Endzeiterwartungen

12.11.06 11:10 #1
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Endzeiterwartungen
MisterX



Es ist noch nicht zu spät ...

Endzeiterwartungen

Leòn ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
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Es ist noch nicht zu spät ...
Jawohl, Herr Mister!



von Leòn
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Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)

Endzeiterwartungen

Oregano ist offline
Beiträge: 63.711
Seit: 10.01.04
Leòn erhält hiermit die eben von mir ersonnene Tomi Ungerer-Medaille "Die blaue Wolke" für seine besonders gelungenen Illustrationen!



Uta

Endzeiterwartungen

phil ist offline
Beiträge: 1.702
Seit: 25.01.05
Ja, wie sieht die Zukunft aus? Wird es eine Rückentwicklung geben? Werden wir eines Tages wieder mit Pferden pflügen, mit Schwertern kämpfen und in Holzhäusern wohnen? Ist das dann schon „Endzeit“ oder gar das Ende?
Es gibt, so wie ich es sehe, verschiedene Möglichkeiten des Fortschrittes,der Weiterentwicklung, der Höherentwicklung, wenn man so will.

Einen interessanten Ansatz fand ich seinerzeit in "Gespräche mit Gott III", wo die Rede ist, dass "Menschen" auf anderen Planeten einer anderen Entwicklung gefolgt wären. Sie hätten sich geistig-seelisch weiterentwickelt, würden sich von dem ernähren, was ihnen die Natur biete, bräuchten keine Kleidung, würden aber welche tragen, weil es ihnen so gefiele. Und sie hätten das Klima im Griff, indem sie es über den Wald steuern würde. Häuser und Kleidung als Klimaschutz wären damit nicht notwendig.

Wir hier auf Erde folgen einer materiellen Entwicklung, und, betrachtet man die Medizin, wird sogar der feinstoffliche Anteil des Lebens mechanistisch angesehen und verstanden - und damit möglicherweise eben nicht verstanden.

Wenn der Stromschalter umgekippt wird und der Geldautomat "tot" ist, die Regale sich nicht mehr füllen, ja, was wird dann sein? Heulen und Zähneknirschen? Mord und Totschlag? Solidarität und gegenseitiger Beistand?

Was nach aussen hin möglicherweise nach Rückentwicklung ausschaut, könnte, warum auch nicht, in Wirklichkeit eine Weiterentwicklung darstellen, näher zu sich selber, näher zum Wesentlichen des Seins.

Dass zur Weiterentwicklung auch ein Verlassen des grobstofflichen Körpers gehören kann, klingt wohl zynisch, ist es aber aus "höherer" Warte gesehen nicht - bestenfalls ein frühzeitiger Abgang von einem Ort, wo aufgrund unpassenden Verhaltens oder unpassender Eigenschaften kein Platz mehr ist.

Phil
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herzlichst aus Trollhalden!

Endzeiterwartungen

Sobec ist offline
Beiträge: 35
Seit: 13.09.06
Die einzige entwiklung die der Menschheit weiter helfen würde ist die Geistige ( siehe Phil) oder die Körperliche. Auch wen ich die Geistige weiterentwiklung nicht zwingend auf dem Glauben aufbauen würde. Die einzige Veränderung welche die Menscheit in den Letzten 2000 Jahren gemacht hat ist das Alter und die Grösse. Ohne die Technik würde das Ganze System zusammen brechen, Ungeschminkte wahrheit. Doch selbst wen sich der Mesch in eine bessere Richtung weiter Entwickeln würde, wird ihn das nicht vor dem ENDE schützen.
Aber es ihm erleichtern

Geändert von Sobec (19.11.06 um 10:55 Uhr) Grund: Falscher Nahme

Endzeiterwartungen
MisterX
... ich hab mal heut Morgen ein Bild von der Zeit nach der Endzeit geschossen



Endzeiterwartungen

Leòn ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Hallo Uta,
ich danke Dir für diese ehrenvolle Auszeichnung! Ich werde sie neben die beiden anderen hängen!

