Psychiatriegeschädigte

31.05.11 10:45 #1
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Psychiatriegeschädigte

Anneke ist offline
Beiträge: 267
Seit: 23.02.11
Hallo Donau,

dein Posting an Sternenstaub habe ich gelesen und ich stimme dir zu! Daher erübrigt sich eine Antwort auf dein vorhergehendes Posting an mich.
Jeder der geschädigt wurde, soll zu seinem Recht kommen! Die Grenze ist allerdings nur schwer zu ziehen.
Es gibt übrigens Länder, in denen Fixierungen nicht angewandt werden, statt dessen ein Isolierzimmer...

Diese Studie macht auch Hoffnungen EUNOMIA – Europäische Bewertung von Zwangsmaßnahmen in der Psychiatrie und Harmonisierung bester klinischer Praxis « AG Psychiatrische Versorgungsforschung am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden

...was rausgekommen ist, weiß ich leider nicht.

Viele Grüße von Anneke

Psychiatriegeschädigte

Lilie ist offline
Beiträge: 257
Seit: 19.03.08
Ich habe gerade ein wenig auf den Seiten der Psychiatrieerfahrenen gelesen. Dort stehen viele Tipps, wie man sich verhalten sollte, wenn man Zwangsdiagnostiziert, Zwangseingewiesen, Zwangsbehandelt oder Zwangsbetreut wird. Deshalb möchte ich den Link hier nochmal posten.

Psychiatrie Erfahrene

Allerdings finde ich, dass einiges davon sehr schwer ist umzusetzen, vor allem, wenn man sich auf einer geschlossenen Station befindet.

LG

Donau

Psychiatriegeschädigte

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Zitat von Anneke Beitrag anzeigen
...was rausgekommen ist, weiß ich leider nicht.

Viele Grüße von Anneke
Zu denken, Menschenrechtsverstösse würden immer nur in anderen Ländern stattfinden, habe ich mir schon lange abgeschminkt.

Wenn ich das Datum der Studie sehe und das Datum des Urteils
Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte hat bereits am 26.1.2009 gegenüber der UN-Generalversammlung schriftlich bestätigt, dass mit Ratifizierung der Behindertenrechtskonvention (BRK) in Deutschland zum 1.1.2009 alle Psychiatrie-Sondergesetze mit dieser Konvention unvereinbar sind und jeweils abgeschafft werden müssen.
bisher nicht viel.
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Psychiatriegeschädigte

Anneke ist offline
Beiträge: 267
Seit: 23.02.11
Das Thema ist und bleibt schwierig.

Der Link von Donau betrifft die Behandlung von psychisch kranken Straftätern, Menschen die anderen Schaden zugefügt haben. Das sollte selbstverständlich keine Rechtfertigung für Zwangsbehandlung sein.
Wodurch sie zum Straftäter wurden - vielleicht sogar durch ihre Erkrankung - bleibt unberücksichtigt.
Vielleicht hätte eine rechtzeitige Behandlung geholfen?

Jedem, der Psychopharmaka und Zwangsbehandlung pauschal ablehnt, dem empfehle ich mal einen psychotischen unbehandelten Patienten (z.B. mit Verfolgungs-, Größen- oder Vergiftungswahn) bei sich zu Hause aufzunehmen oder einfach nur zu begleiten.

Bitte danach die eingetretenen Schäden beziffern, z. B. für heruntergerissene Deckenverkleidungen, zerstörte Fernseher, Telefone ("überall könnten Wanzen und Kameras versteckt sein"), für hohe Wasserrechnungen ("laufendes Leitungswasser filtert Gifte aus der Luft"), für Gerichtskosten ("alle, die Forderungen an mich haben sind Betrüger")...usw.

Nicht falsch verstehen. Auch ich mag keinen Zwang. Aber habt ihr eine andere bessere Lösung - ohne dass jemand zu Schaden kommt?

Grüße von Anneke

Psychiatriegeschädigte

Zahira ist offline
Themenstarter Beiträge: 886
Seit: 25.10.08
mir geht es nicht darum, dass so extremen fällen nicht geholfen wird-die frage ist WIE! wenn man einen psychotischen patienten mit bewegungsdrang einfach runterspritzt und fesselt erscheint mir das nicht sinnvoll

Psychiatriegeschädigte

Anneke ist offline
Beiträge: 267
Seit: 23.02.11
mir geht es nicht darum, dass so extremen fällen nicht geholfen wird-die frage ist WIE! wenn man einen psychotischen patienten mit bewegungsdrang einfach runterspritzt und fesselt erscheint mir das nicht sinnvoll
Was heißt Bewegungsdrang?
Was schlägst du für so eine Situation vor?

