Kann man einweisen lassen?

12.02.11 12:27 #1
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Asking ist offline
Beiträge: 352
Seit: 10.01.11
Hey,

ausnahmsweise betrifft das Thema nicht mich...

Ich habe gestern etwas sehr tragisches in Erfahrung gebracht. Eigentlich kenne ich die Person um die es geht nichtmal real, aber sie hat 3 Kinder und ihr Freund weiß nicht mehr weiter. Vielleicht kann ich ihm wenigstens aus der ferne Rat geben.


Besagte Person kenne ich aus einem Forum, andere kennen sie sogar privat-real.

Besagte Person war letztes Jahr ungeplant mit dem 4. Kind schwanger. Sie freute sich auf das Kind. Bis plötzlich das Herz nicht mehr schlug. Dies wurde wohl auch von einem 2. Arzt bestätigt und es gab einen Termin zur Ausschabung, den sie jedoch nicht wahrnahm. Sie behielt das Kind in sich bis sie es in der 20. Woche von allein still zur Welt brachte. Sie musste das Kind schon viele Wochen tot in sich getragen haben, ich weiß nicht, wann genau das Kind gestorben war.
Sie selbst erzählte allerdings eben, es würde doch noch leben. Dann meldete sie sich knapp 10 Tage vor der tragischen Geburt nicht mehr. Von der geburt wussten wir da noch nichts.

Irgendwann kamen wir wieder in Kontakt, chatteten und sie erzählte von der Geburt und dass sie wieder schwanger sei.
Plötzlich heß es, es seien eineiige zwillinge. ich bat sie, doch wieder ins Forum zu kommen, ich nahm viel Anteil an ihrem Schicksal, sie wollte später von mir die babykleidung meines Sohnes haben, ich wollte ihr sogar einiges schenken, was ich mal sehr günstig ersteigert hatte.
Sie stellte Bilder ein- ultraschallbilder- die wie sich nun herausstellte von einer anderen Frau stammen, die bereits im jahr 2006 ihre Babys bekommen hat, die Bilder befinden sich auf einer Homnepage. über google Bildersuche leicht zu finden.
Dann wollte sie sogar Babybekleidung kaufen- auch von mir- sagte sie hätte überwiesen- es kam aber nichts. Und dann tauchte sie nicht mehr auf, reagierte auf keine Mail, löschte Gästebucheinträge bei studivz usw.

Dass sie nicht (mehr- ich dachte sie hätte die zwillis verloren und meldet sich deshalb nicht) schwanger ist, konnte man einem neuem Bild entnehmen.

gestern schrieb ich dann mit einer freundin von ihr, welche ganz perplex war weil sie von der zwillingsschwangerschaft nichts wusste bzw mir sagen konnte, dass sie bei ihrem letzten Besuch garnicht schwanger war und sie auch von ihrem Freund erfahren hat, dass die besagte Person ihr ganz vieles verheimlicht hatte.
Naja , haben auch noch festgestellt, dass sie falsche Bauchbilder gepostet hatte (zwar von ihr, aber def. nicht möglich von dieser angeblichen Schwangerschaft).

Nun habe ich ihren freund kontaktiert, weil wir einfach nicht mehr weiterwussten. Dieser wiederrum vollkommen perplex über die Sache mit den Zwillingen, die es de facto ja nun garnicht gab. dass sie kurz nach der stillen Geburt jedoch schwanger war, stimmt wohl, hat das Kind aber wohl früh verloren (genaues weiß wohl niemand)
Er erzählt, dass sie sich vollkommen verändert hat, dass sie ihn belügt und er selbst garnicht mehr weiter weiß, er kann ihr allein nicht helfen.

das ist der reinste Wahnsinn! Sie muss ja einen irren Knacks bekommen haben, als sie vom Tod des Kindes erfuhr, und ich überlege, ob Gifte (durch die zersetzung) vielleicht für weitere Schäden gesorgt haben.
ihr MUSS geholfen werden, sie scheint ja vollkommen die realität aus den Augen verloren zu haben und das kann nur gefährlich sein.
Zumal sie 3-fache Mutter ist.


meint ihr, diese ganze geschichte wäre Grund genug, dass man sie einweisen lassen könnte?

BZW wie könne man ihr helfen? Zugänglich für Hilfe ist sie nicht, aber wie gesagt, das ganze ist gefährlich. Jetzt hat sie "Nur" bilder geklaut (und sie hat Glück, dass wir sie nicht verraten und sie niemand anzeig), wer weiß, ob sie nicht irgendwann ein Baby klaut... oder sich selbst etwas antut.

Kann man einweisen lassen?

