Kontra Atomkraft! Was sonst!

16.03.11 09:55 #1
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Kontra Atomkraft! Was sonst!

Mike ist offline
Beiträge: 1.855
Seit: 16.02.05
könnte bitte ein Mod mal ein bisschen ausmisten ? wir driften ab !

Kontra Atomkraft! Was sonst!

Nischka ist offline
Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Puistola, Du schlägst vor: Microwelle statt Backofen nutzen wo möglich.
Um Gottes willen kann ich da nur sagen.

Hier mal ein Text dazu:
groups.google.com/group/sunsite/web/gefahrenherd-mikrowellenofen?hl=de

Und das:

"Smog?
Viel zu viel, aber seit Jahrzehnten abnehmend durch Katalysatoren, Feuerungskontrolle, Entschwefelung ...
Funk, Wlan, "Elektrosmog"
Neueres, aber trotz aller Untersuchungen eher geringes Risiko."
(Sorry, ich kann das mit dem Zitieren nicht.)

Weißt Du, daß wir im Verhältnis zu vor 25 Jahren eine etwa 150-fache Funkbelastung haben inkl. Interferenzen usw.?

Ich finde es sehr wichtig, sich mit der Thematik mal etwas intensiver auseinanderzusetzen - ohne Vorentscheidung durch das, was gerne propagiert wird -, offenen Ohres und offener Augen. Und es macht auch mal Sinn, den Berichten elektrogeschädigter Menschen zuzuhören (diejenigen, die zur "Hellziffer" gehören, die Dunkelziffer ist viel, viel höher).

Und anmerken möchte ich noch, daß ich es sehr schätze, wenn Menschen, die diskutieren, den anderen - weil er bislang andere An-/Einsichten hat - nicht diskreditieren oder beschimpfen.
Ich finde es wirklich wichtig, daß z. B. hier im Forum ein freundlicher Ton eingehalten wird, sonst macht es keinen Spaß mehr mitzulesen.

JAA??

Kontra Atomkraft! Was sonst!

cirileau ist offline
Beiträge: 5
Seit: 30.11.08
Hallööchen da oben

irgendwie geht mir das auf den Wecker, wenn immer gleich alle zusammenstehen und unreflektiert DAGEGEN sind. Von Weitsicht unbeleckte politische Parteien und sonstige myopen Zeitgenossen machen das vorbildlich, bis jegliche Dynamik zur ewiger Statik versandet.
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Vielleicht sollte man die Sache doch in einem grösseren Zusammenhang zu betrachten. Dabei erkennt man auch das Wesentliche und das Unwesentliche, und man kann eher abschätzen, was nicht nur wichtig, sondern auch möglicherweise richtig wäre. Erst dann sollte man sein Vorgehen festlegen.
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In unserem Ameisenhaufen wird ja häufig nach Befindlichkeit geurteilt, was eben je nach Geschmack, Lust und Laune stark variiert, und auf keinen Fall ausschlaggebend sein darf. Also keine schusseligen oder zickigen Schnellentscheidungen treffen, ohne die Folgen nach morphologischen Grundätzen auszuloten und zu gewichten.
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Komplexe Sachverhalte, mit vielen Grund-, Rahmen- und Randbedingungen lassen sich nicht "auf den Punkt" bringen. Das wäre jeweils eine unzulässige Vereinfachung - siehe auch die Biertischweisheit: "Atomstrom interessiert mich sowieso nicht, meinen Strom kriege ich ja aus der Steckdose".
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Fragen wir doch mal nach dem wirklichen zentralen Punkt: die KOSTEN. Da wäre doch beispielsweise die noch nie richtig beantwortete Frage nach der gerechten Bewertung (bzw. Strompreis), seid doch mal ehrlich, und überlegt:
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Sollten wir alle Kosten (Verteilernetze, Unterhalt, Reaktorunfälle in den USA, Tschernobyl, Japan, und deren Folgekosten, sowie Entsorgungs- und Endlagerkosten, eine horrende Summe) realistisch nur direkt auf die Stromverbraucher umlegen, statt auf alle Steuerzahler, Staaten und Volkswirtschaften, dann würde eine KW-Stunde so teuer, dass unsere Rentner ihren Strom nicht mehr bezahlen könnten.
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Darum sollten wenigstens die Nutzniesser (Industrien und Verbraucher) ihre gerechten Anteile direkt selbst tragen. Die Nutzer würden dann blitzartig reagieren und ihrerseits den Konsum einschränken - oder eben zahlen.
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Allerdings, wenn man diesen horrenden Betrag einverständlich und nach gesundem Menschenverstand systematisch nur in erneuerbare, umweltschonende und mit überschaubaren Risiken dotierte Stromerzeugungsanlagen anlegen würde, liesse sich mit grösster Wahrscheinlichkeit sogar nebenbei auch noch das Benzin-Problem lösen.
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Nicht vergessen: den Bären kann man nur waschen, indem man ihn nass macht!
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Leider macht sich keiner gerne die Hände nass, und alle rufen nach Bären-Waschanlagen. Überlassen wir dies aber der Privatwirtschaft, wird es erst richtig teuer. Und der Bär bleibt halt schmutzig, da sich wieder alle aus der Verantwortung winden. Oder wir müssen halt alle Wasser tragen helfen...
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cirillo
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Grüessli Hilli

