Suche durch Strahlung (Uran) Erkrankte (zB Autoimmundefekte)

27.06.13 20:50 #1
Neues Thema erstellen

harajuku ist offline
Beiträge: 35
Seit: 27.06.13
Hallo,
nach langer Suche mal ein Forum entdeckt, dass vll mit meinem Problem etwas anfangen kann.

Suche Menschen die den Verdacht haben, dass ihre Krankheit/en durch radioaktive Strahlung verursacht wurde.

Ich selber habe diverse Erkrankungen und bisher keine klare Diagnose. Im Raum steht eine radioaktive Verstrahlung als Ursache.
Lebte als Kind 800 Meter von der Wismut in Dresden. Einem rießigen Uranerzbergwerk der DDR. Eine Urandeponie war mit etwas Erde und alten Autoreifen abgedeckt. Diese brannte alle 2 Wochen und der Rauch zog zu uns rüber. Nach der Wende wurden die Keller zugemauert, da das Grundwasser und das Erdreich verseucht waren. Die Sanierung des Gebietes soll 2015 abgeschlossen sein. 1990 haben sie begonnen. 25 Jahre sprechen also nicht grad für ein bissle verseucht.
Viele, sehr viele dort sind gestorben. Vorallem an Krebs. Die Straße die am nächsten zum Uranerzwerk war, war am stärksten betroffen. Alle an Krebs gestorben, wie uns Anwohner später erzählt haben.
Ich wurde dort gezeugt, war also auch als Embryo dem ausgesetzt. Das Nachbarskind, dass zur gleichen Zeit geboren wurde, war schwerstbehindert.
Ich lebte die kompletten 80er dort.

Kurzer Anschnitt meiner Krankheiten:
Rheumatische Beschwerden
Chronischer Eisenspeicher-Mangel
Unterzucker ohne Diabetes
Extreme Müdigkeit
Hoher CK-Wert
Diverse verschiedene Hautausschläge
Herpes/Aphten
Allergien/Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Migräne
Bösartige Leberflecke
...usw

Wenn jemand auch aus diesem Gebiet in Dresden kommt oder aus der Nähe eines Atomkraftwerkes und ähnlich Beschwerden hat, würde ich mich sehr über Kontakt freuen.
Vielleicht auch jemand, der neue Infos hat. Versuche gerade eine Verbindung zum Chronischen Erschöpfungssyndrom herzustellen oder einer Autoimmunerkrankung.


Suche durch Strahlung (Uran) Erkrankte (zB Autoimmundefekte)

Oregano ist offline
Beiträge: 62.676
Seit: 10.01.04
Hallo Harajuku,

Wismut ist ein übles Kapitel der DDR-Industriegeschichte.

Es gibt auf jeden Fall eine Selbsthilfegruppe:

Mitteilungsblatt 01-2009 - Thüringische Krebsgesellschaft e.V.
http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2007/04/27/a0103

Und es gibt Hindernisse, falls jemand versucht, als Strahlenopfer registriert zu werden und entschädigt zu werden.
de.indymedia.org | Kommentar zur neuen Strahlenschutzverordnung

Vielleicht kannst Du über diese Selbstilfegruppe weiter kommen?

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Suche durch Strahlung (Uran) Erkrankte (zB Autoimmundefekte)

harajuku ist offline
Themenstarter Beiträge: 35
Seit: 27.06.13
Danke Oregano für die Links,
habe beim Googln nicht viel gefunden. Außer die Sache mit dem Uranverseuchten Straßenbau.

Ja, ich habe auch den Verdacht, dass die da was vertuschen wollen. Die Stadt Dresden sagt garnix dazu. Meine Mutter hat letztes Jahr mal in unserem alten Wohngebiet nachgefragt. Viele waren da von früher nicht mehr übrig. Unser eine Nachbar, war auch an Krebs gestorben, so wie viele andere.

Ich wollte mich diesbezüglich untersuchen lassen, aber wenn man dass einem Arzt erzählt, dann kann der das garnicht glauben. Wohne schon ewig in Westdeutschland und da kann sich sowas ein Arzt erst recht nicht vorstellen, was da damals so ablief. Ein Bekannter von mir, der Chemiker ist, meint, dass man es nachweisen kann. Aber ich finde keinen Arzt, der das macht. Selbst die Krankenkasse kommt nut mit Umweltärzten. Die machen aber nie Radioaktivität. Man bräuchte vll einen Arzt, der auch die Leute im Atomkraftwerk untersucht.

