entweichen, die Feststoffrakete abreisst und gegen den Aussentank schlägt, welcher dadurch so stark beschädigt wird, dass er explodiert ....

Das Resultat ist und bleibt eine Katastrophe.
Die NASA schätzte Risiken genau so ein, wie von Dir beschrieben, Kate. Und so identifizierte man natürlich die tiefe morgendliche Temperatur als Risiko ... aber ignorierte das ganz bewusst, mit bekanntem Ausgang.

Genau das ist das Muster:
Man identifiziert Szenarien ...
wenn ... dann ... wenn ... dann ...
legt noch ein bisschen Druck durch Interessensvertreter drauf und beurteilt die Eintrittswahrscheinlichkeit als dermassen gering, dass das Szenario vernachlässigt werden kann.

Und das muss ändern!

Gruss, Marcel

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Blaupunkt ist offline
Gesperrt
Beiträge: 292
Seit: 13.08.10
Zitat von admin Beitrag anzeigen
Hallo Kate

Ja, so ist es.
Mit einem anderen Beispiel - die Challenger-Katastrophe:

Wenn auch die Chance extrem klein ist, dass in Florida über Nacht eine ungewöhnlich tiefe Temperatur eintritt und dadurch Dichtungsringe porös werden und dadurch heisse Gase entweichen, die Feststoffrakete abreisst und gegen den Aussentank schlägt, welcher dadurch so stark beschädigt wird, dass er explodiert ....


Und das muss ändern!

Gruss, Marcel
Tja, nur ein Einzigster (!!!) hatte hier den Mut, die Wahrheit zu sagen ...

Und deshalb wird sich auch nichts ändern!

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Felis ist offline
Beiträge: 5.165
Seit: 14.08.10
Zitat von Blaupunkt Beitrag anzeigen
Tja, nur ein Einzigster (!!!) hatte hier den Mut, die Wahrheit zu sagen ...

Und deshalb wird sich auch nichts ändern!
Hallo zusammen!

Ich denke schon, daß es weit mehrere sind, die ihre Gedanken und Sätze dazu haben.

Ich frage mich immer nur, warum die Menschen scheinbar nicht in der Lage sind
sich die schlimmsten Szenarien wirklich vorzustellen, bzw.
dementsprechend zu handeln.
Auch präventiv. Erfahrungen im negativen Sinne mit dieser Höllentechnologie gibt es ja genug.

Ich denke wir können das.
Es wird aber bewusst verleugnet, ignoriert, beschönt oder ganz simpel verdrängt.
Mit jeweiligen Hintergrundinteressen.

Ich möchte noch einmal das hier von Kate verlinken:
Campact | Fukushima heißt: Abschalten!

Und hoffe, dass sich eben doch etwas ändert.

Felis
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Was man liebt, das möchte man bewahren.

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nebel ist offline
Beiträge: 285
Seit: 08.08.09
hallo,
auch ich schaue nach Japan.
Aber ich schaue auch nach Lypien
Libyen-Resolution soll Blutvergießen stoppen | Politik | Deutsche Welle | 16.03.2011
seit Japan in aller Munde und Gedanken ist, gibt es ein Volk welches um Hilfe ruft und nicht bekommt, soweit ich das als kleines Licht auf dieser Welt erblicken kann.
Ist es höhrere Gewalt die Japan in den Vordergrund drängt, und die Menschen in Lypien vergißt?


nebel
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Das Recht des Stärkeren ist das stärkste Unrecht ( Marie von Ebner-Eschenbach)

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zantos ist offline
Beiträge: 499
Seit: 11.05.07
Eigentlich sollten wir die Finger von Sachen lassen, die einen besonders grossen Schaden anrichten könnten. Irren ist menschlich, alles was wir anfassen geht irgendwann einmal schief, die Frage ist nicht "ob", sondern "wann".
Trotzdem brauchen wir Strom, wir haben uns an dessen Verfügbarkeit gewöhnt und gehen verschwenderisch damit um.
Wir sollten unseren Ergieverbrauch überprüfen und versuchen Strom zu sparen, jeder Einzelne für sich selber. Ich hab bei mir schon mal damit angefangen.
Zantos
__________________
Ich bin medizinischer Laie. Meine Ausführungen basieren auf eigenen Erfahrungen und Recherchen und ersetzen nicht den Rat eines Arztes oder Heilpraktikers.

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Günter ist offline
Beiträge: 2.006
Seit: 07.05.04
Ein paar Gedanken von mir dazu:
Es ist rund 25 Jahre her, da explodierte der russische Reaktor in Tschernobyl wegen Konstruktionsfehlern und Fehlbedienung. Der Westen sagte überheblich: das kann uns nicht passieren.
Doch nun die Ereignisse in Japan. Sie sind die Quittung für die Ignoranz der Menschen, die die Lehren aus Tschernobyl nicht ziehen wollten, die das Profitdenken über das Recht auf Leben und Gesundheit stellten.

Was mich aber besonders erschreckt, sind die Parallelen zu Tschernobyl. Da wird vertuscht, da wird verschwiegen, da ist man unfähig, zu handeln.

