Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?

28.03.09 23:54 #1
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krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche?

Sonora ist offline
Beiträge: 3.016
Seit: 10.09.08
Zitat von Uta Beitrag anzeigen
Was ich mir zum Lenker-Herum-Reißen so denke: wahrscheinlich wird in dem Moment, wo Du das tust, sehr viel Kraft frei, die du so für den Lenker verwendest, der in die falsche Richtung zeigt.

Grüsse,
Uta

Hi Uta!

Das ist ja wohl der coolste Spruch seit langem! Finde ich echt klasse!

Liebe Grüße
Sonora

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche?

Dani ist offline
Themenstarter Beiträge: 457
Seit: 20.03.09
Hallo
Den Lenker herumreisen bedeutet alle Damenbekleidung aus meinen Schränken nehmen. Eigentlich gleich entsorgen. Neue Herrenbekleidung kaufen, wofür mir das Geld fehlt.
Und es bedeutet wieder zu den Behörden gehen und die ganzen Papiere umändern lassen. Das sind langwierige Prozeduren. Dazu müsste meine Überzeugung zu welchem Geschlecht ich gehöre zu 100% feststehen. Gutachten über Gutachten. Ein mehrjähriges Leben im angestrebten Geschlecht ist die Voraussetzung. Ich habe Probleme den nächsten Tag zu überstehen. Ich kann nicht zukunftsorientiert denken und handeln. Ich bekomme den Lenker so nicht in eine andere Richtung. Einfach nur wieder Herrenbekleidung anziehen und mal sehen was passiert – so funktioniert die Transsexualität nicht.
Zitat von Saloma Beitrag anzeigen
Ich meinte vorhin, nur etwas anders ausgedrückt, dass du mit deinem ganzen Körperlichen und Psychischen durcheinander, dein eigenes ich nicht wiederfinden kannst.
Zitat von Saloma Beitrag anzeigen
Wie soll das denn auch gehen, wenn es dir schlecht geht.


Es stimmt, in meiner psychischen Verfassung bin ich nicht in der Lage mein eigenes ich zu finden.

Ich habe die empfohlene Klinik angeschrieben.
Und wieder geht’s jetzt wieder ins Bett.

Liebe Grüße von Jennifer an Alle

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche?

Oregano ist offline
Beiträge: 63.718
Seit: 10.01.04
Hallo Jenni,

es gibt ja auch noch die Möglichkeit, daß Du erst einmal die eindeutig weiblichen Kleidungsstücke auf einen Speicher oder so entsorgst und Dich mit Dir auf neutrale Kleidung einigst: Hosen, Blazer/Jacketts, Pullover, Blusen/Hemden usw. Auch Leute, die überhaupt nicht über Transsexualität nachdenken, kleiden sich heute doch oft neutral. Insofern wäre das für Dich ein gangbarer Weg?

Bei uns im Ort gibt es eine "Kleiderkammer", wo man ausgesprochen billig einkaufen kann. Oft sind ganz neue Teile dabei. Vielleicht gibt es bei Euch auch so etwas?

Grüsse,
Uta

Geändert von Oregano (01.11.09 um 18:37 Uhr)

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche?

Sonora ist offline
Beiträge: 3.016
Seit: 10.09.08
Hallo, mein Sonnenstrahl!

Ich glaube, es ist als erstes wichtig, dass du INNERLICH Dinge zulässt, von denen du erkennst, dass sie die Wahrheit sind. Der Rest kommt sicherlich dann, wenn du so weit bist. Wehr dich nicht gegen das, was deine innere Stimme dir sagt, sondern akzeptiere, was sich dir als Wahrheit zeigt. Für mich ist es immer das Allerwichtigste, die Wahrheit zu erkennen. Manchmal tut sie unheimlich weh, aber es ist die Wahrheit. Das sage ich mir auch immer, und irgendwie ist es dann, als ob sich ein Vorhang hebt und alles diffuse, was mir Angst gemacht hat, verschwindet. Ich kann wieder sehen, der Nebel ist weg. Und damit verschwindet auch die Angst vor der Nacht und allem Dunkel, das mich hinderte zu sehen. Das meine ich nicht bildlich, sondern wirklich!

Meine schlimmsten Ängste hatte ich, als ich nicht sehen wollte, dass mein Freund mich belügt und betrügt. Das hört sich für andere wahrscheinlich nach gar nichts an, aber für mich war es, als fehlte mir der Boden zum gehen. Ich hatte Angst vor der Nacht, Angst vor dem Alleinsein, Angst vor Menschen, Angst, Angst, Angst. Nachdem ich die Wahrheit an mich herangelassen hatte, bin ich vor Schmerz fast gestorben. Ich habe mich wochenlang in meiner Wohnung vergraben, habe auf dem Sofa gesessen und meinen Körper hin und her gewiegt, mochte nicht essen und habe nur gelitten. Aber die Angst war weg. Und irgendwann konnte ich wieder aus der Wohnung raus und konnte mich der Welt zuwenden. Der Schmerz hat dann noch bestimmt 2 Jahre gedauert, aber ich war frei!!!

