Derealisation/Depersonalisation Selbsthilfegruppe

20.01.12 18:59 #1
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Derealisation/Depersonalisation Selbsthilfegruppe

Traumdenker ist offline
Beiträge: 1.190
Seit: 09.01.11
Zitat von Axolotl Beitrag anzeigen
Hmm! hast natürlich recht. Ich nehme jede Hilfe an und gehe gerne jeden noch so dummen Weg um endlich die Scheibe loszuwerden. Ein kleiner Check beim Arzt kann in diesem Fall sicherlich nicht schaden. Meine Frage jedoch zu dieser Unterfunktion: wenn ich das Ganze richtig verstanden habe (Internetforschung) dann müsste doch in irgeneinem Bereich meines Körpers ein zumindest fühlbarer oder auffälliger Kreislaufverlust vorhanden sein.--> ich habe jedoch weder ein Drang zu mehr Schlaf noch sehe ich mich bei der Arbeit körperlich schwächer oder weniger ausdauernd als die Anderen. Kann also die DR/DP ein alleinstehendes Symptom dessen sein?
Das ganze ist sehr komplex,ich hab nur mögliche Ursachen genannt.Eine Schilddrüsenunterfunktion sieht bei jedem was die Symptome angeht anders aus,aber es gibt schon typische Symptome..


Außer die hier genannten Möglichkeiten würde mir auch nach jahrelanger Forschung nichts mehr einfallen..Dieses Gefühl ist wirklich die Hölle und ich hoffe dass ich da bald irgendwie raus bin...


Viel Erfolg!

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Tobi 90 ist offline
Beiträge: 2
Seit: 05.07.12
Hallo,

möchte mich gerne vorstellen.

Mein Name ist Tobias. Ich bin jetzt 22 und leide seit 2006 an Derealisation.

Erst vor ein paar Wochen fand ich endlich heraus, was ich habe. Ein Zufall. Ein Kumpel von mir bekam die Derealisation durch Drogen und beschrieb mir, welche komischen Symtome er hatte.
Mir lief es kalt den Rücken runter!
Hab immer im Internet nach "Wahrnemungsstörung" gesucht und nie was gefunden, was meine Krankheit beschreiben könnte.
Bei mir war eher Stress und Angststörung der Auslöser.

Mein Kumpel hatte die Derealisation ca. 6 Monate und nahm letztendlich Antidepressiva. Sertralin und Paradoxan. Ihm hats geholfen und seitdem fühlt er sich und die Umwelt wieder wie zuvor. Wenn ich darüber nachdenke wie schön es war, alles "normal" wahrzunehmen könnte ich eig total losheulen.

Es beruhigt mich aber schon sehr, dass es weitere Menschen gibt die sowas haben. Ich dachte Jahrelang ich sei der einzige und fühlte mich einsam damit.

Ich wünschte ich würde irgendwann im Internet lesen "... gegen Derealisation - Heilchance 99,99%).

Ich hoffe nach 6 Jahren, ich schaffe es endlich wieder "normal" zu sein und mein Leben in vollen und in echter Warhnehmung genießen zu können. Klar, habe ich auch so gelebt. Habe meine mittlere Reife gemacht, meine Ausbildung abgeschlossen. Meine Freundin kennen gelernt. Viel Spaß im Singleleben gehabt. Aber eben aus den Augen eines derealisierten Menschens. Nicht wirklich "Wahr" und "Nah". Ich denke ich muss die Muster der Symtome nicht mehr beschreiben, aber ich fühle mich besser wenn ich genau darauf eingehe.
Ich wüsste nicht was ich mache, wenn ich wieder alles "normal" warhnehmen würde. Ich müsste weinen, schreien, loslaufen, ausrasten, die Welt umarmen, um meine Emotionen genau auszudrücken.
Es gibt nicht schöneres als Gesund zu sein. Gesund bin ich, aber nicht der Mensch, der sich Gesund fühlt, oder seine Gesundheit alles aus einem unrealen Blickwinkel wahrnimmt.
Nun gut...

Im Moment bin ich bei einer Heilpraktikerin, die mir Schlüssler Salz D5 verschrieben hat. 5 Stück Morgens, 5 Stück Mittags, 5 Stück vor dem Bett gehen. Sie sollen meine Angststörungen auf natürlicherweise abschalten. 1x in der Woche 3 Stück globulis.

