Borderline.....

06.10.10 11:08 #1
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Jerina ist offline
Beiträge: 100
Seit: 29.09.10
....die ureigenste Krankheit des Teufels, wie ich sie oft nenne.

Die Dinge, die ich will, tue ich nicht und die, die ich selbst verabscheue, lasse ich zu - ich sehe die Welt mit Augen, die nicht real sind und die anderen und ich scheinen, obwohl wir die gleichen Worte benutzen, verschiedene Sprachen zu sprechen.

Unendliche Einsamkeit - Borderline.....

Jerina
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Borderline.....

Zahira ist offline
Beiträge: 886
Seit: 25.10.08
ahh also ist dein anderes problem eines deiner ssv symptome?
magst du mehr schreiben?

da ich borderline wie fibromyalgie für eine der diagnosen halten die oft aus verlegenheit gestellt weren interessiert mich natürlich wie du zu der diagnose kamst

Borderline.....

Manno ist offline
Beiträge: 1.141
Seit: 09.09.08
Einsamkeit bei Borderline ? Vielleicht fühlt sich jemand mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung (BPS) einsam, doch wirklich einsam ist er eigentlich nie. Und unterläßt er Dinge, die er tun will und läßt Dinge zu die er verabscheut ? Wohl kaum ! Das paßt dann schon eher zu einer gehemmt vermeidenden Persönlichkeit.

Manche Wissenschaftler glauben, dass Borderline keine eigene Krankheit sei, sondern nur abgeschwächte Formen anderer psychischer Krankheiten. Der Psychologe Borwin Brendelow kommt in seinem Buch "Celebrities" zu seiner eigenen Theorie: Demnach funktioniere bei Borderlinern die Endorphin-Ausschüttung nicht so wie sie sollte. Der Körper bekomme zu wenig Glückshormone und brauche deshalb wesentlich stärkere Anreize. Nach Bandelow resultiere daraus häufig eine Sucht nach Selbstdarstellung, dies sei gleichzeitig aber auch Ansporn für eine außerordentliche Kreativität.

Janis Joplin, Madonna, Robbie Williams, Elvis Presley, Marilyn Monroe, Britney Spears, AmyWinehouse sollen von Borderline betroffen sein. Das Verrückte am Borderline-Syndrom ist, dass die Krankheitssymptome von der Umwelt als positiv aufgenommen werden und diese Borderliner dafür von ihren Mitmenschen bewundert werden: Der exzessive Lebensstil zum Beispiel, die intensive Suche nach dem echten Leben, eine außergewöhnlich starke Emotionalität und ähnliche Eigenschaften.

Wer Madonna oder Robbie Williams auf der Bühne erlebt, der kann was erleben, im positiven Sinne. Doch wer täglich mit diesen Menschen zurecht kommen muss, der kann auch was erleben, aber im negativen Sinne.

Geändert von Manno (07.10.10 um 21:24 Uhr) Grund: habe Janis Joplin vergessen

Borderline.....

Jerina ist offline
Themenstarter Beiträge: 100
Seit: 29.09.10
???? Sorry, aber ich lebe mit meiner KH schon einige Jahrzehnte.... Und sie hat genau diese Entwicklung genommen. @ Manno
Ich finds nicht gut, wenn andere, die mich nicht kennen, besser meinen zu wissen, was ich habe als meine Theras und ich.... :(

@ Zahira: SVV war nur eine vorübergehende Phase bei mir vor einigen Jahren, die ich dann rasch wieder eingestellt habe. Soe gehört nicht zwangsläufig dazu.

Gruß Jerina
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Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.671
Seit: 01.06.10
Hallo Jerina,

dass Du hier schreibst ist ein guter Schritt in Richtung weg von Einsamkeit....