Verstehst du, was ich meine?

Übernimm dich nicht mit Entscheidungen, die du noch nicht tragen kannst. Versuch nur einfach, IN DIR die Wahrheit zu erkennen und anzunehmen. Fürchte dich nicht davor!

Ganz liebe Grüße
Sonora

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche?

Dani ist offline
Themenstarter Beiträge: 457
Seit: 20.03.09
Hallo, einen guten Abend

Über so manche Nachricht muss ich lange nachdenken und kann nicht so antworten wie ich es für mich selbst gern tun möchte. Also lasse ich es. Das heißt Sonora, ich lese mir deine Nachricht mehrmals durch und versuche zu verstehen was da steht und wie weit dies und das für mich zutrifft. Vieles trifft tatsächlich auf mich zu. Ich lese mir auch die anderen Nachrichten mehrmals durch.

Ich weis nicht warum dass bei mir so ist, ich schreibe lieber in Ruhe als mich über das Internet zu unterhalten. Vielleicht fühle ich mich mit dem Chat überfordert. Da scheint was Wahres dran zu sein. Seit mir deshalb nicht böse.
Der Zahnarztbesuch gestern, na ja was soll ich sagen. Seit vielen Jahren habe ich versucht die Fehler an meinem Gebiss so gut wie möglich auszubügeln. Ich habe seit vielen Jahren ganz große psychische Störungen wegen meiner Zähne. Dazu gehören auch Minderwertigkeitskomplexe. Meine Zähne haben auch jetzt was mit meiner Erkrankung zu tun und dies in mehreren Richtungen. Psychische Belastungen durch meine fehlenden Zähnen, das Tragen des Zahnersatzes was mir zurzeit nicht möglich ist und dann noch die Zahnmaterialienunverträglichkeit. Ich will meine Zähne sanieren und kann es nicht. Es ist so gut wie unmöglich eine metalfreie Lösung zu bekommen. Dies wäre mir erspart geblieben wenn die Erzeuger auf die Gesundheit ihrer Kinder Wert gelegt hätten.
Ich renne also zum Zahnarzt um diese Mängel auszugleichen. Seit dem ich mit 19 Jahren selbstständig von den Erzeugern lebe, renne ich zum Zahnarzt die Mängel zu beseitigen. Bis zum heutigen Tag ist es mir nicht gelungen. Angst habe ich nicht vor dem Zahnarzt. Angst habe ich eigentlich vor keinen Arzt. Ärzte sind in meinem Kopf als Helfer integriert. Es hat Vorteile und auch Nachteile.
Heute war ich wieder in Leipzig. So oft wie ich in Leipzig bin, da könnte ich bald nach Leipzig ziehen. Zudem war es eine teure Fahrt. Ich habe den Sicherheitsgurt vergessen anzulegen und bin erwischt worden. Ich habe wirklich den Sicherheitsgurt vergessen anzulegen weil ich durch meine Krankheit abgelenkt bin.
In Leipzig war ich in der Immunologie der Uniklinik. Da wollte ich mal endlich geklärt wissen was es mit den Autoimmunerkrankungen auf sich hat. Ganglioside und Serotonin Antikörper, nicht beunruhigendes und ernsthaftes hat der Arzt gesagt - eher ein Nachweis für psychische Störungen. Zur Abklärung hat dieser Arzt veranlasst mich auf Immunerkrankungen zu untersuchen. Es dauert natürlich eine ganze Weile bis ich das Ergebnis habe. Ich sollte sehr zufrieden sein, wenn nichts dabei raus kommt. Autoimmunerkrankungen und deren Behandlung sind nicht gerade gut. Also bleibe ich auf meinen Beschwerden sitzen.
An die Sanierung meiner Zähne glaube ich nicht mehr. Ich bekomme die Goldkronen nicht aus meinen Zähnen. Da werde ich wohl selbst die Zange ansetzen müssen.
Ich frage mich auch gerade ob ich das kann und was dann mit mir wird.
Die Geschlechtsidentität hat sich auch nicht verbessert. Andauernd geht die Psyche von weiblichen empfinden zur männlichen Seite. Ein hin und her. Ich glaube ich hab’s schon mal geschrieben. Ich will Frau sein und weis dass ich dieses Ziel nicht erreichen werde. Das Ziel Mann ist doch viel greifbarer. Ich kann doch logisch gesehen viel besser als Mann in der Welt zu Recht kommen, als die dämlichen Strapazen der Umwandlung auf mich nehmen. Und es ist sogar möglich, dass ich Schmerzen habe, weil ich als Frau lebe. Da helfen auch keine neutralen Bekleidungsformen. Im Geist muss die Geschlechtsidentität stehen. Ich komme von der weiblichen Seite nicht los. Das ist komplizierte als dass ich es schreiben könnte. Daher könnt Ihr mir in dieser Sache auch nicht weiterhelfen. In der Selbsthilfegruppe ist ein Mensch mit beiden Identitäten. Er/sie kommt damit auch nicht zu recht und kann es nicht mal mir erklären. Jedenfalls kann er/sie keine einschneidenden körperlichen Korrekturen an sich machen lassen. Ich zbs. will meine Gesichtsbeharrung los werden. Warum denn? Und ich bin froh, dass ich am ganzen Körper eine weibliche Beharrung habe. Ich werde die Hormontherapie wieder aufnehmen. Warum denn?
Jetzt schließe ich meine heutigen Eindrücke und sage


Tschüß, liebe Grüße an alle Leser.
das ist mein Tee!

