Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?

28.03.09 23:54 #1
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krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche

Bibo ist offline
Beiträge: 327
Seit: 19.04.09
Hallo Jennifer
Ich hab zwar keine Ratschläge für dich, weil ich mich nicht auskenne, lese aber hier schon lange mit und möchte dir heute mal einfach sagen, das ích de Hut vor dir ziehe, das du nicht aufgibst...weiter so !!!
Ich hoffe das man bald endlich findet was dich so quält.....fühl dich mal ganz fest gedrückt, ich denk an dich und drück dir weiterhin ganz fest die Daumen.
LG BIBO

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche

Dani ist offline
Themenstarter Beiträge: 457
Seit: 20.03.09
Auch heute hat mich der Notarzt in das Krankenhaus eingewiesen. Ratlossigkeit bei den Ärzten. Wieder sollte ich nach Naumburg in die Psychiatrie. Diesmal hat die Psychiatrie schon am Telefon eine Aufnahme verweigert. So bin ich wieder nach Hause geschickt worden. Der Arzt war sehr höfflich. Mein Tablettenproblem konnte nicht gelöst werden.
Danke für die aufmunternden Worte und das feste Drücken. Ohne die Medikamente werden ich leider starke Entziehungserscheinungen bekommen.
Ich weis was passiert wenn Antidepressiva und Neuroleptika mit einmal abgesetzt werden.

Nochmal Danke sagt Euch Jennifer

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche

Sonora ist offline
Beiträge: 3.017
Seit: 10.09.08
Hallo Jennifer!

Ich hoffe, du kommst einigermaßen durch den heutigen Tag! Mein Rat an dich wäre, gleich morgen zu deinem Hausarzt zu gehen – und zwar nicht allein!!! – und dort noch mal alles durchzusprechen. Man wird bei Ärzten völlig anders behandelt, wenn noch jemand dabei ist, der möglichst nicht nur als Zeuge dabei ist, sondern auch Rückfragen stellt, wenn du selber grad ein Blackout hast. Man ist halt sehr angespannt in solchen Situationen. Schreib dir auch vorher die Fragen auf, damit du morgen nicht gleich abgebügelt wirst.

Wenn du auf Dauer niemanden hast, der mitgeht und sich kümmert, dann wende dich doch einfach an eine Kirchengemeinde und sag, dass du Hilfe brauchst. Ich selber hänge oft bei den Baptisten ab, daher weiß ich, dass es nicht nur allgemeine Möglichkeiten gibt, sondern in unserer Gemeinde sind z.B. auch Ärzte Mitglied, die sich evtl. einschalten könnten.

Wenn es solche Möglichkeiten bei dir nicht gibt, dann können sie dir aber sicher weiterhelfen, WO du Hilfe finden könntest.

Auf jeden Fall ist es ein Ding der Unmöglichkeit, was da mit dir passiert. Die Ärzte sind unglaublich leichtfertig, was Nebenwirkungen betrifft. Ich habe da auch schon einige Erfahrungen. Ich wurde als Spinner hingestellt, bis jemand mal den Beipackzettel durchgearbeitet hat und sich herausstellte, dass jedes meiner Symptome völlig schlüssig war.

Auch mein Vater hatte schlimme Erfahrungen damit. Und meine Mutter hatte vor Kurzem einen schlimmen, lange dauernden (Keuch)Husten, den keiner in den Griff kriegte. Ein Lungenfacharzt kam dann zum Glück darauf, dass es an dem blutdrucksenkenden Mittel lag.

Melde dich, wie es weitergeht!

Viele liebe Grüße
Sonora

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche
Miss Marple
Hallo Jennifer,

ich kann mich Sonora nur anschliessen.

Ich möchte Dich auch auf Medikamentennebenwirkungen sowie -wechselwirkungen hinweisen.
Könnte mir vorstellen, daß ein Gentest für die CYP450-Enzymgruppe auch für Dich von Vorteil sein könnte,
um abzuklären, wie Du bestimmte Medikamente überhaupt verstoffwechseln kannst oder eben nicht.
Im Thread Pharmakogenetik habe ich dazu geschrieben.
Man darf nicht vergessen, daß Medikamentenreaktionen offenbar die vierthäufigste Todesursache sind.

