Psychiatriegeschädigte

31.05.11 10:45 #1
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Psychiatriegeschädigte

alibiorangerl ist gerade online
Beiträge: 8.949
Seit: 09.09.08
Wuhu Zahira,
Zitat von Zahira Beitrag anzeigen
... schlimm fine ich auch, dass sich viele geschädigte hier zurückhalten weil sie ( in meinen augen) niedergeknüppelt werden...
ich unterstütz Dich hiermit ganz offiziell

Habe selbst sehr schlimme Erfahrungen machen müssen - einerseits durch (sinnlose respektive verschlimmernde!) Psychopharmakas für mich und andererseits bei einem mir sehr nahestehenden Menschen, der in eine Psychatrie zwangseingewiesen wurde und dort fast an einer Nebenwirkung eines Psychopharmakums verstorben wäre...


Psychopharmakas sind "nur" ein hinterlistiges Geschäft auf Kosten der Allgemeinheit (staatliche Kassen zahlen ärztlich ausgestellte Rezepte für Psychopillen als wären es Hustenpastillen) sowie der eigentlichen Gesundheit der "Patienten" - die (Neben-) wirkungen sind extrem - bis hin zum (Selbst-) Mord. Und Psychiatrien sind quasi Gefängnisse mit besonderen ("medizinisch/rechtlichen") Befugnissen...
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Geändert von alibiorangerl (15.07.11 um 12:39 Uhr)

Psychiatriegeschädigte

Lilie ist offline
Beiträge: 257
Seit: 19.03.08
Ich möchte gern auch nochmal was dazu sagen.

Zitat von Anneke Beitrag anzeigen
Und du als bekennender Scientology-Fan bringst zufällig die Dinge durcheinander, wobei du doch eigentlich als Feind der Psychiatrie gegen die KPMG sein müsstest?
Wo, Anneke, hat nicht der papa geschrieben, dass er Scientologie-Fan ist? Ich habe nur gelesen, dass er die Anti-Psychiatrie Haltung unterstützt. Außerdem hat nicht der papas Einstellung zu Sekten, Religionen etc. auch gar nichts mit dem Thema dieses Threads zutun.

Zitat von Zahira
MIR ging es darum über misstände im bereich der psychiatrie zu reden und nicht über religion
Genau, mir auch!

Zitat von Zahira
schlimm fine ich auch, dass sich viele geschädigte hier zurückhalten weil sie ( in meinen augen) niedergeknüppelt werden....

nehmen wir doch nochmal den bewegungsdrang... lapidar abgetan...


MIR kommt das so lächerlich vor-dieses rumgereite auf kleinigkeiten und das grundsätzliche abwinken von anderen meinungen..

ICH komme mir mal wieder wie in einem märchenwald vor in dem die menschen nur gut und böse sehen, nur schwarz und weiss und vergessen:

die welt ist bunt!
Ich stimme dir voll und ganz zu!

LG
Donau

Psychiatriegeschädigte

Anneke ist offline
Beiträge: 267
Seit: 23.02.11
Hallo,

eure schlimmen Erfahrungen tun mir wirklich sehr leid. Jemandem hier das Gefühl zu geben, ihn nieder zu knüppeln, war definitiv nicht meine Absicht.
Dass es dennoch passiert ist - ja auch das tut mir leid.
Ich bin ebenfalls Betroffene und habe unter anderem durch eine Fehlbehandlung ein Familienmitglied verloren. Daher stehe auch ich wie bereits mehrfach gesagt Psychopharmaka und der Psychiatrie kritisch gegenüber.

Unabhängig von meinen Postings, die die Psychiatrie allerdings nicht insgesamt verteufeln, steht es jedem frei, hier seine Erfahrungen zu schildern.
Aber ich möchte auch nicht persönlich angegriffen werden, wie es hier an mehreren Stellen passiert ist.

