Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?

28.03.09 23:54 #1
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krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche?

Dani ist offline
Themenstarter Beiträge: 457
Seit: 20.03.09
Ich habe im Laufe der letzten drei Jahre alle möglichen Antidepressiva in hohen Dosen geschluckt. Lange zeit verbrachte ich in Psychiatrien. Im vorigen Jahr , ein ¾ Jahr und im diesem Jahr war ich auch schon zweimal in der Psychiatrie. Ich werde wegen der Mundbeschwerden in die Psychiatrien geschickt und seelisch zerbrochen werde ich dann rausgeschmissen. Auf der Epikrise steht dann „Patient konnte stabilisiert entlassen werden.“ Ob dies der Wahrheit entspricht ist völlig egal. Hautsache der nervende Patient ist nicht mehr da. Als Ursache der Mundbeschwerden wird meine Psyche genannt. "An den Zähnen kann es nicht liegen, dass sind Wahnvorstellungen." Da die Mundschmerzen mich unter Druck setzen, mich richtig fertig machen, bleibt mir nichts anderes übrig die Antidepressiva einzunehmen. Nun leide ich an richtig großen Depressionen und Ängsten. Ich habe jetzt nach jahrelanger erfolgloser Therapie richtig große psychosomatische Beschwerden. Mich rafft es dahin. Ich sitze hier am Computer, schreie und weine. Um mich abzulenken war ich im Fitnessstudio und anschließend in der Sauna. Mein Trainingspensum habe ich nicht geschafft. Mein zu hoher Puls sagte halt. Auch konnte ich nur einen Saunagang machen. Ich habe wegen der Mundbeschwerden schon richtige Kopfschmerzen. Kopfschmerzen aus Ängsten durch die Mundbeschwerden. Ich habe es fertig gebracht im Krankenhaus anzurufen. Entweder ich gehe hin oder ich rufe den Bereitschaftsarzt. Beides am Ende keine Lösung. Ich würde wieder in der Psychiatrie landen. Da bekäme ich wiederum keine Hilfe. Ich müsste schon ganz intensiv von Selbstmordgedanken sprechen um aufgenommen zu werden. Dies muss und will ich tunlichst vermeiden. Das bringt mich auch nicht weiter. Bei Ärzten was von Selbstmord zusagen kann ganz schlimme Folgen haben. Würde ich nur seelisch krank sein, dann würde ich in die Psychiatrie gehen. Ich kann die psychische Variable in meiner Psyche für die Mundbeschwerden nicht finden. Körperliche Beschwerden lassen sich nun mal nicht in der Psychiatrie behandeln. Das hat auch bei anderen Patienten mit Schmeruzen nicht geklappt.
In wie weit ich heute nach Hilfe suche und über den Tag komme, weis ich nicht.
Ich werde …………

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche?

Oregano ist offline
Beiträge: 63.740
Seit: 10.01.04
Es ist wirklich ein Teufelskreis, in dem Du Dich da befindest.

Für mich ist klar:
Deine Mundbeschwerden hängen
- mit den Zähnen zusammen (Materialien, falscher Biß, Allergien)
- mit einer Histaminintoleranz zusammen und damit mit der Ernährung und mit Medikamenten
- mit evtl. Eisen- und Vitamin B12-Mangel
und wahrscheinlich noch mit mehr Faktoren.

Ich glaube nicht, daß dieses teuflische Mundbrennen irgendetwas mit der Psyche zu tun hat. DAs ist nur eine Ausrede der Psychiater. Woher sollen sie das auch wissen.
Langsam scheint mir, daß Du eher Schmerzmittel nehmen solltest statt Psychopharmaka. Die bringen Dir doch sowieso nichts - wenigstens ist das doch Deine eigene Erfahrung?

Hoffentlich kannst Du nach Neukirchen !

Grüsse,
Uta

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Joh70 ist offline
Beiträge: 946
Seit: 08.10.06
Ohne mich richtig damit auszukennen und mich jetzt eingelesen zu haben, würde ich sagen, daß zwischen Psychopharmaka und Neuroleptika ein Unterschied besteht.