Oregano ist offline
Beiträge: 63.711
Seit: 10.01.04
Hallo Asking,

ich finde diese Geschichte etwas verwirrend. Wenn ich das richtig verstehe, spielt sie sich vor allem im Internet und da in Chats ab? Da kann natürlich im Prinzip jeder alles mögliche erzählen. Es ist schwer kontrollierbar, was wahr und was unwahr ist.

Einweisen lassen ist bestimmt nicht einfach und das aus gutem Grund. Was nach so einer Einweisung passieren würde, ist ja ganz unklar. Eine Einweisung bedeutet ja - fürchte ich - Behandlung in der Psychiatrie, und die ist auf jeden Fall einschneidend, und es gibt keine Garantie dafür, ob sie auch hilft und nicht schadet.

Was ich wichtig fände, das sind die Kinder, die es in der Realität gibt. Insofern wäre vielleicht ein Gespräch mit dem Jugendamt eine Möglichkeit? Aber ein sehr vorsichtiges, um niemandem zu schaden.

Ob denn evtl. Drogen im Spiel sind? So eine Wesensveränderung -w enn sie denn wirklich so auffallend gekommen ist - muß ja Ursachen haben.

Grüsse,
Oregano

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Cheyenne ist offline
Beiträge: 2.011
Seit: 01.12.08
Ehrlich gesagt, denke ich, da kann nur der Freund aktiv werden, Internetbekanntschaften sollten da aus meiner Sicht nicht eingreifen, auch wenn gut gemeint.

Man lässt ja auch nicht gleich jeden Mensch einweisen, der im Internet eine Zweitidentität aufbaut...sehr beliebt in Partnerschaftsbörsen ......

Was behandlungsbedürftige Störung ist und was nicht, sollte in diesem Fall in der Realität beurteilt werden.

Vielleicht kann der Freund eine Beratungsstelle aufsuchen, nicht gleich das Jugendamt. Oder hat sie den Kindern etwas getan? Das ganze kann eine vorübergehende Störung sein, die Unterstützung bedarf, Jugendamt wäre da etwas zu groß, zumindest nach den Schilderungen.

lg
cheyenne

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Asking ist offline
Themenstarter Beiträge: 352
Seit: 10.01.11
Huhu!

Dass ich selbst garnicht eingreifen kann, ist klar. ich würde aber zumindest ihrem freund gerne irgendwie zur Seite stehen, denn dieser sagt : Sie hat sich komplett verändert, aber er schafft es allein ohne Hilfe nicht, ihr zu helfen.


Oregano, der Auslöser ihrer Veränderung war der Tod ihrer kleinen Tochter während der Schwangerschaft. Dann trug sie das Kind noch einige Wochen tot in sich, somit hat sie sich selbst auch noch vergiftet.

Ich versuchs nochmal aufzudröseln:

- Schwangerschaft im Jahr 2010 (ungeplant) , die leider im Tod des Kindes endete. (sie erzählte allerdings, das Kind würde doch leben- nun weiß ich vom Kindsvater ja, dass es nicht so ist)
-verweigerung der Ausschabung, stattdessen warten auf natürliche Geburt
-Geburt des Kindes in der 20. Woche



-kurz darauf erneute Schwangerschaft
-erneute Fehlgeburt- darüber weiß man allerdings nichts genaues

- erfundene Schwangerschaft: angeblich Zwillinge, Bilderklau, dann die Absicht Kleidung zu kaufen -
Funktstille



Nach Aussage ihres Freundes totale Wesensveränderung, Lügen
Nach Aussagen einer guten Freundin: Viele Lügen, plötzlich neue freundin, von der sie kurz zuvor aber garnichts wissen wollte


Also an dem Punkt, wo das Kind eindeutig tot war, begann scheinbar alles. Sie konnte nicht loslassen, hätte ja ins Krankenhaus gesollt aber es nicht getan und sich selbst damit in Lebensgefahr gebracht (Vergiftung durch Verwesung)
Dann hat sie erneut eine Fehlgeburt erlebt- erneuter Knacks.

Dann hat sie eine Schwangerschaft vorgeteuscht, es war wirklich sehr realistisch alles, es ist erschreckend.


Wichtig zu agen wäre vielleicht, dass alle die sie kennen total geschockt sind, gerade weil die Person immer als sehr bodenständig gegolten hat. Das ist keine, die sich Schwangerschaften ausdenkt!

Nun ist ja die Frage, inwieweit sie jetzt noch in der Lage ist, überhaupt die Ralität einzuschätzen und sich zu kümmern.

Der andere Punkt ist- wird sie sich etwas antun? Sie scheint ja nun so garnicht mit dem Tod des Kindes klarzukommen.
ich mach mir einfach Sorgen

das jugendamt halte ich auch nicht für die richtige stelle. die helfen nämlich den Müttern nicht.