Wenn hier wiederholt Links und Inhalte gepostet werden, die mit Scientology in Zusammenhang stehen, dann ist es aus meiner Sicht gerechtfertigt, auch wiederholt an Ort und Stelle darauf hinzuweisen. Man möge mir verzeihen, wenn ich hier auf einen sehr interessanten und gut geführten Thread im Forum hinweise. http://www.symptome.ch/vbboard/relig...ntology-3.html

Ich habe nun verstanden, dass hier nur negative Psychiatrie-Erfahrungen gesammelt werden sollen .

Grüße von Anneke

Psychiatriegeschädigte

Eric68 ist offline
Beiträge: 75
Seit: 10.05.11
Zitat von nicht der papa Beitrag anzeigen
Die KPMG ist ein weltweites Netzwerk von Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen.
Äh, ja, weiß ich, wie gesagt , kenne KPMG und die Artverwandten Unternehmen.

Aber der Link zeigte ja, dass die KPMG - vielleicht als Ausnahme - als Beratungsleistung eine "Studie" zu einem medizinischen Thema gemacht hat.

Und wie gesagt, wenn ich dafür bezahle, macht auch eine Wirtschaftsberatung das für mich, und ich kann sicher auf ein bestimmtes Ergebnis hinwirken.
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Ich habe resigniert. Nie wieder Arzt !!! ( Erst wieder für den Totenschein )

Psychiatriegeschädigte

alibiorangerl ist gerade online
Beiträge: 8.949
Seit: 09.09.08
Wuhu,
das möchte ich euch nicht vorenthalten (sorry, falls es bereits Thema hier war):

Aus dem "Foucault Tribunal" in Berlin 1998 (2. Tag; Letztes Drittel von Video 3 - ab Zeit 09:40 - und erstes Drittel von Video 4 von 7 insgesamt)

"Meine Damen und Herren,
die Kritik an der Psychiatrie hat sich gestern auf drei Ebenen bewegt. Die erste Ebene war eine fundamentalistische Kritik die die Existenz der Psychiatrie überhaupt in Frage stellte. Die zweite Ebene der Kritik war eine Ebene die die Gewaltanwendung in der Psychiatrie in Frage stellte. Die erste Ebene würde ich nennen eine utopische Ebene. Die zweite Ebene ist die Ebene einer konkreten Utopie. Es gibt aber auch eine dritte Ebene. Das ist eine Ebene, die inneren Widersprüche innerhalb der Psychiatrie aufzuzeigen. Bei Akzeptanz der Systemrationalität der Psychiatrie unter den Bedingungen die heute die Gesellschaft existiert. Ich werde mit dem was ich heute vortrage auf dieser Ebene bewegen, aber es wird sich zeigen, dass es viele innere Widersprüche dieses Systems Psychiatrie gibt.

Zwangseinweisungen sind in der Bundesrepublik sehr ungleich verteilt. Ihre Prävalenz, das heißt ihre Häuffigkeit auf 100.000 Einwohner in einer Region, schwankt in einer Untersuchung aus dem Jahre 1987 zwischen 5 und 199, das heißt um den Faktor 40. In einer Untersuchung aus dem Jahre 1991/92 schwankt sie sogar noch weiter zwischen 0 und 239. Die Psychiatrie-Reform - ein wichtiger Punkt jetzt - die Psychiatrie-Reform hat NICHT zu einer Abnahme sondern zu einer Zunahme der Zwangseinweisungen in relativen Zahlen geführt.


Zwangseinweisungen treffen bevorzugt Männer - hier stimmt es nicht, das die Psychiatrie etwas ist was vor allem die Frauen verfolgt. Von den Zwangseinweisungen und vermutlich auch von anderen Gewaltmaßnahmen in der Psychiatrie werden häufiger Männer betroffen, etwas was in der Gesellschaft an vielen Stellen gilt. Es sind weiter vor allem Männer der Altersgruppe 20 bis 34 die zusätzlich ledig und arbeitslos sind, die von Zwangseinweisung betroffen werden. Aus soziologischer Sicht fällt mir dabei die Parallelität dieser Merkmale mit den soziodemographischen Merkmalen von Straffälligen bei gewöhnlicher Gewalt- und Einbruchs-Kriminalität auf, also einer Gruppe, die einer besonderen Disziplinierung bedarf, aus gesellschaftlicher Sicht.


