Endzeiterwartungen

12.11.06 11:10 #1
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Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06


In irgend einem Thread habe ich etwas über Endzeiterwartungen gelesen.
Die sind „so alt wie die Welt“. Sie gab in vorchristlichen Epochen (z.B. während des hellenischen Reiches) und nach Beginn unserer Zeitrechnung:


Der Gedanke, dass das Ende der Welt unmittelbar bevorsteht, gehört zu einer der Grundüberzeugungen der jüdisch-christlichen Kultur. Schon bevor ein Zimmermannssohn aus dem galiläischen Nazareth sich anschickte, das Himmelreich auf Erden zu verkünden, knisterte es im palästinischen Raum vor apokalyptischer Hochspannung, die sich immer wieder in politischen Befreiungsbewegungen entlud. Auch für die erste Generation der Christen stand ausser Zweifel, dass ihr Messias nach seiner Himmelfahrt bald schon auf die Erde zurückkäme, um das Ende einzuläuten.
Natürlich sollte die islamische Religion hier nicht vergessen werden, in der die Endzeiterwartung auch eine Rolle spielt.

Doch je länger sich diese Wiederkunft verzögerte, um so wichtiger wurde es, sich theologisch auf der Erde für längere Zeit einzurichten. Trotzdem blieb die Frage nach dem Ende aktuell, schliesslich lag das Drehbuch für den letzten Showdown bereit und fand als «Offenbarung des Johannes» den Weg in den Kanon der biblischen Bücher. Neun Jahrhunderte später wird dann der Mönch Adso aus dem lothringischen Kloster Montier-en-Der alles zusammenfassen, was er über das Ende in Erfahrung hat bringen können: er wird vom Auftritt des Antichristen erzählen, vom letzten Endkaiser und der apokalyptischen Schlacht zwischen den wiedererscheinenden alttestamentlichen Propheten Elias und Henoch und dem Antichristen als ihrem grossen Widersacher.
Die Sehnsucht nach dem unmittelbaren Ende des irdischen Jammertales verband sich immer wieder mit der Utopie nach sozialer und geistlicher Gerechtigkeit im endzeitlichen Paradies und bedeutete seit der Jahrtausendwende auch politischen Sprengstoff: spirituell-häretische Bewegungen negierten die politische Ordnung, Kreuzfahrerheere schufen sich ihre eigene Sicht der Dinge und der Stauferkaiser Friedrich II. (1194–1250) und der Papst warfen sich gegenseitig vor, den Stuhl des Antichristen besetzt zu halten. Doch auch abseits der grossen Ereignisgeschichte machte sich das Abendland ein genaues Bild vom Ende – ein Ende, an dem Gerechtigkeit durch den Richterspruch Gottes nun definitiv Einzug halten wird, wenn im Letzten Gericht die Guten von den Bösen getrennt werden. Ab dem 11. Jahrhundert erscheint Christus als der Richter in monumentalen Bildinszenierungen an den Westportalen der Kirchen, als religiöser Appell an die Gläubigen, aber auch als bildliche Vorwegnahme dessen, was alle einst erwarten wird.
Mit dem Ende des Mittelalters ist es mit den Endzeiterwartungen nicht zu ende.
Auch Luther sprach davon. Noch heute gibt es religöse Gruppierungen, in denen sie eine – manchmal sogar zentrale – Rolle spielen.

Es ist gerade dieser starke messianische Zug der jüdischen und christlichen Kultur, der im Horizont von Friede und Gerechtigkeit das paradiesische Ende der Zeiten herbeisehnt – und herbeizukämpfen versucht: zuletzt als geschichtsphilosophischer Entwurf des säkularen Juden Karl Marx und des aus pietistischem Hause stammenden Friedrich Engels.
Und wenn der Androide Arnold «Terminator» Schwarzenegger in «Terminator 2: Judgment Day» (USA 1991) die Welt in einem apokalyptischen Endkampf vor dem Bösen schützt und ihn zuletzt im Stahlwerk in den Hochofen stürzt, dann erzählen unsere Kinowelten die mittelalterlichen Erzählungen vom letzten Kampf aus der Offenbarung nach, wo «der Teufel, der die Menschen verführte, in den Pfuhl von Feuer und Schwefel» geworfen wird (Apk. 20, 10).
Ich frage mich, welche Wirkungen die „Erwartung einer Endzeit“ auf Menschen heute hat … .

www.isis-admin.unibas.ch/studarea/stud-vv-detail.php?veranstaltung=1057&studiengang=6&semest er=4

Herzliche Grüße von Leòn

Endzeiterwartungen

Sternenfee ist offline
Beiträge: 337
Seit: 21.04.05
Hallo,

also ich bin davon überzeugt, das wir in der Endzeit sind und zwar weiß niemand außer Gott, wann genau das Ende sein wird, aber die Bibel deutet darauf hin, das es nicht mehr lange dauern wird.

