Kontra Atomkraft! Was sonst!

16.03.11 09:55 #1
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Kontra Atomkraft! Was sonst!

alibiorangerl ist gerade online
Beiträge: 8.950
Seit: 09.09.08
Wuhu,
Zitat von Echorausch Beitrag anzeigen
... Wir brauchen keine kompromisse .. wir brauchen klare Entscheidungen! Wir brauchen keine fauligen Ausreden .. wir brauchen klare ehrliche Fakten .. besonders bei solchen brisanten Themen ...
ja, so ist es. Doch die Realität sah schon immer anders aus...
Zitat von Dora Beitrag anzeigen
Warum gibt es Rund um die AKWs soviele Krebserkrankte? ...
So sind AKWs immer eine Gefahr, auch wenn keine "Störfälle" auftreten - vor allem für Anwohner im 50 (!) Kilometer-Umkreis (Leukämie - KiKK-Studie):

www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/hintergrund/atomluege102.html
(Sendungs-Infos und gesamter Video-Beitrag abrufbar)

Datei:BfS 2007 KiKK-Studie.pdf "Diese Untersuchung des BfS zeigt deutlich erhöhte Raten von Läukemie im Umkreis von 50 km um Kernkraftwerke."

KiKK-Studie: Internationale Kritik am Mainzer Kinderkrebsregister oekonews.at - Erste Tageszeitung für ERNEUERBARE ENERGIE und Nachhaltigkeit - Zeitung Medium Portal Fachblatt Zeitschrift tagesaktuell Erneuerbare Energien rss xml

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=5863 seit "11.09.2009 in der parlamentarischen Prüfung"

Die Verantwortlichen respektive Entscheider wissen alle darum. Sind wir doch froh, dass bereits gründlichst geprüft wird... seit eineinhalb Jahren...
__________________
» Optimismus ist nur ein Mangel an Information. « – Heiner Müller

Kontra Atomkraft! Was sonst!

butterberg ist offline
Beiträge: 16
Seit: 22.09.08
Hallo,
wir kommen jetzt auf den Punkt.Ich war seit 2006 in ärztlicher Behandlung wegen einen Harnblasen- Kazinom(Krebs) und dadurch bin ich viel in Kliniken herumgekommen.Wie man sieht und hört;Krebs in allen Varianten.
Da fragt man sich sind es die Gene ist es die Ernährung oder ist es die allgemeine Strahlenbelastung?
Die angesetzten Grenzwerte sind zu hoch angesetzt,ändert aber nicht an der Tatsachen die wir Lebewesen einer zunehmenden ratioaktiven Strahlenbelastung ausgesetzt sind.
Wie schon in den vorigen Beiträgen angeführt wird so viel verschwiegen und verduscht.Diese Eigenschaft mancher Menschen und zumal der jetzigen Gesellschaftordnung
ist dominierent.
Fazit:nur aus Geld und Profitgier!

butterberg

Geändert von butterberg (19.03.11 um 09:59 Uhr)

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pascha ist offline
Beiträge: 3
Seit: 04.08.10
Zitat von nicht der papa Beitrag anzeigen
Ich finde auch die
ganz interessant.
Denn daraus gehen auch viele Details hervor.

So kann man 3488 entnehmen, dass es in Biblis B schon über 400 meldepflichtige Zwischenfälle gab.

3489, dass es in Brunsbüttel schon rund 460 meldepflichtige Zwischenfälle gab.
2007 führte ein Kurzschluss zur Reaktorschnellabschaltung. Beim Wiederanfahren gab es erneut eine Panne. Dem Betreiber Vattenfall sind damals eklatante Mängel bei der Betriebsführung und bei der Information der zuständigen Behörden nachgewiesen worden. So wurde eine Mängelliste mit 707 Punkten öffentlich, die nach einer routinemäßigen Sicherheitsüberprüfung im Jahr 2001 nicht umgesetzt worden waren.

