Antipsychotika - nun Spätfolgen/oder Neurologische Krankheit?

17.10.10 23:08 #1
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Weiblich Cogirl
Hallo,

ich(w/33 J.) muss aufgrund schizoaffektiver psychose seit 1999 Neuroleptika nehmen...erste symptome hatte ich mit 13...doch richtig "ausgebrochen" ist es nach einer schwangerschaft mit 19 J. und schlimmen stress in der 13. klasse...zudem konsumierte ich damals das ein oder andere mal grass...

die medikamente waren für mich bis 2004 der "horror"...es wurde eins nach dem anderen durchprobiert...erst 2004 sagte mir eine super-ärztin leider, dass es ganz nach einer neuroleptikaunverträglichkeit ausschaut und erst dann wurde solian ausprobiert, welches neben atosil, das einzige ist, was sofort anschlug...ich 2wachte" erstmals, nach jaahren" auf...brauchte kein tavor mehr und auch keine antidepressiva....

meine frage ist...ich habe, da ich sehr schlimme ärzte kennenlernte, nie über die starken körperlichen beschwerden gesprochen, welche mich in den letzten monaten auffällig begleiten...ich befürchte, wie damals, nicht ernst genommen zu werden...achja, sie sind ja psychisch erkrankt...so in etwa...

also: immer wieder leichtes zucken, so wie die augenlider, nur überall...

gefühlsstörungen für 1-2 sek...in den fingern,(kann für sekunde nichts halten,bewegen) oder händen, in den beinen...bishin zu richtig gefühlsverlust...sodass ich erst vorgestern richtig hinfiel...hielt aber nur 2 sek. an...

vom kopf her das gefühl der ohnmacht...so auch immer wieder für ne sek. das gefühl, ich wäre "weg"...

in starken belastungszeiten, wie erst kürzlich auf der arbeit über wochen, kommen stresssymptome wie vergesslichkeit(war ehrlich beunruhigend) hinzu...

oft, was mich panisch macht, ist das gefühl, dass alles, was durchs gehirn gesteuert wird...mir nicht gehorcht...das gefühl, z.b. die augen...

es wurde mir alles erst vor paar wochen erst richtig bewusst...kann auch sein, dass ich es ja alles schon länger habe und es durch die medis kommt, wobei ich sagen muss, sie werden seit januar reduziert und ich nehme statt vorher 600 mg. solian, nur noch erhaltungsdosis von 200 mg...da dürfte es doch keine nebenwirkungen mehr geben?


habe ich eventuell MS? oder irgendeine epilepsi-form? oder einen Gehirntumor...es gibt ja sauviele neurologische krankheiten...ich sterbe vor angst...

Antipsychotika-nun Spätfolgen/oder Neurologische Krankheit?

Heather ist offline
Beiträge: 9.809
Seit: 25.09.07
Hallo Cogirl,

vielleicht magst Du mal hier reinlesen :
http://www.symptome.ch/vbboard/koenn...7-koennte.html
http://www.symptome.ch/vbboard/glute...nallergie.html
Schau Dir auch mal die anderen Themen von Asiate (diese sind auch von ihm) an, bestimmt findest Du viele interessante Infos .

Wie ernährst Du Dich denn, möglicherweise werden Deine Probleme auch durch div. Nährstoffmängel verursacht. Hast Du denn Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten? Wurde Deine Schilddrüse bzw. Deine Hormone allgemein schon einmal kontrolliert?


Liebe Grüße .

Heather
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Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

Antipsychotika-nun Spätfolgen/oder Neurologische Krankheit?
Weiblich Cogirl
Themenstarter
Hallo Heather,

super-großen dank für deine antwort...

deine 2 links zu den themen sind unheimlich interessant...das sind ganz neue sichtweisen...

ehrlich, in meinen 4 klinikzeiten...und all die psychiater auf meinem weg...niiiemand sprach von diesen möglichkeiten, selbst meine hausärztin, der ich zutiefst vertraue,kam nie auf solche möglichkeiten, zumal sie auch mit naturheilkunde zutun hat...

ich schrieb, nach dem lesen asiate eine pn für nähere informationen, denn bei all den fachbegriffen und abkürzungen wusste ich bald gar nichts mehr

ja,peinlich ist mir, zuzugeben, dass ich mich sehr schlecht ernähre, es muss immer schnell gehen, einfach sein...und intensiv im geschmack...fazit: eine mögliche mit-ursache...

da ich schon in kindheitszeiten "auffällig" war(pathologisch gesehen)...starke ängste...oft niedergeschlagen....gedankenversunken...könnte es da einen zusammenhang geben, denn meine kindheit selbst war wohlbehütet und sicher(elternhaus)...

erst mit 10 Jahren hörte sie abrupt auf und ab da an war mein leben nicht mehr "meins"...so ist ein teil der krankheit vielleicht auch "belastungs"-bedingt...

ich weiß nur ganz sicher...so, wie es jetzt alles war...es darf so, benommen, verängstigt, paranoid, stimmungsschwankend, derealisiert...nicht weitergehen...

und die ganzen körperlichen dinge, wie die gefühlten störungen im kopf, die ohnmachtsnahen gefühle, die "lähmungs"gefühle in den extremitäten, das herzstolpern seit 1 jahr(kardiologe fand nichts)...ich weiß nicht, mit 33 jahren so am "ende"?

es tut mir leid, ich möchte nicht jammernd erscheinen...ich hielt seit über 10 jahren den mund und war, mit die bravste patientin...

herzliche grüße...