Hat eigentlich irgendein Arzt den vollständigen Überblick über ALLE Medis und Ergänzungsstoffe, die Du da so einnimmst?
Mir erscheint das Ganze ein wenig wie ein möglicher Giftcoctail.
Dennoch würde auch ich die Medikamente nur in Begleitung eines Arztes ausschleichen,
und parallel weiter diagnostizieren (Schwermetallvergiftung, Hormone etc.).
Hormoneinnahmen KÖNNEN bei einer möglichen Störung in der CYP450 Enzymgruppe übrigens auch sehr problematisch sein.

Vielleicht kann der Umweltmediziner Dir bei einem Gentest hilfreich sein?

Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute!

Gruss
Miss Marple

Geändert von Miss Marple (01.06.09 um 11:03 Uhr)

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche

Dani ist offline
Themenstarter Beiträge: 457
Seit: 20.03.09
Hallo Ihr Lieben

Als ich in der ersten psychosomatischen Klinik in Leipzig über meine Sexualität mit meiner Psychologin redete, brach die Transsexualität bei mir aus. Ich habe eine Grenze überschritten, welche ich nicht für möglich gehalten habe. Ich bekam die Erlaubnis als Frau leben zu dürfen. Dies brachte mir einen unglaublichen hohen Glücksgefühlsschub. Glücksgefühle welche ich heute noch spüre. Es war aber auch das Ende meiner 12 jährigen Lebensbeziehung, Ausgrenzung aus Familie, Freunde und Bekannte kehrten mir den Rücken. Neue Freunde kennen zu lernen ist bei meinem Krankheitsbild unmöglich. Ich bin allein mit meiner Krankheit. Kann nicht mit Jemanden Morgen zum Arzt gehen. Transsexualität und Krankheit, der beste Mix für die Einsamkeit. Die Kirche ist kein Freund von Transsexuellen, strebe ich doch ein Leben gegen die Natur an.
Meine Medikamente, wenn interessiert’s. Die Liste meiner Medikamente habe ich griffbereit. Ich zeige meine Liste. Alle Ärzte können nicht viel mit der Liste anfangen. So habe ich keinen Arzt der den Überblick will und hat. Selbst eine Notärztin welche Psychiaterin ist, konnte nicht viel mit dem Neuroleptikum Seroquel anfangen, eigentlich ihr Fachgebiet. Sie war bei mir zu Hause, als ich schon mal Krämpfe in den Extremitäten hatte. Sie wollte mir sogar ein Schmerzmittel geben, was nicht mit Seroquel eingenommen darf.
Meine Hausärztin hat keine Lust mehr mich zu sehen, meine Psychiaterin hat mich aufgegeben.
Einen Arzt des Vertrauens habe ich nicht. Ich wohne in Sachsen-Anhalt. Arztwechsel so gut wie unmöglich. Andere Psychiaterin ein Ding der Unmöglichkeit. Kein Arzt will sich zudem mit einer kranken Patientin beschäftigen, bei welcher große Probleme auftreten. Ein Arzt hat nun mal gerade 8 Minuten für eine Patientin. Alles andere ist ein Verlustgeschäft für den Arzt.
In jeder Akte steht was von Somatisierungsstörungen. Da bin ich gleich von vornherein hinten durch, zu kompliziert, zu anstrengend. Für den Arzt ist es dann leicht, gleich wieder die Diagnose Somatisierungsstörungen zu stellen, da kann der Arzt nichts machen.
Einen Arzt wollte ich gestern haben, wegen des Absetzens der Medikamente. Die Psychiatrie wollte mir dabei nicht helfen. Die Notaufnahme konnte mir auch nicht helfen. Meine Hausärztin hat davon keine Ahnung. Meine Psychiaterin ist nicht für mich da.
Der Umweltarzt ist aus Weißenbach, dieser Arzt wurde mir in diesem Forum empfohlen.
Ergebnisse und wie es weiter geht erfahre ich erst in ungefähr zwei Wochen. Eine Diagnose konnte der Umweltarzt nicht stellen. Ob er mir helfen kann, dass konnte er mir auch noch nicht sagen.
Eine Untersuchung der Haare ist zurzeit nicht möglich. Meine Haare sind gefärbt. An anderen Körperstellen habe ich so gut wie keine Haare. Da muss ich erst was wachsen lassen.
Gentest für die CYP450-Enzymgruppe, da muss ich mich erst mal informieren.
Alle Ärzte mit denen ich zu tun hatte, halten eine Verbindung von Colitis Ulcerosa (eine chronische Darmerkrankung, Schleimhautentzündung im Dickdarm) und Mundbeschwerden für nicht relevant. Bis auf eine Notärztin, eine Hautärztin. Schleimhäute im Mund gehören zum Verdauungstrakt. Woran ich nun bin, ich weis es nicht.
Genug geschrieben, reicht für Heute.
Ich danke Euch für Eure Anteilname, den vielen Ratschlägen und drücke Euch ganz lieb.