3490, dass es in Isar1 schon über 270 meldepflichtige Zwischenfälle gab.
Das AKW Isar 1 war in jüngster Zeit auch Gegenstand verschiedenster unabhängiger Untersuchungen (Intac Hannover, Büro für Atomsicherheit, Institut für Risikoforschung Wien).
Unabhängig voneinander kamen sie zu sehr ähnlichen Ergebnissen. Diese Ergebnisse wurden in einem internen Bericht des TÜV für das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit in weiten Teilen bestätigt.
Eine wesentliche Schwäche dieses Reaktortyps ist die Auslegung des Reaktorgebäudes. Die Stahlbetonwände sind relativ dünn und bieten daher wenig Schutz gegen Angriffe von außen oder Flugzeugabstürze.
Besonders gefährlich ist Isar 1, da das Brennelementelagerbecken sich außerhalb des Sicherheitsbehälters weit oben im Gebäude, quasi direkt unter dem Dach befindet. In diesem Lagerbecken ist mehr langlebige Radioaktivität gesammelt, als im eigentlichen Reaktor. Schon eine Zerstörung dieses Lagerbeckens hätte eine katastrophale Verseuchung zur Folge.
Wie anfällig dieser Reaktortyp ist, zeigt aber auch eine Auswertung der Arbeitsverfügbarkeit der deutschen AKWs: Sämtliche Reaktoren vom Typ SWR 69 sind hier im untersten Drittel zu finden. Die hohe Störanfälligkeit lässt sich aber auch an den vielen „meldepflichtigen Ereignissen“ ablesen. Sie treten bei der Baulinie 69 etwa doppelt so häufig auf, wie bei den neu-
eren Reaktoren in Deutschland.
Ein besonderes Problem stellen in Isar 1 die seit den 1990er Jahren immer wieder auftretenden Risse bzw. Rissanzeigen an Rohrleitungen und Armaturen dar. Risse können Ausgangspunkt für schwere Störfälle sein. Trotz eines umfangreichen, aber keineswegs vollständigen Austauschprogramms von Rohren und Armaturen treten die Risse immer noch auf. Auch die Ursachen, d.h. wann, warum und wo diese Risse auftreten, sind nicht vollständig geklärt.

3491, dass es im Krümmel schon über 300 meldepflichtige Zwischenfälle gab.
Obwohl erst seit 1984 im kommerziellen Betrieb, gehört das AKW Krümmel technisch zu den Altanlagen in Deutschland und weist erhebliche nicht nachrüstbare Auslegungsdefizite auf. Der Reaktor ist annähernd baugleich zu den wesentlich älteren AKW Brunsbüttel, Isar 1 und Philippsburg 1. Das Kraftwerk ist nicht hinreichend gegen einen Flugzeugabsturz gesichert.
Zuletzt kam es zu einer Pannenserie in den Jahren 2007 und 2009 mit Reaktorschnellabschaltungen nach einem Trafobrand.

3492, Mit über 400 meldepflichtigen Zwischenfällen ist Neckarwestheim 1 nach Brunsbüttel der Pannen-anfälligste Reaktor in Deutschland. Die Grüne Bundestagsfraktion hat eine Studie zu den Risiken von Neckarwestheim 1 erstellen lassen, die folgende Ergebnisse geliefert hat:
Es treten deutlich mehr Fehler in Neckarwestheim 1 auf als im Nachbarblock
Neckarwestheim 2. Insbesondere im Bereich der Ereignisse mit Alterungsrelevanz liegt die Anzahl der Ereignisse bei Neckarwestheim 1 um den Faktor 4 höher als beim Nachbar-Reaktorblock Neckarwestheim 2. Das Notstromsystem musste im Schnitt fünfmal so oft anspringen.
Das Personal wird wesentlich stärker mit radioaktiver Strahlung belastet. Im Jahr 2006 war die Jahresbelastung aller Mitarbeiter in der Summe rund fünfmal höher als in der jüngeren Vergleichsanlage.
Der Reaktor ist gegen Störfälle generell wesentlich schlechter geschützt, weil sein gesamtes Sicherheitsdesign veraltet ist. Es besteht ein vergleichsweise erhöhtes Risiko, dass Sicherheitssysteme im Störfall ausfallen. Die Sicherheitssysteme und - komponenten sind räumlich und verfahrenstechnisch nach dem heutigen Stand der Technik nicht hinreichend unabhängig voneinander.
Insbesondere bei Lecks oder Rissen in Rohrleitungen ist das Risiko unbeherrschbarer Ereignisabläufe im Vergleich mit neueren Atomkraftwerk hoch. Es kann z. B. schneller zu Rissen in den Rohren kommen und auch das Risswachstum ist schneller.
Die Notstromversorgung ist schlechter gesichert als in der jüngeren Vergleichsanlage. Die Zahl und auch die Zuverlässigkeit der vorhandenen Notstromdiesel, die zur Reaktorkühlung benötigt werden, sind geringer.
Bei einem Störfall verfügt der Reaktor über vergleichsweise geringe Kapazitäten an Kühlmittel und Kühlpumpen sowie über ein nicht sicheres System von Sicherheitsventilen.
Sicherheitsdesign und Brandschutz entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik.
Neckarwestheim 1 ist nur den Absturz eines kleineren Militärfliegers (Starfighter) geschützt, der Absturz eines größeren Passagierjets wie A340, A380 und Boeing 747 würde eine Katastrophe auslösen.