Geändert von Dani (03.11.09 um 19:03 Uhr)

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche?

Dani ist offline
Themenstarter Beiträge: 457
Seit: 20.03.09
Sonntagmorgen um 07:10 Uhr. Meine Beschwerden haben mich aus dem Bett getrieben. Die Mundbeschwerden und die daraus entstandenen Psychischen Beschwerden haben mich wieder an den PC gebracht. Was ich schreiben sollte, weis ich nicht. Was soll ich auch schreiben. Ich habe alles schon gesagt. Ich werde aber wieder ins Bett gehen nachdem ich eine Beruhigungstablette (Tanxilium) eingenommen habe. Die Mundbeschwerden haben nicht nachgelassen und sind heute besonders hoch. Mit meinen Augenbeschwerden sollte ich eigentlich nicht am Computer sitzen. Ich leide an sehr hohen Angstgefühlen. Und ich fühle mich schlapp und krank. Seit mehreren Wochen nehme ich nun ein anderes Antidepressiva. Ich kann keine Verbesserung meiner seelischen Verfassung spüren. Meine Psychiaterin meint, ich bin nur seelisch krank und verstecke meine seelischen Probleme. Ich sollte endlich mal sagen was seelisch die Mundbeschwerden auslöst. Ich kann die seelische Ursache nicht finden. Woher kommen nur die blöden Mundbeschwerden und warum bin ich krank. Die Beschwerden hindern mich objektiv an mein Leben zu arbeiten. Die seelischen Beschwerden haben mein Leben in der Hand. Die Krankheit beherrscht mich. Und ich werde noch sehr lange brauchen um über den Trennungsschmerz hinweg zu kommen.
Die Wahrheit kann ich so nicht finden. Ich werde zu sehr beeinflusst. Jetzt ist die Wahrheit, welche ich nicht sehen will, dass ich mit der Transsexualität einen Fehler gemacht habe. Dass ich den Strapazen der Geschlechtlichen Angleichung nicht gewachsen bin. Noch mehr Wahrheit steckt in mir. Ich kann mich nicht entscheiden was ich bin. Eines Tages werde ich es erkennen.

Tschüß Jennifer Sonnenstrahl.

Geändert von Dani (08.11.09 um 07:37 Uhr)

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche?

Sonora ist offline
Beiträge: 3.016
Seit: 10.09.08
Was soll ich auch schreiben. Ich habe alles schon gesagt.
Hallo Sonnenstrahl!

Gut, dass du dich meldest! Ich wollte dich heute auch schon anschreiben, ob alles "klar" ist. Ich denke nämlich ganz schön oft an dich!

Ich finde nicht, dass schon alles gesagt ist. Du wolltest uns doch noch so viel über dein Leben erzählen. Weißt schon: Aufarbeitung der Vergangenheit. Kindheit, Jugend, alles danach...

An der Arbeit kommst du nicht vorbei, wenn es weitergehen soll. Komm, tritt dich in den Hintern und schreib immer mal ein paar Zeilen! Irgendwas fällt dir bestimmt ein!

Wir geben dich nicht auf – dann darfst DU auch nicht aufgeben! Kämpfen ist angesagt, und sei es auf allen Vieren!

Liebe Grüße
Sonora

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.718
Seit: 10.01.04
Hallo Jennifer Sonnenstrahl,

schon allein die Mundbeschwerden reichen ja schon, um das Leben schwierig zu machen. Deine Psychiaterin ist ja schon ein Herzchen, daß sie ment, Du solltest die seelischen Probleme finden, die dazu führen. Was hat sie denn dazu vorzuschlagen?

Meiner Meinung nach hast Du diese Mundbeschwerden, weil
- Du unverträgliche und nicht zusammen passende Zahnersatzmaterialien im Mund hast,
- Du wahrscheinlich auch noch eine Histaminintoleranz hast, die auch Schmerzen an der Mundschleimhaut (wie allergische Reaktionen) verursacht. Manche Antidepressiva sind da verstärkend und verschlimmern das ganze.
Das reicht beides völlig aus, um die Mundschleimhaut ständig brennen zu lassen.

Es wäre wirklich gut, wenn Du nach Neukirchen in diese Fachklinik für Umweltkrankheiten gehen könntest.

Gruss,
Uta

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche?

Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Hallo Jenni,

ich habe jetzt nicht alles gelesen, kann aber aus deinen letzten Zeilen das ein oder andere herauslesen.

Was das Geschlecht angeht, so denke ich das Männer und Frauen, nie nur das eine oder das andere sind. Beides steckt in jedem. Männer mit weiblichen Zügen gibt es einige. Als Beispiel könnte ich jetzt den Sänger von Tokio Hotel anführen. Mir fällt gerade nichts besseres ein.

