Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?

28.03.09 23:54 #1
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krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche?

Saloma ist offline
Beiträge: 560
Seit: 04.10.09
Hallo alibiorangerl
Du hast vollkommen recht, ich stimme dir zu, ich kann von Nebenwirkungen von Antidebresieva, auch ein Lied ohne Ende singen.
Ich hatte Jennyfrau schon geraten, dass sie sich das Biologische Mittel Bryophyllum 50% von der Firma Weleda hohlen soll, das Stabilisiert ihre Schmerzen, sie gehen davon weck. Das Mittel ist für alles gut, ist ganz ohne Nebenwirkungen. Mann nimmt einen Teelöffel voll, auf der Zunge liegen lassen, 1-2 Minuten und gut is, nach spätestens 10 Minuten.
Lieben Gruß Saloma

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche?

Dani ist offline
Themenstarter Beiträge: 457
Seit: 20.03.09
Hallo Joh

Danke für Deine Nachricht. Ich kann alles verstehen was Du schreibst.
Eigenverantwortung, was ist das und wo fängt dies an. Wir könnten Tagelang darüber sprechen. Ich könnt viele Beispiele von Eigenverantwortung hier anbringen, aus vielen unterschiedlichen Richtungen. In wie weit ich Eigenverantwortung für mich selbst habe lässt sich so gar nicht sagen. Zu viele Einflüsse wären mit einzubeziehen. Klar habe ich Eigenverantwortung. Ich bin Sklave meiner Krankheit, Sklave meiner Mundbeschwerden. Nicht ich leite mich durch den Tag. Die Mundschmerzen leiten mich durch den Tag. Mir wird immer wieder vorgeworfen, dass Ruder nicht mehr fest in der Hand zu haben und ich nicht versuche daran was zu ändern. Dabei werden meine Bemühungen völlig übersehen. Nur weil das Ergebnis nicht so positiv ausfällt und ich immer noch nicht die Ursachen selbst gefunden habe, soll ich Schuld sein an meinen nicht verbessernden Zustand.
Meine Psychologin fragt mich öfters wo für die Mundschmerzen stehen, wovor schützen mich die Mundbeschwerden. Diese Frage habe ich schon tausend Mal gestellt bekommen. Beantworten kann ich diese Frage nicht. Damit meine ich, ich habe nicht die leiseste Ahnung wodurch meine Mundbeschwerden ausgelöst werden. Wie soll ich nun Eigenverantwortung über die Mundbeschwerden übernehmen. Zurück lehnen und so tun als ob ich keine Mundbeschwerden hätte. Mich mit anderen Dingen beschäftigen und mich dadurch ablenken.
Genau dies versuche ich. Doch lassen sich die Mundbeschwerden nicht beeinflussen. Mein Ziel ist es die Mundbeschwerden zu senken. Mein Ziel sollte aber sein, mit den Mundbeschwerden leben zu lernen. In Eigenverantwortung mit den Mundbeschwerden leben zu lernen. Geht nicht, ist logisch gesehen nicht möglich. Praktisch nicht umsetzbar. Ich müsste mir beibringen jeglichen Schmerz nicht wahrzunehmen. Das heißt, ich muss alle Warnsysteme in meinen Körper abschalten. Das geht nicht, Schmerzen zeigen an, dass da was nicht stimmt, sagen dem Menschen vorsichtiger zu sein. Und das Schmerzgedächnis warnt vor Wiederholungen von Dingen, welche Schmerzen verursachen.