Jennifer

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche

Sonora ist offline
Beiträge: 3.017
Seit: 10.09.08
Liebe Jennifer!

Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Es ist schrecklich, dass du von allen Seiten so allein gelassen wirst. Niemand von den Ärzten fühlt sich für dich verantwortlich, alle haben wahrscheinlich Angst, irgendwas falsch zu machen. Und da du allein bist, haben sie nicht mal Zeugen dafür, dass sie dich einfach wegschicken.

Ich kenne mich mit Hilfsorganisationen in Sachsen-Anhalt nicht aus, daher weiß ich nicht, was es alles für Möglichkeiten gibt, sich Hilfe zu holen. Aus dem Grund kann ich dir nur anbieten, an eine passende Gemeinde zu schreiben und sie um Hilfe zu bitten, wenn du mir mitteilst, welche in Frage kommt. Falls du so etwas möchtest, dann schick mir eine PN.

Es mag ja sein, dass "die Kirche" "kein Freund von Transsexuellen" ist, aber das ist egal. In erster Linie sind wir alle nicht Frau oder Mann, sondern ganz einfach Menschen, und du bist ein Mensch, der Hilfe braucht. Und der Job von Christen ist es, denen zu helfen, die Hilfe brauchen.

Wenn ich mir vorstelle, was alles mit dir angestellt wird, ohne dass sich jemand wirklich um dich kümmert, könnte ich Schrei-Anfälle kriegen. Ich darf mir gar nicht vorstellen, wie allein du dich fühlen musst mit all deinen Ängsten.

Aber du hast uns hier, und wenn wir nur in Gedanken bei dir sein können, dann tun wir das! Ich denke, da spreche ich nicht nur für mich!!!

Viele liebe Grüße
Sonora

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Nachtjäger ist offline
in memoriam
Beiträge: 2.178
Seit: 24.03.08
Hallo Jennifer,

ich schrieb ziemlich am Anfang schon mal.Jetzt stolpere ich wieder über Ihre Erwähnung der Colitis ulcerosa.Und rückblickend fand ich auch andere Anzeichen einer A l l e r g i e ,wie Asthma,Heuschnupfen und ähnliches.
Eine Allergie ( oder Unverträglichkeiten ) könnte wirklich der Schlüssel zu all Ihren Beschwerden sein. Und Allergien sind,entgegen der Meinung der Schulmedizin, h e i l b a r ! (in etwa 80% der Fälle jedenfalls).

Die Gründe für meine Annahme und eine sinnvolle Behandlung hier aufzuführen,würde zu umfangreich sein.Wenn Sie wollen,schicken Sie mir eine pn.