Ich glaube sobald man anfängt sich selbst in Frage zu stellen, weil man einfach nur hundertprozent dieses oder das sein möchte, wird es kompliziert.
Es gibt auch Frauen die Krawatten und Jacketts tragen und trotzdem sind sie immer noch weiblich. Mir persönlich fällt es auch auf wenn eine Frau gut aussieht (wobei das ja alles Geschmackssache ist). Es ist glaube ich wichtig, sich nicht nur über das Geschlecht, sondern mehr über die eigene Persönlichkeit zu definieren.

Ich weiß auch nicht genau was ich dir genau raten soll, aber vielleicht könnten dir unter anderem, entspannende Atemübungen helfen, mehr Sauerstoff in den Körper zu bekommen. Das kann schon schmerzstillend sein.

Atmung und natrliche Vollatmung | Besserer Schlaf | Gegen Panikattacken | Bluthochdruck und Asthma

Atmung

Ansonsten schließe ich mich Uta an. Die Fachklinik Neukirchen, könnte eine gute Anlaufstelle sein für deine Allergien und Intoleranzen.

Grüsse von Juliette

Geändert von Juliette (08.11.09 um 10:30 Uhr)

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche?

Dani ist offline
Themenstarter Beiträge: 457
Seit: 20.03.09
Hallo Ihr Lieben,

Ich war nicht ganz untätig. Obwohl ich mich ins Bett begeben sollte, schreibe ich noch auf Eure Nachrichten. Dabei mache ich es mir etwas einfacher und kopiere meine gerade verfasste Nachricht in dieses Forum. Ich nutze die Möglichkeiten der elektronischen Datenerstellung. Einiges scheint für euch unverständlich. Ich kann jetzt aber nicht mehr den Text abändern. Dazu fehlt mir die Kraft.
Es ist so wie es ist. Die Zahnprobleme werden nicht zugelassen, als nicht vorhanden hingestellt. Da bin ich an die Grenzen des Machbaren gestoßen.
Mit der Klinik in Neukirchen komme ich auch nicht weiter. Diese habe ich angeschrieben. Ich werde keine Behandlung mehr bekommen. Ich bin nur noch ein Kostenfaktor. Beziehe volle Erwerbsminderungsrente. Damit bin ich aus dem Behandlungsprogramm gestrichen – abgeharkt. Traurige Wahrheit. Ich werde auch keine weitere Behandlung bekommen. Nur noch in lebensbedrohlichen Situationen werde ich aus Gründen der Gesetzgebung behandelt werden. Ich habe es schriftlich.
Danke für den link mit der Atmung. Ich werde später nachlesen. Jetzt geht’s nicht mehr. Die Medikamente (Antidepressiva) werde ich nicht absetzen können. Einen Vorteil habe ich davon. Ich kann besser schlafen.
Zudem wäre meine Psychiaterin sehr verärgert über das absetzen der Antidepressiva. Mir würden Schuldgefühle eingeredet, welche ich nicht gewachsen bin. Auf eine wehrlosen Patienten rumtrampeln, das können Psychoärzte sehr gut.
Die Unterstützung durch die von Dir Sonora angedachten Unterstützung durch die Kirche erfolgt nicht. Liegt auch an mir. Ich frage nicht nach. Hier merke ich stark dass ich es nicht allein schaffe und ich keine Familie und Freunde zur Unterstützung vor Ort habe. Schon wieder merke ich die Schattenseiten der Transsexualität.

Ich schreibe Euch mal einen Satz aus der letzten Epikrise vom 14.10.2009.

„Die Patientin befand sich auch mehrfach in psychologischer, psychiatrischer und psychosomatischer Behandlung. Offensichtlich sind die Therapien aus unterschiedlichen Gründen jeweils abgebrochen worden“.