Auf die Menschen hat das bestimmt unterschiedliche Auswirkungen, soweit sie sich überhaupt dafür interessieren.
Entweder ihnen ist nun alles egal und sie tun nur was sie wollen ohne Rücksicht (was ja eh schon sehr verbreitet ist) oder sie sehen zu, noch Träume zu erfüllen, Möglichkeiten auszuschöpfen.

Bei mir als Christin ist es mir umso wichtiger, Menschen von Jesus zu erzählen - sozusagen immer bereit zu sein, was auch bedeutet, nix auf die lange Bank zu schieben, wenn es um Hilfe, Verzeihen und vielen anderen Dingen geht.

VG

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phil ist offline
Beiträge: 1.702
Seit: 25.01.05
Hier eine kleine Auswahl weiterer Beiträge zum Thema:

www.sabon.org/prophezeiungen/index.html

Mein persönlicher Favorit: Johannes von Jerusalem (1042–1119) - ein Templer-Ritter.

herzlichst - Phil
__________________
herzlichst aus Trollhalden!

Endzeiterwartungen

Rosemarie ist offline
Beiträge: 104
Seit: 15.08.06
ich mag solche düsteren Gedanken nicht.... das was ich erwarte wird geschehen, das ist eher meine Devise. Wer weiß denn wirklich was um uns herum geschieht? Warum immer diese dunklen Gedanken?
Nimmt uns das denn nicht die Freude am Leben?
Ist das nicht ein schöner Grund um immer pessimistischer zu werden?
Es kostet keinen Mut pessimistisch zu sein.
Es kostet Mut optimistisch zu sein.
Wer sich mit Untergangsgedanken beschäftigt wird unweigerlich untergehen.

Es kostet keine Mühe den Dreck (in jeglicher Form, materiell wie immateriell) zu sehen!

Warum werden nicht die schönen Seiten gesehen, das zauberhafte Gänseblümchen auf der Wiese, die Menschen die Herzenswärme besitzen usw.

Es gibt zahlreiche Philosophien über den Sinn des Lebens. Aber: es macht keinen Sinn in Endzeitstimmung zu vefallen. Wenn ich an Gott und Jesus glauben möchte, finde ich viele Wege dahin. Das Leben bietet genügend Möglichkeiten der "ERFAHRUNG". Ich denke das ist überhaupt der Sinn des Lebens: erfahren zu können und seinen Weg finden!

Endzeiterwartungen

Oregano ist offline
Beiträge: 63.737
Seit: 10.01.04
Beim STichwort "Endzeit" denke ich sofort an die Zeugen Jehovas, die ja schon mehrmals das Ende der Zeiten angekündigt haben.
http://www.sektenausstieg.net/index....=590&Itemid=29


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Ich glaube, daß der Glaube an eine Endzeit bzw. an den Untergang von "falsch Gläubigen" fortführt, was der Einstieg in eine Sekte oder in eine Gruppierung mit bestimmenden Regeln auch schon bedeutet: der Mensch sucht eine strenge Führung und entzieht sich damit seiner eigenen Veranwortlichkeit. Wie hieß es im 3. Reich?: "Führer, wir folgen Dir!" Kritisches Denken scheint in einem solchen Fall dann mit dem Parteibuchempfang oder eben dem Eintritt in eine Sekte abgegeben zu werden.
Gleichzeitig aber wird dem Mitglied der Gedanke vermittelt, daß er ja durch seine Zugehörigkeit etwas Besonderes ist. Bei den Zeugen z.B. wird er ja durch seine Zugehörigkeit zu den Auserwählten gehören...