Hier bringe ich doch ein Beispiel was jedem schon passiert ist. Ein einfacher Stoß an einer Schrankecke. Es tut weh und beim nächsten Sto0en an der gleichen Schrankecke tut es wieder weh. Erinnerungen an die vorangegangenen Erlebnisse werden fühlbar. Dann kommt der Spruch „ Scheiß Ecke, immer wieder bleibe ich hier hänge und stöße mich“. Nun besteht die Möglichkeit einen größeren Bogen um die Ecke zu machen oder die Ecke zu beseitigen.
In Eigenverantwortung nun die Schmerzgrenze zu erhöhen und weitere schmerzhafte Stöße an der Schrankecke zu ignorieren, scheint wohl kaum jemand hin zu bekommen. Aber was wäre, wenn nichts unternommen werden kann, um nicht mehr an der Schrankecke die schmerzlichen Stöße zu spüren. Was wäre wenn das Stoßen an der Ecke zum Dauerstoßen wird. Die dabei entstandenen Schmerzen werden zusätzlich zur seelischen Qual. Das Suchen nach Hilfe beginnt. In diesem Beispiel ist es relativ leicht Abhilfe zu schaffen. Der Schrank wird durch den Nachbarn, welcher zur Hilfe gerufen wird, so verstellt, dass es nicht mehr zu den Stößen an der Schrankecke kommt.
Genau so suche ich nach Abhilfe meiner Schmerzen. Ich kann nicht zum Nachbarn gehen, ich kann nicht zum Arzt gehen und die Schmerzen durch geeignete Maßnahmen verstellen. Ich weis nicht wo was verstellt werden muss. Also was ist nun mit der Eigenverantwortung. Ich nehme jegliche Hilfe an. Damit meine ich jegliche Hilfe. Also wen nun der Arzt sagt, dieses Mittel könnte helfen, dann nehme ich es ein. Meine Schmerzen sind zur körperlichen und seelischen Qual geworden.
Durchlesen von Beipackzetteln, was soll das bringen? Sterben kann ich schon an der Einnahme von Aspirin. Ich kann mich verrückt machen durch die Beipackzettel. Kann nun aus Angst vor den Nebenwirkungen das Medikament nicht mehr einnehmen. Was bringt’s – nichts. Meine quälenden Schmerzen bleiben. Es ist in keinster Weise nachvollziehbar, in wie weit meine jetzigen Medikamente mir Schaden oder nutzen. Zudem müssen meine Medikamente über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, um zu sehen, welche Wirkung eintritt. (Monate)
Nicht umsonnst schreibe ich hier im Forum. Ich suche nach Lösungen. Eigenverantwortung nenne ich dies.
Es steht aber fest, dass ich meine Beschwerden nicht los bekomme, wenn ich nichts unternehme, keine Tabletten schlucke. Hinsetzen und auf ein Wunder hoffen, ist dies dann Eigenverantwortung.
Ich sage es noch mal, meine Mundbeschwerden schieben so viel Schmerz und negative Energie in meine Seele, dass ich nun seelisch leide. Depressionen sind entstanden, psychosomatische Beschwerden sind aufgekommen. Ich bin psychisch krank geworden. Daher rufe ich vermehrt nach Hilfe. Denn so kann’s nicht weiter gehen. Jetzt brauche ich Antidepressiva, jetzt muss ich meine Seele mit diesen Krücken unterstützen. Meine Suizidgedanken kann ich nicht einfach abbestellen. Ein Leben mit diesen Mundbeschwerden nicht vorstellbar.
Meine Psychiaterin geht von Schmerzwahnvorstellungen, Schmerzempfindlich aus.
Ein Unding, das kann nicht stimmen. Ich gehe zur Nadelepilation im Gesicht. Das tut schon ganz schön weh. Ich zucke nicht und es kann ohne Unterbrechung an mir gearbeitet werden. Mir wird gesagt, dass ich die einzige Patientin bin, welche nicht zuckt und zwischendurch eine Pause braucht. Warum ist dass so. Die Nadelepilation ist bei weitem nicht so schmerzhaft wie die Mundbeschwerden. Nicht mal annähernd.

