Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?

28.03.09 23:54 #1
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Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?

Dani ist offline
Themenstarter Beiträge: 457
Seit: 20.03.09
Hallo Minon,

Alle Beiträge gelesen, ich staune. Es sind nicht wenige.

Welche Hilfe will ich denn. Eine schwere Frage. Da ist zunächst: Die körperlichen Probleme nicht sofort als psychische Krankheit anzusehen. Mir mal zuzuhören. Behandlungen auf psychischer und körperlicher Ebene vornehmen. Mich nicht als dummen Idioten abzustempeln.
Dazu schreibe ich mal eine Situation in der Psychiatrie am vorgestrigen Abend.
Ich war wieder mal so richtig fertig. Schreien, heulen, schon ganz schön. Die Schwester fragte mich ob der diensthabende Arzt kommen soll. Ich sagte nein.
Doch die Schwester holte der diensthabenden Arzt. Es gab erst mal eine Belehrung durch den Dienstarzt. Er kenne mich nicht, kenne meine Krankengeschichte nicht und könne mir nicht helfen. Er hätte besseres zu tun als nach mir zu schauen. Den Dienstarzt zu rufen, sollte ich unterlassen.
Obwohl dieser Dienstarzt mir sagte, dass er mich nicht kennt und nicht meine Krankenakte kennt, kam dann dies: Sie bilden sich die Schmerzen nur ein, sie haben keine Schmerzen, glauben sie mir. Nur in ihrem Kopf haben sie Scherzen. Die Schmerzen sind nicht real. Ich bekam nicht mal die Bedarfsmedizin. (Schmerzmittel, Beruhigungsmittel)
Was kann ich dazu noch sagen.
Die Schwester wollte sich mit dem Rufen des Dienstarztes absichern und mich zu unüberlegten Aussagen bringen. Die Aussage, ja ich habe selbstverletzende Gedanken reicht aus. Was dann zur Folge hat, die Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie. Dabei geht es nicht in erster Linie um Hilfeleistung. Es wird eine knallharte Bestrafung daraus gemacht. Genau dieses Verhalten der Ärzte kenne ich zur Genüge. Auch andere Patienten können davon ein Lied singen.
Dreieinhalb Jahre die selbe Leier. Ich habe zu sehr daran geglaubt, was diese Ärzte sagten.
Jetzt bin ich unten, psychiatrieabhängig, fertig. Selbstverletzende Gedanken habe ich nicht.
Ich will leben und brauche Hilfe.

Mit dieser bei mir von den Ärzten gemachten Aussagen „Alles Psyche“ wird gleichzeitig gesagt, dass ich mir zu viele Krankheiten einrede. Ich soll mein Verhalten ändern, nicht mehr an Krankheiten denken. Dann würden die Krankheiten auch verschwinden.
Ich denke nicht an Krankheiten, Kleine Zipperlein beachte ich gar nicht. Ich muss mir keinen Kopf machen über ungelegte Eier.
Ein Beispiel: Ich habe mal eine kostenpflichtige Vorsorgeuntersuchung auf Lungenkrebs gemacht. Der Befund, keine Anzeichen auf Lungenkrebs. Was wird draus gemacht. Ich hätte mir eingebildet Lungenkrebs zu haben.
Dabei habe ich nichts weiter als diese Untersuchung machen lassen. Ich muss mir nicht Krankheiten ranziehen. Dies brauche ich nicht.
Auch die weiteren Untersuchungen auf körperlicher Ebene sind für die Psychoärzte Beweis genug mir Krankheiten einzureden.
Ich mach Untersuchungen, habe Untersuchungen machen lassen, weil ich körperliche Beschwerden habe und diese Beschwerden mir zu schaffen machen. Ursachenforschung mehr nicht.
Ich habe Schmerzen und diese will ich los werden.
Durch die Ängste bekomme ich zusätzlich psychosomatische Beschwerden. Diese sind manchmal ganz schön heftig. Auch da rede ich mir nicht die möglichen und unmöglichen Krankheiten ein. Das bringt mich nicht weiter. Also warum sollte ich mir Gedanken, über was weis ich, machen. Und ich mach’s auch nicht. Ich habe einfach Schmerzen und ich weis nicht warum und woher.
Im Übrigen schreibe ich mit dem Computer hier zu hause, der andere Computer steht in meinem Krankenhauszimmer in der Psychiatrie. Ich habe die halbe Wirtschaft in der Psychiatrie. Mein Zimmer besteht aus einer Mischung von Schlafzimmer, Arbeitszimmer und Wohnzimmer. Und mein Zimmer hat einen anziehenden Geruch von Sauberkeit, Ordnung und Pflege – ein Frauenzimmer. Oh, da habe ich noch was, etwas was mir seelisch stark zu schaffen macht. Durch meinen Weg in der Krankheit, den Weg als Frau habe ich mein soziales Umfeld verloren. Ich habe alles auf eine Karte gesetzt. Ich hätte nie die Familie zerstören dürfen. Ohne ausleben der Transsexualität wäre ich immer noch krank, doch hätte ich meine Familie noch und wäre finanziell abgesichert. Die psychische Belastung steht darin, das ich durch das Ausleben der Transsexualität mich selbst abgesägt habe. Das kann ich mir nicht verzeihen.