Abschließend möchte ich Ihnen in einem Vergleich eine diagnostische Verteilung zeigen, in dem ich zwei Städte vergleiche, die eine hohe und eine relativ niedrige Zwangseinweisungsrate aufweisen, nämlich Köln und Bremen. Köln weist eine hohe Zwangseinweisungsrate auf mit einer Prävalenz von 175 pro Jahr, Bremen eine niedrige Rate mit einer Prävalenz von 77 pro Jahr. Der Anteil der Zwangseinweisungen an den psychiatrischen Klinikaufenthalten beträgt in Köln 22,2 %, in Bremen 6,3 %. In Köln werden 85 % der Unterbringungsbeschlüsse oder der Zwangseinweisung vom Gericht vorzeitig wieder aufgehoben, in Bremen 57 %. Die Diagnose einer Psychose wird in Köln nur in 32 % der Fälle gestellt, in Bremen in 68 % der Fälle, bei den Zwangseinweisungen. Eine unklare Diagnose, das heißt nur die Beschreibung dessen was man am Besten eine situative Auffälligkeit nennen kann, wird in Köln in 40 % der Fälle gestellt, in Bremen in 10 % der Fälle.


Diese Konstellation nährt den Verdacht, dass dort wo häufiger und großzügiger Zwangseinweisungen durchgeführt werden, die zu einem großen Teil nicht medizinisch begründet sind, sondern wie Kölner Autoren in einer von ihnen durchgeführten Untersuchung schreiben, dass sie bei störendem und deviantem Verhalten eingesetzt werden. Das heißt sie dienen als Disziplinierungsmittel. Und das ist ein Verweis darauf, dass die Psychiatrie insgesamt immer noch missbraucht wird als ein Instrument der sozialen Kontrolle. Vielen Dank."
Dr. Georg Bruns, studierter Mediziner und Soziologe, Facharztausbildung für Neurologie und Psychiatrie

*In Köln wirkt anscheins der "Karneval-Faktor" in der Psychiatrie?!*


Das war nur ein Redner, es gibt deren einige, sowie sehr berührende Schilderungen von Geschädigten. Diese Videos 1 - 7 sind auch direkt auf YouTube zu sehen, hier die Playlist (alle Videos werden automatisch nacheinander abgespielt, leider einige englische Redner ohne deutsche Untertitel):
Foucault Tribunal - Teil 1 von 7 - YouTube

Mehr Infos zu dem "Tribunal": Das Foucault Tribunal zur Lage der Psychiatrie

(M)ein Resümee: Nazi-Methoden, in einem "modernen" medizynischen Mäntelchen, die nie wirklich abgeschafft wurden...
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Geändert von alibiorangerl (14.09.11 um 09:54 Uhr)

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alibiorangerl ist gerade online
Beiträge: 8.949
Seit: 09.09.08
Wuhu,
hier im Forum http://www.symptome.ch/vbboard/staer...tml#post712981 verlinkte ich zu einer Möglichkeit, sich des Psychiatrie-Syndikats mit rechtlichen Mitteln (zumindest in Deutschland) zu verweigern.

Hier nochmal der Link: PatVerfü - die schlaue Patientenverfügung

- In Österreich kann man sich eine Vorausverfügung ("Psychiatrisches Testament") hier downloaden: www.8ung.at/fapi/about.html

- Und für die Schweiz kann man sich hier informieren: PSYCHEX - raus aus dem Irrenhaus!

- Es gibt noch weitere Länder-Links, zu finden auf Zwangspsychiatrie (linkes Menü, unten).