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.711
Seit: 10.01.04
Als erstes Problem sehe ich, daß sie anscheinend gar keine Hilfe sucht. Das wäre aber - denke ich - eine ganz wichtige Voraussetzung für Hilfe.

Was mich auch etwas wundert ist, daß sie anscheinend ständig schwanger wird und sich gar keine Gedanken darüber macht, wie das für ihre Kinder - geboren oder ungeboren - aussieht?

Vielleicht gelingt es dem Freund ja, sie wenigstens mal zu einem Arzt zu bringen, damit ganz normale Blutwerte einschl. Schilddrüsenwerte gemacht werden? Vielleicht ergibt sich durch den Arztbesuch etwas Neues?

Grüsse,
Oregano

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Cheyenne ist offline
Beiträge: 2.011
Seit: 01.12.08
verleugnungsaktionen nach verlusten sind nicht so selten, wie man denkt. gerade bei trennungen kommt das sehr häufig vor.

wenn alle, die sie persönlich kennen, sich sorgen machen, dann sollte sich der freund von ihr dort hilfe holen. nicht falsch verstehen, aber eine beratung aus dem internet, ohne genauen einblick in die realität, ist bereits ein eingreifen in das geschehen. und eine beratung in richtung einweisung oder auch nur die überlegung und die diskussion evtl. mit dem freund ebenfalls.

eine schwangerschaft im internet vortäuschen ist etwas komplett anderes als dies in der realität zu tun. manchmal braucht es abschiedsrituale, virtuell kann da keiner wirklich durchsteigen.

es gibt elternberatungsstellen oder ggf. kann auch pro familia eine anlaufstelle sein, bei der der freund professionelle unterstützung bekommen kann und sich beraten lassen kann, wenn sie aktuell kein problembewußtsein hat. die leute dort werden sicher besser helfen können.

gut gemeint kann hier völlig nach hinten los gehen, deshalb würde ich hier einzig und allein den rat geben, eine professionelle beratungsstelle aufzusuchen und sich dort evtl. weitere ansprechpartner geben zu lassen.

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Asking ist offline
Themenstarter Beiträge: 352
Seit: 10.01.11
Hallo,
ich danke euch für die Anworten.
Cheyenne du hast schon recht, da kommt wohl mein Helfer-Drang wieder durch. Ich kann einfach nicht sehen, wenn Menschen leiden.
Ich werde ihm das sagen, dass er zu einer Beratungsstelle gehen kann.
Danke nochmal.

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Cheyenne ist offline
Beiträge: 2.011
Seit: 01.12.08
hallo asking,

ich bin beruhigt, dass du mir meine worte nicht übel nimmst, bin allerdings der festen überzeugung, dass das der beste weg ist.

lg
cheyenne

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Asking ist offline
Themenstarter Beiträge: 352
Seit: 10.01.11
Wieso sollte ich dir das denn übel nehmen?

Kann man einweisen lassen?

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Zitat von Cheyenne Beitrag anzeigen
verleugnungsaktionen nach verlusten sind nicht so selten, wie man denkt. gerade bei trennungen kommt das sehr häufig vor.

wenn alle, die sie persönlich kennen, sich sorgen machen, dann sollte sich der freund von ihr dort hilfe holen. nicht falsch verstehen, aber eine beratung aus dem internet, ohne genauen einblick in die realität, ist bereits ein eingreifen in das geschehen. und eine beratung in richtung einweisung oder auch nur die überlegung und die diskussion evtl. mit dem freund ebenfalls.

eine schwangerschaft im internet vortäuschen ist etwas komplett anderes als dies in der realität zu tun. manchmal braucht es abschiedsrituale, virtuell kann da keiner wirklich durchsteigen.

es gibt elternberatungsstellen oder ggf. kann auch pro familia eine anlaufstelle sein, bei der der freund professionelle unterstützung bekommen kann und sich beraten lassen kann, wenn sie aktuell kein problembewußtsein hat. die leute dort werden sicher besser helfen können.

gut gemeint kann hier völlig nach hinten los gehen, deshalb würde ich hier einzig und allein den rat geben, eine professionelle beratungsstelle aufzusuchen und sich dort evtl. weitere ansprechpartner geben zu lassen.
Da hast Du alles geschrieben, was ich dazu denke.
Ausser vielleicht dass zwischen real life und Internet für die meisten Menschen eine Grenze besteht die sie nicht soweit überschreiten, dass sie in das Leben des anderen aktiv eingreifen. Daher rechnen Menschen damit eigentlich gar nicht.
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11


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