Uta

Endzeiterwartungen

Mike ist offline
Beiträge: 1.855
Seit: 16.02.05
Ich empfinde das Endzeitdenken in einer materialistischen Welt völlig normal. Angeblich gibt es ja einen Rohstoffverschleiß der dazu führt das es zu sog. Verknappungen kommen könnte. Das gilt für technische Rohstoffe zur Güterproduktion ebenso wie für z.B. Wasser das in trinkfähigem Zustand vorhanden sein müsste um alle durch zu bringen. Da wir weltweit alles ziemlich bis zum Anschlag ausrauben/anzapfen und uns um die sicherstellung der Basisversorgung einen Dreck scheren (wird schon einer für zuständig sein!) kann es recht schnell zu Endzeitähnlichen zuständen kommen wenn mal mehr als ein Strommast umkippt und Europa für eine Woche oder länger platt legt. (maximale Abhängigkeit) Danach wäre die westliche Welt eine neue weil dann hier mal ein paar Leute aufgewacht wären die denken das alles schon irgendwie funktioniert weil irgendwer irgendwo dafür zuständig ist.

Kaum können wir mal eine lokale Windhose auf Digitalkamera festhalten (Sysonym für Messbarkeit) reden gleich die gelehrten von Klimakatastrophe und prophezeihen das Endzeit-Hochwasser für 2050 (oder auch nicht, je nachdem wem man nun seinen Glauben schenkt!). Dann denken wir mal an die global anberaumte Überbevölkerung dessen Ursprung ja alle gebildeten Menschen kennen. Dann die blöde und schauspielerisch schlecht aufgezogene Hetzpropaganda gegen die bösen Terroristen die genau an Weinachten keine Hobbies haben als unsere Flugzeuge vom Himmel zu holen und Züge umzukippen anstatt mal anständig ein paar Strommasten freier Wahl zu besägen. Nein, AKW's müssen mit lächerlichen Rauchgranaten gegen feindlich ausgebildete Bussharde und sonstige unfreiwillige sowie namenlose Märtyrer mit Granatabwurf getarnt werden.

Das große Spiel geht aber völlig anders denn den bösen bösen Terrismus gab es schon immer. Wir erinnern uns an die blöden Iren die sich immer die Fresse eingehauen haben oder die Basken die mal selber ansagen wollten was richtig und was falsch ist. Auch haben wir den letzten großen Strike in sachen globalem Imerialismus gerade mal 60+ Jahre hinter uns gelassen und die nächsten globalen Einzelschachspieler stehen schon am Startzeichen um sich selber zu den Herren der Welt zu krönen. Da diese Handlungen aber von Menschen ausgeführt werden, weil die Maschinen noch nicht ganz so weit sind, müssen wir uns wohl auf einige grobe Schnitzer einstellen die es beim Glogal-Chess aber schon immer gegeben hat. Ein allzu menschlicher Zug den jeder von sich kennt welcher 'mal eben' was in Perfektion hinbekommen will. Aber auch die Geschichtsbucheinträge die gerade produziert werden sind üble Zeitzeugen wie Menschen sich immer wieder überschätzen.

Wir sog. westlich orientierten Länder sind schon weit über das Ziel einer angestrebten Unabhängigkeit hinausgeschossen und haben uns längst wieder in neue Abhängigkeiten hineingestürzt. Hier kann sich niemand vorstellen das es noch Landstriche auf der Welt gibt die noch nicht techniküberladen sind oder wo man noch Essen auf dem Holzofen zubereitet und im Kamin ein paar alte Autoreifen brutzel damit die Hütte warm ist. Wir müssten entwicklungstechnisch längst die Handbremse voll angezogen haben um demnächst nicht an der scheinbar angestrebten Lichtgeschwindigkeit in Vergessenheit zu geraten weil wir 'ausversehen' schon lange unser ehemaliges stacheldrahtgeschütztes Universum verlassen haben. Es wäre ja auch zu schön (um mal den Lacher wieder aufleben zu lassen!) wenn alle Menschen eine Toilette hätten. Das hört sich natürlich völlig Pansen an aber es ist wichtig um auf Klo gehen zu können etwas zu essen zu haben und ebenso wäre eine Wasserversorgung gegeben um die Spülung zu betätigen. Da wird es schon kriminell denn wo soll das ganze Wasser herkommen um Abfall den ebenso notwenidgen Gulli runter zu spülen solange wir hier das flüssige Gold als Brauchwasser Millionenliterweise jeden Tag die Wupper runter schicken. Da sind wir aber egoist genug uns das Gold nicht nehmen zu lassen und so wird passieren was passieren muss.

Andere Bevölkerungsgruppen die nur unser Toilettenspülwasser als Trinkwasser haben wollen werden kommen und es uns nehmen wollen. Sie haben längst feindlich an unsere Türe geklopft aber das scheint nicht zu reichen denn wir haben nicht korrekterweise Entwicklungshilfe sonder Soldaten geschickt. Strategisch völlig korrekt aber im emotionalen und menschlich/sozialen Gefüge völlig unmöglich.