Kontra Atomkraft! Was sonst!

alibiorangerl ist gerade online
Beiträge: 8.950
Seit: 09.09.08
Wuhu,
Zitat von cirileau Beitrag anzeigen
...
Sollten wir alle Kosten (Verteilernetze, Unterhalt, Reaktorunfälle in den USA, Tschernobyl, Japan, und deren Folgekosten, sowie Entsorgungs- und Endlagerkosten, eine horrende Summe) realistisch nur direkt auf die Stromverbraucher umlegen, statt auf alle Steuerzahler, Staaten und Volkswirtschaften, dann würde eine KW-Stunde so teuer, dass unsere Rentner ihren Strom nicht mehr bezahlen könnten.

Darum sollten wenigstens die Nutzniesser (Industrien und Verbraucher) ihre gerechten Anteile direkt selbst tragen. Die Nutzer würden dann blitzartig reagieren und ihrerseits den Konsum einschränken - oder eben zahlen.

Allerdings, wenn man diesen horrenden Betrag einverständlich und nach gesundem Menschenverstand systematisch nur in erneuerbare, umweltschonende und mit überschaubaren Risiken dotierte Stromerzeugungsanlagen anlegen würde, liesse sich mit grösster Wahrscheinlichkeit sogar nebenbei auch noch das Benzin-Problem lösen.

Nicht vergessen: den Bären kann man nur waschen, indem man ihn nass macht!

Leider macht sich keiner gerne die Hände nass, und alle rufen nach Bären-Waschanlagen. Überlassen wir dies aber der Privatwirtschaft, wird es erst richtig teuer. Und der Bär bleibt halt schmutzig, da sich wieder alle aus der Verantwortung winden. Oder wir müssen halt alle Wasser tragen helfen...
das Problem ist doch, dass es sehr wohl "Bären-Waschanlagen" gibt, allerdings gehören diese den Bären selbst - die anderen, kleinen Waldbewohner können da nur zuschauen - oder stürzen sich (via gesichtbuch abgesprochen) alle auf einmal auf die Bären und jagen diese aus dem Wald
__________________
» Optimismus ist nur ein Mangel an Information. « – Heiner Müller

Kontra Atomkraft! Was sonst!

Crizei ist offline
Beiträge: 367
Seit: 29.03.08
Hallo!