3493, dass es in Phillippisburg 1 schon über 330 meldepflichtige Zwischenfälle gab.
Die Technologie von Philippsburg 1 stammt noch aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts (Siedewasserreaktor Baulinie 69 wie Isar 1 und Brunsbüttel). Bei dem Reaktor besteht ein erhöhtes Risiko, dass radioaktiver Dampf entweicht, z. B. bei einem Rohrbruch.
Philippsburg 1 ist nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert, selbst der Absturz eines Leichtflugzeugs könnte die viel zu dünne Außenhaut zerstören und eine Katastrophe auslösen.
Am 20. Mai 2010 sagte Umweltminister Röttgen dazu im FAZ-Interview „Drei [Atomkraftwerke] haben keinen Schutz gegen Flugzeugabstürze. Die Kraftwerke müssen etappenweise auf den Stand der Nachrüsttechnik gebracht werden.“ Philippsburg 1 ist eines dieser drei AKWs. Bis vor dem Spitzentreffen im Kanzleramt am 5. September sah der BMU-Entwurf für die Atomgesetz-Novelle vor, nachträgliche bauliche Schutzmaßnahmen vorzuschreiben. Die geplante Regelung wurde aber ersatzlos gestrichen.

3494- Der Druckwasserreaktor Unterweser entspricht dem technischen Stand der 1970er Jahre. Es fehlt ein ausreichend dicker Sicherheitsbehälter, der bei einem Unfall eine zusätzliche Barriere gegen das Austreten von Radioaktivität wirkt. Die Kuppel besteht lediglich aus 80 cm dickem Stahlbeton, der den Reaktorkern gegen den Absturz eines „Starfighters“, also eines leichten Kampfjets, sichert. Seit Inbetriebnahmen gab es rund 330 meldepflichtige Zwischenfälle im AKW Unterweser, das sind ca. 10 pro Betriebsjahr.
nicht der papa
ich finde es unverantwortlich den Großteil der verunsicherten Menschen noch mit weiteren Horrormeldungen zu ängstigen.
Ich bin auch für die Abschaltung der Atomkraftwerke, aber das
geht nicht mit Gewalt. Wo bleibt denn die rationale Erklärung, was ein meldepflichtiger Zwischenfall ist? Ich finde es auch schade, dass so ein Podium als parteipolitische Bühne missbraucht werden darf.

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Puistola ist offline
Beiträge: 983
Seit: 06.08.08
Zitat von AndyB Beitrag anzeigen
...dass nicht ernsthaft nach unter Umständen sehr kostspieligen Lösungen zur Senkung des "Restrisiko" geforscht wird.
Das spezielle am "Restrisiko" der Kernenergie-Technologie, ist dass es sich nicht reduzieren lässt:
Ein Risiko ist das Produkt von befürchtetem Schadenausmass mal Eintretenswahrscheinlichkeit.
Wenn das befürchtete Schadenausmass unbegrenzt ist, bleibt das Restrisiko auch bei einer massiven Senkung der Eintretenswahrscheinlichkeit unendlich gross.
Daher befasst sich die Technik ausschliesslich mit dem GAU, dem grössten anzunehmenden Unfall.
Steigert man die angenommenen Einwirkungen, wird der GAU als Auslegungsgrundlage anspruchsvoller, das Risiko, dass er eintritt, geringer.
Der GAU bewirkt wohl den Untergang der Anlage, hat aber nach Aussen keine oder allenfalls beherrschbare Auswirkungen.