Besten Gruss,
Nachtjäger

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche

Sophi ist offline
Beiträge: 5
Seit: 12.01.09
Liebe Jennifrau,

es tut mir furchtbar leid, dass es dir so schlecht geht.
Ich kann verstehen wie schlimm es ist, wenn man nicht verstanden wird.
Ich wette sogar, dass es einen bestimmten Grund für deine Symptome gibt, nur dass das Problem darin liegt, dass die Ärzte nur die einzelnen Elemente sehen und nicht das gesamte Bild.
Ich hatte früher chronische Kopfschmerzen und ich sprang wortwörtlich von Arzt zu Arzt, kein Wunder also, dass man mit der Zeit vermutete, dass ich sie mir nur einbildete, doch dies war nicht der Fall, ich konnte kaum arbeiten und ich konnte nicht lernen, es war der Horror.
Aber nach 6 Jahren der quälerischen Schmerzen begann ich mit Homöopathie. Es dauerte zwar bis die Therapie wirkte, aber sie tat es und nun 4 Jahre nach der Therapie habe ich nie wieder an solchen Kopfschmerzen gelitten. Es war wie ein Wunder und damit möchte ich dir Mut machen.
Schulmedizin wird dir wahrscheinlich nicht helfen können!
Es gibt auch andere Alternative Heilmethoden die sehr Wirkunsvoll sein können. Doch ich schwöre schon fast auf Homöophathie.
Aber man braucht einen sehr gut ausgebildeten Arzt od. eine sehr gut ausgebildete Ärztin!
Nun gibt es oft die Vorurteile, dass Homöopathie am Glauben liegt; man müsse glauben dass es wirkt, damit es wirkt.
Beweis dass dies nicht stimmt: Ich war selbst Skeptiker bis ich einmal bei einer Blutprobe beim Homöopathischen Arzt in Ohnmacht fiel und einen Schweissausbruch bekam. Sofort kriegte ich ein Glas Wasser mit ein paar Tropfen mit einem Homöopathischen Mittelchen drin und was ich kaum glauben konnte; nach 5 Minuten fühlte ich mich sogar noch besser als bevor der Blutabnahme.

Mein Rat wäre, es einfach Mal zu versuchen, denn Schaden kann es bestimmt nicht!

Lg, Sophi

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche

Dani ist offline
Themenstarter Beiträge: 457
Seit: 20.03.09
Hallo Sophi,

Danke für Deine Zeilen. Außer der Schulmedizin war ich schon beim Homöopaten. Bin jetzt bei zwei Heilpracktikern. Habe einen privaten Umweltmediziener. Zudem lasse ich noch weitere Test's, welche mir in diesen Forum vorgeschlagen wurden, machen. Die Entgiftungspräparate sind auch nicht billig. Nahrungsergänzungsmittel haben auch ihren Preis. Damit belasste ich meine finanzielle Seite stark übermäßig. Ich gebe viel mehr Geld aus, als was reinkommt.
Ich bin Erwerbsunfähigkeitsrentner. Die Höhe entspricht dem einer Sozialempfängerin. Der finanzielle Absturtz steht schon jetzt bevor. Eine weitere private Behandlung ist finanziell nicht mehr möglich. Homöopatie schadet mir doch.
Ich könnte vor Wut schreien. Jetzt hängen mögliche Behandlungen vom Geldbeutel ab. Muss mich quälen, weil mir die finanziellen Mittel ausgehen.

Liebe Grüße von Jennifer

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche

infinity ist offline
Beiträge: 45
Seit: 20.10.08
hallo jennifrau

Ich habe zwar nicht den ganzen bericht gelessen aber ich weis wie es ist mit schmerzen zu leben, ich habe die krankheit chronische poliatritis(rheuma)
als jugendliche hatte ich viele migränen gehabt fast jeden monat einmal mindestens. danach habe ich mir eine homöopathie therapie untergezogen und seid dem habe ich dies nicht mehr. homöopathie kann für vieles helfen, ob köperlich oder psychischen problemen. vor kurzem hatte ich noch sehr grosen angst bahn zu fahren und bin seid dem wider in der behandlung. jetzt kann ich viel ruhiger bahn fahren als vorher.

ich sage immer bei der homöopathie nützt es nicht , schadet es nicht. ich würde sagen ein versuch ist es werd. manche glauben daran und manche sind unsicher oder glaube nicht daran. aber schau mal tiere wisen auch nicht was man ihnen gibt und bei denen hilft es auch.

versuche es einfach mal schaden kanns ja nicht.

ich wünsche dir viel kraft und das du bald keine schmerzen mehr hast in liebe infinity


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