Werd mir morgen mal die Links anschauen. Heut is schon zu spät.
Mündlich hab ich schon gehört, dass die Klagen alle abgewiesen wurden

danke^^

Suche durch Strahlung (Uran) Erkrankte (zB Autoimmundefekte)

Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.002
Seit: 09.01.10
Ich habe beim googlen das

Google

gefunden, viele, viele Infos, "Uranbergbau Wismut". Das ist ein düsteres Kapitel DDR- Geschichte und Sowjetgeschichte.

es gab schon Sendungen usw, ich fürchte, da hilft nur, sich durchwühlen, durchlesen, Kontakte zu Betroffenen knüpfen.

Westdeutsche Umweltmediziner können damit nichts anfangen, das befürchte ich auch.

Alles Gute und Grüße von
Datura

Dies noch aus vorigem Link:
http://www.mdr.de/damals/archiv/uranbergbau100.html

Geändert von Datura (28.06.13 um 09:41 Uhr)

Suche durch Strahlung (Uran) Erkrankte (zB Autoimmundefekte)

Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.002
Seit: 09.01.10
Und noch das

Etwa jeder zehnte Ex-Beschäftigte nahm seit 1992 an einem speziellen Früherkennungsprogramm für Strahlenbelastete teil. Für das Programm wurde laut Breuer bisher insgesamt eine Milliarde Euro aufgewendet, der überwiegende Teil davon gehe als Rentenleistung an die Betroffenen.
von hier:

Uranbergbau : Mehr Wismut-Mitarbeiter an Lungenkrebs erkrankt - Nachrichten Gesundheit - DIE WELT

Suche durch Strahlung (Uran) Erkrankte (zB Autoimmundefekte)

Oregano ist offline
Beiträge: 62.676
Seit: 10.01.04
Hallo Harajuku,

es ist schrecklich, was man alles weiß, und was alles nicht getan wird. Die "Kumpels" werden ja noch halbwegs beachtet, aber die Bevölkerung, die dort lebte, scheint ganz unbeachtet zu bleiben.
Der Artikel ist von 2007, aber ich fürchte, seitdem hat sich nichts zum Besseren verändert:

http://www.strahlentelex.de/Stx_07_494_S01-07.pdf

Und dies macht auch nicht gerade zuversichtlich:

Abstimmung am 10.11.2011
Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (DIE LINKE):
Der Bundesverteidigungsausschuss empfiehlt unter Buchstabe c seiner Beschlussempfehlung, den Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen auf Drucksache 17/5373 mit dem Titel „Umfassende Entschädigung für Radarstrahlenopfer der Bundeswehr und der ehemaligen NVA“ für erledigt zu erklären. Wer stimmt für diese Beschlussempfehlung?
– Wer stimmt dagegen? – Wer enthält sich? –
Die Beschlussempfehlung ist mit den Stimmen der Unionsfraktion, der FDP-Fraktion, der SPD-Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen gegen die Stimmen der Fraktion Die Linke angenommen.
...
DIE LINKE. Inge Höger: Umfassende Entschädigung für Radarstrahlenopfer der Bundeswehr, der ehemaligen NVA und ziviler Einrichtungen

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Suche durch Strahlung (Uran) Erkrankte (zB Autoimmundefekte)

harajuku ist offline
Themenstarter Beiträge: 35
Seit: 27.06.13
Danke Datura und Oregano!

Ich habe letztes Jahr gesucht und im Internet eigentlich nur Infos zu den "Kumpels" gefunden. Nichts über Anwohner. Das mit dem Straßenbau in glaube Chemnitz fand ich noch.
Dann eben vor Ort gesucht. Aber auch ohne Kontakte zu Leuten mit Klage-Erfahrung.

Habe seit kurzem bing statt google. Da hat er mir jetzt plötzlich auch ne Menge ausgespuckt.
Wie Datura schon sagt, erstmal durchwühlen. Wenn ich mal Kontakt bekomm, könnt ich ne Website (mach ich berufl) machen, dann kann man das auch leichter finden.

@Datura
hab schon mehrere Sendungen angeschaut, aber leider geht es nie richtig um die Anwohner bzw klare Aussagen, wie: Anwohner haben dadurch Krebs und Behinderungen bekommen. Da und dort können sie Hilfe bekommen.

@Oregano
ja, die verarschen uns. Immer sollen wir nach Chernobyl schaun. Aber dass es daweil hier vor unseren Augen passierte/passiert, überspielen sie damit.
Da läuft soviel im Hintergrund. Was sie mit den armen Soldaten schon alles gemacht haben, mag ich mir garnicht vorstellen.