Ich kenne eine Frau aus meiner Nachbarschaft, die hatte wegen Depris und angeblicher Schizophrenie die letzten 20 Jahre harte Psychopharmaka bekommen. Darunter war auch zeitweise Haldol. Dieses Zeug hat ihr nun das Parkinson-Syndrom beschert (nicht Parkinson, sondern eine Symptomatik ähnlich wie bei Parkinson, Motorik stark verlangsamt, langsame Reaktion). Außerdem ist Ihr Darm kaputt. Ihre Verdauung (Perestaltik) läuft nur noch langsam und sie hat kaum noch Stuhlgang. Dadurch kommt es zu Blähbauch, Gifte im Stoffwechsel und und und.

Ich kann nur abraten harte Sachen einfach dauerhaft oder blind zu nehmen. Also ausprobieren ist ok. Aber Vorsicht mit Neuroleptika!!!

Da würde ich lieber mal Lezithin versuchen. Darin sind Cholin, Phospholipide, Linolsäure. Dann noch DHA und Metafolin, sowie Fischölkapseln und Rapsöl. Dann hat das Gehirn mehr davon (es besteht zu 60% aus Fett und Fettverbindungen). Außerdem 5-HTP, als Serotoninlieferant.

Rohstoffe stets vor Therapeutika !

Geändert von Joh70 (21.11.09 um 17:51 Uhr)

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.740
Seit: 10.01.04
Meinst Du wirklich Lezithin? Ist das nicht meistens aus Soja oder verwechsle ich da was?

Gruss,
Uta

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Joh70 ist offline
Beiträge: 946
Seit: 08.10.06
Thema Schmerzmittel:

Gegen eine Ibuprofen gelegentlich ist nichts einzuwenden. Ibuprofen habe ich schon ausprobiert und es hat nicht nur eine schmerzlindernde Wirkung, sondern auch eine entzündungshemmende. Das kann entspannen helfen. Und Ärzte verschreiben es gern. Also kein Problem es zu bekommen.

Paracetamol mag ich nicht. Hilft auch nicht. Mit Alkohol ist es ein schlimmes Gift.

Aspirin hilft nur bedingt. Ist deshalb auch rezeptfrei. Eher als Blutverdünner und zur Vorbeugung interessant, als für ausgeprägte Entzündungshemmung.

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Joh70 ist offline
Beiträge: 946
Seit: 08.10.06
Ja, Lezithin ist aus Soja. Warum?

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.740
Seit: 10.01.04
Da würde ich lieber mal Lezithin versuchen. Darin sind Cholin, Phospholipide, Linolsäure. Dann noch DHA und Metafolin, sowie Fischölkapseln und Rapsöl. Dann hat das Gehirn mehr davon (es besteht zu 60% aus Fett und Fettverbindungen)
Ich habe diesen Satz wohl mißverstanden.

Gruss,
Uta

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Dani ist offline
Themenstarter Beiträge: 457
Seit: 20.03.09
Zitat von Joh70 Beitrag anzeigen
Ich kann nur abraten harte Sachen einfach dauerhaft oder blind zu nehmen. Also ausprobieren ist ok. Aber Vorsicht mit Neuroleptika!!!