Meine Hausärztin und Psychiaterin sind auf Grund dieses Satzes der Auffassung, dass ich die Therapien abgebrochen habe. Mir wird massiv vorgeworfen die Psychotherapien abgebrochen zu haben. Mein Einspruch, dass ich keine Therapie abgebrochen habe und eine weitere Fortbehandlung der Psychotherapie fordere, wird als Unwahrheit hingesellt.
Die Ärzte wolle die Wahrheit nicht sehen.
Alle Psychotherapien und Krankenhausaufenthalte (Psychiatrien und psychosomatische Kliniken) wurden aus Kostengründen und erfolgloser Therapie von den Kliniken beendet. Auch meine jetzige ambulante Psychotherapie wird nicht fortgesetzt. Meine Psychologin will keine Verlängerung beantragen. Sie möchte ihre Fähigkeiten nicht an einen hoffnungslosen Patienten vergeuden. Anderen Patienten könne sie besser helfen. Wieder wird mir klar gemacht, dass ich selbst Schuld bin an der erfolglosen Psychotherapie. Also wie soll und kann ich die Psychotherapie weiter machen.
Meine Psychiaterin und Hausärztin bestehen auf die Weiterführung der Psychotherapie. Ich habe ihnen gesagt, dass meine Psychologin die Psychotherapie nicht fortführen will. Mir wird nicht geglaubt. Unterstützung bekomme ich auch in dieser Hinsicht nicht. Die Ärzte wollen ihr versagen nicht eingestehen und schieben den schwarzen Peter wieder mir in die Schuhe. Mir wird praktisch keine Hilfe mehr zu teil.
Ich muss nun mit meinen kaputten kranken Körper und Seele die Sache ausbaden. Woher soll ich den noch Hoffnung schöpfen. Warum sollte ich nicht Schluss machen. Das Leben, mein Leben ist nicht schön. Keinen Augenblick ist mein leben schön. Es gibt keinen Augenblick für den es sich noch lohnt zu leben. Es hört nicht auf zu regnen und das schon viel zu lange. Ich baue mir meine eigene Hoffnung. Und diese Hoffnung würden die Ärzte am liebsten auch noch kaputt machen. Von mir wird verlangt glücklich mit meiner Erwerbsminderungsrente zu sein und endlich Ruhe geben. Meine großen körperlichen Beschwerden interessieren doch schon keinen Arzt mehr. Bei mir vergessen die Ärzte ihren hypokratischen Eid. Es lebe die Gesundheitsreform.

Jetzt kommt das was ich an eine Transsexuelle aus der Selbsthilfegruppe geschrieben habe.
Dann werde ich jetzt das Schreiben beenden und ins Bett kriechen. Ich merke, dass ich nicht mehr vor Erschöpfung laufen kann. Meine Arme auf dem Schreibtisch haben bis jetzt mein Umfallen verhindert.

Zitat von Juliette Beitrag anzeigen
„Es ist glaube ich wichtig, sich nicht nur über das Geschlecht, sondern mehr über die eigene Persönlichkeit zu definieren“.
Wie Recht Du doch hast.

Doch woher kommt die Persönlichkeit?

Zitat von Sonora Beitrag anzeigen
An der Arbeit kommst du nicht vorbei, wenn es weitergehen soll. Komm, tritt dich in den Hintern und schreib immer mal ein paar Zeilen! Irgendwas fällt dir bestimmt ein!
Na ja, ich habe mich nicht in den Hindern getreten und habe ein wenig geschrieben. Der eigene Antrieb lässt mich schreiben.


Tschüß und liebe Grüße an Euch Alle und Danke sagt Jennifer Sonnenstrahl.

Das Word Sonnenstrahl hat positive Eigenschaften, welche ich spüre.