Jennifer

Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?

minon ist offline
Beiträge: 152
Seit: 29.11.09
Zitat von Jennifrau Beitrag anzeigen
Alle Beiträge gelesen, ich staune. Es sind nicht wenige.
es sind viele erschütternde beiträge. ich lese hier schon lange mit, ohne aber etwas zu antworten, weil ich nichts sachliches dazu zu schreiben wusste.

Zitat von Jennifrau Beitrag anzeigen
Welche Hilfe will ich denn. Eine schwere Frage. Da ist zunächst: Die körperlichen Probleme nicht sofort als psychische Krankheit anzusehen. Mir mal zuzuhören. Behandlungen auf psychischer und körperlicher Ebene vornehmen. Mich nicht als dummen Idioten abzustempeln.
ja aber warum denn immer immer wieder die psychiatrie?! dort hast du noch nicht ein einziges mal die hilfe bekommen, die du wolltest, stimmt's? erkläre mir bitte, warum du auch jetzt wieder ausgerechnet dort bist.

was hält dich davon ab, zB den tipps von keinnick nachzugehen? "Die körperlichen Probleme nicht sofort als psychische Krankheit anzusehen. Mir mal zuzuhören. Behandlungen auf psychischer und körperlicher Ebene vornehmen. Mich nicht als dummen Idioten abzustempeln." ich hatte den eindruck, die kontakte von keinnick tun genau das...

lg
minon

Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?

