Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?

28.03.09 23:54 #1
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krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche

Speedy Gonzales ist offline
Beiträge: 11
Seit: 21.09.09
Hello Jenni,
auf grund besserer einsicht geloescht
gute besserung

Geändert von Speedy Gonzales (24.09.09 um 16:39 Uhr)

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche

Dani ist offline
Themenstarter Beiträge: 457
Seit: 20.03.09
Hallo,

Wieder ist eine Nacht vorbei und ich habe sehr schlecht geschlafen. Ich unterliege stark dem Neurostress. Dieser Stress ist in den letzten Wochen sehr gestiegen.
Ich habe das Gefühl mein ganzes Leben zerstört zu haben. Ich sitze hier und schreie vor körperlichen und seelischen Schmerz. Am liebsten würde ich die ganzen Damenbekleidung einpacken und wieder als Mann leben. Mein körperliches Problem würde sich dadurch auch nicht lösen. Ich habe als Mann gelebt und meine körperlichen Schmerzen, die andauernden Bauchschmerzen, die dann aufgetretenen Mundschmerzen und der hohe Kräfteverlust sind ohne Tabletten entstanden. Die Ursache der Beschwerden liegt wahrscheinlich ganz wo anders. Psychisch war ich weder depressiv und hatte auch keine sonstigen psychischen Beschwerden. Die Colitis Ulcerosa mit ihren massiven jahrelangen Auswirkungen hatte aber ganz schön Druck auf meine Psyche. Genau was jetzt mir finanziell passiert, hatte mich durch die Krankheit jahrelang belastet. Ich war heilfroh, dass meine Lebenspartnerin zu mir gehalten hatte und mich sehr gut pflegte. Erst als ich wegen der anhaltenden Bauchschmerzen in die Psychoklinik musste, bekann mein psychischer Zerfall. Immer wieder bekam ich zu hören, dass mir nicht zu helfen ist, wenn ich nicht sage was mich belastet. Die Tatsache dass mich meine Bauchschmerzen belasten und ich Angst vor dem Arbeitsplatzverlust habe, ließen die Therapeuten nicht zu. Meine Psyche ist in der ersten Psychoklinik den Bach runter gegangen. Meine Mundbeschwerden stiegen an. Allein schon durch die Einnahme von Amitriptylin. In der vierten Woche bin ich von allen Therapien ausgeschlossen worden. Ich konnte durch die hohen Mundbeschwerden nicht mehr sprechen. Dies wurde als Therapieverweigerung angesehen. Die Strafe war: Die nächsten 6 1/2 Wochen Einzelbeschäftigung. (Einzelhaft)
Meiner Psyche hat dies überhaupt nicht gut getan. Keine Fortschritte machte ich in dieser Klinik und ich bekam es andauernd zu spüren. Nervliche psychische Belastung, der ich nicht standgehalten habe. Erst am Ende, kurz vor der Entlassung (Rausschmiss) fing ich von sexuellen Problemen an zu erzählen. In dieser Phase konnte ich in sonst eine Ecke gedrückt werden. Ich hielt es für das Beste und wahrscheinlichste in die Transsexualität zu gehen. Die Schwierigkeiten welche da auf mich zu kommen, habe ich weder gesehen noch erwartet. Ich wollte einfach meine Beschwerden loswerden. Ich bin wie besessen auf die Transsexualität zugerast. Sollte es doch alle meine Probleme lösen. Freudestrahlend habe ich von meiner Transsexualität meiner Lebenspartnerin erzählt. Ich glaubte ernsthaft, dass dies keine Auswirkungen auf meine Beziehung hat. Ich habe ihren Schock, ihre Angst, nicht gesehen. Ich glaubte an unsere unzerbrechliche Liebe. Ich dachte sogar, dass sie sich darüber freut, dass endlich was gefunden wurde, was mir hilft. Meine Psyche war nach dem Aufenthalt in dieser Klinik völlig durcheinander. Immer wieder habe ich versucht nun psychische Hilfe zu bekommen. Ich habe mich in eine Richtung bewegt, welche mir, wie ich nun weis, nicht gut getan hat. Umkehren heißt jetzt die Devise. Aber leider bekomme ich dadurch meine Beschwerden auch nicht mehr weg. Ihr seht, dass ich mich hin und her schubsen lasse. Immer öfter bekam ich zu hören, dass meine Beschwerden von der Nichtvollkommenheit als Frau herrühren. Ich solle endlich die Operation durchführen, dann würden meine Beschwerden zurück gehen. Jetzt habe ich die Notbremse gezogen. Habe die Hormontherapie abgesetzt und habe auch nicht mehr vor, die geschlechtsangleichende Operation durchzuführen.
Ich kann jetzt nicht mehr weiter schreiben, ich falle vor Schmerzen und Kräfteentzug gleich unter den Tisch.

