Das Ich, das Ego ist Ballast und erzeugt Krankheiten in Körper, Seele und Geist!

27.02.10 13:25 #1
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Das Ich, das Ego ist Ballast und erzeugt Krankheiten in Körper, Seele und Geist!

Resonator ist offline
Beiträge: 344
Seit: 31.01.10
Zitat von Leòn Beitrag anzeigen
Hallo Resonator,

...
Ich persönlich halte es da wohl eher mit Adler und frage mich, wozu das gut sein soll, a la Freud und Jung die Persönlichkeit des Menschen zu zergliedern um sie dann wieder zusammen zu setzen .

Aber jedem das Seine!

Herzliche Grüße von
Leòn
Ich denke zur Ursachenforschung, Verständnis verschiedener Psychischer Vorgänge.
So wie das Kleinkind den Wecker der Eltern zerlegt, um festzustellen wie das funktioniert.

Gruß Andreas

Das Ich, das Ego ist Ballast und erzeugt Krankheiten in Körper, Seele und Geist!
Männlich Sternenstaub
Themenstarter
Zitat von Leòn Beitrag anzeigen
1.
Also ich persönlich bin mit meinem Ego - sprich ich - dann ganz zufrieden, wenn es sich mit dem Rest des Menschen im Einklang befindet und keine Überwertigkeit bekommt.
2.
Das Ergebnis wäre dann Egoismus, denke ich. Und das sollten wir, ebenso wie (übersteigerten) Altruismus vermeiden.... so sehe ich das zumindestens ...
Lieber León,
vielen Dank für dein Posting, worüber ich mich sehr gefreut habe.

1.
Mit dem Rest der Menschheit im Einklang... meinst du sicherlich.

Wenn nur alle Menschen das Bewusstsein dafür hätten, dies erkennen zu können, was dir bewusst geworden ist, die Welt wäre eine andere, eine, die sich als Ganzheit erkennt und nicht als Trennung.

2.
Ja, so ist es, solange der Mensch nicht erkennen kann, dass Innen und Außen letztenlich eins ist, wird der Egoismus einen sehr hohen Stellenwert einnehmen.

Sowohl der Egoismus, als auch der Altruismus resultiert meistens aus einer Quelle der Unfreiheit, nicht jedoch aus der Quelle der Freiheit.

Erst dann, wenn der Mensch die wirkliche Freiheit in sich selbst gefunden hat, kann der gesunde Egoismus leben und der gesunde Altruismus, so das dann beide Formen in Freiheit miteinander korelieren können, als ein Ganzes, in Harmonie, was auch die große Liebe zum Leben mit (Licht und Schatten) einschließt.

Mit allerherzlichsten Grüßen Jürgen-Ernst

PS
Ich hoffe sehr darum, dass es dir voll bewusst werden kann, wie sehr du mir geholfen hast hier im Forum und mein Gehirn mit deiner Kreativität auf Trapp gebracht hast!

Ich fühle mich mit dir sehr in Dankbarkeit und auch in Energie, die eine sehr schöne Richtung hat verbunden.

Du hast mich in meiner Hilflosigkeit und Krankheit angenommen, ohne über mich zu urteilen...

...all dies war eine Labsal für mich, die mir viele neue Kräfte geschenkt hat.

Das Ich, das Ego ist Ballast und erzeugt Krankheiten in Körper, Seele und Geist!

Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Hallo Resonator,

Ich denke zur Ursachenforschung, Verständnis verschiedener Psychischer Vorgänge.
So wie das Kleinkind den Wecker der Eltern zerlegt, um festzustellen wie das funktioniert.
nun ja, ich denke Du sagst es. Meiner Ansicht nach muss man für sich entscheiden, ob man dem mechanistischen Menschenbild zum Beispiel nach Freud folgen will. Dann nimmt man den "menschlichen Wecker" auseinander und guckt sich die Einzelteile an. (Und wenn man so vor geht, wird man meines Erachtens auch Gustav Jung nicht gerecht.)

Man kann aber auch den Prozess anschauen, ihn beschreiben und sehen, ob oder was man ändern möchte.

Damit sind wir natürlich bei einem ganz anderen Menschenbild, bei anderen Grundannahmen und einem anderen methodischen Vorgehen. Und deshalb besteht hier in diesem Thema die Gefahr des munteren aneinander Vorbeiredens.

Ich wünscheDir einen schönen Sonntag,

herzliche Grüße von
Leòn

Hallo Jürgen-Ernst,

ach Du bist ein Netter!