Dani ist offline
Themenstarter Beiträge: 457
Seit: 20.03.09
Hallo Minon,

Seit bitte so net und sagt mir genau was ich noch machen kann. Bleibe ich in dieser Verfassung, dann bekomme ich einen richtig tollen psychischen Dauerschaden. Mein Gehirn brutzelt mir regelrecht weg. Fragt mich mal wie ich das merke. So was könnt Ihr Euch nicht mal ansatzweise vorstellen.
Ich habe keine Möglichkeit meiner Behandlung. Nichts als Psychiatrie kann ich noch machen. Alle anderen Türen sind mir verschlossen. Ich habe kein Geld mehr andere Wege selbst zu finanzieren. Mir geht es schlecht. Ich habe Ängste der Sonderoberklasse bekommen. Ich bin durch diese Krankheit nicht mehr selbst versorgungsfähig. Ich verhungere, wenn ich nicht in die Psychiatrie gehe. Ich schreie nun vor körperlichen und seelischen Schmerzen. Ich schreie mittlerweile richtig toll. Die Nachbarn haben den Vermieter allarmiert, den sozialmedizinischen Dienst eingeschaltet.
Ich frage jetzt ganz gezielt. Wer kann mir ganz genaue Adressen geben, wo ich hin gehen kann. Name, Anschrift, Telefonnummer in meiner Umgebung, in meinen Umkreis. Es nützt mir nichts gesagt zu bekommen, denn B12 Spiegel überprüfen zu lassen und B12 spritzen zu lassen. Wer soll denn das machen. Bei mir wächst kein B12 unterm Bett. Gehe ich zum Arzt, dann gibt’s für mich nur noch die Einweisung in die Psychiatrie. Ich habe kein Labor. Was denkt Ihr denn, warum ich so fertig bin. Ich quäle mich jeden Tag mit den Psychezerstörenden Beschwerden. Was bietet mir Keinnick an, was kann ich umsetzen. Praktisch nichts. Ich bekomme keine Einsicht in Befunde, nicht schriftliches, einfach nichts. Ich habe alle Mittel ausgeschöpft. Dazu kommt jetzt noch, dass ich bald die Miete nicht mehr zahlen kann. Ich lande in der Gosse und verrecke. Und glaubt mir, die Beschwerden lassen mich Amok laufen. Ich hupfe im Quadtrat. Ich habe praktisch keinen Ansprechpartner. Was denkt Ihr denn, warum ich sage: Die Gesellschaft hat mich weg geschmissen. Es ist so, keine Einbildung. Null Unterstützung. Der sozialmedizinische Dienst konnte auch nicht glauben was mit mir passiert. Hat sich eingeschaltet und musste feststellen, ich werde überall abgelehnt. Die Leute beim sozialmedizinischen Dienst konnten das gar nicht fassen was mit mir passiert. So geht es Euch auch. Ihr könnt nicht glauben, dass für mich alle Türen verschlossen sind.
Ja da gibt’s noch was. Ich könnte nach Münster zum Arzt gehen, oder nach Köln, nach München, nach Berlin und nach Hamburg. Theoretisch kein Problem. Praktisch nicht machbar, Mir fehlen dazu die nötigen Mittel.. Kein Freund ist da, kein Familienmitglied. Alles muss ich allein machen. Ich schaffe das doch gar nicht mehr. Glaubt Ihr ernsthaft, ich würde freiwillig in der Psychiatrie bleiben wollen. Ich kämpfe um mein Leben. Was denkt Ihr denn, warum ich jetzt so aggressiv schreibe. Mein Leben schwimmt mir davon. Was glaubt Ihr denn was eine Betreuung machen kann. Geld herbei zaubern und Wunderdoktoren aus dem Hut ziehen. Ich lande mit einer Betreuung in der geschlossen Klapse und dann verschwinde ich in einem Heim.
Und da habe ich noch die Krankenkasse. Die haben auch jetzt von mir die faxen dicke. Ich bin zu teuer.
Ich habe bei meinem Besuch bei Keinnick eine HNO-Ärztin in Berlin aufgesucht. Ich sollte öfters zu ihr kommen, ist mir gesagt worden. Es ist nicht umsetzbar. Mir fehlen die Möglichkeiten und die Mittel.
Und das alles, weil ich dafür gesorgt habe im Krankheitsfall abgesichert zu sein. Im Alter abgesichert zu sein. Wie konnte ich denn ahnen, dass mich meine Familie wegschmeißt. Ich kann’s bis heute noch nicht fassen. Meine Absicherungen sind mir genommen wurden.
Meine finanzielle Absicherung im Falle einer Krankheit, im Alter, in der Arbeitslosigkeit sind mir genommen wurden, weil ich auf den ersten Sexualpsychologen gehört habe, der mir sagte: Ich werde nur gesund, wenn ich die Transsexualität auslebe.
Seit mir nicht böse, ich bin seelisch und körperlich etwas runter gekommen.
Kommt her und schaut Euch meine Lage hier vor Ort an. Schaut in die Psychiatrie in der ich jetzt untergebracht bin. Ihr könnt nicht mal ahnen wies mir geht. Ich schreie nicht nur kurz rum, Ich schreie vor körperlichen und seelischen Schmerz den ganzen Tag. Schaut’s Euch an, dann könnt Ihr sehen, was Schmerzen aus einem Menschen machen.
Ich gehe jetzt ins Bett.
Gute Nacht

Geändert von Dani (28.11.10 um 00:09 Uhr)

Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?
lisbe
Hast Du an Parasiten gedacht? Oder irgendeine der vielen Anlaufstellen?

Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?
Weiblich KimS
Hallo Jennifer Sonnenstrahl,

Du schriebst:
Zitat von Jennifrau Beitrag anzeigen
Wer kann mir ganz genaue Adressen geben, wo ich hin gehen kann. Name, Anschrift, Telefonnummer in meiner Umgebung, in meinen Umkreis. Es nützt mir nichts gesagt zu bekommen, denn B12 Spiegel überprüfen zu lassen und B12 spritzen zu lassen. Wer soll denn das machen.
Und die antwort auf "wer" ist: Jeder Feld-Wald-und Wiesenarzt. Und zwar so:

Du drückst den Artikel der hier im Link ist aus: Deutsches Ärzteblatt: Archiv "Ursachen und frühzeitige Diagnostik von Vitamin-B12-Mangel" (03.10.2008)

Gibtst ihm das zu lesen und bittest dann um den Methylmalonsäuretest.