Hallo Phil,

Es gibt, so wie ich es sehe, verschiedene Möglichkeiten des Fortschrittes,der Weiterentwicklung, der Höherentwicklung, wenn man so will.
Ich finde unter anderem Deine, wie ich es wahrnehme, entspannte Haltung sehr angenehm und auch beeindruckend:

Was nach aussen hin möglicherweise nach Rückentwicklung ausschaut, könnte, warum auch nicht, in Wirklichkeit eine Weiterentwicklung darstellen, näher zu sich selber, näher zum Wesentlichen des Seins.

Dass zur Weiterentwicklung auch ein Verlassen des grobstofflichen Körpers gehören kann, klingt wohl zynisch, ist es aber aus "höherer" Warte gesehen nicht - bestenfalls ein frühzeitiger Abgang von einem Ort, wo aufgrund unpassenden Verhaltens oder unpassender Eigenschaften kein Platz mehr ist.
Mir ging ähnliches durch den Kopf, als ich die Fragen formulierte: das, was manche als "Rückschritt" oder gar das "Ende" ansehen können, kann ein "Neubeginn" in eine andere - wie Du dann sagst, "weiterführende" Richtung sein. Ich danke Dir.

STUFEN
(von Hermann Hesse)


Wie jede Blüte welkt
und jede Jugend dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in and're, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten!
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt,
so droht Erschlaffen!
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewohnheit sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden:
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!


So, mein lieber Mister Xie, nun zu Dir.

Ja, von dem auf Deinem Photo abgebildeten Emir ibn Yusuf ben Yusuf ibn Bush habe ich auch schon gehört. Es heißt, er werde in extrem fundamentalistischen Kreisen bereits als Mahdi http://www.harunyahya.de/bucher/soci...i/mahdi_01.php verehrt! In der Lesart bestimmter europäischer und amerikanischer Gruppierungen wird er als der Endkaiserhttp://www.al-rassan.com/endkaiser.htm betrachtet.
Nur die Buddhisten tun sich ein wenig schwer damit, ihn als Reinkarnation Buddhas anzusehen... .

Einen schönen Sonntag und herzliche Grüße von

Leòn
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Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)

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blockflöte ist offline
Beiträge: 547
Seit: 09.09.06
hallo leon,

hesses stufen "liebe" ich auch sehr.

kennst du t. brocher, stufen des lebens?
dessen gedanken, die mich sher beeindruckten und weiter brachten passen zu denen von phil und dir.

nur wenn wir die "unerlöste" stufe ( rohr, enneagramm ) verlassen, uns weiter entwickeln, reifen wir, dann werden wir tolerant und gelassen, dann ängstigt uns auch letztlich nicht das "ende", weil wir wissen, dass wir einem neuen anfang entgegen gehen.

danke frü eure so inahltsreichen beiträge, ich bin sehr gerne hier.

lg monika
__________________
die wichtigste stunde ist immer die gegenwart, der bedeutendste mensch immer der, der dir gerade gegenüber steht.
aus dänemark

Endzeiterwartungen

Nisha ist offline
Beiträge: 32
Seit: 14.11.06
Hallo, ihr da draußen!

Puh!

Da habt ihr aber jeder von euch fleißig viel geschrieben.