Zitat von Joh70 Beitrag anzeigen
Wenn ein Mittel z.B. bei einigen Nutzern Selbstmordgedanken verstärkt, dann ist das ein Grund mehr, das Zeug wegzulassen. So habe ich das auch in einer TV-Dokumentation schon gehört. .
Da hasst Du Dich völlig verhört. So wurde es nicht gesagt und nicht dargestellt. Ich habe sehr viele Psychotabletten geschluckt. Bei allen diesen Medikamenten können verstärkt Selbstmordgedanken auftreten. Was in solchen fällen zu tun ist, steht im Beipackzettel und wurde auch in den TV-Dokumentationen gesagt. Das Schlimmste dabei ist, diese Medikamente wegen erhöhter Selbstmordgefahr abzusetzen. Depressionen werden nun mal nicht besser bei vielen Patienten ohne Medikamente. Ich war viel in Psychiatrien, ich weis was Depressionen anrichten. Ohne Medikamente haben viele Patienten gar keine Überlebenschance.
Es ist mir klar, dass mehr nach den Ursachen der seelischen Erkrankung gesucht werden muss. Hier hat das System in der ganzen Welt versagt. Was nützt es mir, wenn ich meine Zähne, das Amalgam und sonnst welche Umweltgifte mich krank gemacht haben, und ich nichts tun kann die Umweltgifte wieder los zu werden.
Ich muss aus Mangel der Finanzen die Entgiftungspräparate weglassen. Ich kann’s mir nicht mehr leisten. Ich bin bankrott. Ich bin durch meine Krankheit in die Armut geraten.
Die Absicherungen haben nicht gegriffen. Ich habe Eigenverantwortung übernommen. Habe eine die Eigentumswohnung abbezahlt, hatte eine Berufsunfähigkeitsversicherung.
War sparsam und fleißig. Es hat nicht funktioniert.


Eigenverantwortung fängt schon beim Aufwachen an. Stehe ich auf oder bleibe ich wegen der Schmerzen liegen. Gehe ich ins Bad und putze mir die Zähne, oder bleibe ich im Bett.
Gehe ich ins Fitnessstudio oder bleibe ich im Bett.
Bei mir kommt hinzu, dass ich nicht im Bett bleiben will. Aufstehen, ins Bad gehen, Zähne Putzen und dann eine ungeheuere Schmerzerhöhung spüren. Das ist dass was ich jeden Tag durchhalten muss. Eigenverantwortung, was mache ich nun schmerzgeplagt. Schmerzen, welche mich in der Hand haben, denen ich schutzlos ausgeliefert bin. Schmerzen welche meine Psyche in die Selbstmordgedanken bringen. Mundschmerzen, welche mich zum handeln zwingen.
Ich gebe Euch recht, meine körperlichen Beschwerden haben nichts mit der Psyche zu tun. Doch haben diese körperlichen Beschwerden psychische Beschwerden ausgelöst.
Immer wieder bemerke ich, dass es eine ganz gravierende Abgrenzung gibt. Von den Psychiatern und Psychologen werden körperliche Beschwerden mit Tücke und List weggeredet. Hier im Forum wird versucht die seelischen/psychischen Beschwerden wegzureden.
Ich sage seit langem, dass ich eine körperliche Grunderkrankung habe und dadurch psychisch krank geworden bin. Ich bin jetzt beides, körperlich und psychisch krank. Das macht die Behandlung ja so schwierig. Ich glaube aber nicht, dass meine Mundbeschwerden was mit der Psyche zu tun haben. Dieses darf ich laut allen Psychotherapeuten nicht äußern. Daraus wird der Beweis einer psychischen Erkrankung abgeleiet.
Im Anhang eine Epikrise,
Sagt mir bescheid ob die Epikrise zu lesen ist. es gibt Probleme beim Hochladen von Anhängen.


Tschüß sagt Jennifer Sonnenstrahl
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Epikise.jpg (486,4 KB, 20x aufgerufen)

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche?