Muss zugeben, Heilpraktiker sind echt nicht billig. Die Therapie belief sich in der den ersten beiden Sprechstunden darauf, mir meinen Balast zu nehmen. Die schlechten Erlebnisse die ich im Gerhin gespeichert hatte, rauszulöschen - bis zum Papierkorb zu gelangen. Sie sprach mit meinem Unterbewusstsein... sie sagte außerdem, dass ich 2006 anscheinend einen "Burn out" hatte das evtl der Grund sein könnte.

Hoffentlich hilft es mir.

Ich wünsche euch ebenfalls eine 100%ige Heilung und würde mich um eure Antworten freuen.

Gruß Tobi

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Traumdenker ist offline
Beiträge: 1.190
Seit: 09.01.11
Meiner Meinung nach hat dieser Kerl absolut recht,es kommt nach langer Forschung auch für mich nichts anderes als Ursache(n) in Frage:Trauma,Probleme im Familiensystem...ganz allgemein gehalten und es klingt für mich doch sehr plausibel.Hört doch rein,ich hoffe ihr könnt ihn verstehen



Er war selbst betroffen und probierte so einiges(Supplements,Psychopharmaka,Therapien)..

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nyeeroo ist offline
Beiträge: 7
Seit: 22.02.12
Wenn ich darüber nachdenke wie schön es war, alles "normal" wahrzunehmen könnte ich eig total losheulen.
Hallo Tobi 90!
Ich war länger nicht mehr hier, aber du sprichst mir wirklich aus der Seele.
Auch ich lebe sehr lange schon damit, ich meine seit 2007 oder 8.. In der Zeit habe auch ich mein Abi gemacht, meinen Freund habe ich vorher bereit skennengelernt, ihn aber auch so gehalten, und habe nun vor 6Wochen mein Studium begonnen.
Aber alles fällt mir so unglaublich schwer momentan..
Ich muss mich übelst aufraffen, aufzustehen oder sinnvolle Sachen wie den Haushalt zu machen (ich wohne trotz Freund alleine) und auch das macht mir zu schaffen. Ich habe nicht sehr viele Kontakte, gehe an eine Pendler Uni, wo kaum jemand in meiner Nähe wohnt. Und das alles macht mich echt momentan fertig..

Ich hoffe nach 6 Jahren, ich schaffe es endlich wieder "normal" zu sein und mein Leben in vollen und in echter Warhnehmung genießen zu können. Klar, habe ich auch so gelebt. Habe meine mittlere Reife gemacht, meine Ausbildung abgeschlossen. Meine Freundin kennen gelernt. Viel Spaß im Singleleben gehabt. Aber eben aus den Augen eines derealisierten Menschens. Nicht wirklich "Wahr" und "Nah". Ich denke ich muss die Muster der Symtome nicht mehr beschreiben, aber ich fühle mich besser wenn ich genau darauf eingehe.
Ich wüsste nicht was ich mache, wenn ich wieder alles "normal" warhnehmen würde. Ich müsste weinen, schreien, loslaufen, ausrasten, die Welt umarmen, um meine Emotionen genau auszudrücken.
Es gibt nicht schöneres als Gesund zu sein. Gesund bin ich, aber nicht der Mensch, der sich Gesund fühlt, oder seine Gesundheit alles aus einem unrealen Blickwinkel wahrnimmt.
Wie gut ich das nachvollziehen kann.. ich wünsche uns beiden viel
Kraft für diese Zeit... Was ich nur gemerkt habe, für mich, soziale Kontakte pflegen ist unheimlich wichtig und auch Sonne genießen..

Wie geht es dir mittlerweile?

Liebe Grüße

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Tobi 90 ist offline
Beiträge: 2
Seit: 05.07.12
Hallo Nye,

freut mich, dass du meine (bzw.) Situation so gut nachvollziehen kannst.

Wie geht es mir im Moment.
Gute Frage. Etwas besser vielleicht. Mein Leben ist doch sehr beeinflusst durch stressbedingte Situationen, ab und an Angststörungen, wobei ich diese im Moment auch im Griff habe, aufgrund meiner Heilpraktikerin.

Mein größtes Problem/Hindernis bin ich anscheinend selbst bzw. ich mach mir gewisse Dinge einfach zu Problemen, die eigentlich gar keine wären, wenn ich mich nicht meistens so reinsteigern würde. Zwischen Egomanie und null Selbstvertrauen, ist das alles so ein auf und ab.

Ich habe auch viele Freunde. Kenne sehr viele Menschen, aus der Umgebung. Ich mach ja auch selber Musik und man kennt mich z. T. Daran würds nie liegen.
Bin ja eigentlich auch ein extrovertierter Mensch, der alles gerne nach aussen hin selbstsicher und stark wirkt.