Rohstoffe stets vor Therapeutika !
Wie meinst Du dies.. Ich bekomme die Medikamente von meiner Psychiatreinn nicht zum testen. ich kann so vorsichtig sein wie ich will. ich schlucke das Zeug. Bei was soll ich da noch vorsichtuig sein. beim Glas Waser, was ich datu trinke oder beim öffnen der Verpackung der Medikamente. Ich habe nicht die Kraft mich gegen Psychiater zu behaupten. Dazu war ich zu lange in den Psychiatrien.
Was Sojaprodukte angeht, das sind keine wirklichen gesunden Lebensmittel.
Ich glaube nicht, daß dieses teuflische Mundbrennen irgendetwas mit der Psyche zu tun hat. DAs ist nur eine Ausrede der Psychiater. Woher sollen sie das auch wissen.
Die Psychiaterin hat dafür ein Diplom und einen Doktortitel. Psychiater sind besonders geschult für die geistigen Krankheiten. Im Internet mal nachschauen unter burning mouth Syndrom nachlesen. Da werden auch psychische Belastungen als Auslöser angegeben.
Ich zweifle sehr an ihrer Diagnose. Das bringt mich nur noch mehr in Schwierigkeiten. Anderer Meinung sein als die Psychiaterin wird nicht geduldet und wird bestrafft. Ich müsste dann drunter leiden. Deshalb versuche ich andere Ärzte für mich zu gewinne. Hier in den neuen Bundelländern ist die Ärztewahl was fürs Papier. In der Praxis nicht umsetzbar. Ich hatte mich nschon mehrmals nach einer anderen Psychiologin umgesehen. Da werden die Unterlagen von meiner Hausärztin angevortert und schon ist es aus. Ich kann nicht wechseln. Geht in diesem System nicht. Ich bin abgeschrieben als psychisch krank, als Schmerzwahnsinnig.

Tschüß Jennifer
I

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Joh70 ist offline
Beiträge: 946
Seit: 08.10.06
...mit "Vorsicht" meine ich, daß man aufmerksam ist, ob man ein Mittel verträgt. Und das man falls möglich, dieses auch wieder absetzt, damit die Nebenwirkungen entfallen. Auch sollte man den Beipackzettel mal lesen, damit man ein Gespür bekommt, in welche Richtung die Nebenwirkungen gehen. Dann wieder beobachten. Auch die Dosis kritisch im Auge behalten. Ist es zu viel oder zu wenig?

Man ist sich selbst der nächste Arzt. Man muß immer selber Verantwortung für sich übernehmen und nicht andere. Ärzte sind nur eine fachliche Unterstützung.

Wenn ein Mittel z.B. bei einigen Nutzern Selbstmordgedanken verstärkt, dann ist das ein Grund mehr, das Zeug wegzulassen. So habe ich das auch in einer TV-Dokumentation schon gehört. Es ging um Zoloft. Dieses wird gerne Jugendlichen gegeben. Das Suizidrisiko ist gestiegen, unnötig. Gerade nach Einnahme von dem Mittel. Ein Mittel das tief in den Nervenstoffwechsel eingreift, kann alles mögliche auslösen, sowohl in die eine aber auch andere Richtung. Natürlich hat alles eine Nebenwirkung. Auch rezeptfreie Substanzen.

Es kann sehr leicht passieren, daß man eine Nebenwirkung eines Medikaments für ein Krankheitssymptom hält und meint, man müsse dieses ertragen. Dabei ist das unnötig. Außerdem verschlimmert es die Gesamtsituation womöglich, weil es nicht hilft. Wenn es aber mehr hilft als schadet, warum dann nicht? Ich kann niemandem die Entscheidung abnehmen, aber zur Vorsicht raten.

Deine körperlichen Beschwerden haben keine psychische Ursache. Das ist Gelaber von ahnungslosen Ärzten. Sorry, sie geben sich manchmal Mühe, aber es geht daneben. Es sind auch nur fehlerhafte Menschen mit etwas Ausbildung und ein wenig Berufserfahrung. Vielleicht hilft was davon gegen die Angst. Aber die Beschwerden heilt es nicht.

Geändert von Joh70 (22.11.09 um 01:35 Uhr)

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche?

Sonora ist offline
Beiträge: 3.017
Seit: 10.09.08
Hallo Sonnenstrahl!

Ich muss viel über dich nachdenken. Sag mal, was wünschst du dir, was in deinem Leben passieren soll? Wie stellst du dir den Idealfall vor, wie alles weitergeht? Was ist dein dringendster Wunsch?

Vielleicht magst du ja darauf antworten. Aber wenn du das lieber für dich behalten willst, kann ich das gut verstehen!

Liebe Grüße
Sonora


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