Saloma ist offline
Beiträge: 560
Seit: 04.10.09
Hier sind 6 Videos um einen Überblick zu bekommen.
http://naturheilt.com/blog/die-pharm...elogen-werden/

Geändert von Saloma (22.11.09 um 11:28 Uhr) Grund: Falscher link

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luciacindy ist offline
Beiträge: 42
Seit: 02.07.09
Mich wollte auch ein Psychiater als Versuchskaninchen benützen. Nach einer Woche Psychopharmaka warf ich das Zeug in den Mülleimer und als er mich fragte wie ich es vertrage, habe ich ihn dem Glauben gelassen, dass es gut wirkt. Das Zeug puscht auf, aber es löste nicht meine Probleme. Ich hatte das Gefühl ich funktioniere nur noch, bin aber nicht mehr Herr meiner Selbst.

Geändert von luciacindy (22.11.09 um 11:38 Uhr)

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Saloma ist offline
Beiträge: 560
Seit: 04.10.09
Und ich erst mal, ich bin zum Auserirdischen geworden mit dem Zeugs.

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Dani ist offline
Themenstarter Beiträge: 457
Seit: 20.03.09
Zitat von Sonora Beitrag anzeigen
Hallo Sonnenstrahl!

Ich muss viel über dich nachdenken. Sag mal, was wünschst du dir, was in deinem Leben passieren soll? Wie stellst du dir den Idealfall vor, wie alles weitergeht? Was ist dein dringendster Wunsch?

Vielleicht magst du ja darauf antworten. Aber wenn du das lieber für dich behalten willst, kann ich das gut verstehen!

Liebe Grüße
Sonora


Hallo Sonora;

Diese Fragen kann ich nicht beantworten. Das heißt, ich würde diese Fragen gern beantworten. Ich kann es nicht. Es stellt sich die Frage, "Was wäre, wenn ich keine Schmerzen hätte?" Wie würde mein Leben verlaufen?
Ich müsste spekulieren.
Aber eine Antwort kann ich Dir geben.
Glücklich sein, mit anderen Menschen glücklich sein. Du Sonora müsstet durch Deinen Glauben damit was anfangen können.
Ich darf nicht zu viel darüber nachdenken. Damit würde ich in die Zukunft schauen. Und meine Gefühle sagen mir, ich habe keine Zukunft. Das führt zu weitern seelischen Problemen. Ich muss dies langsam angehen.

Tschüß Jennifer Sonnenstrahl


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Joh70 ist offline
Beiträge: 946
Seit: 08.10.06
Hallo Jenni,

ich verstehe dein letzten Beitrag. Ich kann dem zustimmen, was du geschrieben hast.

Als erstes die massiven körperlichen Beschwerden lindern, dann die seelischen. In dieser Reihenfolge.

Natürlich habe ich mich nicht generell gegen Psychopharmaka ausgesprochen. Sie können helfen. Das bestatigen ja Erfahrungsberichte. Zwischen Aspirin und Neuroleptika ist aber schon ein Unterschied in der Gefährlichkeit!


Zitat von Jennifrau Beitrag anzeigen
Meine Psychologin fragt mich öfters wo für die Mundschmerzen stehen, wovor schützen mich die Mundbeschwerden. Diese Frage habe ich schon tausend Mal gestellt bekommen.
Ha ha, das ist typisch Psychologe.

Wofür sollen sie denn schon stehen? Vor allem daß Du eine Reaktion im Mundbereich und Schleimhäuten hast, die Schmerzen verursacht. Dafür stehen sie. Ursache vielleicht Autoimmunreaktion, Ulcerosa, Gifte durchs Rauchen.

Wenn man das tiefenpsychologisch deuten will, also der körperlichen Krankheit auch eine seelische Dimension zuordnen will, dann kann das vielleicht sein:

Vielleicht hat man andere zu oft barsch angefahren. Vielleicht ein Wink des Schicksal, mit seiner Zunge überlegter umzugehen.