Nach dem Erdbeben und dem Tsunami war nach offiziellen Angaben das einzige wirkliche Problem des Unglückskraftwerkes der fehlende Strom, um die Pumpen des Kühlkreislaufs in Gang zu halten. Doch anders als bei Tschernobyl hatte man viele Stunden Zeit, bis es zur ersten Explosion kam. Wieso kommt im Angesicht einer sich anbahnenden Katastrophe niemand auf die Idee, die Armee anzuweisen, ein passendes Dieselaggregat aus Armeebeständen an einen Transporthubschrauber zu hängen und dort hin zu fliegen?

Wieso wird die Armee erst viele, viele Stunden nach der Tsunami-Katastrophe eingesetzt, um Überlebende zu suchen? Warum nicht sofort, nach der ersten Meldung?

Warum läßt man den Kernkraftwerksbetreiber in Ruhe gewähren, obwohl er der Regierung wichtige Informationen vorenthält, er mit der Lage offensichtlich überfordert ist? Warum schickt man nicht eigene Beobachter, eigene Spezialisten vor Ort?

Und eine generelle Frage: schon vor vielen Jahren wurde von Kritikern vorgerechnet, daß eine Kilowattstunde Kernenergiestrom über 5 DM kostet - mehr als bei jeder anderen üblichen Stromerzeugungsart. Weil der Staat viel, viel Geld bei der Kernenergie zubuttert. Viele versteckte Subventionsgeschenke, die den Kernenergiestrom so preiswert machen. Wenn die Kernkraftwerksbetreiber von der Forschung über die Uranförderung bis zur Entsorgung von strahlenden Abraumhalden und zur gefahrlosen Endlagerung über zigtausende Jahre alles selbst bezahlen müssten und für die Leukämiekinder in Kraftwerksnähe bezüglich Behandlungskosten und Entschädigungen zur Kasse gebeten würden, dann würden sie kein Kernkraftwerk betreiben. Das würde sich einfach nicht rechnen.
Und zu den Kosten des Kernenergiestromes muß man ehrlicherweise auch die Kosten der Reaktorunfälle/GAUs dazurechnen. Und mit welchem Preis setzt man dabei das menschliche Leid, das Siechtum oder gar den Tod eines Menschen an? Was kostet verseuchte, unbewohnbare Heimat?

Fragen über Fragen.

Aber eines ist sicher: Technik ist nie störungsfrei, Menschen und Natur sind unberechenbar.
Deshalb muß eine solche Risiko-Technologie schnellstmöglich abgeschaltet werden.

Liebe Grüße

Günter
__________________
Obiger Beitrag ist meine Meinung als Laie! Er ersetzt weder das eigene Denken, noch den Gang zum Arzt oder anderen Spezialisten und ist nur als Anregung für eigene Recherchen und Überlegungen gedacht!

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Blaupunkt ist offline
Gesperrt
Beiträge: 292
Seit: 13.08.10
Zitat von Günter Beitrag anzeigen
Was mich aber besonders erschreckt, sind die Parallelen zu Tschernobyl. Da wird vertuscht, da wird verschwiegen, da ist man unfähig, zu handeln.

Nach dem Erdbeben und dem Tsunami war nach offiziellen Angaben das einzige wirkliche Problem des Unglückskraftwerkes der fehlende Strom, um die Pumpen des Kühlkreislaufs in Gang zu halten. Doch anders als bei Tschernobyl hatte man viele Stunden Zeit, bis es zur ersten Explosion kam. Wieso kommt im Angesicht einer sich anbahnenden Katastrophe niemand auf die Idee, die Armee anzuweisen, ein passendes Dieselaggregat aus Armeebeständen an einen Transporthubschrauber zu hängen und dort hin zu fliegen?

Wieso wird die Armee erst viele, viele Stunden nach der Tsunami-Katastrophe eingesetzt, um Überlebende zu suchen? Warum nicht sofort, nach der ersten Meldung?

Warum läßt man den Kernkraftwerksbetreiber in Ruhe gewähren, obwohl er der Regierung wichtige Informationen vorenthält, er mit der Lage offensichtlich überfordert ist? Warum schickt man nicht eigene Beobachter, eigene Spezialisten vor Ort?
Dachte ich u.a. auch schon. Ein absoluter Witz das Ganze. In jeder Hinsicht.

Irgendwas stimmt hier nicht ...

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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.535
Seit: 18.11.09
Zitat von Felis Beitrag anzeigen
Es wird aber bewusst verleugnet, ignoriert, beschönt oder ganz simpel verdrängt.
Mit jeweiligen Hintergrundinteressen.

Felis
Und wenn man dann hört, dass wir im Prinzip sofort aussteigen könnten, wenn wir für die Übergangszeit die alten Kraftwerke für konventionelle Energie wieder betreiben würden, dann fällt einem eh nichts mehr ein.

Die Stromerzeuger in D haben die Situation der Abschaltung der alten Reaktoren übrigens sofort genutzt um Stromerhöhungen anzukündigen. Da ihnen dadurch die Einnahmen aus dem durch Überproduktion anfallenden und exportierten Strom entgehen, werden sie sich diese Gelder sofort von uns zurückholen.

Ich frage mich schon lange, ob nicht alle lebenswichtigen Betriebe, wie Strom, Wasser, Müll- und Abwasserentsorgung voll in staatlicher Hand liegen sollten.
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Geändert von nicht der papa (16.03.11 um 23:53 Uhr)


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