Hat zwar nix mit dem Thema zu tun, aber da sieht man mal wie fein unter den Tisch gekehr wird:
Rätselraten um einen tückischen Erreger | MDR.DE
Ich dachte ich seh nicht recht. Geben uns wissentlich verseuchtes Tierfleisch. Vielleicht sollt ich da mal nen Post im passenden Forum machen.

Nochmal Danke an euch!

Suche durch Strahlung (Uran) Erkrankte (zB Autoimmundefekte)

Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.002
Seit: 09.01.10
Hallo,

Wies aussieht, werden (sind) nur ein kleiner Teil der Arbeiter in der Wismut entschädigt worden, die Zahl sonstiger Betroffener ist nicht bekannt:

Bis 1990 wurden 7.163 Fälle von Lungenkrebs bei Bergarbeitern als strahlenbedingte Berufskrankheit anerkannt, einige tausend wurden abgelehnt, 5.237 Todesfälle wurden als Strahlenopfer anerkannt (24). Mit einer Dunkelziffer von weiteren 7.000 wurde 1993 beim Bundesamt für Strahlenschutz gerechnet. Jährlich kommen rund 300 neue Fälle dazu. Inoffiziell sollen über 17.000 Bergarbeiter an den Folgen der Strahlenbelastung durch den Uranabbau gestorben sein (35). Die Zahl der Opfer unter der nicht im Bergbau tätigen Bevölkerung der Region ist unbekannt
Medizinisches ABC - Strahlenunfaelle

Es gruselt einen, wenn man das liest, Du bist nicht allein, es gibt viele, viele Strahlenopfer.

Ich war in meinem früheren Berufs - Leben MTA, in der Orthopädie, unter anderem, die Leute wurden so dermaßen beknallt mit Röntgen, dass sie mittags mit einem Strahlenkater aus der Klinik raus sind. Ich mag mir nicht ausmalen, wieviele später chronisch krank werden und nie erfahren, woher das kommt.

Ich könnte mir vorstellen, dass Du in der Region selbst Überlebende finden könntest und auch Ärzte, denen das Problem / die Erkrankungen nicht unbekannt ist.

Und: es könnte sein, dass es keinen Weg gibt, gesund zu werden, deshalb könnte ich mir vorstellen, dass ich alles daran setzen würde, gesund zu leben/ zu essen/ Nahrungsergänzungsmittel/ Aminosäuren usw - hier im Forum gibts viele Anregungen, wenngleich die Fülle der Infos unübersdichtlich ist, aber es gibt das WIKI und es gibt immer auch oben festgepinntes, stressarm leben und mir das Leben so nett wie möglich machen würde.

Ich vermute fast, dass nie jemand die Strahlenbelastung im Umfeld der Wismut dokumentiert hat, sodass auch niemand vor Gericht Erfolg haben kann, denn es gibt ja keinen Beweis. Womöglich gibts ja doch tief verschlossene Prüfberichte, womöglich könnte man Monitor darauf ansetzen.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Deine Krankheiten nur die eine Ursache haben, eben unter anderem dadurch Zerstörung der weißen Blutkörperchen und deshalb nicht beherrschbare Vireninfektionen.

Hast Du Blutuntersuchungsergebnisse? Vielleicht könntest Du Dich in der Hämatologie einer Uniklinik vorstellen, da muss man doch was sehen können im Differenzialblutbild.

Alles, alles Gute, mir fehlen gerade die Worte.

Datura

Suche durch Strahlung (Uran) Erkrankte (zB Autoimmundefekte)

Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.002
Seit: 09.01.10
Schau mal:

Die anschließende biologische Phase dauert von wenigen hundertstel Sekunden bis zu Jahren oder Jahrzehnten. Zunächst kommt es zur weiteren Diffusion von Bioradikalen bis zum thermodynamischen Ausgleich. Durch die Veränderungen an den Biomolekülen kommt es zur Beeinflussung des Zellstoffwechsels, zur Beeinflussung der Proteinsynthese und zu Modifikationen an der Erbsubstanz der Zelle. Dadurch kommt es zu submikroskopischen und teilweise sogar zu sichtbaren Schäden an den Organellen, z.B. zu Zerstörungen der Zell- und Kernmembranen und zu Chromosomenbrüchen und ggf. zum Zelltod. Unsichtbare Schäden können Denaturierung von Proteinen und Mutationen an der Erbsubstanz sein, die auch zu maligner Entartung führen können. Zur biologischen Phase gehören auch die Reparaturmechanismen der Zelle und der eventuelle Tod des Organismus durch Strahlenkrankheit oder Krebserkrankung.
Medizinisches ABC - biologische Wirkungen

Alle Deine Krankheiten sind so wie ich das sehe ursächlich durch die Strahlenbelastung zu erklären.