Das kann man ja kaum nachlesen, wenn man ein paar Tage nicht da war.
Ich kann jetzt leider nicht auf alles eingehen, was ihr nun noch neu geschrieben habt, aber ich hab's überfloge

Das, was ich im Folgenden schreibe, klingt erstmal so, als sei es widersprüchlich zu dem, was ich vorher geschrieben habe
Aber ich denke nicht, dass Dualismus und Holismus sich ausschließen. Das nur vorweg, weil ich im Folgenden nämlich den Dualismus mal als gegeben annehme.
Gewissermaßen ist der Begriff Endzeit an unseren Dualismus gekoppelt

Ich denke, darüber wurde hier ja auch geschrieben, der Mensch kannte schon (fast?) immer und (fast?) überall das Thema Endzeit. (Wurde ja auch hier schon etws dazu geschrieben)

Gewissermaßen folgt aus der Unausweichlichkeit eines Endes die Frage: Wenn es mal zu Ende ist, wie soll ich leben? Jede Kultur und jeder Mensch bildet so ein System von gut und schlecht. Es folgt dann also die Ethik einer jeden Kultur und eines jeden. (egal, ob man nun in anbetracht des Endes lustbetont oder nächstenliebebetont oder, oder lebt)
Wahrscheinlich wandelt sich diese Ethik im Laufe der Zeit und natürlich auch indivduell. Das ist ja eigentlich auch interessant.
WIr reden hier über Endzeiterwartungen. Aber was ist eigentlich die persönliche Erwartung jedes Schreibenden hier? Sind sie bei uns ähnlich?

Also ich stelle mir das ganze ziemlich so vor, wie es von den Medien vorgekaut serviert wird. Ihr wahrscheinlich auch, was?

Wie waren sie in früheren Zeiten? Was unterschiedet andere oder vorangegangene von unseren Endzeiterwartungen? Was ist der Kern, der bliebt?
Welche Schlüsse ziehen wir?

Ich denke, heute haben sich unsere endzeiterwartungen so verändert: wir "wissen" in vielen Bereichen, warum es zu Ende geht. Früher glaubte man eher an bestimmte Sachverhalte. Heute gibt es harte und teils unausweichliche Fakten.
Irgendwo sind die Dinge, die geschehen sind, zB eine Flut, früher auch nicht in einen physikalisch-kausalen Zusammenhang mit dem menschlichen Handeln gebracht, sondern in einen glaubensmäßigen.
Heute steht jeder mehr denn je im ZUsammenhang angehäufter Erbschuld der Vorgängergenerationen und im Weltzusammenhang. Jeder kann sich für alles mitschuldig fühlen. Das wäre sicher übbertrieben, da nicht leistbar. Letztendlich sagen wir uns: jeder muss ja doch im kleinen handeln. Und Recht haben wir, denn wie könnte einer die ganze Welt vor dem Untergang retten?
Trotzdem bleibt wahrscheinlich heute mehr als früher das Gefühl der Mitschuld an der Endzeit, da man sich die technischen Veränderungen zunehmend als Ursache für Das ENDE vorstellt. Das ist natürclih nur eine Vermutung, da man die Menschen nicht mehr befragen kann.

So, jetzt hab ich auch mehr geschrieben, als ich wollte. Naja, es ist aber auch ein sehr weites Thema! Es macht trotzdem seeeehhr viel Spaß!

Viele endzeitliche Zwischenstufengrüße von
Nisha

Endzeiterwartungen

phil ist offline
Beiträge: 1.702
Seit: 25.01.05
Alles was ist, kann in irgend einer Form, Allegorie, Analogie, .... beobachtet werden.

Wir sehen Dinge enden, Leben erlöschen, Körper sterben und zerfallen. Die Form als grobstofflicher Körper findet ihr Ende.
Auf feinstofflicher Ebene ist es aber längst nicht zu ende, da ist ein ganz anderes Zeitgefüge. Raum und Zeit sind, und darin ist alles Stoffliche eingebunden. Also werde ich mich beizeiten auf Orbit begeben und das Geschehen quasi aus höherer Warte betrachten.