Psychiatriegeschädigte

Eric68 ist offline
Beiträge: 75
Seit: 10.05.11
Anneke hat sicher recht, dass es eben Grenzfälle gibt, in denen nicht mehr alles auf Freiwilligkeit basieren kann, leider.

Aber alleine schon die Gleichsetzung von Schaden für andere und Schaden für sich selbst ist doch bereits ein Graubereich meine ich. Wer nimmt woher das Recht, einen Menschen, der offensichtlich nicht mehr leben möchte, notfalls mit Gewalt zum Leben zu zwingen ??

Und der Zwang muss ja nicht immer Gewalt sein. Das geht doch schon viel viel früher los, z.B. bei der Diagnose. Wenn ich z.B bei den oben genannten "ausnahmslos" von einer psychischen Erkrankten spreche, fängt doch der Zwang schon an. Immer, wenn ich die Toleranz vergesse, und verlange, dass sich alle meine Meinung und Auffassung unterordnen, und ich notfalls meine mir zur Verfügung stehenden Mittel einsetzte, um das zu erreichen kann schon ein gewaltähnlicher Zwang sein.

"Soweit unter dieser Voraussetzung ausnahmsweise eine Befugnis zur Zwangsbehandlung anzuerkennen ist, eröffnet dies keine „Vernunfthoheit“ staatlicher Organe über den Grundrechtsträger dergestalt, dass dessen Wille allein deshalb beiseite gesetzt werden dürfte, weil er von durchschnittlichen Präferenzen abweicht oder aus der Außensicht unvernünftig erscheint".

Grüßle

Eric
__________________
Ich habe resigniert. Nie wieder Arzt !!! ( Erst wieder für den Totenschein )

Psychiatriegeschädigte

Anneke ist offline
Beiträge: 267
Seit: 23.02.11
Wer nimmt woher das Recht, einen Menschen, der offensichtlich nicht mehr leben möchte, notfalls mit Gewalt zum Leben zu zwingen ??
Umgekehrt: Der Mensch der nicht mehr leben will, zwingt zum Einschreiten, indem er sich offenbart.

Grüße von Anneke

Psychiatriegeschädigte

Zahira ist offline
Themenstarter Beiträge: 886
Seit: 25.10.08
Zitat von Anneke Beitrag anzeigen
Umgekehrt: Der Mensch der nicht mehr leben will, zwingt zum Einschreiten, indem er sich offenbart.

Grüße von Anneke
wie tut er dass denn wenn er ausversehen NICHT die richtige ader getroffen oder zuwenig pillen geschluckt hat?

( wobei ich persönlich eine noch andere meinung zu suizid habe)


und deine frage hätte auch von einem arzt kommen können...
logik ist da nicht so*fg*

was ICH mit einem patienten machen würde der bewegungsdrang hat?

BEWEGEN LASSEN .....


aber es geht ja schon um die diagnosefindung.... da sitzt zb ein arzt der noch nieeeee irgendetwas von star wars gehört hat und ihm gegenübe ein patient der redet ie sonst auch mit seinen freunen über chubaka und jedis und und und... weil er es so gewohnt ist sagt er eben nicht auf wiedersehen sondern : möge die macht mit dir sein....

das heisst nicht dass der kleine geek ne psychose hat er ist nur ein GEEK und der arzt kennt nur seine welt....

( bevor jetzt ein aufschrei kommt sowas würde nie geschehen: doch ist es !)

Psychiatriegeschädigte

Eric68 ist offline
Beiträge: 75
Seit: 10.05.11
Zitat von Anneke Beitrag anzeigen
Umgekehrt: Der Mensch der nicht mehr leben will, zwingt zum Einschreiten, indem er sich offenbart.

Grüße von Anneke

Ok, die Frage "wer" wurde beantwortet, Du Annika nimmst dir das Recht heraus zu urteilen. Leider hast Du die Frage, warum nicht beantwort. Was macht dich so sicher, besser als ein anderer zu wissen, ob das anderer Leben vielleicht wirklich nicht Lebenswert ist ?

Und das Wort Freiheit, bzw. selbstbestimmtes Leben ( und damit auch Sterben ) sagt dir natürlich auch nix.

Aber egal, ich toleriere deine Intoleranz.

Aber schau doch mal da.

http://www.symptome.ch/vbboard/alle-...-seele-25.html

Das Lied von Rascal Flatts das ich vor einiger Zeit dort gepostet habe. "...who am I to try to judge or to explain..... "

hälst nix davon, andere Meinungen zu respektieren ?

Grüßle

Eric
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Ich habe resigniert. Nie wieder Arzt !!! ( Erst wieder für den Totenschein )


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