Hallo Franzi

Danke für Deine Nachricht und die Übersendung der Adresse.
Ich kann Deinen Satz: "Tu dir bitte selber den Gefallen und versuch mit einem Arzt klarzukommen." nicht interpretieren. Was meinst Du damit und warum schreibst Du mir dies. Ich frage Dich direkt danach, weil ich wissen will was Du Dir beim Schreiben dieses Satzes gedacht hast. Ich will für mich heraus bekommen was für einen Zweck dieser Satz für mich hat. Ich will herausbekommen wo ich selbst Fehler mache und was ich abändern kann. Dies geht aber nur, wenn ich weis was Du mit diesem Satz gemeint hast.
Ach die weiteren Sätze kann ich nicht verarbeiten. Da ist schon der nächste Satz: "Aber helfen lassen musst du dir von den Ärzten!" Noch so ein für mich unbegreiflicher Satz.
Was meinen heutigen Tagesablauf betrifft, so muss ich wegen meiner körperlichen Beschwerden und der großen Erschöpfung im Bett bleiben müssen. Ich will nicht im Bett bleiben, will aktiv sein. Doch kann ich meine Erkrankung nicht abschütteln. Ich habe mehrere körperliche Beschwerden. Eine einzige Beschwerde schon, das Mundbrennen (pelziges entzündungswahrnehmbares Empfinden, ekeliger bitterer Geschmack) hat mich seelisch zerstört. Ich leide unter großen Dauermundbrennen. Keine Minute bin ich schmerzfrei. Gestern habe ich mich trotz meiner körperlichen Beschwerden und den Erschöpfungszustand in den Garten bewegt und einige Dinge erledigt. Die Strafe folgt auf den Fuß - die heutige Totalerschöpfung und Schmerzerhöhung.
Ich habe fünf positive Gutachten von verschiedenen Psychologen wegen der Transsexualität. Ich brauchte und wollte bei der Gutachtenerstellung nicht schwindeln und irgendwelche Märchen erzählen. Ich bin nach meinen Gefühlen gegangen und bin bei der Wahrheit geblieben. Die Gutachtenbefragungen haben bei mir jeweils mehrere Stunden gedauert. Ich konnte sehr viel auf die gestellten Fragen antworten. Konnte sehr viel über meine Vergangenheit, weibliche Empfindungen und Wünsche berichten. Mir wurde da schon richtig auf den Zahn gefühlt.
Immer wieder wurde mir auch gesagt, dass meine körperlichen Beschwerden von der Unterdrückung der Transsexualität her rühren. Das Ungleichgewicht meines Aussehens und der Realität körperlich männlich zu sein soll weiter meine Beschwerden erhöhen. Mir wird auch gesagt, dass es mir nach der Geschlechtsangleichenden Operation besser gehen wird. Der Antrag zur geschlechtlichen Operation ist schon lange eingereicht.
Doch nun sagt mir meine Psychiaterin, dass ich gar nicht transsexuell bin. Transsexuelle benehmen sich anders und brechen auch keine Hormontherapie ab. Sagt mir dass ich mit der Transsexualität eine Art des Exhibitionismus ausübe. Also mir Damensachen anziehe um andere Leute zu provozieren, um aufzufallen. Ein Schauspiel aus der Transsexualität mache. Wenn Du nun schreibst: "Tu dir bitte selber den Gefallen und versuch mit einem Arzt klarzukommen" dann würde es bedeuten der Psychiaterin nicht zu widersprechen. Dies würde bedeuten keine Damensachen mehr anzuziehen und wieder als Mann zu leben. Das heißt im Klartext, alle Gutachten wären falsch. Bei aller Härte mit meiner Erkrankung und dem Transsexualismus schaffe ich es nicht zurück in die Männerwelt. Ich weis nicht warum ich mich nicht als Mann definieren kann. Ich fühle mich nun mal nicht als Mann.
Weiter meint meine Psychiaterin, dass ich schon vor der ersten psychosomatischen Klinik an Depressionen gelitten habe. Soll ich ja sagen, um nicht zu widersprechen. Ich habe nun mal nicht an Depressionen gelitten. Mein seelischer Zerfall fing in den Psychokliniken an. Da wurde meine Psyche auseinander genommen. Hohe körperliche Beschwerden und immer wieder die schlechte Nachricht, dass mir nicht geholfen werden kann, hat mich seelisch zerstört. Die Psychologen haben es aber versäumt meine Psyche wieder zusammen zu setzen. Jetzt habe ich depressive Episoden und Ängste der Oberklasse. Ängste weil ich alles in Bewegung gesetzt habe, um meine körperlichen Beschwerden zu lindern und die Ursachen der körperlichen Erkrankung zu erkennen. Ich habe auf der körperliche Ebene gesucht, habe auf der psychischen Ebene gesucht, habe mich nicht gegen Psychotherapien gestellt. Es gab nur Fehlschläge. Nichts aber auch nichts aus der psychischen Richtung hat meine Beschwerden beeinflussen können. Jetzt da ich nun psychisch krank geworden bin, auch da hat es keine Auswirkungen auf meine körperliche Erkrankung. Die Mundschmerzen / Mundbrennen reagieren überhaupt nicht. Ich kann aber sagen, dass die psychischen, im Nachhinein entstandenen psychischen Beschwerden weitere körperliche Beschwerden nach sich ziehen. Jetzt bin ich krank durch meine körperliche Grunderkrankung und durch die psychische Belastung.
Wenn ich dies meiner Psychiaterin und Psychologin erzähle, so glauben diese mir nicht und sind ungehalten. Sie sind der Meinung, ich sage nicht die Wahrheit. Ich solle endlich mit der Wahrheit heraus rücken. Ich solle endlich sagen warum ich Mundschmerzen /Mundbrennen habe. Die ganz konkrete Frage: "Wofür stehen ihre Mundbeschwerden". Ich kann diese Frage nicht beantworten. Ich weis die Antwort nicht. Körperliche Ursachen darf ich nicht als Grund der Mundbeschwerden anbringen. Da werden die Psychotherapeuten sehr schlecht und lassen es mir gewaltig spüren.