Warum: Mundbrennen ist ein ziemlich typisches Symptom eines Vitamin B12 Mangels.

Im Artikel steht, warum Methylmalosäure bestimmen besser ist als Serum B12 (weil das zu oft nichts aussagt).

Das ist alles schulmedizinisch anerkannt, der (Fach-)Artikel ist aus Deutsches Ärzteblatt, und die Behandlung soll (falls ein Mangel gefunden wird) auf Kasse gehen.

Wenn Du Dich zusätzlich vorbereiten möchtest, und näher informieren zum Thema Vitamin B12 Mangel, kannst Du hier in diesen Threads reinschauen, da steht das wichtigste und ich würde Dir raten, auf jedenfall den Thread zum Thema Diagnostik zu lesen, da steht auch wie es sein kann dass Serum B12 OK aussieht, und trotzdem ein Mangel vorliegen kann. (Und weswegen die das Problem so oft unerkannt bleibt - deswegen auch diesen Artikel aus dem Link ausdrücken).

http://www.symptome.ch/vbboard/krank...iagnostik.html

http://www.symptome.ch/vbboard/krank...-symptome.html

http://www.symptome.ch/vbboard/krank...-ursachen.html


Dir wurde mal von Deinem Arzt gesagt es gäbe keine Ursachen/Krankheiten die zu "Mundschmerzen-Mundbrennen" passen würden. Und ich hatte es Dir schon vor einiger Zeit gesagt, gibt es doch und der bekannteste Ursache ist Vitamin B12 Mangel.

Andere Deiner Symptome würden auch dazu passen (daher kann es nützlich sein Dir die Links durchzulesen, kannst es aufschreiben den Arzt sagen).

Zu den möglichen Ursachen: Magen-Darmprobleme hattest Du ja auch...


Also drücke den Artikel aus, und drücke es ein Arzt unter der Nase, wie gesagt: Methylmalonsäure bestimmen.

Wenn's doch B12 Mangel wäre könntest und solltest Du ja behandelt werden.


Viel Erfolg!

herzliche Grüsse,
Kim


PS: Wirklich jeder Arzt sollte das überprüfen können, nur ist also das Problem dass die sich nicht gut genug auskennen mit der Feststellung eines Vitamin B12 Mangels - "Bewaffnet" mit dem Artikel müsste es aber bei der eine oder andere Arzt klappen können dass das richtig überprÜft wird. An konkrete Adressen von Ärzte in D kann ich Dir nicht helfen, da kenne ich mich nicht aus, und wie gesagt, sollte man die für B12 auch gar nicht brauchen. Wenn aber jemand zufällig ein guter Arzt weiss in Deiner Nähe wäre das natürlich schon schön.

Geändert von KimS (28.11.10 um 00:24 Uhr)

Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?

Puttchen ist offline
Beiträge: 1.235
Seit: 08.11.10
Zitat von Jennifrau Beitrag anzeigen
Was bietet mir Keinnick an, was kann ich umsetzen. Praktisch nichts. Ich bekomme keine Einsicht in Befunde, nicht schriftliches, einfach nichts. Ich habe alle Mittel ausgeschöpft.
Nein, du hast nicht alles ausgeschöpft. Ein Betreuer würde deine Krankenakten und damit auch die ganzen Laborwerte einsehen können!
Und Keinnick bot dir seine Unterstützung an - da von praktisch nichts zu sprechen, ist auch nicht fair.
__________________
Genitiv ins Wasser - Dativ!

Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?
lisbe
B12-Mangel ist auch ein typisches Anzeichen für die Infektion mit einem Fischbandwurm...

Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?

minon ist offline
Beiträge: 152
Seit: 29.11.09
hallo jenni,

ich wollte eigentlich jetzt nicht schreiben, weil schon mehrere user geantwortet haben und ich fürchte, du schaffst es nicht, alles zu lesen. (ich erinnere mich dunkel, die beiträge & fragen von saloma vor einiger zeit hast du unbeantwortet gelassen.)

zur "betreuung" würde ich nicht raten wollen. ich glaube, ich bin da mit dir ganz einer meinung. (wenn überhaupt betreuung, dann 1. juristisch wasserdicht und 2. durch eine vertraute person - aber nicht amtlicherseits. )

aber was war mit dem sozialmedizinischen dienst? wie du schreibst, hast du dort doch mitgefühl und verständnis für deine situation gefunden. warum hat der sozialmedizinische dienst denn aufgesteckt?

lg
minon

Geändert von minon (28.11.10 um 13:02 Uhr)

Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?