Letztendlich bräuchte ich halt wirklich mal eine effektive Auszeit. Meditation, gesunde Ernährung, Sport und stressfreie Wochen. Das wärs mal!

Ich wünsche dir ebenfalls alles Gute!!

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nyeeroo ist offline
Beiträge: 7
Seit: 22.02.12
Hmm, das hineinsteigern kenne ich auch aus eigener Erfahrung sehr gut.. hinterher komm ich mir immer blöd vor, aber in der Situation selber bin ich recht machtlos und wie mit Scheuklappen..

Meine PT meinte einmal (ich studiere Physiotherapie), dass diese so sehr sensible Seite in mir, die auch auf diese Stressfaktoren so sehr anspricht, dabei durchaus ein 'Vorteil' sein kann..ich damit auch uU sehr sensibel bei anderen Menschen fühlen könnte
Ich werd's sehen.

heute zum Beispiel habe ich einen ziemlich guten Tag, da spüre ich das zwar auch, aber es belastet mich lange nicht so, wie als wenn ich sowieso mies drauf bin..

liebe grüße

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Traumdenker ist offline
Beiträge: 1.190
Seit: 09.01.11
Ich bin mir nicht sicher ob ich den folgenden Link schonmal gepostet habe.Lest es euch mal durch,ich finde die These dass sich eine Depersonalisation durch Gifte wie Quecksilber,Fluorid und weitere sowie durch ein psychologisches Trauma entwickelt,sehr gut.Auslöser war dann wie bei mir Cannabis..

Natural Depersonalization Treatment - Derealization Cure with Herbal Remedy

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nyeeroo ist offline
Beiträge: 7
Seit: 22.02.12
ich hab's grade noch nicht gelesen, aber klingt auch für mich sehr logisch..
tut mir leid für dich mit den rauchen, stellt man sich bestimmt auch anders vor.
bei mit haben sich früh die Eltern unter sehr viel emotionalem und körperlichem "Krieg" getrennt, passt ja auch in dieses Bild.
werde es mir gern bei Zeiten durchlesen!

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Traumdenker ist offline
Beiträge: 1.190
Seit: 09.01.11
Zitat von nyeeroo Beitrag anzeigen
ich hab's grade noch nicht gelesen, aber klingt auch für mich sehr logisch..
tut mir leid für dich mit den rauchen, stellt man sich bestimmt auch anders vor.
bei mit haben sich früh die Eltern unter sehr viel emotionalem und körperlichem "Krieg" getrennt, passt ja auch in dieses Bild.
werde es mir gern bei Zeiten durchlesen!

Lese es durch.Ich finde es ist wirklich viel daran,es geht um wirklich herbe physische und psychische Ursachen die zusammen für die Verursachung von DR/DP sorgen..


Wenn du das so klar sagen kannst ist das sicherlich die Ursache,diese zu behandeln ist halt nur meistens schwer..



lg

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paule ist offline
Beiträge: 1.060
Seit: 01.02.10
Zitat von Traumdenker Beitrag anzeigen
Ich bin mir nicht sicher ob ich den folgenden Link schonmal gepostet habe.Lest es euch mal durch,ich finde die These dass sich eine Depersonalisation durch Gifte wie Quecksilber,Fluorid und weitere sowie durch ein psychologisches Trauma entwickelt,sehr gut.Auslöser war dann wie bei mir Cannabis..

Natural Depersonalization Treatment - Derealization Cure with Herbal Remedy
Wen man an so etwas denkt, dann sollte einem bewusst sein, dass das nicht einfach Substanzen sind, die man einnimmt wie eines der westlichen Medikamente mit einer westlichen Einstellung.
Hierfür wäre sehr viel "begleitende und vorbereitende Arbeit" im Rahmen einer schmerzhaften Persönlichkeitsentwicklung und eine "Behandlung" in einem entsprechenden Kontext nötig.
Wenn das nicht nicht berücksichtigt wird, ist eine Psychose vorprogrammiert.
Careful use of drugs like ibogaine and Ayahuasca might be another cathartic method for exorcising chronic pathological kundalini symptoms and bringing the "restructuring work" to a faster close. But this will only be of positive advantage in the context of social enrichment, occupational and physical rehabilitation.
Wer sucht, der findet auch genügend Erfahrungsberichte und kann sich dann vorstellen, was da mit einem passiert.

Geändert von paule (05.11.12 um 09:52 Uhr)


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