Die die Hunger haben bleiben einfach draussen und so werden wir uns in den nächsten 20 Jahren auf einiges gefasst machen dürfen. Denn unser fragwürdiges Handeln bleibt ja nicht ohne Folgen. Um den Zustand der Weltmeere und der Überfischung sind wir uns längst klar geworden. Jedoch fehlt uns ja nicht nur eine Konseverndose sondern auch an allen anderen Stellen der Welt wo z.B. Fisch konsumiert wird. Die haben dann Hunger und geben uns weniger von Ihrer Landernte ab. Die Spirale kann dann jeder selber an drei Fingern abrechnen.

Noch können wir uns über solche Themen ungehindert unterhalten aber das Redeverbot über gewisse Themen ist ja schon im Desillusionsausschluss für Zukunftsregulationen umeinen passenden Knebelparagraphen zu formulieren. Zur Zeit habe ich noch das Gefühl das die sog. Commedians die eigentliche Situation recht gut beschreiben und die Politiker, über die eigentlich gewitzelt wird, einen komödiantischen Beitrag recht gut rüber bringen.

Die Endzeit wird's zwar nicht aber es wird recht laut und kalt werden wenn sich hungrige Menschenmassen auf die Suche nach verwertbarem begeben. Dafür brauchen wir halt Stacheldraht und Haubitzen und ein paar Atombomben für die Notfallendlösung. Ansonten sollte aber auch ein Knüppel genügen denn auf schwächere hauen und prügeln wir ja gerne ein. Die Fairness ist jedenfalls der Feigheit gewichen und so wird kommen was kommen muss. Der Mensch neigt leider zur Rachsucht und alles was er nicht freiwillig bekommt (oder mit Waffengewalt) macht er kaputt damit auch kein anderer damit spielen kann.

Es gibt auch nur eine effektive Lösung um das "Problem" der Güterverteilung zu lösen aber das würde gut gewachsenes Rückrat und geschmeidige Würde erfodern. Diese zumeist lästigen Attribute sind in unseren zivilisierten Landkeisen schon durch teilweise apathisches Verhalten ausgemerzt worden.

Um es auf den Punkt zu bringen: Geldscheine kann man nicht essen und wenn noch nicht einmal Banknote drauf steht oder jemand den Wert verteidigt reichen Sie nur noch um den Brennwert zu bestimmen wenn bestimmte Fatoren eintreffen.

'Apocalypse Now' ist auf jeden Fall filmreif und hausgemacht wenn Sie denn mal eintreffen sollte.

und jetzt stellen wir uns mal vor was das für eine Welt wäre in der jeder Kontinent ein technisches Hilfswerk nebst passender Ausrüstung hätte und Menschen dazu verpflichtet wären zu wissen wie man sich und anderen im Notfall selber helfen kann. Ein gar gauselige Vorstellung von Menschen umgeben zu sein die selbstständig Hilfe leisten würden und die nicht Ihre Freizeit dazu verwenden sich gegenseitig die Schuld an allem zuzuschieben nur weil Sie die Möglichkeit dazu haben.

Ich plädiere für Endzeit denn ohne scheint diese affenähnliche Kreatur Mensch nicht zur Besinnung zu kommen. Nehmen wir es als Lern- und Lehreffekt um wenigsten aus der Scheisse in die wir uns geritten haben noch was nützliches zu extrahieren.

Machen wir es einfach (wie immer):