Dani ist offline
Themenstarter Beiträge: 457
Seit: 20.03.09
Zitat von Puttchen Prummel Beitrag anzeigen
Nein, du hast nicht alles ausgeschöpft. Ein Betreuer würde deine Krankenakten und damit auch die ganzen Laborwerte einsehen können!
Und Keinnick bot dir seine Unterstützung an - da von praktisch nichts zu sprechen, ist auch nicht fair.
Hallo,

Ja ich bekomme von Euch Hilfe angeboten, über eine elektronische Leitung. Das ist ja alles gut und schön. Es hilft mir nicht wirklich weiter.
Die Möglichkeit einen Arzt zu Untersuchungszwecken aufzusuchen habe ich nicht mehr. Ich sehe schon, es ist unfassbar, nicht glaubwürdig was ich hier schreibe. Ihr könnt es nicht verarbeiten, könnt nicht nachvollziehen was ich sage, wenn ich sage, mir sind die Optionen ausgegangen. Ich habe praktisch keinen Arzt mehr. Das Feld habe ich abgegrast. Es ist nichts übrig geblieben. Überall wo ich hingegangen bin, wurde ich sofort als psychisch krank abgestempelt. Hier in diesem Ort und in den umliegenden Arztpraxen bekomme ich keinen Fuß mehr in die Tür. Was kommt bei Euch an, wenn ich sage, die Gesellschaft hat mich weggeschmissen. Ich habe keinen Arzt mehr. Unfassbar, nicht möglich, so was gibt’s doch gar nicht, da muss doch noch was zu machen sein.
Ich habe auch weiter entfernte Ärzte aufgesucht. Zwecklos, als psychisch kranke Person bekomme ich keine Behandlung mehr. Ich mach’s mal ganz deutlich. Durch die starke Aberration habe ich seit ein paar Tagen Zahnschmerzen. Glaubt Ihr das wird mir geglaubt. Der Zahnarztbesuch ist mir verwehrt worden. Privat kann ich mir die Behandlung nicht leisten. Um es noch deutlicher zu sagen, ich bekomme zum jetzigem Zeitpunkt keine kassenärztliche anrechenbare Leistung für den Besuch eines Zahnarztes.
Jetzt was zu meinen Finanzen. Diese Wohnung ist eine Lebensmittelfreie Zone. Praktisch hungere ich an diesem Belastungstag. Ich habe nicht mal das Geld für ein trockenes Brötchen. Soweit ist es mit mir gekommen. Auch dies ist für Euch unbegreiflich. Für mich auch.
Betreuung, wist Ihr was eine Betreuung ist? Glaubt Ihr wirklich das ein Betreuer sich für mich einsetzt? Ein fremder Mensch, der mich nicht kennt? Ich hatte im vorigem Jahr eine Betreuung. Die Betreuung kümmerte sich um sonst welche Dinge. Kein bisschen um mich. Ich war nur eine sichere Einnahmequelle. Lest Euch mal die Grundlagen der Betreuung durch und die Abrechnung der Vergütung. Ihr werdet staunen. Die Betreuung bekommt sein Gelt auch ohne den kleinen Finger krumm zu machen. Bei mir kam im vorigem Jahr ne Rechnung von 2100€. Ja ich war nicht immer so pleite wie jetzt. Ja ich hatte zu viel Geld und deshalb bekam ich dann die Rechnung. Ich habe einen finanziellen Schock bekommen, dieser hält bis heute an.
Betreuung- Gesundheit, ich lag im Bett, hatte große gesundheitliche Beschwerden. Betreuung kann- ich im Bett und schon war die Betreuung wieder weg. Der Betreuung wird gesagt, dass ich völlig gesund bin. Alles Psyche, die zu betreuende Person ist Geisteskrank.
Damit habe ich sehr schlechte Karten bei der nächsten Betreuung. Eine Betreuung wird gerichtlich angeordnet. Es wird ein Gutachten über meinen Geisteszustand eingeholt.
Seit mehreren Monaten liegt dem Gericht ein Antrag für die Betreuung vor.
Und wo ist meine vertraute Person?
Sozialmedizinischer Dienst, ja da war ich auch. Diese Leute dort, wir werden ihnen helfen. Wir machen da schon was. Also habe ich den sozialmedizinischen Dienst machen lassen.
Die Leute dort konnten es nicht fassen. Überall volle Ablehnung meiner Person. Der sozialmedizinische Dienst ist baff. Das was mit mir passiert, kann auch der sozialmedizinische Dienst nicht fassen. Keine Möglichkeit einer Behandlung in allen Richtungen. Selbst eine Unterbringung in der Psychiatrie, oder Tagesklinik bekam der sozialmedizinische Dienst nicht hin.
Was meint Ihr warum meine Seele krachen geht. Ich habe tatsächlich keine Optionen mehr.
In der Psychiatrie habe ich mein Frühstück, mein Mittagessen, mein Kaffee, mein Abendbrot und ein warmes Bett.
Diese erbärmliche Schmerzkrankheit hat mir alles genommen. So und jetzt biete ich Euch an, kommt vorbei, ich bin bereit mit Euch die möglichen Schritte zu gehen. Seht selbst was mir geblieben ist.
Ich sitze auch jetzt hier und weine, bin fertig, und weiß nicht weiter. Was glaubt Ihr denn, warum ich richtig toll Hilfe schreie. .
Jetzt noch mal zu Untersuchungsbefunde. Ich habe richtig viel Geld für Untersuchungen ausgegeben. Heilpraktiker, Homöopathen, viele Kostenpflichtige Untersuchungen. Auch ein Grund für meine jetzige Zahlungsunfähigkeit.
Erschwerend kommt nun noch dazu, dass ich nun wirklich psychisch krank geworden bin. Ich bin zwar wegen der Verpflegung in der Psychiatrie, ich bin auch wegen meinem psychischen Verfall in der Klinik. Ich fühle mich lebensunfähig.
An diesem Wochenende wollte ich das Wohnzimmer auf Fordermann bringen. Ich habe nichts geschafft. Ich kann mich nur noch in der Psychiatrie so lange wie möglich verstecken.
Kann sein, dass bei mir einige Hilfsmaßnahmen unter gegangen sind. Schreibt diese einfach noch mal auf. Einen Fischbandwurm habe ich bestimmt nicht. Ich habe da mal nachgelesen.
Als ich bei Keinnik in Berlin war, bei der HNO- Ärztin, Ich habe es Keinnik nicht gesagt. Auch da wurden die körperlichen Beschwerden mit meiner Psyche in Verbindung gebracht. Und warum, weil ich Transsexuell bin.
Beiträge Saloma habe ich mit PN beantwortet und mir einen Umwelterkrankungsausweis ausstellen lassen. So’n Ausweis ist sehr hilfreich für die Festigung einer Geisteskrankheit.
Einen schönen Sonntag Abend.