Borderline ist weder eine Verlegenheitsdiagnose , noch sind alle Betroffenen solch schillernde Persönlichkeiten wie Manno beschreibt.
Es muss auch nicht immer Krankheitswert für den Betroffenen haben. Aber keiner kann aus seiner Haut heraus ...
Ich halte Borderline für eine Stoffwechsellage , und so etwas ist vererbbar.
Am Stoffwechsel könnte man meiner Meinung nach auch versuchen , etwas Linderung zu erreichen.
Durch Bewegung / Sport und Ernährung mit viel Eiweiss.

LG K.

Borderline.....

Zahira ist offline
Beiträge: 886
Seit: 25.10.08
ich sagte nicht, dass es immer eine verlegenheitsdiagnose ist

bei mir war es eine.. ich hbae mich selbst verletzt einmal zuviel nen thera angepampt und da...

und ich meinte, dass dein alkoholproblem ja auch eine art der selbstverletzung ist...

ich hatte eine gute freundin die mir leider gezeigt hat wie schrecklich borderline sein kann-wie sehr der betroffene leidet weil er seiner umgebung wehtut ohne es ändern zu können...

Borderline.....

AngieK86 ist offline
Beiträge: 18
Seit: 29.09.10
entschuldigt bitte dass folgender Text schon wieder so lang ist.. ich kriegs scheinbar nie kurz hin..


ich kenne auch eine Person bei der Borderline in Verbindung mit einem Alkoholproblem festgestellt wurde..
Ich beschreibe das Leben dieser Person mal kurz:

Sie ist 43 Jahre alt, war "nicht gewollt" von ihrer Mutter und bekam das auch deutlich zu spüren (wurdemal am anderen Ende von Köln ausgesetzt usw..). Die Mutter wollte immer einen Jungen, welcher ein paar Jahre nach ihr auch kam.
Gut, mit 16 von zuhause raus, in ne ziemliche schlechte Gesellschaft geraten.. man weiß nicht genau ob Missbrauch oder Prostitution.. dann 18 einn 18-jährigen Spielsüchtigen kennengelernt, der zudem gerade aus dem Knast kam, und nacheinander 4 Kinder bekommen. Nach den ersten 2 Kindern wandelte sich der Mann von spielsüchtig nach "Extremchrist", warf Fernseher und alles raus usw.. auf der anderen Seite war der Mann quasi ein Psychopath, er war gewalttätig ihr und den Kindern gegenüber und ging nicht wirklich arbeiten..

Die Familie zog nach Belgien, wo sich der Mann selbstständig mit einem Imbiss machte, in dem aber nur sie 11 Stunden und länger 7 Tage die Woche arbeiten musste..

Irgendwann in dieser ganzen Zeit fing sie an zu trinken, angeblich nach der Geburt des letzten Kindes (heute 18j)

jahrelang hat niemand etwas mitbekommen.. irgendwann doch.. dann noch ein paar Jahre später (vor ca 9 Jahren) zog sie aus/haute ab/wurde rauschgeschmissen (-> ist nicht ganz klar), ohne ihre Kinder mitzunehmen..

der Mann haute mit den Kindern nach Bremen ab, erstritt das Aufenthaltsbestimmungsrecht und soviel ich weiß auch das Sorgerecht und der Kontakt zwischen Mutter und Kinder brach ab.

Sie lernte einen neuen Mann kennen, der ein wirklich sehr liebenswerter Kerl ist (ich kenne ihn auch) und bekam von ihm ein weiteres Kind. Ab da hab ich persönlich erst so richtig mitgekriegt, was sie für ein Problem hat, aber ich fand die Vorgeschichte hier jetzt wichtig.