Ich soll sagen was ich für seelische Beschwerden habe und diese dann mit Hilfe der Psychiaterin und Psychologin versuchen abzustellen. Die körperlichen Beschwerden werden als Schmerzwahnvorstellungen hingestellt. Ich habe also gar keine Schmerzen und bin nur psychisch krank. Mir ist es egal wie die Erkrankung heißt. Ich suche nach Lösungen für meine körperliche und seelische Erkrankung.
Was meinen Tagesablauf angeht, so mache ich immer noch Dinge an denen ich mich erfreuen sollte. Die permanent auf meine Seele drückenden Mundbeschwerden lassen mich nicht entspannen und zur Ruhe kommen. Permanente Schmerzen zerlegen bei jeden Menschen die Seele. Heute hatte ich vor mal wieder in die Sauna zu gehen. Unter Menschen zu sein, doch mein Kräfteverlust zwingt mich jegliche Aktivität einzustellen. Bei mir ist seit langem nur schlechtes Wetter.
Weiter habe ich seelische Beschwerden bekommen, weil ich wegen der Transsexualität mein sicheres Zuhause, meine Eigentumswohnung, meine Lebenspartnerin, meine Familie, meine Freunde und Bekannte verloren habe. Die Eigentumswohnung habe ich selbst unter großen Anstrengungen umgebaut, eingerichtet und abbezahlt. Sie sollte meine Absicherung im Alter und bei eventueller Krankheit sein. Sie sollte mein eigenes Zuhause sein. Sie sollte ein gesichertes Zuhause für mich und meine Lebenspartnerin sein. Ich habe mich für den Fall einer unerwarteten Krankheit und Erwerbsunfähigkeit abgesichert. Doch war ich mir da zu sicher, dass ich abgesichert bin. Alle Anstrengungen mich abzusichern sind fehlgeschlagen. Ich bin zu leichtgläubig und habe nicht auf das Kleingedruckte geachtet.
Da ich nun mit meiner Erkrankung und den Verlust meiner Absicherung nicht zu recht komme, wünschte ich mir, dass ich nicht transsexuell wäre. Ich versuche mich von der Transsexualität zu befreien. Versuche vor der Transsexualität auszureisen. Bloß wohin? Wohin, in welches Geschlecht. Raus aus dem weiblichen Geschlecht. Rein in ein "kein Geschlecht". Was mich weiter beschäftigt sind meine sexuellen Neigungen - das Grundbedürfnis jedes Lebewesen. Wo sind meine sexuellen Neigungen, wo sind meine sexuellen Phantasien. Ich habe keine sexuellen Neigungen, habe keine sexuellen Phantasien. Damit verstoße ich gegen das Grundprinzip des Lebens.
In meinem früheren Leben habe ich doch schon ein gutes Sexualverhältnis gehabt. Ich kann sagen, dass mir der Sex als Mann mit meiner Lebenspartnerin richtig toll Spaß gemacht hat und ich mit meiner Lebenspartnerin sehr viele sexuelle Höhepunkte gehabt habe. Also was in Gottes Namen hat mich geritten, dies alles aufzugeben. Was hat mich dazu getrieben in die Welt der Frauen vorzudringen.
Mein immer mehr gestiegenen körperlichen Beschwerden und die Sucht nach Damenbekleidung. Die Sucht so zu sein wie eine richtige Frau. Die Sucht schon als Mädchen auf die Welt gekommen zu sein.
Hier habe ich schon wieder ein Problem. Bei allen heute zur Verfügung stehenden Maßnahmen der Angleichung in unserem Fall zur Frau, werden wir niemals so sein wie eine geborene Frau. Wir werden immer für die Öffentlichkeit sichtbar als Anders angesehen werden. Dieses anders angesehen werden bringt für mich weitere große Probleme - die Einsamkeit. Viele der Transsexuellen leiden an der Vereinsamung. Ich leide an Vereinsamung. Gegensteuern versuche ich andauernd. Doch wie soll und kann ich gegensteuern wenn mich zusätzlich Unertragbahre körperliche Beschwerden den Boden unter den Füßen weg ziehen. Ich merke ja schon, dass ich in den Selbsthilfegruppen nicht mehr willkommen bin. Mir ist ganz klar gesagt worden nicht mehr zu kommen. Ein Effekt aus der Natur. Kranke Lebewesen werden immer ausgestoßen.
Jetzt noch ein paar Sätze zur Psychiatrie. Hier kann ich durch meine Erfahrung in den Psychiatrien wirklich mitreden. Psychiatrien behandeln keine körperlichen Erkrankungen. Psychiatrien sind ganz klar auf die Behandlung der Psyche ausgerichtet. Körperliche Erkrankungen werden in den Psychiatrien und psychosomatischen Kliniken nicht behandelt und werden so weit es geht unter den Tisch gekehrt. Die betrifft nicht nur meine Person. Es ist mit allen Patienten dasselbe Spiel. Psychiatrien und die dort behandelnden Ärzte sind gar nicht in der Lage körperliche Beschwerden zu behandeln. Dazu sind die Ärzte und Psychiatrien nicht ausgerichtet. Auch meine Psychiaterin und Psychologin will nichts von meinen körperlichen Beschwerden wissen. Sie wollen die Psyche behandeln. Praktisch habe ich seit Jahren keine Behandlung und Ursachenforschung nach meinen körperlichen Beschwerden.
In den Psychiatrien habe ich noch einen ganz großen Nachteil. Schmerzmittel und Beruhigungsmittel werden so gut wie nicht verabreicht. Psychopharmaka, Antidepressiva, Neuroleptika sind die Medikamente. Ich nehme seit Jahren, das heißt seit der ersten psychosomatischen Klinik, die ganze Palette dieser Medikamente ein. leider bei mir ohne jegliche Besserung. Auch jetzt nehme ich Antidepressiva in hohen Dosen ein. Keine positive Wirkung, aber dafür geht meine Leber den Bach hinunter.