Die "Schirmfrau" der Initiative PatVerfü in Zusammenarbeit mit Zwangspsychiatrie ist Nina Hagen, die auf ihrer Facebook-Seite viele Infos inklusive Videos postet:

NinaHagen | Facebook
&
NinaHagen | Facebook
&
NinaHagen | Facebook
&
NinaHagen | Facebook
&
NinaHagen | Facebook

-> man muss sich NICHT bei Facebook anmelden, um diese Links lesen zu können!

Ein Kommentar eines Nina-Freundes dort: "depression ist zur politischen waffe geworden" - ich meine, sie war und ist es immer noch.
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Geändert von alibiorangerl (15.09.11 um 07:48 Uhr)

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alibiorangerl ist gerade online
Beiträge: 8.949
Seit: 09.09.08
Wuhu,
es gibt Neuigkeiten von
Zitat von alibiorangerl Beitrag anzeigen
... -> man muss sich NICHT bei Facebook anmelden, um diese Links lesen zu können! ...
Nina, siehe bitte: http://www.symptome.ch/vbboard/staer...tml#post778043
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Melanie2 ist offline
Beiträge: 35
Seit: 30.12.10
Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
Zitat aus o.g. Link: "U.a. werden weltweit etablierte Therapiemethoden wie z.B. die Psychopharmaka oder die Elektrokrampftherapie angegriffen. Soweit diese Kritik die Therapiemethoden an sich betrifft, ist sie aus fachlicher Sicht völlig unbegründet und deshalb zurückzuweisen."

Mir ist es völlig wurscht, ob die Informationen von Scientology kommen. Auch ich bin Opfer der Zwangspsychiatrie geworden, obwohl ich nicht im geringsten psychisch krank bin. Ich konnte lediglich nicht schlafen, das war mein Problem und sonst nichts.

Ich habe viel zum Thema recherchiert und der einzige Verein, der klar und deutlich die Wahrheit über Psychiatrie in Deutschland sagt ist die KVPM.

Die Psychiatrie hingegen lügt, was das Zeug hält (siehe Zitat). Die Elektrokrampftherapie, oder auch Elektroschocks, die wieder stark im Kommen sind auch zur Behandlung von Depressionen, ist menschenverachtend, weil unmittelbar und unwiderruflich hirnschädigend. Genauso wie auch menschenverachtende Psychopharmaka, hier insbesondere die Neuroleptika, aus angeblich psychisch Kranken definitiv neurologisch und körperlich Kranke machen. Je länger man das Zeug nimmt, desto schlimmer.

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alibiorangerl ist gerade online
Beiträge: 8.949
Seit: 09.09.08
Wuhu,
um sich davor (Psychiatrieschädigung) besser schützen zu können, sollte man sich dort schlau machen, ganz ohne "religiösem" Beiwerk
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Melanie2 ist offline
Beiträge: 35
Seit: 30.12.10
Zitat von Anneke Beitrag anzeigen
Hallo Donau,

dein Posting an Sternenstaub habe ich gelesen und ich stimme dir zu! Daher erübrigt sich eine Antwort auf dein vorhergehendes Posting an mich.
Viele Grüße von Anneke
Du bist die Antwort schuldig geblieben, was Du beruflich mit dem Thema zu tun hast? Ich glaube aufgrund Deiner Postings, Du bist Pflegerin oder Psychiaterin. Wäre jedenfalls interessant zu wissen, auch wenn der Thread schon etwas älter ist.

Du redest so, als wären alle Psychiatriepatienten total durchgeknallt und eine Gefahr für sich und andere. Es geht hier um Menschen, die fragwürdige psychiatrische Diagnosen mit anschließender Zwangsbehandlung bekommen haben. Fälle, in denen diese nicht gerechtfertigt ist, sind an der Tagesordnung. Psychiatrie ist Willkür, der man hilflos ausgeliefert ist, wenn man erst mal in diese Fänge geraten ist. Ich habe es selbst erlebt.


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