Was "Restrisiko" heisst, wird man in Japan dann sehen, wenn es nicht gelingt alle Reaktoren und Abklingbecken erfolgreich und dauerhaft zu kühlen, also das Ereignis (mehr oder weniger) im Rahmen des GAU zu halten. Ob das gelingen wird, bezweifle ich zufolge der äusserst misslichen Verhältnisse am Schadenort (Auslösung durch auslegungsübersteigende Einwirkungen und zudem die nicht bedachte Kumulierung von Erdbeben und Tsunami. Massive Behinderung durch Kälte, Nachbeben, Trümmer und Strahlung ...).
Für die 35 Millionen Menschen in Tokyo, 100 Millionen in Japan, besteht eine ernsthafte Gefahr unbekannter Grösse.
Das seit Tschernobyl nicht mehr theoretische "Restrisiko" schickt sich erneut an, seine reale Fratze zu zeigen.

Nur jene, die schon vor Jahrzehnten gewarnt haben sind draussen:
Die Versicherungsgesellschaften.
Schon bei der Einführung der Kerntechnologie haben die Münchner und die Schweizer Rück die Versicherung des Risikos aus der Kernenergieerzeugung strikt begrenzt, weil andernfalls nicht nur die Existenz der Welt, sondern - horribile dictu - der Versicherungswirtschaft gefährtet wäre.

Reaktion der Politik: Das "Restrisiko", also finanztechnisch alles, was die Deckungssumme übersteigt, wurde der Gesellschaft überbunden, die im übrigen mit Vergnügen die produzierte faustische Energie konsumiert.
Nur bedenkt: Versicherungsgesellschaften rechnen Risiken in Dollar, Franken, Euro und Yen, für die Gesellschaft geht es um das "Restrisiko", und das rechnet sich in Leben, Krankheit und Tod.

In Deutschland werden ca. 23% des Energiebedarfes durch Atomstrom gesichert. Das bedeutet im Umkehrschluss, wenn wir bereit und in der Lage sind täglich 4 Stunden ohne jede elektrische Versorgung zu leben, dann können wir sofort den Stecker ziehen.
Das ist Unsinn. Ein Kühlschrank oder ein Boiler ist ein thermischer Speicher. Wird ihm 4 Stunden lang der Strom abgedreht, arbeitet er eben in den restlichen 20 Stunden mehr, der Energieverbrauch bleibt in etwa konstant.

In Deutschland werden grad mal 5 % des Energiebedarfs durch Atomstrom "gesichert", der grosse Teil ist Öl und Gas, die verfeuert und verfahren werden.
Die 23% betreffen nur den Anteil an der elektrischen Energie. Und da gilt es kurzfristig, nicht abzuschalten, nicht den Stecker zu ziehen, sondern einzusparen:
"23%" kürzer duschen, Kühlschrank "23%" weniger kalt fahren, Licht nicht mehr thermisch erzeugen und nur dort, wo man es braucht, Raumwärme reduzieren und nur dort und dann, wo und wann man sie braucht.
Den Desktop ausgeschaltet lassen und das Netkook (ca. 80% weniger!) nutzen. Die Vorräte in der Gefriertruhe im Keller aufbrauchen und die Kiste ausschalten. Microwelle statt Backofen nutzen wo möglich. Die Liste lässt sich beliebig verlängern, ohne die geringste Einbusse von Lebensqualität.
Jetzt, heute!

Mittelfristig den Kühlschrank von 1992 durch einen neuen ersetzen, der grad mal einen Viertel der Energie braucht für gleiche Nutzleistung. Die Gebäude wärmedämmen, Warmwasser solarthermisch erzeugen (wenn die Sonne mal scheint), kontrollierte Lüftung für alle Bauten ...