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche

Hexe ist offline
Beiträge: 3.844
Seit: 13.07.07
Hallo Sonnenstrahl,

du hast viel nachgedacht und in dich geschaut, die letzte Zeit.
Lass deine Erkenntnisse die du dabei gewinnst langsam reifen.
Du sagst du hast dich, wegend deiner Beschwerden, in die Transexualität gestürzt, wolltest, dass dies die Lösung ist.
Nun gib dir doch auch die Zeit, dies in dir erst mal Fuß fassen zu lassen, dir darüber sicher zu werden.

Denn eines ist meiner Meinung nach Fakt: ob du nun als Mann oder als Frau lebst, du bist du. Und das bedeutet eben auch, deine Probleme werden sich nicht in Nichts auflösen wenn du versuchst deine "Identität" zu wechseln. Die wechseln dann nämlich mit dir.
Darum denke ich es wäre zuerst einmal wichtig zu schauen diesen Menschen, diesen Sonnenstrahl, so zu stärken, seelisch und körperlich, dass der Sonnenstrahl auch wieder weiss was er eigentlich wirklich möchte. Ohne Druck, ohne Not zu entscheiden. Weisst du was ich meine?

Ich bleibe hartnäckig (sorry) und bitte dich: fang an uns täglich aufzuschreiben was du über den Tag verteilt gegessen hast. Nimm diesbezüglich ein paar gute Tips an und setze sie um.
Mache täglich diese Übung die Leòn hier vorstellt: http://www.symptome.ch/vbboard/erleb...eis-kraft.html
und gehe täglich eine halbe Stunde raus. Hast du die Möglichkeit in der STille der Natur, ohne viel Trubel, unterwegs zu sein? Ein Park, oder einen Wald vor der Haustüre?
Und versuche dir deine Wohnung ein klein wenig heimelig zu machen. Höre dort schöne Musik, kuschle dich in eine warme Decke und mach dir einen leckeren Tee, zünde dabei ein paar Kerzen an. Bereite dir abends, wenn es beginnt dunkel zu werden, ein paar schöne Dinge zu, mach es wie wenn du ein ganz ganz lieber Besuch für dich wärst der zu dir kommt. Da würdest du auch alles machen damit er sich wohlfühlt.

So würdest du, mit jedem Tag ein wenig mehr, an Boden und Stabilität gewinnen, denke ich. Und dann können wir gemeinsam weiter schauen.


liebe Grüße von hexe

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche

Sonora ist offline
Beiträge: 3.017
Seit: 10.09.08
Ihr seht, dass ich mich hin und her schubsen lasse.
Hallo, mein Sonnenstrahl!

Genau das fühle ich ganz stark in deinen Worten, die ganze Zeit über! Du wirst hin und her geschubst, auch in deinen Gefühlen und Gedanken. Darum brauchst du Zeit und auch Menschen, die versuchen, dir zu helfen, DICH SELBST zu finden.

Ich habe die Zeilen von Speedy Gonzales aufmerksam gelesen. Ich bin mir sicher, er will dir aus ehrlichem Herzen helfen. Aber ich habe dort das starke Gefühl, dass es um eine "Botschaft" geht. Sicherlich kann er damit vielen helfen, bei denen es SICHER ist, was los ist. Nur, das ist es bei dir nicht. Um dir zu helfen, muss man sich selber ganz zurücknehmen und sich auf dich und deine Gedanken und Gefühle einlassen, hinhören, was du sagst, auch zwischen den Zeilen.