Na, ich dachte mir schon, dass wir uns da verstehen.
Ja, so ist es, solange der Mensch nicht erkennen kann, dass Innen und Außen letztenlich eins ist, wird der Egoismus einen sehr hohen Stellenwert einnehmen.
Ich würde es wohl etwas anders formulieren, nämlich dass sich innere Prozesse im Äußeren abbilden und umgekehrt. Und dass Menschen, in ihrer einzigartigen Individualität doch immer Teil "des Ganzen" sind und das "Ganze" aber auch aber auch in einem ist (damit wäre ich dann wohl doch wieder bei Jung gelandet ).
Jedenfalls stimme ich Dir inhaltlich zu.

Herzliche Grüße, auch an Taffy



von Leòn
__________________
Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)

Das Ich, dass Ego ist Balast und erzeugt Krankheiten in Körper, Seele und Geist!
Männlich Sternenstaub
Themenstarter
Zitat von nicht der papa Beitrag anzeigen
1.
Wer schreibt denn deine Beiträge, wenn nicht dein Ego?
2.
Ein Mensch ohne Ich/Ego ist mMn. eine leere Hülle. Hirntod.
Liebe Mama,
vielen Dank für dein Posting.
1.
Hm, das, was losgelassen hat vom Ego vieleicht?

So ist es!

2.
Warum sollte man denn dann Hirntod sein?

Wenn ein Gefäß leer ist, dann kann ich es doch neu füllen, mit was ich auch immer will, oder etwa nicht?

Das Klammern an das soooooooooooo kostbare eigene "Ich", welches mit all den darin befindlichen Energien lebenslanges Leiden und Fesselungen zum Inhalt haben kann, welches auch die Unfreiheit in sich trägt, sich immer wieder irrealen Vorstellungen hinzugeben, mitunter sehr großen Fantasygespinsten, die dann gelebt werden oder sogar müssen, als wären diese real und wirklich, jedoch keine wirkliche Freiheit schenken kann, all dies kann losgelassen werden.

Des Menschen Last und Kümmerniss liegt in der Betrachtung und Bedeutung, die er seinem Ich zollt.
Ob dies nun bewusst, also mit Bewusstsein, erkannt werden kann oder auch nicht (die unterbewussten Energien des Ichs), die Energien des Ichs werden so lange am Wirken sein, bis diese losgelassen werden können!

C.G. Jung, Sigmund Freud, Adler, Erich Fromm, Kierkegaard u.s.w. all diese großen Geister haben sich mit dem Menschen und dem Ich auseinander gesetzt, sich jedoch, so weit ich weiß, im Großen und Ganzen nicht mit der Auflößung des Ichs beschäftigt, wie dies erreicht werden kann und welche Konsequenzen dies zur Folge haben würde, in bezug dazu, was der Mensch dann wohl wäre und vor allem, was er dann in Form von Energien leben würde.


So sind dann letztendlich, sehr viele unterschiedliche Erklährungsmodelle (Energie-Systeme) entstanden, Vorstellungswelten, die unser aller Menschen Treiben erklärbarer machen sollten, jedoch kam es bei einigen, all dieser großen Geister, die auf der Suche waren, den Menschen ergründen zu wollen, zu massiven Reibungspunken, dies hatte dann zur Folge... Absplitterung, Anhängerschafften, Zwist, Streit und Zwiespalt untereinander. Ein jeder war auf der Suche, nach der Wahrheit, was es auf sich hat, mit uns Menschen, in Form von Energien, der Psyche, die am Wirken sind, krank machen, oder gesund machen, unfrei machen oder frei sich entfalten können, darauf bedacht, zu finden, was es mit dem ("Ich", der Energie des) Menschen auf sich hat.

Kindheits-Ich, Eltern-Ich, Erwachsenen-Ich! Ich, ich, ich...

Ich, (Es), über Ich! Ich, ich, ich...

Und so weiter...

...und so fort!

Ich kann mir vorstellen, wie viele Stunden der Verzweiflung all diese bedeutungsvollen, richtungsgebenden und fachkundigen Kompetenzen in sich selbst durchlebten mussten.
Stunden des Zweifels, die unweigerlich aufkommen mussten, um die "Manigfalltigkeit", die im Ich anzutreffen ist zu entschlüsseln.

Ich frage mich, welchen eigenen Verdrängunsmechanismen der eine oder andere dieser großen Geister anheimgefallen ist, auf seiner Suche nach der Erkenntnis, was es mit dem Menschen auf sich hat?