Hier ein nur kleiner, nach meinem Empfinden bedeutsamer Auszug vom neuesten Newsletter von Rüiger Dahlke:

"Was sagen uns diese Zeichen, wo ist Japan in uns? Die gesamte moderne Welt vergeht sich am Meer und seinen Bewohnern, quält Tiere in unbeschreiblichem Ausmaß und Menschen, wenn wir an den modernen Menschenhandel denken. Niemals war Sklaverei solch ein Faktor wie heute"



Liebe Grüße!

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Manno ist offline
Beiträge: 1.141
Seit: 09.09.08
Zitat von Mike Beitrag anzeigen
könnte bitte ein Mod mal ein bisschen ausmisten ? wir driften ab !
Handelt es sich nicht bei dem ganzen Thread um ein Abdriften ? Die Dimension ging verloren ...

Wenn wir beim Thema bleiben, dann heißt die aktute Gefahr: Fukushima ! (und nicht AKW in Deutschland). Wenn die deutschen AKWs momentan als "akut bedrohlich" angesehen werden, dann nur weil an diesem Wochenende in Sachsen-Anhalt "akut gewählt" wird". Das lenkt aber nur von der wirklich "akuten Bedrohung" ab: Wenn Fukushima das Abkühlbecken mit den ganzen gelagerten Brennelementen überhitzt, dann werden extreme Mengen Plutonium in die Atmosphäre freigesetzt. Insofern ist es ja wohl ein schlechter Witz, wenn behauptet wird: Davon kommt in Deutschland (Golfstrom !) nichts an. Das wird sich über die Weltmeere gleichmäßig über die ganze Welt verteilen und erhöht somit auch die Zahl der Krebserkrankungen in Deutschland. Insofern sollte man sich zuerst einmal auf die nächten 24 Stunden konzentrieren, um das akute Problem "Fukushima" unter Kontrolle zu bringen.

Doch selbst wenn hier nur über die Gefahr in Deutschland diskutiert werden soll, so schweift die Diskussion auch dann noch vom Thema ab, denn wir sind ringsum von ausländischen AKWs umgeben. Es ist unzulässig "nur" über den Betrieb der deutschen AKWs zu diskutieren. Das ist Wahlkampf, denn es ignoriert, daß nach einem Abschalten der deutschen AKWs die Gefahr sogar noch größer wird. Innerhalb kürzester Zeit wird der deutscher Atomstrom durch ausländischen ersetzt werden, denn der Preis regelt die Nachfrage.

Würden wir Atomstrom durch einen billigeren ersetzen, dann wäre diese Diskussion O.K. Da wir ihn aber durch eine teurere Energie ersetzen wollen, wird die Nachfrage nach billigerer Energie ansteigen (notfalls verlegt die Industrie ihre Produktion ins billigere Ausland). Im Ausland wird dann mehr Atomenergie produziert, sodaß AKWs in Polen, Tschechien, Rumänien, Bulgarien uns keineswegs mehr Sicherheit garantieren. Die Frage lautet also: Wie können wir verhindern, daß deutsche A-Energie durch ausländische A-Energie ersetzt wird ?

Nur unter dieser Prämisse würde die Diskussion nicht in einen reinen Wahlkampf abdriften. Ich empfinde daher den Vorschlag eines Moratoriums nicht schlecht. Ein Moratorium [»Verzögerung«] ist ein durch
Staatsakt herbeigeführter Aufschub für staatliche Verbindlichkeiten (in diesem Fall Laufzeitverlängerung).
Die internationalen Finanzabkommen lassen Moratorien z. B. bei Gefährdung der Währungsstabilität aber auch bei einer Gefährdung der Bevölkerung zu. So ein Moratorium (aufgrund einer akuten Gefährdung) ist wesentlich sinnvoller wie eine Entscheidung aufgrund eines Affekts. Dabei kann ich mir nicht vorstellen, daß es sich dabei nur um ein "plumpes Verschieben" bis nach der Wahl handelt. Allerdings: In Deutschland ist fast alles möglich ...