Langfristige Investitionen in erneuerbare Energieproduktion samt den entsprechenden Verteilsystemen (Fernleitungen, Wasserstoffzyklus) statt Ersatzbau von fossilen oder Kernkraftwerken.
Dabei sind diese Investitionen dort sinnvoller, wo Wind und Sonne in grösserer Energiedichte zu nutzen sind, also nicht im Odenwald oder auf den Jurahöhen:

Nordsee für Wind, die Libyibsche Wüste für die Sonne.ybien? Da wütet doch ein Despot!
Ja, klar, Libyen und die wenig besiedelten Wüstengebiete des übrigen Nordafrika, wo denn sonst? Es ist die Aufgabe Europas, in der Transmittelmeerischen Nachbarschaft politische und wirtschaftliche Verhältnisse zu fördern, die Recht und Stabilität bieten. Das Mittel ist, wie stets wenn es um Stabilität geht, die Integration in die EU, die Euro-Zone.
Dann können wir dort nicht nur unsere KKWs mit Sonnenenergie substituieren, sondern auch das Öl, das Erdgas und die Kohle.
Die Photovoltaik wird für die Stromproduktion keine Rolle spielen, sondern ausschliesslich solarthermische Systeme, denn Wärme lässt sich speichern, die Kraftwerke können also auch nachts Strom produzieren und über HGÜ gegen gutes Geld nach Europa liefern.
Photovoltaik ist sinnvoll zur Erzeugung von Wasserstoff, der sich speichern und transportieren lässt zur Nutzung in mobilen Systemen (Auto, Flugzeug, Schiff ...)

Dies ist die grössere Aufgabe, als KKWs eben mal abzuschalten.
Mit dem "Restrisiko" werden wir noch einige Zeit leben müssen, Japan und Nachbar Frankreich ohnehin, die je etwa 80% der elektrischen Energie in KKWs erzeugen. Aber in der Zeit bis zur gestaffelten Abschaltung der KKWs ist daran zu arbeiten, dass auch grössere als bisher vorgesehene Ereignisse als GAU (Auslegungsereignis) beherrscht werden können.
Ein GAU ist ein Betriebswirtschaftliches Ärgernis, weil das KKW dabei kaputtgeht, aber definitionsgemäss keine Katastrophe.
Die Grenze zwischen diesen möglichen Ausgängen von Kernunfällen ist derzeit in Japan erreicht. In einigen Tagen wissen wir mehr, aber unsere Entscheidungen dürfen dadurch nicht beeinflusst werden:
Ein geordneter Ausstieg aus der Sackgasse der Kernenergie ist das Ziel. Doch das ist erst erreicht, wenn der weltweit letzte Brennstab in einem sicheren (?) Endlager ruht.

Puistola

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Echorausch ist offline
Beiträge: 611
Seit: 26.03.10
Wegen der Sache mit der Krebsrate ! Ich glaube die Ursache das die Krebsrate in Deutschland steigt ist vielen Ursachen zuzuschreiben.

- Stress
- falsche Ernährung, manipulierte Nahrungsmittel
- Rauchen, Trinken,
- Smok - Strahlenbelastung wie Funk Wlan ect pe
- Unter umständen Genbedingt
- Medikamente und falscher Umgang auch mit Nahrungsergänzungsmitteln ( ja auch sie können krebsfördernd sein )

usw usw ...

Ich glaube da kann man nicht sagen ... genau das ist die Ursache oder genau das !

@ Alibiorangerl : Ja . das ist halt das Dilema Die Realität .. manche wollen sie einfach nicht sehen !

Kontra Atomkraft! Was sonst!

Puistola ist offline
Beiträge: 983
Seit: 06.08.08
Zitat von Echorausch Beitrag anzeigen
..., dass die Krebsrate in Deutschland steigt ist vielen Ursachen zuzuschreiben.