Wegen meiner körperlichen Beschwerden ist sogar die Hormontherapie eingestellt worden. Jetzt wird mir vorgeworfen, dass ich keine Hormontherapie haben möchte. Mal sehen ob ich die Hormontherapie wieder an anderer Stelle ankurbeln kann. Da stellt sich schon wieder die Frage, warum möchte ich die Hormontherapie?
Weil ich gerade bei Vorwürfen bin. Mir wird auch die Schuld an den erfolglosen Psychotherapien gegeben. An den Kliniken kann es nicht liegen, an den Psychiatern und Psychologen kann es nicht liegen. Es liegt also bei mir. So wird es auch knallhart mir gesagt. Aus diesen Gründen wird mir jegliche stationäre Behandlung in Psychiatrien verweigert. Auch die ambulante Psychotherapie wird in meinem Fall nicht weiter geführt. Ich stehe praktisch auch ohne jegliche Psychotherapie da. Ich bin sehr offen für psychotherapeutische Maßnahmen. Da ich nun psychisch krank geworden bin, brauche ich nun psychotherapeutische Maßnahmen. Auch versuche ich andere Behandlungen zu bekommen. Schmerztherapie und Zahnsanierung. Da stoße ich auf völlige Ablehnung. Mehrere Anträge bei verschiedenen Kliniken werden abgewiesen. Grund hierfür ist nicht zuletzt die Tatsache, dass ich volle Erwerbsminderungsrente bekomme. Damit bin ich abgeharkt. Falls Du mir nicht glaubst, ich habe schriftlich mehrere Absagen in meinen Unterlagen.
Von meiner Psychiaterin und Psychologin werde ich immer wieder aufgefordert in den Selbsthilfegruppen über meine Probleme zu reden. Ich tue es und ernte Misskunst.
Ein Problem was ich auch noch habe und ich noch nicht geklärt habe, ist die Finanzierung wegen der Gesichtsharrentfernung. Einen ganz klaren Rat konnte ich von Euch nicht bekommen. Ich begleiche meine Rechnungen aus eigener Tasche. Wer macht zurzeit eine Harrentfernung als Kassenpatient und wer geht wo hin?
Mit Altscherbitz werde ich Kontakt aufnehmen und anfragen was diese Klinik für mich tun kann. Es ist für mich nicht förderlich mich nur einsperren zu lassen. Ich muss erst ein Behandlungskonzept mit dieser Klinik ausarbeiten. Dies ist ein schwieriges Unterfangen. Denn aus eigener Erfahrung weiß ich dass die behandelnden Ärzte nicht immer die Wahrheit sagen. Ein ganz großes Problem ist auch die Machtausübung des Personals in den Psychiatrien. Sobald die Türen hinter einem zu gehen, ist man vollkommen entmündigt und dem Personal völlig ausgeliefert. Zudem sind die Ärzte sehr überlastet. Das weitere Personal behandelt alle Patienten als gleich psychisch krank, nicht zurechnungsfähig, als verrückt. Die Folge der vollkommenen Entmündigung in den Psychiatrien. Nach jahrelanger Selbsterfahrung weis ich von was ich rede. Eine psychische Erkrankung konnte bei mir auch nicht festgestellt werden. Die Diagnose hat sich von Depressionen und schweren Somatisierungsstörungen in die Diagnose: schwere Somatisierungsstörungen - nicht mehr behandelbar - austherapiert - Leberschäden, depressive Episoden, geändert. Depressive Episoden ist nicht gleich zustellen mit der Diagnose Depressionen. Ich sag's noch mal. Egal wie die Diagnose lautet, ich habe große körperliche Beschwerden welche mich seelisch immer weiter zerstören. So muss ich wegen meines Selbsterhaltungstriebs weiter nach Möglichkeiten der Ursachenforschung und Behandlung suchen. So ist mir ein Leben versagt.
Aus dem was ich hier schreibe, könnte so mancher Leser falsche Schlüsse ziehen. So was wie Paranoid, Wahnvorstellungen und sonnst welche psychischen Erkrankungen. Leider ist dass was ich hier schreibe wirklich wahr.
"Gib dir unbedingt den Ruck und versuche mit irgendeinem Arzt klarzukommen -
dabei kann dir leider niemand helfen." Noch so eine Aussage von Dir. Was glaubst Du was ich versuche?
Jetzt muss ich Schluss machen, denn mein Kräftehaushalt ist erschöpft. Ich bin auch geistig überlastet. Mir qualmt der Kopf. Die Mundbeschwerden raffen mich hin. Ich muss wieder ins Bett. Ablenkung mit Deinen unten genanten Vorschlägen ist meistens nicht drin. Krankheitsgefühl und Erschöpfung.
Wie Du selbst bemerkt hast, war ich mehr teilnahmslos bei der letzten Selbsthilfegruppe. Fragst Du Dich auch mal warum. Hast Du nicht gesehen, dass ich erschöpft bin und mir das Lachen vergangen ist.
Antworte mir bitte auf diese Nachricht. Ich bin an allen Meinungen interessiert.
Noch eine ganz persönliche Frage. Ich habe Dich schon mal danach gefragt.
"Glaub ja nicht, mir geht es immer so superklassetoll - ich hab auch riesig
Probleme."
Warum sprichst Du nicht über Deine Probleme?
Es scheint auch so, als hätten alle in der Selbsthilfegruppe keine Probleme.
Über wirkliche Probleme wird doch gar nicht gesprochen.
Über organisatorische Dinge wird oberflächlich geredet.
Jetzt ist aber Schluss, ich falle gleich unter den Tisch.


Liebe Grüße von Jennifer Sonnenstrahl


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