Dennoch: Ich warne davor aus einem Bauchgefühl heraus AKWs abzuschalten, denn das ist viel zu kurz gegriffen. Wenn man nämlich aus einem politisch (grünem) Bauchgefühl heraus abschaltet, dann ist das eine rein politische Entscheidung. Die deutsche Regierung wurde dann durch die "Anti-AKW-Hysterie" der deutschen Bevölkerung dazu veranlaßt. Nunja - man wird sagen: "Die sie spinnen eben ein wenig, die Deutschen. Aber man kann wohl nicht erwarten, daß die Regierungen mit einer "vernünftigeren Bevölkerung" das Gleiche machen werden ..."

Insofern sollte man die Entscheidung nicht mit einer "Hysterie" sondern mit "Fakten" begründen. Wenn man davon ausgeht, daß die Bevölkerung sowieso keine AKWs mehr dulden wird, dann könnte man aufgrund dieses politischen Drucks zuerst einmal "eine rücksichtslose Überprüfung aller AKWs" in Auftrag geben. Die Gutachten in denen diese Gefahren aufgelistet sind, liegen sowieso schon in den Schubladen, der Betreiber. Die Regeirung müßte denen also nur klarmachen: "Wir werden sowieso 50% der AKWs abschalten, aber wir müssen der Bevölkerung jetzt begründen können, warum wir die AKWs erst jetzt und nicht schon früher abgeschaltet haben !" Wenn die Energieversorger morgen kein Abwandern ihrer Kunden ins nahe Ausland wünschen, sollten sie dafür sorgen, daß die Konkurrenz im Ausland auch abschalten muß ... Insofern sehe ich nun mehr wie nur die Möglichkeit, daß diese Fakten auf den Tisch gelegt werden.

Nach einer "rücksichtslosen Überprüfung" werden dann bisher geheim gehaltende Gutachten auf den Tisch kommen, von denen die Regierung vorher (offiziell) noch nichts gewußt hat. Und nach allgemeinen (gespieltem) Entsetzen über die neuen Daten (das ist ja ungeheuerlich, warum wurden wir denn nicht schon früher informiert ?) werden die AKWs in Deutschland wegen eines "zu hohen Risikos für die Bevölkerung" abgeschaltet. Das ist dann keine rein politische Entscheidung aufgrund einer "Anti-AKW-Hysterie" der Deutschen, sondern einen Entscheidung die auf den "neu erhobenen Fakten" beruht. Das macht einen erheblichen Unterschied aus !

Wenn nämlich die Deutschen nicht nur aufgrund einer "Anti-AKW-Hysterie" abschalten, dann wird die Bevölkerung aufgrung der "erhobenen Fakten" auch durch die AKWs aus dem Ausland bedroht. Dann werden die ausländischen AKW-Betreiber Schwierigkeiten bekommen, den Betrieb ihrer Anlagen zu rechtfertigen. Die Sicherheit dieser AKWs muß von der EU-Kommison sichergestellt werden ...

Insofern würden durch eine "rücksichtslose Überprüfung" (die dann auch zum Abschalten führen muß) alle Sicherheitsrisiken aufgelistet. Diese Risiken müßten von einer EU-Kommision dann aber auch bei "ALLEN" europäischen AKWs berücksichtigt werden und das würde den Bau neuer AKWs erheblich erschweren. Insofern gehe ich davon aus, daß das Investitionsrisiko für viele Länder zu hoch wird, wenn all diese Risiken erst einmal aufgelistet wurden. Wenn dann ein europäisches AKW nach dem anderen abgeschaltet werden muß, wird wohl kaum noch jemand in neue AKWs investieren.

Nur wenn man nicht aus politischen Gründen sondern aufgrund von "bedrohlichen Fakten" abschaltet, kann man verhindern, daß nur die deutschen AKWs abgeschaltet werden (was uns keineswegs mehr Sicherheit bringen würde).