- Stress
- falsche Ernährung, manipulierte Nahrungsmittel
- Rauchen, Trinken,
- Smok - Strahlenbelastung wie Funk Wlan ect pe
- Unter umständen Genbedingt
- Medikamente und falscher Umgang auch mit Nahrungsergänzungsmitteln ( ja auch sie können krebsfördernd sein )

usw usw ...
Der Hauptgrund für die erhöhte Krebsrate ist paradoxerweise die bessere Gesundheit der Bevölkerung: Man wird älter, und das Alter ist der grösste Risikofaktor für Krebs überhaupt. Damit ist nicht gesagt, dass die erwähnten Risikofaktoren samt und sonders vernachlässigt werden könnten.
(Mich persönlich trifft das nicht: Ich "sammle" Krebserkrankungen, obwohl ich erst ein Mittfünfziger bin)

Zu den genannten Risiken:

- Stress

Gab es schon immer: Hungersnot, Despotie, Armut und Zwang waren die alten Stressfaktoren.


- falsche Ernährung, manipulierte Nahrungsmittel


Die alte Ernährungsweise war gefährlicher:
Bleiglasuren, massenweise Nitrosamine bei Speisezubereitung auf offenem Feuer, saisonal geringe Auswahl, bzw. einseitige Ernährung, verdorbene Nahrungsmittel wegen ungenügenden Lagerungsbedingungen, Vitaminmangel im Winter, Mangel. und Unterernährung breitester Kreise und, und ...


- Rauchen, Trinken

Dieses Risiko ist heute persönlich kontrollierbar.
In Zeiten, als ausschliesslich mit offener Flamme geheizt wurde, war das Rauchrisiko kollektiv. Nichtalkoholische kalte Getränke gab es gar nicht, da ohne Pasteurisation nicht haltbar.


- Smok - Strahlenbelastung wie Funk Wlan ect pe


Smog?
Viel zu viel, aber seit Jahrzehnten abnehmend durch Katalysatoren, Feuerungskontrolle, Entschwefelung ...
Funk, Wlan, "Elektrosmog"
Neueres, aber trotz aller Untersuchungen eher geringes Risiko.


- Unter umständen Genbedingt


Je nun, die ach so heilsame "Natürliche Auslese" wird durch die im allgemeinen reduzierten Überlebensrisiken der Industriegesellschaft und den medizinischen Fortschritt bei uns (nicht in wirtschaftlich und medizinisch unterversorgten Gebieten dieses unausgeglichenen Planeten) weitgehend ausgeschaltet.
Die Alternative könnten vielleicht die Herren Goebbels und Mengele dargelegt haben?


- Medikamente und falscher Umgang auch mit Nahrungsergänzungsmitteln

Beispiel Chemotherapie: Wer den Krebs zufolge einer Chemo überlebt, hat ein deutlich erhöhtes Risiko nochmal an Krebs zu erkranken. Wer das Medikament ablehnt, stirbt mit erhöhter Wahrscheinlichkeit schon das erste mal.
NEMs kann man persönlich vermeiden, wie das Rauchen und Saufen, nicht nur falls die NEMs ein Krebsrisiko darstellen sollten (was ich nicht hoffe). Man esse abwechslungsreich und kaufe mit Vorzug wenig verarbeitete Nahrungmittel statt Convenience-Food.


Zuletzt:
Warum eigentlich steht in dieser Liste das Risiko der ionisierenden Strahlen nicht? Die sind doch das Thema dieses Threads.
Dieses Risiko war früher nur regional durch Radon und Bergbau gegeben, während es heute durch die Medizin und die Kerntechnologie verbreitet besteht.
Letzteres trifft im Alltag in geringem Masse zu, alle paar Jahre anscheinend aber in katastrophalem Ausmass.
Das ist als *Restrisiko" nicht tragbar.


Nie den Überblick verlieren,
empfiehlt
Puistola

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Dora ist offline
in memoriam
Beiträge: 2.848
Seit: 05.07.09
Werden wir bewusst krank gemacht und gehalten?

Das war eine Anfrage an Frau Bundeskanzlerin vor ungefähr 1 1/2 Jahr, man nahm diese Anfrage sehr kritisch und angeblich auch ernst auf.

Vieles gibt einem einfach Rätsel auf und oft erhalten wir darauf gar keine Antwort. Ich betrachte es nicht als Hysterie, wenn man tagtäglich diesen Risiken bewusst ausgesetzt wird. Man darf gar nicht erst darüber Nachdenken, sonst würden wir womöglich ganz Durchdrehen.