Jennifer

Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?

minon ist offline
Beiträge: 152
Seit: 29.11.09
Zitat von Jennifrau Beitrag anzeigen
Überall wo ich hingegangen bin, wurde ich sofort als psychisch krank abgestempelt.
hallo jenni,

es ist merkwürdig. hier im thread bist du recht eloquent und wirkst in dieser hinsicht recht "gut beisammen". ich meine, du schaffst das trotz der immensen körperlichen schwierigkeiten und folgeprobleme. ist es dir denn wirklich unmöglich, einen arzt/zahnarzt aufzusuchen, einfach deine chipkarte plus 10 euro (falls du die auftreiben kannst...), keine überweisung. dann nicht deine komplette leidensgeschichte, sondern nur einzelne ausgewählte infos, und zwar in vokabeln verpackt, die dir nicht schaden. im zweifelsfall (damit ist zu rechnen) lieber ein beredtes schweigen mit einem passenden gesichtsaudruck. so müsste sich doch ein arzt für dich einnehmen lassen.

vielleicht ist das schwierige, dass du dich für so einen "auftritt" von deinem leiden distanzieren und dich in eine rolle einfinden müsstest...

und wenn das ginge, dann in kleinen schritten eine deiner "baustellen" nach der anderen angehen. es wäre ja auch verwunderlich, wenn sich deine probleme im handstreich lösen ließen.

du könntest ja deine bisherige strategie mit der psychiatrie parallel beibehalten (du brauchst sie ja, das hast du schon verständlich beschrieben). wäre das irgendwie ein ansatz für dich?

lg
minon
PS: und du hast ja hier übers forum ansprechpartner, mit denen du dich per telefon beraten könntest.

Geändert von minon (28.11.10 um 22:50 Uhr)


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