Außerdem mit dem Rauchen aufzuhören. Was wenn es eine allergische Reaktion auf die Verbrennungsrückstände/Gifte durch das Rauchen sind? Also als ich einmal an einer Zigarette gezogen habe, hat auch mein ganzer Mund gebrannt. So ein Teufelszeug würde ich mir nicht freiwilllig zumuten. "Rauchen kann tödlich sein". Jetzt hast Du vielleicht einen weiteren Grund, warum das auf den Packungen steht. Nur so ein Gedanke.

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Dani ist offline
Themenstarter Beiträge: 457
Seit: 20.03.09
Zitat von luciacindy Beitrag anzeigen
Mich wollte auch ein Psychiater als Versuchskaninchen benützen. Nach einer Woche Psychopharmaka warf ich das Zeug in den Mülleimer und als er mich fragte wie ich es vertrage, habe ich ihn dem Glauben gelassen, dass es gut wirkt. Das Zeug puscht auf, aber es löste nicht meine Probleme. Ich hatte das Gefühl ich funktioniere nur noch, bin aber nicht mehr Herr meiner Selbst.

Ich bin Versuchskanninchen. Ich kann nicht im geringsten mit Absicht flunkern bzw. nicht die Wahrheit sagen.
Ich funktioniere nicht mal mehr. Ich bin abhängig von anderen Menschen geworden. Danke luciacindy für Deine Anleitungen.
Jetzt gehe ich ins Fitnesstudio. Mal sehen was heute passiert.

Liebe Grüße von Mir

Jennifer Sonnenstrahl.

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Dani ist offline
Themenstarter Beiträge: 457
Seit: 20.03.09
Zitat von Joh70 Beitrag anzeigen
Hallo Jenni,
Natürlich habe ich mich nicht generell gegen Psychopharmaka ausgesprochen. Sie können helfen. Das bestätigen ja Erfahrungsberichte. Zwischen Aspirin und Neuroleptika ist aber schon ein Unterschied in der Gefährlichkeit!
Du unterschätzt ganz gewaltig die Todesfälle durch Aspirin und Ibuprofen. Das sind auch ganz gefährliche Medikamente. Was meinst Du wohl, warum die Packungsgrößen kleiner geworden sind.
Ich muss von solchen Acetylsalicylsäure- Medikamenten die Finger lassen.
Wie stelle ich fest, ob ich zu starke Nebenwirkungen durch die Medikamente habe. Ich fühle mich doch nie gesund. Mir geht’s doch immer schlecht. Es schwankt, aber was die Medikamente machen, kann ich nicht sagen.
Seit Anfang diesem Jahr (Neuroleptika) hatte ich Seroquel. Ich bin auf 600mg gekommen. Und ich bemerke Nebenwirkungen. Das Zeug verursachte zusätzliche Krämpfe und Lähmungen. Ich habe es abgesetzt. Das Zeug hätte mich fast umgebracht.
Meine unerträglichen Mundbeschwerden sind weiterhin vorhanden und quälen mich ganz gewaltig.