- wer Waffen herstellt um seine 'wichtigen' Güter nicht teilen zu müssen und seine Überschüsse sowie altbestände an drittländer verkauft macht die Endzeit spannend.
- wer Trinkwasser und Flüsse zum entsorgen von Altlasten aus der Industrie und der Toilette benutzt beschleunigt die Endzeit ungemein
- wer alles akzeptiert und nichts verweigert auch wenn er weis das es gegen Ihn selber verwendet werden kann oder sich gegen Ihn wenden wird ist selber ein Teil der Endzeit ohne es zu realisieren.
- wer alles glaubt (glauben muss) weil Ihm sich die Zeit oder die Möglichkeit zur Prüfung verweigert ist schon in der Endzeit ohne es zu merken.
- wer glaubt die ganzen Waffen nur "for fun" hergestellt werden hat was fundamentales nicht verstanden.
- wer glaubt das das was er sehen darf schon alles ist was gemacht wird oder wer glaubt das nicht alles gemacht wird was geht nur weil es auf einem Zettelchen verboten ist hat keine blasse Vorstellung von dem was gehen könnte.
- wer glaubt "Shock and Awe" (Angst und Entsetzen) sei ein adäquates Mittel um seine Ziele durchzusetzen und tolleriert oder ignoriert so ein pauschales Verhalten hat die Emotion und das Individuum schon lange hinter sich gelassen (er ist ohne Bewustsein oder einfach tod).
- wer glaubt schweigen zu Schutz von Menschen einzusetzen sei ein tollerables Mittel betreibt Verschleppung von Problemen und sorgt für endzeitähnlichen Erscheinungen weil systematische Fehler erst nach Dammbruch sichtbar werden. Dann aber verherend wirken obwohl Sie bei ausreichender Informationspolitik nur halb so schlimm ausgefallen wären!

zusammengefasst gibt es Endzeit für diejenigen die sich auf Gott oder gottesähnliche Gesalten wie Politiker, Experten oder Ärzte verlässt. Allen anderen blüht ein erwachen in der selbstgebauten Endzeit und können Ihr Potential völlig ausfahren sofern Sie überhaupt noch dazu in der Lage sind.

Da wir alle in irgendwelchen hirarchisch organisierten Systemen leben und der wechsel des Systems heutzutage wie auch schon in der Vergangenheit mit einer Ent- oder Zerstörphase und einhergehenden Verstörphase laufen kann man bedenkenvoll in der Umwandlungszeit von einer Endzeit sprechen. Paradebeispiel ist zur Zeit der völlig instabile Zustand im Irak der von der ortsansässigen Bevölkerung durch stetige Handlungsänderung, Versorgungsengpässen, ausserordentlicher Gewalt und Informationsverweigerung als Endzeitzustand gewertet werden kann da die angestrebte Stabilität offensichtlich für aussenstehende genau ins Gegenteil schlägt.

anfangszeitige Grüße

Mike

P.S.: der Planet dreht sich weiter... egal was auf der Oberfläche passiert!

Endzeiterwartungen

Oregano ist offline
Beiträge: 63.737
Seit: 10.01.04
Hallo Mike,
jetzt bin ich schon wieder müde, nachdem ich Dein langes Posting gelesen habe.

Wie immer: es schmeckt mir absolut nicht, was Du schreibst, aber ich muss - auch wie immer - sagen: so ist es - leider.

Aufgefallen ist mir, daß Deine Darstellung der "Endzeit" eine menschlich geschaffene meint. Die "Endzeit" von Sekten dagegen meint eine göttlich herbeigeführte. Die hat den Vorteil, daß somit die Verantwortung vorwiegend außen liegt, sozusagen.

Uta

Endzeiterwartungen

Mike ist offline
Beiträge: 1.855
Seit: 16.02.05
Naja, es gibt ja Sekten wo der Mensch als "Gottes Ebenbild" dargestellt wird und dann passt das schon wieder irgendwie...

aber sei beruhigt:

1. kommt es immer anders
2. gehört Gewalt bald zu den Dingen die auf der Liste der "ausrottungswürdigen Dingen" gehört wenn wir so weiter feuern wie bisher.
3. lass ich mir auch von ein paar obergeschwätzigen Terroristen (an deren Allmacht ich, ehrlich gesagt, nicht wirklich glaube!) keine Party versauen.
4. Ist das Leben ein riesiges Schauspielstück in dem wir die Statisten mit Verfallsdatum sind. Ob das jetzt ein Drama oder eine Romanze wird entscheiden noch immer wir! Es bleibt aber eine Aufführung mit allen Konsequenzen.
5. fällt unseren Entscheidungsträgern vielleicht mal wieder diese Pro/Contra Nummer beim Abwägen von entscheidungen ein und lassen dabei nicht nur strategische Gesichtspunkte einflissen. Also weg von der Reissbrett Entscheidung hin zum emotionalen Rationalismus. Das wäre aber dann schon mehr als ein Schattensprung und erfodert obig genannte Attribute.

