Meine Mutter

25.10.10 16:46 #1
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Piper&Prue ist offline
Beiträge: 85
Seit: 23.08.08
Ich brauch jetzt ein kleine Stütze.

Meine Mutter (Bj. 1963) steckt anscheinend in Depressionen, was sie aber nicht merkt. Sie tut so gut wie nix mehr im Haushalt, bricht in Tränen aus, wenn man ihr mal die Meinung sagt und man wird danach als Arsch behandelt. Sie leidet unter tierischen Panikattacken, nimmt keine Arzttermine wahr, öffnet einige Briefe nicht mehr und ich bin dann diejenige, die versucht den Überblick zu behalten wegen möglichen offenen Rechnungen... Wie letztens der Klempner!

Schuld soll ja angeblich der Umbau vom Busbahnhof sein, woran ich aber nicht glaube! Meine Oma starb Ende 2005, sie war auch bei ihr, nur kommt sie überhaupt nicht mehr aus ihrem Trott raus. Im Gegenteil! Ich hab das dumpfe Gefühl, dass sie sich gerne mal am Schnaps bedient oder trinkt das Bier von meinem Freund aus, wenn wir im Bett liegen.

Da wir ja nun seit Donnerstag nen Sterbefall haben (aus der Familie von meinem Freund), tut sie so, als wäre es ihre Mutter! Sie, sorry, flennt rum, schwebt anscheinend in einer anderen Welt und starrt ins Leere! Essensverhalten war auch schon mal besser.

Ich komm hier so schnell nicht raus, da ich noch ALG2 beziehe und ich mich an deren kack Mietspiegel richten muss.

Ich kann ihr noch so oft sagen, dass was gemacht werden muss, sie sagt dann auch, ja mach ich, aber es tut sich rein gar nix! Angeblich kümmert sie sich mit der KK um ein Therapieplatz. Tja, ich sehs nur nicht... Das ganze geht schon so weit, dass sie sich mit meiner Tochter nicht mehr versteht und ich dann immer wieder dazwischen gehen darf. Langsam sind auch meine Akkus alle...

Zwangseinweisen?! Weiß nicht. Sie würde es so hinlegen, dass alles in Ordnung sei... Sie zur Therapie schleppen? Sie würde mir unterwegs mit einer Panikattacke kommen und kann da langsam keine Rücksicht mehr nehmen...

Hilfe!

Meine Mutter!!!

carmen007 ist offline
Beiträge: 782
Seit: 21.11.06
Zitat von Piper&Prue Beitrag anzeigen
Ich brauch jetzt ein kleine Stütze.

Meine Mutter (Bj. 1963) steckt anscheinend in Depressionen, was sie aber nicht merkt. Sie tut so gut wie nix mehr im Haushalt, bricht in Tränen aus, wenn man ihr mal die Meinung sagt und man wird danach als Arsch behandelt. Sie leidet unter tierischen Panikattacken, nimmt keine Arzttermine wahr, öffnet einige Briefe nicht mehr und ich bin dann diejenige, die versucht den Überblick zu behalten wegen möglichen offenen Rechnungen... Wie letztens der Klempner!

Schuld soll ja angeblich der Umbau vom Busbahnhof sein, woran ich aber nicht glaube! Meine Oma starb Ende 2005, sie war auch bei ihr, nur kommt sie überhaupt nicht mehr aus ihrem Trott raus. Im Gegenteil! Ich hab das dumpfe Gefühl, dass sie sich gerne mal am Schnaps bedient oder trinkt das Bier von meinem Freund aus, wenn wir im Bett liegen.

Da wir ja nun seit Donnerstag nen Sterbefall haben (aus der Familie von meinem Freund), tut sie so, als wäre es ihre Mutter! Sie, sorry, flennt rum, schwebt anscheinend in einer anderen Welt und starrt ins Leere! Essensverhalten war auch schon mal besser.

Ich komm hier so schnell nicht raus, da ich noch ALG2 beziehe und ich mich an deren kack Mietspiegel richten muss.

Ich kann ihr noch so oft sagen, dass was gemacht werden muss, sie sagt dann auch, ja mach ich, aber es tut sich rein gar nix! Angeblich kümmert sie sich mit der KK um ein Therapieplatz. Tja, ich sehs nur nicht... Das ganze geht schon so weit, dass sie sich mit meiner Tochter nicht mehr versteht und ich dann immer wieder dazwischen gehen darf. Langsam sind auch meine Akkus alle...

Zwangseinweisen?! Weiß nicht. Sie würde es so hinlegen, dass alles in Ordnung sei... Sie zur Therapie schleppen? Sie würde mir unterwegs mit einer Panikattacke kommen und kann da langsam keine Rücksicht mehr nehmen...

Hilfe!

Hallo,
wurde bei deiner Mutter mal eine Schilddrüsendiagnostik vorgenommen? Ist sie bereits in den Wechseljahren?