Der eine mehr, der andere weniger!

Ich wünsche allen hier im Forum einen wunderschönen Sonntag und alles liebe.

Herzliche Grüße euer Jürgen-Ernst

PS

Bitte hab dich lieb, nicht der Pappa.

Geändert von Sternenstaub (28.02.10 um 12:44 Uhr)

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.690
Seit: 10.01.04
Es kommt bei diesem Thema wirklich sehr darauf an, aus welcher Richtung die Definitionen kommen. Ken Wilber z.B. sieht das so:

Die von ihm ausgeführte Bewusstseinsbestimmung ist nicht einfach gegeben, sondern verdankt sich der gezielten Suche nach höherer Entwicklung: „…all diese Gipfelerfahrungen, gleich wie tief, sind rein temporäre vorübergehende Zustände. Damit es zu höherer Entwicklung kommt, müssen diese temporären Zustände zu dauerhaften Eigenschaften werden. Zu höherer Entwicklung gehört, zum Teil wenigstens, die Verwandlung veränderter Zustände in dauernde Verwirklichung ... Hier werden die meditativen Zustände zunehmend wichtig.“ (S. 32)

Wilber hebt hervor, dass die gesamte menschliche Entwicklung in einem „Großen Nest des Seins“ eingebettet ist. Diese Aussage bezieht sich auf das große morphogenetische Feld, welches Rupert Sheldrake in seinen wissenschaftlichen Werken so zutreffend beschrieben und nachgewiesen hat. Ausgehend von dieser Perspektive erweitert Ken Wilber seine philosophia perennis zu metaphysischen Postulaten, z.B.: Alles Leben ist koexistentiell evoluierend und entfaltet dabei wechselseitig aufeinander bezogene Potentiale. Einfacher gesagt: Alles Leben ist eine differenzierte Form göttlicher Einheit. Diese phänomenologisch erfahrene Sicht schreibt Wilber der Bestimmung des menschlichen Bewusstseins zu. Es geht ihm dabei weniger darum, dies zu sehen, sondern es zu verwirklichen......
......
Teil 1 von Integrale Psychologie endet mit einer Erkundung des Steuermanns des menschlichen Bewusstseins, d.h. des Selbst. Wilber bezeichnet das „ICH“ (engl. „I“) als das proximale Selbst, während das „ich“ (engl. „me“) für ihn das distale Selbst ist. In der psychologischen Entwicklung verwandelt sich das „ICH“ einer Ebene in ein „ich“ der nächsten Ebene. Hierbei bleibt Wilbers Konzept des Selbst nicht dualistisch; vielmehr führt er ein drittes Selbst ein, das er als den Absoluten Zeugen, das Wahre Selbst oder das Transzendentale Selbst bezeichnet. Auch hier findet der Leser das in Wilbers integralem Psychologie-Konzept immer wiederkehrende Thema einer Dreigliederung. Letztlich ist das proximale Selbst der beständige Steuermann durch die vielen Grundebenen, Grundstrukturen und Grundwellen in dem „Großen Nest des Seins“.
Wegbereiter einer postmodernen Psychologie

Ken Wilber: http://www.symptome.ch/vbboard/philo...en-wilber.html

Und dann kommt es noch einmal darauf an, wie man solche Erkenntnisse und Beschreibungen umsetzt, denn das hängt ja wieder von unserer eigenen Biographie und Entwicklungsstufe ab, von unseren Möglichkeiten, unserem Alter .....

Gruss,
Uta

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Männlich Sternenstaub
Themenstarter
Zitat von Uta Beitrag anzeigen
Es kommt bei diesem Thema wirklich sehr darauf an, aus welcher Richtung die Definitionen kommen. Ken Wilber z.B. sieht das so:

Wegbereiter einer postmodernen Psychologie

Ken Wilber: http://www.symptome.ch/vbboard/philo...en-wilber.html

Und dann kommt es noch einmal darauf an, wie man solche Erkenntnisse und Beschreibungen umsetzt, denn das hängt ja wieder von unserer eigenen Biographie und Entwicklungsstufe ab, von unseren Möglichkeiten, unserem Alter .....

Gruss,
Uta
Liebe Uta...

Vielen Dank dir für dein Posting!