Antipsychotika-nun Spätfolgen/oder Neurologische Krankheit?
Weiblich Cogirl
Themenstarter
oh, sorry: zu deinen anderen fragen:

"vor" dem ausbruch, also bis zum 19. lebensjahr, war blutbild(das "große" normale...immer "top"

ich hatte in dem alter dann 2 Schwangerschaften...musste 2 Abbrüche machen(bitte keine kritik-es war eine "nicht normale" situation und habe noch heute damit zu kämpfen)...der Klinikarzt verwies auf mögliche kommende hormonelle störungen...

in dieser zeit entwickelte sich rasch die krankheit...damals sah niemand mögliche zusammenhänge..."nur" das wenige aktive, aber starke passive cannabis-rauchen...

während den kommenden jahren der neuroleptika-einnahme entwickelten sich schilddrüsenunterfunktion(ultraschall okay)...mit verdachtauf hashimoto...(keine ahnung was das ist)

starke gewichtszunahme, monatsregel ebenfalls seitdem weggeblieben...

seitdem ich die medikamente reduzieren darf, sind schilddrüsenhormone wieder okay...doch weiterhin keinerlei monatsregel, kaum gewichtsabnahme...

folgende blutwerte sind noch auffällig:

crp 10,1
mchc32,8
mcv 82,3
mch 27,0
triglyceride 198

alles andere im normbereich...

liebes grüßli

Antipsychotika-nun Spätfolgen/oder Neurologische Krankheit?

Heather ist offline
Beiträge: 9.809
Seit: 25.09.07
Hallo Cogirl,

wenn es mit zehn Jahren eine Veränderung in Deinem Leben gab die auch Dich "veränderte" nahm wohl zu dieser Zeit alles seinen Anfang. Trotz den psychischen Aspekten die bestimmt auch eine Rolle spielen sollte man meiner Meinung nach eben nicht die körperlichen vergessen.

Zu den Blutwerten könntest Du bitte die Normwerte aufschreiben, die sind oft von Labor zu Labor verschieden . Außerdem, schreibe doch bitte auch mal die Schilddrüsenwerte auf. Wenn die schon einmal außer der Norm waren mit Verdacht auf Hashimoto könnte ich mir nur allzu gut vorstellen Du bist nicht "richtig eingestellt", d.h. die Hormone sind für Dich persönlich nicht in einer guten Menge vorhanden. Oft sieht das für die Ärzte gut aus, wenn in der Norm ist alles prima, bei genauerem ansehen sieht das jedoch nicht selten ganz anders aus. Daher lieber noch ein Auge drauf werfen .
Und wie gesagt, es gibt noch andere Hormone. Und wenn ich lese von Deiner nicht mehr vorhandenen Menstruation drängen sich bei mir schon wieder die Hormone ins Gedächtnis... .
Ich denke bei Dir könnte auch eine Störung durch den Stress vorliegen, verstehst Du wie ich meine ?

Falls Asiate Dir nicht direkt auf die Fragen antwortet bitte nicht böse auf ihn sein, ich denke er genießt ausgiebig sein "neues Leben" . Aber wie gesagt, seine Threads sind sehr informativ. Zu den Nährstoffmängeln findest Du aber auch noch mehr im Forum, einfach mal umsehen .


Liebe Grüße .

Heather
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Antipsychotika - nun Spätfolgen/oder Neurologische Krankheit?
Weiblich Cogirl
Themenstarter
Hallo Heather,

lieben Gruss an Dich und nochmals herzlichen Dank für deine Beiträge auf mein Anliegen...

ich war jetzt einige Zeit nicht hier, es war so aufregend in meinem Privatleben(Behördengänge, Veränderung im beruflichen, und eben zum Zeitpunkt meines Schreibens eine kleinere psychische Krise)...

Jetzt nach der Stabilisierung sehe ich meinen Beitrag etwas neutraler...

ich schreibe morgen die genauen Normbereiche der Blutwerte hier rein...und auch etwas, was mir beim Reiki passiert ist, jetzt muss ich nur schnell ins Bettchen...

Antipsychotika - nun Spätfolgen/oder Neurologische Krankheit?

Heather ist offline
Beiträge: 9.809
Seit: 25.09.07
Hallo Cogirl,

es freut mich wenn es Dir nun wieder etwas besser geht !

ich schreibe morgen die genauen Normbereiche der Blutwerte hier rein...und auch etwas, was mir beim Reiki passiert ist,
Ja, mach das - ich bin gespannt ! Vielleicht bringt das wieder ein wenig Klarheit .


Liebe Grüße .

Heather
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Antipsychotika - nun Spätfolgen/oder Neurologische Krankheit?

SamiaX ist offline
Beiträge: 573
Seit: 18.01.10
Klingt nach B12-Mangel.