Aber ich sehe keine Chance, daraus etwas gerichtsverwertbares abzuleiten, es könnte für Dich persönlich wichtig sein, die Erklärung zu haben, aber sonst nichts- so schrecklich ich das finde.

Datura

Suche durch Strahlung (Uran) Erkrankte (zB Autoimmundefekte)

harajuku ist offline
Themenstarter Beiträge: 35
Seit: 27.06.13
@ Hallo Datura,
vielen Dank für deine Anteilnahme und deine Beiträge!

Ja stimmt, dass mit dem Röntgen ist auch so ein Ding. Hab letztens erst in einer Doku gesehen, dass viele in der Röhre erst Krebs bekommen. Ein befreundeter Chemiker meinte auch, dass den Leuten nicht gesagt wird, dass schon einmal Röntgen reicht um Krebs zu bekommen. Ich dachte immer nur die Strahlenmenge wäre entscheident, aber er meinte, dass schon normales Röntgen bzw CT mal eben Krebs auslösen kann. Also ist es eher wie Russisch-Rolett. Ich lass mich auch nur Röntgen wenn wirklich nötig.

Also gefunden hab ich Leute, aber die haben entweder vor Gericht verloren oder erst garnicht angefangen zu klagen. Habe ja dank der Links den Wismut/Atomkraftgegner e.v oder so ähnlich gefunden. Aber leider haben die keine Homepage und der Gründer ist gestorben. Mal weiter forschen.

Ja, ich befürchte auch, dass die Gesundung schwierig wird. Oder unmöglich. Wenn aber eine konkrete Autoimmunerkrankung ausgelöst wurde, dann gibts vielleicht Medikamente. Oder zumindest die Anerkennung, nicht als Psycho abgestempelt zu werden. Momentan suche ich Arbeit, da es die letze Zeit wegen den Krankheiten schwierig wurde. Jetzt sitzt mir das Amt im Nacken und will mich in Zwangsjobs, wie Hotelzimmer reinigen, stecken. Ich habe zwei gute Ausbildungen im höheren Bereich und soll jetzt Hotelzimmer reinigen? Das geht körperlich erst recht nicht. Habe mich deswegen entschlossen mich selbstständig zu machen. Dadurch kann ich mir die Zeit frei einteilen. Nur wenn ich dann Schmerzen habe, oder Zusammenbrüche, dann muss ich halt Tabletten einwerfen und durch. Dann is nix mit Krankschreibung und Ausruhen. Ich hoffe ich schaffe das. Wenigstens ist dann der Druck weg, sich ständig vor Kollegen und Chefs rechtfertigen zu müssen.

Ja, auf Ernährung setze ich schon. Sehr gesund. Kokosöl, Gemüse, Glutenfrei, Eier, mageres Fleisch, Fisch. Nehme Lysin, Eisen, Seelen, B-Vitamine, VitaminD,...Keine E´s, keine Geschmacksverstärker,..

Ja ich glaube auch dass es schwierig wird. Mein HNO hat bei sich in den Computer geschaut und meinte: "Ja, da sind die meisten Krebsfälle Deutschlands". Er hatte wohl eine Ärzte-Innterne Liste bzw Karte.

Meine Mutter war vor mir ja auch schon schwanger, und hatte wohl so schlechte Blutwerte, dass die im Krankenhaus das Kind weggemacht haben. Nähere Infos hat meine Mutter da leider nicht. In der DDR wurde einem ja nie was gesagt und man durfte nichts entscheiden. Sie meinten nur "sieh haben schlechtes Blut, das Kind muss weggemacht werden"
Was auch immer das heißen sollte. Naja und einen Monat später war meine Mutter dann sofort mit mir schwanger.

Das merkwürdigste war meine Geburt. Ich war über und über mit Eiterpickeln voll. Auch die Nabelschnur und der Mutterkuchen! Kein Arzt konnt und kann damit etwas anfangen. Wurde damals sogar vom Chefprof. der Klinik untersucht.
Da stehen alle Symptome. Naja nicht alle, nur die wichtigsten.
http://www.symptome.ch/vbboard/koenn...-diagnose.html

Also beim Onkologen war ich, aber damals wurde mir das mit der Wismut noch nicht erzählt, also konnte ich dem Arzt diesbezüglich auch keinen Hinweis geben. In der Immunologie in der Uniklinik war ich auch schon. aber nix. Allerdings wusste ich das mit der Wissmut da auch noch nicht.

Danke für deine Hilfe!

P.S.: Vielleicht braucht man doch die Presse :(


Optionen Suchen


Themenübersicht