Sie hatte alle paar Monate ihren "Absturz" während dieses Absturzes hat sie sich innerhalb kürzester Zeit (teilweise nur 10!! min) so "weggetrunken", dass sie strungsharrelevoll nur noch ins Bett kippte und schlief.. wachte sie wieder auf, das selbe Prozedere.. das ging dann 1-2 Wochen lang so und dann folgte eine Woche intensives "auskotzen". Dann war wieder ein paar Monate gut und sie war der liebevollste und fürsorglichste Mensch den man sich vorstellen kann.. sie konnte sogar ein Bier trinken oder 2, ohne das mehr passierte.. ein ganz "normaler" Mensch eben.. (ich will nich sagen andere seien nicht normal, weiß nur nicht wie ichs sonst sagen soll)

Nach und nach zogen ihre Kinder bei dem Vater aus, bzw hauten ab und suchten den Kontakt mit ihr. Doch fast jedes Mal, wenn ein Besuch derer anstand (was nicht oft war wegen Distanz Bremen-Aachen), oder diese schon da waren, hatte sie ihren Absturz.. am Liebsten zu Weihnachten..
Allerdings sind diese Phasen zwischen den Abstürzen immer kürzer geworden..

So ging das bis vor einem Jahr, die älteste Tochter wohnt mittlerweile seit 3 Jahren in Aachen, doch der Kontakt ist eher selten, da diese sich innerlich sehr von ihr distanziert hat, um sich selbst zu schützen.. denn sie und ihre Geschwister leiden sehr darunter und so leidet sie weniger..

Die Frau ist vor einem Jahr bei dem neuen Mann ausgezogen, weil es so nicht weiterging und die kleine Tochter (heute 6) u.a. sogar körperliche Defizite hat.

Seit 6 Jahren ist diese Frau immer und immer wieder in Therapie, wo sich die oben stehende Diagnose auch ergab, aber sie haut auch ständig da ab..

inzwischen scheint ihr bewusst zu sein, dass sie ein Alkoholproblem hat, auch wenn sie es nicht zugibt.. und inzwischen scheint sie auch deutlich regelmäßiger zu trinken, die Phasen zwischen den Abstürzen sind über die Jahre sehr kurz (2-3 Wochen) geworden, falls es sie überhaupt noch gibt..

Vor ein paar Monaten ist ihre eigene Mutter gestorben, zu der sie nur noch selten Kontakt gehabt hatte (vielleicht 1 mal im Jahr).. an Leberzirrhose wegen Alkohol.. niemand wusste davon.. sie hat sie am Sterbebett besucht und sich erschrocken (war kurz vorm sterben, schon aufgequollen und so) und wohl draußen zu ihrem ehemaligen neuen Mann gesagt, sie wolle nicht, dass ihre Kinder mal so vor ihr stünden..

Allerdings hat sich nichts geändert.. die Geschiche nimmt weiter ihren Lauf, der Alkohol usw.. als wäre gar nichts passiert..

achso.. dazu kommt noch, dass sie nun auch noch einen "Partner" hat, der wohl das gleiche hat wie sie.. den hat sie beim letzten Klinikaufenthalt kennengelernt..

ist da noch Hoffnung zu sehen?

ist das denn nun wirklich Borderline, oder doch eher nur der Alkohol.. und was mich noch mehr interessiert.. ist das nun vererbbar, oder nicht??

ps: Bitte keine Tipps wie ich ihr helfen könnte, ich kann ihr nicht helfen..

Geändert von AngieK86 (07.10.10 um 17:12 Uhr)

Borderline.....

Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.671
Seit: 01.06.10
Hallo , ich denke dass die arme Frau große Probleme hat / hatte und durch den Alkohol ist alles schlimmer geworden. So wie ich Borderline / Borderliner kenne , hat das damit nichts zu tun. Jedenfalls nicht das , was Du beschreibst . Und so etwas ist nicht vererbbar , aber erlebbar und erlernbar . Leider ...
LG K.

Borderline.....

Hardy ist offline
Beiträge: 228
Seit: 15.11.05
Google Übersetzer


habe mal schnell einen artikel reingestellt....
ich bin vom epa so überzeugt....wer psychopharmaka kennt weiß wie sie wirken und das sie nicht heilen!!!ich finde sie net schlecht, nur auf dauer

Borderline.....

AngieK86 ist offline
Beiträge: 18
Seit: 29.09.10
epa is Fischöl.. hab das Zeug ma in ner Nahrungsergänzungsfirma (Hittich) verkauft.. das is doch eher für Herzkreislauf und so..


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