Atomenergie: 27.11.16 Abstimmung CH

26.11.16 12:12 #1
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Atomenergie: 27.11.16 Abstimmung CH
Clematis
Zitat von Karde Beitrag anzeigen
die Versorgung sei noch nicht durch andere Stromquellen gewährt. Und noch immer finden Menschen "Atomenergie" ist sicher und sauber ....
Hallo Béatrice,

leider ist es ja so, daß jede alternative Energiequelle, seien es Windräder, Gezeitenkraftwerke, Staudämme, Solarpanele usw. irgendeinen Nachteil haben - es sind immer Eingriffe in die Natur oder sie benötigen viel Platz oder, oder...

Daß diese genannten jedoch nicht die enormen Risiken mit sich bringen, wie die Atomkraft, geht dabei oft unter. Und die Atomlobby tut das ihrige mittels psychologisch geschickt aufbereiteter Propaganda dazu, um diese enormen Risiken zu verniedlichen.

Das kann man in allen Ländern mit AKWs beobachten. So stehen die Atomgegner z.B. in Frankreich fast auf verlorenem Posten, wenn es um Lagerstätten für Atommüll, neue oder marode AKWs geht. Trotz Fukushima ist das Bewußtsein, daß ähnliches auch hier geschehen könnte, noch nicht angekommen. Auch wird die schädliche Wirkung radioaktiver Emmissionen gehörig unterschätzt.

Tröstlich ist dabei, daß immer mehr Menschen den Heilsversprechen der Atomlobby nicht mehr so recht glauben und einen Wandel wollen. Die Schweizer Abstimmung war zu 54,2 dagegen. Wie viele insgesamt jedoch dafür stimmten, dazu kann ich keine konkrete Zahl finden. Veröffentlicht wurden wohl nur Zahlen, die sich auf einzelne Kantone bezogen, teils mit hohen Ja-Stimmanteilen:
Angenommen wurde die Volksinitiative in den Kantonen Genf, Waadt, Neuenburg, Jura und den beiden Basel, mit zum Teil hohen Ja-Anteilen. In Genf waren es 59, in Basel-Stadt 60,5 Prozent. Auch in den Städten Zürich (59 Prozent) und Bern (62,9 Prozent) fiel der Atomausstieg auf fruchtbaren Boden. Chancenlos war die Initiative dagegen in ländlichen Regionen. Der Kanton Schwyz beispielsweise lehnte mit einem Nein-Anteil von 68,1 Prozent ab.
Nein zur Atomausstiegsinitiative: Energiestrategie rückt in den Fokus - NZZ Schweiz
Was mag wohl der Grund sein, daß in Städten die Ja-Stimmen so hoch waren, in ländlichen Gebieten jedoch sehr niedrig. Informationsdefizit? Oder konservativer, weniger aufgeschlossen für neue Wege? Ich denke auch, daß eine Volksabstimmung, wenn es sie gegeben hätte, in D ein ähnliches Ergebnis erzielt hätte, in F wäre es gar nicht erst zu einer Abstimmung gekommen mangels Interesse.

Gruß,
Clematis

Atomenergie: 27.11.16 Abstimmung CH

Karde ist offline
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Clematis
Zitat von Clematis Beitrag anzeigen
leider ist es ja so, daß jede alternative Energiequelle, seien es Windräder, Gezeitenkraftwerke, Staudämme, Solarpanele usw. irgendeinen Nachteil haben - es sind immer Eingriffe in die Natur oder sie benötigen viel Platz oder, oder...
Daß diese genannten jedoch nicht die enormen Risiken mit sich bringen, wie die Atomkraft, geht dabei oft unter. Und die Atomlobby tut das ihrige mittels psychologisch geschickt aufbereiteter Propaganda dazu, um diese enormen Risiken zu verniedlichen.
Ja, sicher, aber das Argument zb. wenn ein Staudamm bricht... wird alles darunter überflutet das sei sehr schlimm für die Gegend und die Menschen die da sterben.
Klar, alle Unfälle sind "schlimm" aber in meinen Augen ist eine Katastrophe wie es bei AKW's geschehen kann viel grösser denn sie betrifft die aktuelle und auch zukünftige Generationen. Geschweige die Abfälle sind da ja auch keinesfalls harmlos.. aber das wollen viele nicht sehen.