Bei V.a. Hashimoto auch Vitamin D testen!

Grüße,
Samia

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Weiblich Cogirl
Themenstarter
Guten Morgen

also die letzten Blutwerte, vom August,

Schilddrüse: TSHRo(TSH): 3,52...(Normbereich 0,27-4,20)
freies T4:9,86(Normbereich9.30-17,33)
freies T3(Normbereich 2,00-4.40)

CRP(c-reaktives Protein quant.)10,1(Normbereich bis 5.0)
MCHC 32,8 (NOrmbereich33,0-36,0)
MCH (HbE)27,0(NOrmbereich: 28,0-33,0)
TG(Triglyceride) 198 (NOrmbereich bis 170)
B12 liegt bei 599 (Normbereich191-663)
Eisen auch ok: 14(NOrmbereich 7-26)
FerrRo (Ferritin 28(Normbereich 13-150)
Folsäure auch ok (7,62 ( Normbereich 4.60 - 18.70)

alles andere im gesunden Mittelwert , vorher waren Leukozyten oft zu hoch und Erytrozyten ebenso, ist in diesem Blutbild wieder normal gewesen.
Stehen noch andereWerte drauf, aber ebenso okay...selbst Syphillis wurde getestet(warum?), aber negativ (TPPA)

Ja, zum Reiki :

sehr seltsam, und meine Hausärztin, die ebenfalls Naturkundlich ausgebildet ist, sagte nur...möglicherweise sehr sensibel reagiert und es könnte eine extreme Reaktion bezüglich Erstverschlimmerung gewesen sein...
also: zum Zeitpunkt meines Postings (oben) war ich voller Angst und Not...wie beschrieben auch die körperlichen Sachen, arg beängstigend, ich hatte vorher eine allererste Reiki-Sitzung, der Lehrer sagte, dass es Erstverschlimmerungen geben könnte, muss aber nicht, so habe ich nie daran gedacht...ich hoffte nur, meine Erkrankungen könnten ja weggehen, man muss alles ausprobieren..

Ich spürte alles sehr gut, besonders im Kopf, wo ja meine Hauptproblematik sitzt...

nach meinem Post machte ich es noch 2 mal...mir ging es immer schlimmer...so starke Depressionen,konnte nicht aufhören zu weinen, in meinem Kopf herrschte ein Durcheinander, konnte nicht mehr richtig denken...Ängste, die sich nicht beschreiben lassen, und die Derealisationsproblematik wurde bedrückend stark, zudem die neuen körperlichen Sachen,Gefühlsstörungen, zittern, Taubheit...Gedächtnisstörungen...Der Sozialpsychiatrische Dienst kam zu mir, da ich in höchster Not war und sie anrief...ich dachte wirklich, es wird wie damals...ich nahm Atosil, über 1 Woche, 1 mal täglich als Bedarf (ist beruhigend) zusätzlich zum Amisulprid (Solian)...mein Standardmedikament, was mich immer stabil hält...und ja schon stark reduziert wurde, worüber ich sehr glücklich war...

nun denn, nach einer Woche...ich wachte auf...es war wie neugeboren...in meinem Kopf , alles klar gerückt...das Antipsychotikum Amisulprid hatte ich in der ganzen NICHT erhöht, trotz Bitte des SPSD, ich kann es nicht erklären...es ist alles viel besser...die Symptome nach dem Reiki weg...wie ein Spuk..

Ich bin zwar wegen meiner Ausgangserkrankungen NICHT geheilt...aber es geht mir viel besser, angenehm, aushaltbar...die Beschwerden NACH dem Reiki sind allesamt weg...und es geht mir sogar etwas besser, als vorher...

Keine Ahnung, ist es jetzt Einbildung, dass das alles so sein sollte und das Reiki diese gesamten Sachen gemacht hat?...oder wäre die Krise so oder so gekommen? Keine Ahnung...wollte ich nur mal schildern...

P.s.: ich hoffe ich habe nicht zu durcheinander geschrieben...aber ich kann es schriftlich nicht besser formulieren...

Jedenfalls steht jetzt eine Traumatherapie an...stationär oder ambulant weiß ich noch nicht...die Wartezeit ist jedoch enorm, vor Frühling wird es bestimmt nicht...Ameos Dr. Heines Klinik in Bremen

Liebe Grüße

dennoch werde ich noch mehr hier lesen über Zusammenhänge zwischen Psychose und Ernährung

Antipsychotika - nun Spätfolgen/oder Neurologische Krankheit?

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.782
Seit: 26.04.04
Hallo Cogirl,

Deine Schilddrüsenwerte sind nicht ok...

Das TSH ist zu hoch; die heutige Obergrenze liegt bei 2.5.

fT4 ist extrem niedrig, bei fT3 fehlt der Wert.

Soweit man das beurteilen kann, ist eine Unterfunktion der Schilddrüse wahrscheinlich.
Leider fehlt auch die Untersuchung auf Antikörper TPO-AK, Tg-AK, TRAK.
Ein Ultraschall gehört zusätzlich zur Abklärung.

Liebe Grüße,
Malve


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