Lies dir das mal durch: Schilddrüse und Psyche

www.schilddruesenpraxis.de/sem_200505.shtml

LG Carmen

Meine Mutter!!!

Liesele ist offline
Beiträge: 2
Seit: 23.10.10
Hi, ich versteh dein Problem gut, meine Mutter hatte auch mal so eine Phase, nur ich war damals 11. -Egal-

So wie du das beschreibst hilft der "sanfte A-Tritt" bei ihr ja nicht, weil sie dann gleich in Tränen ausbricht. Wenn die Medizinische Seite ok ist (B12 oder Eisenmangel kann auch zu solchen "durchhängern" führen) würde ich mich mal eine Zeit genauso wie sie verhalten, hört sich blöd an, bei uns hats geholfen.
Zwangseinweisen ist nämlich gar nicht so einfach, da muss eine Selbst-oder Fremdgefährdung vorliegen.
Wünsch dir alles Gute und vergiss nicht, deine Akkus auch mal aufzuladen!

Meine Mutter!!!

Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.671
Seit: 01.06.10
Hallo , es klingt nicht gut was Du berichtest. Deine Mutter ist zuhause ? Oder arbeitet sie ? In diesem Alter leeren sich langsam die Reservespeicher , was Energie und Nährstoffe angeht. Das wird dann schnell auf die Wechseljahre geschoben. Dabei ist mit NEMs da sehr viel zu machen. Ein normaler Mediziner sieht so etwas aber nicht. Ich war vor inzwischen mehreren Jahren in ähnlicher Verfassung , zeitgleich hat mein Verdauungssystem total gestreikt. Ursache : nichterkannte Laktoseintoleranz - Zusammenbruch der normalen Verdauung - totaler Nährstoffverlust wegen Nichtaufnahme im kaputten Darm . Geholfen hat mir eine entsprechende Diät , in Kürze haben mir B12 , B6 und ein B-Komplex später , den Kopf wieder klar gemacht.
Ich finde den Hinweis zu B12 schon ganz gut. Das Zeug macht schleichend Mangelsymptome , man merkt es aber deutlich im Kopf irgendwann. Man kann sich das vom Arzt ( vielleicht nach Laborbefund ), oder einem Heilpraktiker spritzen lassen.
Vielleicht wäre ein ganzheitlich oder orthomolekular arbeitender Arzt richtig ? Ich fürchte , das Geld dazu fehlt ?
B12 Spritzen sind aber nicht teuer , mit etwas Übung kann man das auch selbst spritzen...
Was könnten Ursachen sein ??? Verdauungsprobleme ? Nahrungsmittelunverträglichkeiten ? Dadurch Nährstoffmängel ??? Das sollte mal überlegt sein . Jedenfalls bevor man an psychologische , und gar zwangsweise ? , Behandlung denkt. Die Mutter eines Bekannten ist in solcher Lage zu einem ewigen Leben unter Totalruhigstellung mit Medis verdonnert worden. Immer wenn Stress erwartet wurde , Krankheiten und Trauerfeiern in der Familie u.so, wurde eine Extradröhnung verpasst. Bis sie nach 15 Jahren mal zu einem anderen Arzt gehen konnte , der war dann schockiert von solcher "Behandlung" . Das ist schon bedeutsam für einen normalen Arzt.
Ich wäre sehr vorsichtig ....
LG K.
__________________
LG K.

Meine Mutter

Piper&Prue ist offline
Themenstarter Beiträge: 85
Seit: 23.08.08
So, hier möchte ich auch mal aktualisieren. Letztlich kam nun doch eine depressive Episode heraus, hat jetzt Betreuung. Warum? Ich zog nach langem suchen 2011 aus der gemeinsamen Wohnung aus und sie bemühte sich, mit dem Hausarzt zusammen, um eine Betreuung. Ich wohn auch so weit weg, dass ich sie nicht täglich sehe. Ne Stunde mit der Bahn... Aber die Panikattacken sind immer noch da und Therapie? Nö, wurde nix erwähnt.

Meine Mutter

Alizea ist offline
Beiträge: 192
Seit: 12.08.12
Hmm, könnte auch schlichtweg nicht nur mit dem Trauerfall um ihre Mutter, sondern eventuell auch mit anstehenden Wechseljahr- Beschwerden zu tun haben? Ist bei meiner Mutter (BJ 1964) grad aktuell, zunehmende Weinerlichkeit, ständig müde, alles falsch verstehen wollen und ständig traurig....mir tut das fast schon richtig leid, aber wenn man weiß wo es herkommt kann man auch besser damit umgehen.

Meine Mutter

Piper&Prue ist offline
Themenstarter Beiträge: 85
Seit: 23.08.08
Soweit ich weiß, isse mit den WEchseljahren durch. Ich hab ja das ganze live miterlebt


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