Kontra Atomkraft! Was sonst!

Puistola ist offline
Beiträge: 983
Seit: 06.08.08
Zitat von Nischka Beitrag anzeigen
(Sorry, ich kann das mit dem Zitieren nicht.)
Ich schick Dir PN

Weißt Du, daß wir im Verhältnis zu vor 25 Jahren eine etwa 150-fache Funkbelastung haben inkl. Interferenzen usw.?
So etwa hätt ich das im Kommunikationsbereich geschätzt. Eine grob vergleichbare Strahlungsmenge entfällt durch den Ersatz der alten Röhren-TV-Geräte durch Flachbildschirme.
Und wo ist jetzt die signifikante Verschiebung in der Krebsstatistik?
Davon war doch die Rede.

Microwelle: Das Feld nimmt im Quadrat des Abstandes ab, lehne Dich also etwas zurück beim Kochen und das wars denn (Dein Link funzt nicht, bitte vor dem Absenden testen).
Energiesparen ohne Änderung der Gewohnheiten ist nicht einfach ...
Es wundert mich, dass sich noch niemand aufregt, weil ich vorgeschlagen habe, auf thermisch erzeugtes Licht zu verzichten. Im Klartext: Glühlampen ersetzen durch Fluoreszenz-Leuchtmittel (oder bald mal LED), wie das im Arbeits- und Aussenbereich seit vielen Jahrzehnten der Fall ist.

Energiesparende Grüsse
Puistola




PS:
Zitat von Nischka
... daß ich es sehr schätze, wenn Menschen, die diskutieren, den anderen - weil er bislang andere An-/Einsichten hat - nicht diskreditieren oder beschimpfen.
Friede Freude Eierkuchen als höchste Priorität in Zeiten des ultimativen Atomunfalls?
Ich habe keine hier Mitdiskutierenden diskreditiert oder beschumpfen.
'Kotzen' wollte ich wohlbegründet über ein kontraproduktives Papier, das nicht von Forumsmitgliedern verfasst wurde.

JAA??
P'la

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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Zitat von pascha Beitrag anzeigen
nicht der papa
ich finde es unverantwortlich den Großteil der verunsicherten Menschen noch mit weiteren Horrormeldungen zu ängstigen.
Ach ja? Das sind mMn. die einfachen Fakten zu unseren alten Reaktoren. Wobei sich unter den aufgeführten 2500 Störfällen alleine dieser alten Reaktoren meines Wissens auch einige Beinahe-Gaus befinden.

Und Du wirst es nicht glauben, aber viele Menschen ängstigt die Atomkraft, insbesondere in Verbindung mit alten und unsicheren Reaktoren, schon seit Jahrzehnten.

Was genau ist an diesen Meldungen denn Horror?
Abgesehen davon, dass unsere aktuelle Regierung dafür gesorgt hat das genau diese alten Rektoren weiter am Netz bleiben ohne dass auch nur vorher vereinbarte Sicherheitsauflagen erfüllt werden müssten und um weiter grosse Mengen an Strom zu produzieren, damit den Stromriesen noch Atomstrom für den Export über bleibt? Genau genommen 17 Terrawatt. Nach Abschaltung der alten Schrottreaktoren können sie immer noch 2 Terrawatt exportieren.
Doch höchstens, dass diese Reaktoren nicht schon früher abgeschaltet wurden.

Meiner Meinung nach ist dieses neue Gesetz genau das, mit dem wir uns hier in D beschäftigen sollten.