Zitat von Clematis Beitrag anzeigen
Das kann man in allen Ländern mit AKWs beobachten. So stehen die Atomgegner z.B. in Frankreich fast auf verlorenem Posten, wenn es um Lagerstätten für Atommüll, neue oder marode AKWs geht. Trotz Fukushima ist das Bewußtsein, daß ähnliches auch hier geschehen könnte, noch nicht angekommen. Auch wird die schädliche Wirkung radioaktiver Emmissionen gehörig unterschätzt.
Ja, Fukushima sei selber schuld.. es sei an einem Ort gebaut worden, wo man mit einer Katastrophe hätte rechnen müssen.... bei uns würde das alles viel sicherer gebaut und kontrolliert .. so wird dazu argumentiert.

Zitat von Clematis Beitrag anzeigen
Tröstlich ist dabei, daß immer mehr Menschen den Heilsversprechen der Atomlobby nicht mehr so recht glauben und einen Wandel wollen. Die Schweizer Abstimmung war zu 54,2 dagegen. Wie viele insgesamt jedoch dafür stimmten, dazu kann ich keine konkrete Zahl finden. Veröffentlicht wurden wohl nur Zahlen, die sich auf einzelne Kantone bezogen, teils mit hohen Ja-Stimmanteilen:
Was mag wohl der Grund sein, daß in Städten die Ja-Stimmen so hoch waren, in ländlichen Gebieten jedoch sehr niedrig. Informationsdefizit? Oder konservativer, weniger aufgeschlossen für neue Wege? Ich denke auch, daß eine Volksabstimmung, wenn es sie gegeben hätte, in D ein ähnliches Ergebnis erzielt hätte, in F wäre es gar nicht erst zu einer Abstimmung gekommen mangels Interesse.
Ländliche Gegenden haben wie erwähnt .. Angst vor Staudämmen, wollen keine Windräder, Sonnenkollektoren etc.und viele gehen gar nicht stimmen.

Aargau und Solothurn wo 4 der 5 AKW's stehen.... die wollen die weiterhin..
aus unterem Link,ZITAT:
Die Stimmbeteiligung war bei der Wahl 45% und hier die Totalstimmen:
JA-Stimmen absolut: (1'098'464 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (1'301'520 Stimmen
Nein zum Atomausstieg: Aufatmen in der Region - News - SRF
andererseits war die Stimmbeteiligung für diese Wahlen (es gab ja noch anderes zur Abstimmung) landesweit sehr hoch
http://www.20min.ch/schweiz/news/sto...hren--16379721
liebe Grüsse
Béatrice
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Geändert von Karde (28.11.16 um 17:25 Uhr)

Atomenergie: 27.11.16 Abstimmung CH
Clematis
Zitat von Karde Beitrag anzeigen
Nein zum Atomausstieg: Aufatmen in der Region - News - SRF
andererseits war die Stimmbeteiligung für diese Wahlen (es gab ja noch anderes zur Abstimmung) landesweit sehr hoch
20 Minuten - Höchste Stimmbeteiligung seit 24 Jahren - News
Hallo Béatrice,

danke für die Links
45,8% Ja, bei Frauen sogar 49%, ist ja für sich genommen kein schlechtes Ergebnis.
Wahlbeteiligung 62% - vielleicht den anderen Fragen zuzuschreiben, dennoch recht hoch.
Viele sind also aufgewacht .

Liebe Grüße,
Clematis

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ullika ist offline
Beiträge: 1.596
Seit: 27.08.13
Leider macht radioaktive Strahlung vor Grenzen nicht halt. Wir in Österreich haben uns seinerzeit gegen Atomkraft entschieden und sind nun von Atomkraftwerken an den Grenzen eingekreist. Eigentlich unverschämt, nicht mehr Abstand zu halten. Von jedem Zigarettenraucher erwartet man das heute.

Wir können gut ohne Atomstrom leben, die Schweizer könnten das genauso und der Rest der Welt.
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Der Weg zur Gesundheit führt durch die Küche, nicht durch die Apotheke (Sebastian Kneipp)


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