Herzliche Grüße sendet dir und einen schönen Sonntag wünscht dir Jürgen-Ernst

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Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Hallo Jürgen- Ernst,

na, vielleicht könnte Dich Alfred Adlers 07.02.2010: Vor 140 Jahren: Alfred Adler wird geboren - Stichtag - WDR.de Ansatz interessieren. Adler beschäftigte sich nicht mit dem Ich, er war ein scharfer Kritiker von Freuds "Persönlichkeitsmodell" und er hat selbst keines konzipiert. Bei Adler spielt insbesondere auch die Beziehung Mensch-Mitmensch bzw. Mensch-Umwelt eine Rolle.

Hier gibt es ein, wie ich finde gut zu lesendes Interview mit dem "Adlerianer" Henry Stein:

,,,Adler war in vielfacher Hinsicht nicht einer Meinung mit Freud, speziell in Bezug auf die Unterteilung der Persönlichkeit in Ego, Es und Über-Ich. Freud stellte die Hypothese einer Teilung der Persönlichkeit in diese so genannten Segmente oder dynamischen Teile auf, Adler hingegen sagte, dass es keine Unterteilung gibt, dass die Persönlichkeit eine komplette Einheit darstellt. Adler glaubte, dass man die Persönlichkeit nicht genau betrachten kann, wenn man sie als geteilt annimmt, sondern dass man sie unbedingt als Ganzes sehen muss, als ein organisiertes Ganzes ohne Widersprüchlichkeiten. Freud unterschied zwischen bewusst und unbewusst. Aber für Adler gab es diese Unterscheidung nicht. Für ihn war es ein fließender Übergang, denn das, was unbewusst zu sein scheint, kann unter bestimmten Umständen sehr rasch ins Bewusstsein gehoben werden. Freud sagte, dass zwischen den Teilen der Persönlichkeit Krieg oder Konflikt herrsche, zwischen Es, Ich und Über-Ich. Aber Adler hielt dies für eine irrige Annahme. Er war der Ansicht, dass es keinen inneren Kampf oder Konflikt gibt und dass sich das Individuum nur in eine einzige Richtung bewegt, auch wenn es Widersprüche zu geben scheint. Mit anderen Worten, man kann es mit einem Menschen zu tun haben, der in einem tiefen inneren Konflikt zu stecken scheint, aber dieser innere Konflikt ist eine Illusion, denn der Konflikt ist in der Hauptsache mit der Absicht entwickelt worden, nicht handeln zu müssen. Aber der Hauptpunkt war, dass Adler glaubte, die Persönlichkeit sei um ein einziges „fiktives Endziel“ herum organisiert. Dieses fiktive Endziel ist einzigartig in jedem Menschen, und in einem bedeutenden Maße lenkt und leitet es die meisten Handlungen des Menschen. Man könnte also sagen, es definiert im Menschen das Ego und das Empfinden von sich. Adler sagte, dass alles innerhalb der Persönlichkeit, sei es nun Denken, Fühlen, Erinnerung, Fantasie, Träume, Körperhaltung, Gesten, Handschrift - jeder Ausdruck der Persönlichkeit - , im Wesentlichen diesem Ziel untergeordnet sei. Im Großen und Ganzen macht sich Adler auf diese Weise ein Bild von der Person.....
Henry Stein ber Alfred Adler: Was ist "das Ich"?

Herzliche Grüße von
Leòn
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Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)

Geändert von Leòn (28.02.10 um 15:58 Uhr)

Das Ich, das Ego ist Ballast und erzeugt Krankheiten in Körper, Seele und Geist!
Männlich Sternenstaub
Themenstarter
Lieber León,
ich danke dir sehr herzlich für deine Informationen, die du mir zuteil hast werden lassen.

Die Erkentniss des Details ist im Ganzen verborgen und umgekehrt.

Wir sollten in Freude sein, über all das, was uns gewisse Menschen mitgeteilt haben in Fruchtbarkeit, in und durch die Zeit des Menschseins, so das wir durch diese Mitteilungen tief bereichert werden konnten, im voranschreiten dessen, was wir sind.

So viele Menschen sind leider schon untergegangen, in ihrem Bestreben, aus dieser Welt eine bessere zu gestalten, Aufklährungsarbeit leisten zu wollen, haben gewirkt, getan, ohne jemals wirkliche Beachtung finden zu können.

Ein Gedenken, an all diese Menschen, die niemals die Möglichkeit hatten, sich außerhalb des eigenen kleinen Wirkungskreises entfallten zu können, trotz einem Wissen, dass die Menschheit sehr gebraucht hätte.

Meine herzlichsten Grüße Jürgen-Ernst

PS
Vielen Dank für alles, was du mir geschenkt hast.


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