Auffallend hohe Krankheitsrate der Haut, in der Nähe eines Flugplatzes

Auffallend viele Säuglingen sterben in der Nähe einer Müllverbrennungslage.

Das wurde von einer Medizinerin im Zusammenhang eines großen Militär Flugzeugausbau den Gegnern bestätigt.

http://www.fluglaerm-kl.de/dl/treibstjp8.pdf

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Tito ist offline
Beiträge: 1.429
Seit: 08.07.05
Zitat von Puistola Beitrag anzeigen
Zu den genannten Risiken:

- Stress

Gab es schon immer: Hungersnot, Despotie, Armut und Zwang waren die alten Stressfaktoren.
Den heutigen Stress kann man doch nicht mit damals vergleichen ! Du kannst selbst den Stress der deutschen heute, nicht mit dem heutigen Stress der Südländer vergleichen. Teilweise hat man nicht mehr mehr Zeit in Ruhe zu essen etc. Wo gibt das sonst noch ?
Zitat von Puistola Beitrag anzeigen
- falsche Ernährung, manipulierte Nahrungsmittel

Die alte Ernährungsweise war gefährlicher:
Bleiglasuren, massenweise Nitrosamine bei Speisezubereitung auf offenem Feuer, saisonal geringe Auswahl, bzw. einseitige Ernährung, verdorbene Nahrungsmittel wegen ungenügenden Lagerungsbedingungen, Vitaminmangel im Winter, Mangel. und Unterernährung breitester Kreise und, und ...
Ansichtssache: Die frühere Ernährung war gesünder, weil naturbelassener. Da war ein Brot noch ein Brot mit einfachen Zutaten ohne Farbstoffe, ohne Emulgatoren und ohne Koservierungsmittel. Da war Salat oder Erdbeeren etc. frisch vom ungespritzen Feld, und das zum damaligen Vorteil NUR Saisonal. Heute bekommt man alles gespritzt und hochgezüchtet zu jeder Jahreszeit. Erdbeeren an Weihnachten z.b. ?!
Verdorbene Nahrungsmittel: Na lieber sich 4 Tage lang die Seele aus dem Körper kotzen und sich somit natürlich von Giften befreien, anstatt sich schöne, mit Giften behandelte Lebensmittel reinzuziehen, gegen die man nicht so leicht was tun kann auf Dauer.
Vitamine: Damals hatten die Lebensmittel noch Vitamine. Damals wurde noch mehr auf natürliche Lebensmittel gesetzt, so wie sie gewachsen sind. Heute musst Du stundenlang suchen, um Lebensmittel zu finden, die nicht bis ins extreme verarbeitet sind.


Zitat von Puistola Beitrag anzeigen
- Smok - Strahlenbelastung wie Funk Wlan ect pe

Smog?
Viel zu viel, aber seit Jahrzehnten abnehmend durch Katalysatoren, Feuerungskontrolle, Entschwefelung ...
Funk, Wlan, "Elektrosmog"
Neueres, aber trotz aller Untersuchungen eher geringes Risiko.
Trotz aller Untersuchungen eher geringeres Risiko ?
Du glaubst wohl alles man ein Mobilfunkanbieter dir sagt ?! Das meistunterschätzte Risiko überhaupt. Jeder rennt mit Handy rum, täglich. Kinder werden mit Babyphones bestrahlt, jeder zweite surfte unterwegs mit seinem Handy, jeder möchte schnurlos daheim telefonieren, viele schauen ihrem Essen in der Mikrowelle zu beim brutzeln, jeder möchte seinen Laptop im Haus bewegen können und dabei seine emails checken.... das nenne ich alles eine extreme Belastung, und wo Du vorher das Wort "Kontrolle" erwähnt hast.... Elektrosmog ist absolut unkontrolliert und unkontrollierbar solange sich die Menschen nicht im klaren sind, was sie sich damit antun.
Ich habe kein Schnurloses Telefon, ich trage mein Handy selten am Körper, ich schalte es nachts aus, ich habe kein Wlan, ich werde nie in die Nähe eine Handymastes ziehen, ein Babyphone wird auch nicht ins Haus kommen bzw. nur eines mit automatischer Abschaltung....