Das Mundbrennen hatte ich schon in der ersten psychosomatischen Klinik. Es fing im Jahr 2004 an. Angefangen mit Rauchen habe ich in der geschlossenen Psychiatrie im Jahre 2008. Psychiatrien sind Gefängnisse. Der da was anderes behauptet, liegt falsch. Daher auch die Abneigung gegen Psychiatrien. Der Grundsatz der Psychiatrie lautet: „Die Bevölkerung vor den psychisch kranken Menschen zu schützen.“ Die Patienten werden allein gelassen mit ihren körperlichen und auch seelischen Beschwerden. Die meisten Psychiatrien haben nicht mal einen Psychologen. Psychiater sind voll überlastet.
Der Kommunikationsraum ist der Raucherraum. Hier spielt sich das „Leben" ab. So gut wie jeder Patient/in fängt mit dem Rauchen an und diejenigen welche schon als Raucher in die Psychiatrie kommen, rauchen nach Weltmeisterstandart. Rauchen die einzige Alternative die sinnlose Zeit rum zukriegen. Das Personal ist schlecht ausgebildet und sieht alle Patienten in der Psychiatrie als blöd, dumm, nicht zurechnungsfähig an. Ich bin wegen hohen Mundbeschwerden in den Psychiatrien gewesen. Jeden Tag gesagt bekommen, dass mir, wenn ich so weiter mache, nicht geholfen werden kann. Das lässt jeden Menschen zusammen brechen. Mit "weiter machen" werden meine Mundbeschwerden genannt, wofür ich keine seelische Ursache bei mir finden kann. Die Schuld wird dem Patienten zu geschoben. Ich habe im Nervenzusammenbruch angefangen zu Rauchen. Und ich bin hoch selbstmordgefährdet rausgeschmissen worden. Klar war der nächste Weg, die nächste geschlossene Psychiatrie. Das Rauchen ging weiter.
Ich war vorher auch Gegner des Rauches. Nie hätte ich gedacht, dass ich am Morgen aufstehe, mir Kaffee mache und zur Zigarette greife. Das war ein Unding. Jetzt versuche ich immer wieder davon weg zukommen.
Ich stehe immer unter Spannung. Kann mich nicht zurück lehnen und entspannen. Wie schon gesagt, eine Ablenkung von den Mundbeschwerden geht bei mir nicht. Aus Panik, Verzweiflung und Aufgabe, (ich gebe auf) kommt die Zigarette durch.
Heute war es bis jetzt eine Zigarette, dass ist immer noch zuviel.
In Fitnessstudio musste ich heute wieder abbrechen. Mein Puls ist wieder zu hoch. Mein Ruhepuls ist immer über 100.

Es gibt Ausnahmen - die Privatpatienten. Für diese Patientengruppe stehen andere Psychiatrien zur Verfügung. Da gibt es Psychologen und es wird gegen das Rauchen was gemacht. Ich weis dies von einer Patientin, welche in einer Psychiatrie als Privatpatientin war.

Zitat von Saloma Beitrag anzeigen
Hier sind 6 Videos um einen Überblick zu bekommen.
http://naturheilt.com/blog/die-pharm...elogen-werden/


Hallo Saloma, ich habe mir nur einen Teil angeschaut. Mit dieser Propaganda geht’s mir bestimmt nicht besser. Solche Videos sind nicht gesundheitsfördernd.
Acetylsalicylsäure- Medikamenten. (Aspirin) Daran sterben jedes Jahr 16000 Menschen.
Panikmache ist nicht so gut. Ich könnte mir ja gleich einen Stephen Ging – Film ansehen. Das ist nicht bös gemeint, aber es wird geschimpft was das Zeug hallt. Lösungen kommen werden nicht genannt. Zudem wird es so hingestellt, dass die Patienten einfach nur mal so diese Medikamente eingenommen haben. Das stimmt so nicht. Der Patient ist zum Arzt gegangen wegen seiner Beschwerden. Der Patient wollte was gegen die Beschwerden tun. Es geht in manchen Fällen schief.
So gehe auch ich zum Arzt, nehme die Medikamente in der Hoffnung mir geht’s bald besser. Was habe ich denn für eine Alternative.
Ich suche nach Lösungen, suche Wege zum vorwärts kommen – in jeder Richtung. Ich habe die Beschwerden und nicht das nötige Kapital zur besseren Behandlung zu Verfügung. In meinen Beipackzetteln steht drin, dass es mir seelisch viel schlechter gehen könnte und auch zum Tode führen könnte. Ich nehme die Mittel trotzdem. Ich habe nicht nur einen Schnupfen und könnte auf alternative Heilmittel umsteigen.

Ich bekomme öfters Email von „Täglich Gesund“. Beiträge welche nicht schlecht klingen. Alternative Heilmittel. Doch müsste ich Millionär sein um diesen Ratschlägen zu folgen.
Die Gesundheitsreform und die Behandlungen sind zu Katastrophen herangewachsen. Da sind wir uns bestimmt einig.