Die duale Welt zeichnet sich dadurch aus, dass Dinge aus Verhältnissen entstehen: 1/n x n = 1 Ganzes (z.B. 1/3 x 3 = 1). Klingt banal, ist aber die Grundlage der materiellen Welt, sowohl der grob- wie der feinstofflichen.
Dahinter verstecken sich so einfach Dinge wie Quantität und Quälität, Druck und Sog, positiv und negativ. Sollte einer dieser Aspekte an die 100% erreichen, würde sein Gegenstück aufhören in der stofflichen Welt zu existieren und damit würden beide tranzendent und somit untrennbar und ununterscheidbar. (Quelle: Callum Coats, Naturenergien verstehen und nutzen)

Daraus wage ich abzuleiten, dass wir hier unten oftmals die Unachtsamkeit begehen zwischen Dualität und Polarität nicht zu unterscheiden. Denn das transzendierte angeblich untrennbare und ununterscheidbare ist eine Einheit, die nicht geschlechtslos ist, sondern bi-polar. Und das kennen wir bestens, nämlich als weibliche Anteile im Mann, als männliche Anteile in der Frau.

Und wer das Glück hat, seinem anderen Teil zu begegnen wird ein Gefühl von Einssein erfahren, das manches durchaus in etwas anderem Licht erscheinen lässt. Sind wir letztendlich - bewusst oder unbewusst - nicht ständig auf der Suche nach dem "verlorenen" anderen Teil, durch den wir erst wieder ein Ganzes werden? Aus religiöser Sicht könnte man es auch so beschreiben, dass wir uns nach Gott, unserem Ursprung und anderen Teil (des Allganzen) sehnen. Wir können also letztendlich gar nicht anders also uns dahin zurücksehnen. Und damit wir das mit unserem uns selbst eingebrockten Schuld- und Sündenbewusstsein mit gutem Gewissen tun können, haben wir uns als Strafe die Apokalypse ausgedacht, bzw. bestrafen wir uns tagtäglich selber mit allerlei Dingen, von denen wir jederzeit wissen, dass wir eigentlich weitaus besseres zu tun hätten als gerade dies.

Die Dualtität straft uns damit, dass wir glauben, immerzu urteilen zu müssen, in gut und böse, in unschuldig und schuldig, in wertvoll und wertlos, in Nützlich und Schädling... aber auch Anfang und Ende. Erst durch eine ganzheitliche Sichtweise, in der Vereinigung beider Pole zu einem Ganzen, wird es uns möglich, dieses entweder-oder-Denken hinter uns zu lassen und die Welt und das Weltgeschen, das Leben als solches aus einer sowohl-als-auch-Perspektive zu sehen und zu verstehen. Darin verliert die Welt viel von ihrem Schrecken, und manches kann nun mit Mitgefühl angenommen werden.

Nun, da die gute alte Erde ein Organismus darstellt, der offensichtlich eine andere Lebenserwartung in Jahren hat als unser eigener Körper, ist die Wahrscheinlichkeit klein, dass wir dessen Ende erleben werden. Hingegen bin ich mir sicher, dass uns bereits ein Jucken (Erdbeben), ein Niessen (Orkanböen), ein Schnupfen (Überschwemmung) oder Fieber (Erwärmung der Erdoberfläche und Atmosphäre) ganz schön zusetzen können. Damit kann man ja noch einigermassen umgehen. Was mir aber weitaus apokalyptischer erscheint, sind all diese menschgemachten Bemühungen Macht über andere zu erlangen, Mangel zu mehren, Neid und Hass zu schüren, den freien Willen zu manipulieren und einzuschränken, ja gar zu missachten. Wie tröstlich der Gedanke, hier wäre das Ende der Zeit erreicht.

Wenn ich eines aus meiner Arbeit gelernt habe dann dies: Und wenn ein Geschehnis noch so absurd erscheinen mag, so hat es dennoch seinen Sinn, der sich womöglich erst später in einer Gesamtschau der Ereignisse aus der zeitlichen Distanz einen Sinn erkennen lässt.

Also, ich lass mir von der Endzeit meine Lebensfreude nicht vermiesen. Im Gegenteil ich finde es sehr sehr spannend...

herzlichst - Phil
__________________
herzlichst aus Trollhalden!


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