Zitat von Puistola Beitrag anzeigen
- Medikamente und falscher Umgang auch mit Nahrungsergänzungsmitteln

Beispiel Chemotherapie: Wer den Krebs zufolge einer Chemo überlebt, hat ein deutlich erhöhtes Risiko nochmal an Krebs zu erkranken. Wer das Medikament ablehnt, stirbt mit erhöhter Wahrscheinlichkeit schon das erste mal.
NEMs kann man persönlich vermeiden, wie das Rauchen und Saufen, nicht nur falls die NEMs ein Krebsrisiko darstellen sollten (was ich nicht hoffe). Man esse abwechslungsreich und kaufe mit Vorzug wenig verarbeitete Nahrungmittel statt Convenience-Food.
Ok, da gebe ich Dir Recht. Falsche Medikamenteneinnahme bzw. unnötige Medikamenteneinnahme wird ebenfalls als Todesursache unterschätzt.
Und mit den natürlichen Lebensmittel stimme ich dir auch zu.

Kontra Atomkraft! Was sonst!

Puistola ist offline
Beiträge: 983
Seit: 06.08.08
Zitat von Dora Beitrag anzeigen
Das wurde von einer Medizinerin ... bestätigt.

http://www.fluglaerm-kl.de/dl/treibstjp8.pdf
Tut mir leid, aber bei so viel Widersprüchlichkeit muss ich kotzen:

Da im Zivilbereich verboten, wundert es nicht, dass die Verwendung vom Militär bestritten wird. Doch wir
wissen aus langer Erfahrung, dass das Militär leugnet und lügt!
...
Jährlich werden derzeit allein in Ramstein 330 Mio. l JP8 verfüllt. So die Pressestelle des US Militärflughafens.
Leugnet und lügt das Militär, während seine Pressestelle gleichzeitig die Verwendung dieses Treibstoffs mitteilt?
Ja was denn nun?

Da wird geschwafelt von H2O und COs als Schadstoff und von "vielen hoch verdichteten Kolbenmotoren", ausgerechnet auf einem Militärflugplatz. So was findet Verwendung in unseren PKWs und in Kleinflugzeugen, aber nicht in den Transportern, Trainern und Kampfflugzeugen von Ramstein.

Ob so viel Unsinn und Absurdität gehen Nachrichten wie diese bedauerlicherweise als hoffnungslos unglaubwürdig unter:

Mitverantwortlich ist der physikalische Schadstoff Lärm.
Danach leben die meisten MCS-Kranken in der Nähe von militärischen Einrichtungen, auch entlang den Natotreibstoffpipelines
CEPS.
(Gemeint ist wohl ein höherer Prozentsatz, nicht die meisten)

Als MCS-Betroffener kann mir nicht egal sein, wenn dieses leider immer noch umstrittene Krankheitsbild in einem gigantischen Schwafeltext tief in die Unglaubwürdigkeit gezogen wird.

Selbstverständlich sind Treibstoffe und ihre Produkte aus unvollständiger Verbrennung schädlich für MCS-Betroffene, und selbstverständlich sind hochgezüchtete Additive noch weniger verträglich als einfache Paraffine.
Und ich stelle auch nicht in Frage, dass die erwähnten Belastungen um den Flughafen Realität sind, dass Lärm quält. Aber so kommuniziert, glaubt das niemand ausserhalb der Gruppe der Betroffenen.

Ach ja, eigentlich wollten wir hier das nukleare "Restrisiko" diskutieren ...
Auch dort hilft kopflose Aufgeregtheit nicht weiter.

'tschuldigung
P'la

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alibiorangerl ist gerade online
Beiträge: 8.950
Seit: 09.09.08
Wuhu,
meine Lieben, hier im Thread gehts nicht primär um Krebs, aber es ist leider eine Tatsache, dass rund um Atom-Kraft-Werke die Leukämie-Rate um vieles höher ist als in der Regel. Seht Euch den kurzen Beitrag oberhalb an...

Nicht vergessen, Thema ist in diesem Thread: "Ein Beitrag zu den Ereignissen in Japan und den wieder aufkeimenden Diskussionen zum Thema Atomkraft: Kontra Atomkraft! Was sonst!"
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