Paroxetin absetzen

08.06.11 13:38 #1
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Paroxetin absetzen

Boni ist offline
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Seit: 17.11.13
Ich kann nur dazu raten SSRIs mit Fluoxetin (Fluctine) auszuschleichen. SSRIs machen in Abhängigkeit ihrer Halbwertszeit, also mit der Geschwindigkeit mit der sie abgebaut werden (Paroxetin hat die kürzeste und macht daher wenn die meisten Probleme), Absetzerscheinungen. Fluoxetin macht das sehr selten weil es unter allen SSRIs die längste Halbwertszeit hat. Daher mit Absprache des Arztes das alte SSRI ausschleichen und Fluoxetin einschleichen. Fluoxetin gibt es auch als Tablette die man nach belieben brechen kann. Damit dann in Intervallen die mit dem Arzt zu besprechen sind ein bisschen runterbrechen bis man auf Null ist.

Paroxetin absetzen
Clematis
Zitat von lexdeluxe Beitrag anzeigen
Nach einigen Wochen bei der Dosierung von 20mg wurden meine Angst- und Panikattacken wieder stärker. Ich suchte einen Psychtherapeuten auf und dieser hat mir empfohlen, die Dosierung auf 30mg zu erhöhen. Seither geht es mir auch wieder gut.

Nun möchte ich aber wirklich das Medi loswerden. Einerseits habe ich das Gefühl, dass ich durch das Mittel nicht mehr ich selbst bin und andererseits fühle ich mich von den Ärzten etwas verarscht. Da gehst du mit einem Problem zu ihm und er verschreibt dir einfach ein Medi und Punkt. Womöglich ist es sein Wunsch, dass ich mein Leben lang dieses Mittel konsumiere, damit er auch schön daran verdient ...
Kann mir jemand weiterhelfen bez. Tipps geben?
Hallo Alex,

zunächst einmal: die andernorts gegebene Empfehlung nun auch noch Fluoxetin zu nehmen, kann Dich in zusätzliche Schwierigkeiten bringen, weil zwischen Medikamenten auch Interaktionen auftreten. Sie können ihre Wirkungen gegenseitig verändern, verstärken, seltener abschwächen.

Dein Grundproblem sind Angst- und Panikattacken und der einzig nachhaltige Weg, dieses Problem zu lösen, sind NICHT Medikamente, sondern herauszufinden, woher diese kommen, wann sie entstanden sind, das Problem, das da zugrunde liegt zu bearbeiten und aufzuarbeiten. So kann Dir in der Kindheit z.B. etwas wiederfahren sein, das erstmalig zu diesen Attacken führte. Dieser Auslöser muß gefunden werden. Da er recht tief im Unterbewußtsein vergraben liegt, ist das zwar nicht ganz einfach, aber es ist möglich da ran zu kommen.

Dabei könnte z.B. eine gute Cranio-Sakral-Therapeutin helfen. Bei dieser Therapie kommt man in eine sehr tiefe Entspannung und kann dann auch Erinnerungen aus dem Unterbewußtsein hochkommen lassen. Dabei darf die Therapeutin Dir keine Gedanken von sich eingeben, sie darf lediglich so neutral fragen, daß Du den Weg zu der Ursache selbst findest, denn nur Du kennst sie auch. Hast Du sie erst einmal ins Bewußtsein geholt und verarbeitest sie dann, dann verschwinden auch die Angst- und Panikattacken.

Die Medikamenteneinnahme verdeckt nur die Ursachen, löst sie aber nicht, meist verstärken sich beim Absetzen auch noch die Symptome, die man eigentlich los haben will.

Psychiater und Psychologen greifen viel zu schnell zu Medikamenten, geht ja auch schnell - Rezeptblock raus und schon ist man den Patienten wieder los und hat obendrein der Pharma einen Dauerkunden beschert für den diese Psychos dann oft genug auch noch gut "nebenher" bezahlt werden. Dein Verdacht ist also nicht ganz unbegründet.

Liebe Grüße,
Clematis


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