Zeigt es doch gleichzeitig die Skrupellosigkeit dieser Regierung, die trotz Wissens um diese Störfälle und die mangelnde Sicherheit dieser Reaktoren dieses Gesetz mit Gewalt durchgedrückt hat.
Und da ist es für mich nicht mit einem verschreckten Huch, jetzt nehmen wir aber ganz schnell alle alten Reaktoren, für die wir ungeachtet der mangelhaften Sicherheit gegen das vorher geltende Gesetz gerade die Laufzeit verlängert und die Sicherheitsstandards gesetzlich reduziert haben, mal kurz für 3 Monate bis nach der Wahl vom Netz und machen Sicherheitskontrollen.
So eine Verarsche.
Hallo! Der normale Bürger geht eigentlich davon aus, dass Kernkraftwerke regelmässigen Kontrollen unterliegen und entsprechende Sicherheitsauflagen zu erfüllen haben.
Er will sich nicht wirklich vorstellen müssen, dass die Sicherheit der Bevölkerung durch die aktuellen Vertreter des Volkes dem Lobbyismus geopfert wurde.

Wer glaubt eigentlich daran, dass diese Reaktoren tatsächlich nach den 3 Monaten stillgelegt bleiben? Gegen aktuelles Gesetz!!!
Dann ist die Wahl vorbei und sie können wieder, wie immer, machen was sie wollen.
Aber ist ja auch egal. Denn wenn in Frankreich der Bär tanzt, hat der Deutsche nicht mal gezuckt.

Die ProKernkraft-Einstellung der Regierungsparteien ist ausserdem schon seit Jahrzehnten hinlänglich bekannt. Daher kam die Laufzeitverlängerung nicht wirklich unerwartet.

So ist das nunmal in einer Demokratie. Wir können uns hier als alte oder junge Atomkraftgegner also aufregen, wie wir wollen.
Wenn die Mehrheit Pro-Kernkraft gewählt hat, was konkret der Fall ist, dann braucht man sich nicht über ein neues Pro-Kernkraftgesetz zu wundern.

Wie wenig die Minderheit das dann verhindern kann, kann mMn. nichts besser demonstrieren als die einheitliche Ablehnung des neuen Gesetzes durch die als Kernkraftgegner bekannten Parteien, sowie deren abgelehnte Änderungsanträge.

Du magst das als Parteipolitik empfinden. Ich empfinde es Lehrstück der Demokratie. Denn für alle Menschen, die sich als Atomkraftgegner verstehen, heisst das erstmal Mitgefangen-Mitgehangen.
Auch wenn 214 Abgeordnete von SPD und Grünen, wie bereits im November angekündigt, neben einigen SPDregierten Bundesländern Klage gegen die Laufzeitverlängerung vorm Bundesverfassungsgericht eingereicht haben.

Zitat von Manno
Wenn wir beim Thema bleiben, dann heißt
das gemäss dem von Marcel erstellten Threadtitel Kontra Atomkraft! Was sonst!
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Geändert von nicht der papa (19.03.11 um 22:04 Uhr)

Strahlenwerte in Deutschland

Anne S. ist offline
Beiträge: 4.242
Seit: 28.03.05
Wie es aussieht werden auch hier in Deutschland die Bürger schon wieder hintergangen und man schiebt einen Riegel vor, da Strahlenwerte von Messstationen nicht mehr veröffentlicht werden.

Es ist einfach eine bodenlose Schweinerei, wenn man auch hier im Vorfeld unehrlich ist und uns Bürgern wichtige Informationen vorenthalten will.

Laut der Lokalzeitung in Schleswig-Holstein dürfen die Wetterstationen auf Fehmarn und in Schleswig ihre Messergebnisse nicht mehr veröffentlichen.

Man sollte sich natürlich wehren und bei Bundesinstitut für Strahlenschutz nachfragen, warum das so ist.

Unabhängig gemessene Strahlenwerte gibt es auf
der Website von Gerhard Wisnewsk.

Willkommen bei Gerhard Wisnewski


Liebe Grüße
Anne S.
__________________
Den Herrn stets ernst zu nehmen, das ist Weisheit. Und alles Unrecht meiden, das ist Einsicht.

Kontra Atomkraft! Was sonst!

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Komisch. Da komme ich zu einem anderen Ergebnis. ODL Deutschland
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11


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