Endzeiterwartungen

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Zusammen

Biblisch gesehen, Leben wir schon in der Endzeit. Wann das Ende (der endzeit) aber kommt, da wird vieeeeel spekuliert und gemäss bibel, kann und wird es nie jemand wissen.
Mike hat einige Beispiele zur Endzeit erwähnt. Jesus selber sagte, das es wie das weizenfeld ist, auf dem in der Nacht der Feind Unkraut säte. Beides wächst auf und auf die Frage ob man es ausreissen slle, sagte jesus, dass man dies nicht tun solle, da man so sonst auch gutes Getreide ausreissen könnte. Man solle es aufwachsen lassen und wenn nach der Ernte, das Unkraut vom Weizen trennen und ersteres wird verbrannt werden.

Zur Praxis: Die Differenz zwischen Reich und arm nimmt laufend zu. Gewalt weltweit (Terror) wie lokal (Schule, Beziehungsdelikte etc) nimmt zu. Waffenarsenal und Zerstörungskraft nimmt zu. Umweltkatastrophen (Überschwemmungen, Orkane, Luftverschmutzung etc), WIE IN ER OFFENBARUNG AUFGEFÜHRT nehmen zu. Raubbau an den Ressourcen ebenfalls. Die Liebe nimmt ab (geht mich nichts an, wenn der andere am Boden liegt).
Die andere seite: Hilfswerke etc nehmen zu. Göttliche Transformationen nehmen zT regional unter heftigen Widerstand (China, Indien) zu, ebenso ganze Länder wie zb Uganda (vom am Boden völlig zerstört zum Vorbild von Entwicklung). Möglichkeiten das Evangelium der LIEBE ZU PREDIGEN NIMMT DANK iNTERNAT UND rEISEMÖGLICKIETEN ZU.

Lauwarme Religiösität nimmt ab (Landeskirchen) Esotherik boomt, bekennendes Christentum aber nimmt auch zu. Anders gesagt, immer mehr Menschen sagen klar ja oder klar nein zu Jesus.

Die ganze Sache kann depressiv und negativ machen, muss aber nicht, ganz im Gegenteil. Das wissen das es so ist und noch schlimmer kommen wird, ist die eine seite. Das Wissen das das Positive aber ebenso wächst und wachsen wird und das schlussendlich ER gewinnt, es eine neue perfekte Erde mit den Seinen geben wird, ermöglicht es einem Gläubigen mit Zuversicht in die Zukunft zu schauen.

Aus christlicher Sicht ist das die Endzeit also primär eine Menschlich geschaffene, das Ende der Endzeit aber Gott sei Dank eine göttliche. Wie Mike teilweise beschreibt, wird es wegen den Menschen so schlimm werden, dass nur Gottes eingreifen noch Schlimmeres für die Gerechten abwenden kann.
__________________
Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

Endzeiterwartungen

Rosemarie ist offline
Beiträge: 104
Seit: 15.08.06
Uta, ich habe auch an die Zeugen Jehovas gedacht... Na ja, da gibt es genug Restriktionen. Jeder soll das glauben, was er für sich als richtig erkannt hat. Aber den "Turm" würde ich nie näher betrachten wollen.

Noch etwas zur Endzeitstimmung/Erwartung/Ankündigung:
Man muss sich einfach mal überlegen, wieviele Jahrhunderte die Menschen schon in Angst und Schrecken vor dem Untergang leben, zumindest diejenigen, die daran glauben. Das ist doch absolut unlogisch! Jeder weiß, er wird sterben. Klar, er lebt und alles was lebt wird auch wieder vergehen.

Hätte ich vor dreihundert Jahren gelebt und der Untergang kommt erst im Jahre 2012.... warum dann ständig in Angst leben? Mir fallen nicht die richtigen Worte ein, ich hoffe man ahnt was ich ausdrücken möchte.
Wenn vom jüngsten Gericht gesprochen wird und daran geglaubt wird, dann dürfte das doch auch kein Problem sein, wenn ich ein guter Christ bin, oder? Warum dann die "Panikmache"?

Ich weiß auch nicht, warum Gott immer als nachtragend, urteilend, strafend, gefürchtet gesehen wird. Das sind Worte der Kirche. Das ist nicht Gott.
Warum Fegefeuer und Endzeit und Furcht und Angst? Warum kommt der Mensch nicht auf den Gedanken, dass er Gott womöglich einfach noch nicht verstanden hat?
Er ist gütig und weise und er hat uns mit allen "Werkzeugen" ausgestattet, er hat uns den Verstand gegeben, er hat uns die Einsicht gegeben. Er hat uns soviel Macht gegeben.
Wann lernen wir damit so umzugehen, dass es zum Nutzen aller ist?


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