Ich habe mal weiter im Internet nach Folgen von Medikamenten gesucht. Ja da gibt es eine Tanja. Sie hat das gleiche Spiel hinter sich wie, was weis ich wie viele Menschen, hinter sich und noch weiter vor sich. Sie ist in die Psychoecke gedrängt worden und kam da nicht wieder raus. Ja es bestätigt sich. „Einmal in der Psychoecke, dann immer in der Psychoecke“. Schlimm wie viel Macht die Psychiater, Psychiatrien haben.
Ja, Jeder sollte sich vor den Psychiatrien in acht nehmen. Leider ein trauriges Urteil jetzt von mir. Dies soll kein Aufruf sein, nicht die Hilfe der Psychiatrien in Anspruch zu nehmen. Auf die Psychiatrien zu schimpfen, was bringt das. Das System müsste geändert werden. Wer kann dies - Keiner. Die Psychiatrien sind nicht um sonnst da. Es gibt leider zu viele psychisch kranke Menschen. Danebenliegende Diagnosen leider auch.

Jennifer Sonnenstrahl




Einen Guten Abend wünscht Euch

Jennifer Sonnenstrahl

Geändert von Dani (22.11.09 um 17:37 Uhr) Grund: Nachtrag

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche?

Saloma ist offline
Beiträge: 560
Seit: 04.10.09
Guten morgen Jennyfrau.
Du beschreibst Krämpfe und Lähmungen, das habe ich auch, das kommt Definitive vom Nervenkostüm, das wird durch die Vergiftungen angegriffen. Ich hatte auch Mundbeschwerden, aber ich hatte braunen Speichel, morgens, wenn ich aufstand.
Auch das mit dem Pulsbeschleunigen, auch nur wenn ich auf die Toilette ging, schnellte der auf 150 hoch, habe das messen lassen. Es kommt ganz plötzlich, das Herz schlägt wirklich bis zum Hals. Dann normalisiert sich alles wieder.
Kann das sein, dass du Tanja Afflerbach meinst, die durch Nebenwirkungen Krank wurde, wenn ja, dann kenne ich sie auch , wir haben beide das gleiche, durch Nebenwirkungen.
Ich habe an die 5-6 mal versucht, bei der Staatsanwaltschaft, meine Nervenärztin an zu zeigen, das wurde immer verworfen. In Deutschland dürfen die machen was sie wollen.
Nur Staatsanwälte sind in der Lage, die Gesetzte zu kippen, dass endlich mal was geändert wird. Ich bin Mitglied im Bundesverband für Psychiatrie Opfer, deswegen kenne ich mich aus.
Ich bereite gerade meine Klage gegen diese Nervenärztin bei einer Rechtsanwältin vor.
Sie sagt, ich habe gute Aussichten, da ich vieles durch die richtigen Beweiße, beweißen kann.
Übrigens, sie gibt meine Krankenakte, zur Ansicht nicht raus, sie wurde schon 4x von meiner RA angeschrieben, sie reagiert nicht. Die hat sich jetzt schon Blamiert, sie will ihren Dreck am Stecken verstecken.
Wir brauchen dringend neue Gesetze, so kann das doch nicht mehr weiter gehen.

Du hast recht, dass sie in den Reportagen nicht zeigen, was mit Menschen passiert, die an Nebenwirkungen erkranken. Ich selber kann ein Lied davon singen, mit meiner eindeutig, MULTI schweren Erkrankung, bekomme ich nur absagen von TV Sendern. Die Medien verdienen doch an der Pharmaindustrie mit, da kommt Unsereiner ( Ich ) nicht rein.
Ich habe es seit einem Jahr aufgegeben, die Medien an zu schreiben, weil es nichts bringt.
Aber dennoch ist diese Reportage ein Meilenstein, für betroffene und unerfahrene, für den besseren Durchblick, was bei uns schief läuft. Das ist schon mal ein guter Anfang, denke ich.
Gute Besserung
Saloma


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