Du bist nichts, womit man sich eine Kerbe am Revolver verdienen kann. Es geht nicht darum, dich in die Transsexualität zu drängen, sondern dich zu bestärken, deinen eigenen Weg zu gehen. Wenn das die Transsexualität ist, dann gut. Dann ist das der Weg, wo dich hier bestimmt alle von Herzen unterstützen. Aber wenn es nicht der Weg ist, dann werden wir dir auch helfen, wieder zurück in das andere Leben zu finden. Wichtig bist DU, nicht das, was wir für uns selber oder eine Schwester oder sonstwen für richtig erkannt haben. Was DU brauchst, DAS müssen wir rausfinden. Dich in die Transsexualität zu drängen, ist im Moment das Schlimmste, was dir passieren kann.

Und das deutsche System kann sicher nicht für uns hier im Forum gelten. Wir haben dich von Anfang an unterstützt, als du dich hier vorgestellt hast. Wir haben dich angenommen, so wie du in dem Moment warst. Alles andere hat sich entwickelt. Die Fragen der Gesundheit, deine Verzweiflung, dein Zweifel an deinen Entscheidungen – wir sind den Weg MIT DIR gegangen, die Richtung hast DU vorgegeben.

Mir ist im Grunde nicht wirklich klar, um was es Speedy Gonzales eigentlich geht. Es kommt mir vor wie ein Rettungsfeldzug für alle Transsexuellen. Das finde ich auch gut. Aber wenn es jemanden in eine bestimmte Richtung zwingen soll, dann werde ich sehr hellhörig. Du gehörst in keine Schublade, auch nicht in die von Speedy Gonzales.

Bitte nimm dir Zeit, arbeite alles mit uns durch, auch mit der Hilfe von Speedy Gonzales, aber lass dir von nichts und niemandem irgendwas einreden. Zu sagen, die Welt ist so oder so oder du bist so oder so, das ist leicht. Aber jemandem zu helfen, die für IHN richtige Richtung zu finden, das ist schwer. Es ist leicht, zu sagen, ich kenne diesen oder jenen Weg und für dich ist er auch der richtige. Aber denk dran, wer alles am Ende ausbaden muss, das bist DU! DU allein musst alle Konsequenzen tragen, du allein steckst fest in dem, worin du jetzt steckst. DU allein fühlst all die Verzweiflung in dir. Niemand, wirklich niemand darf dir je wieder erzählen, was richtig für dich ist.

Fühl dich ganz doll umarmt!

Liebe Grüße
Sonora

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche

Dani ist offline
Themenstarter Beiträge: 457
Seit: 20.03.09
Ich bin noch mal da

Nun seht Ihr, dass mich meine Krankheit aus dem Gleichgewicht gebracht hat. Ich bin durch meine Krankheit restlos psychisch zerstört, Wechsle meine geschlechtliche Identität andauernd. Der totale Zusammenbruch steht bevor. Falls ich nicht mehr schreibe, dann ist es weil ich nicht mehr an diesen PC rankomme. (Krankenhaus, Psychiatrie, Suizid)
Meine Marianne hatte sich sehr um mich gekümmert. Sie war die Stütze in meinem Leben. Diese Stütze habe ich selbst zerstört. Egal ob ich die Wahl hatte oder nicht, ich habe meine Stütze zerstört. Marianne konnte zwar meine körperlichen Beschwerden nicht beseitigen, aber sie hätte mich in vielen Dingen unterstützen können. Ich brauche hier bei mir Unterstützung. Diese Unterstützung, so gern ich diese von Euch annehmen möchte, gelingt es mir nicht diese Dinge in meiner Seele zu integrieren. Schon beim Aufwachen wie jeden Tag, ich merke dass ich nicht gesund bin, merke meine Mundbeschwerden, merke wie heute meine Bauchbeschwerden, merke meine körperliche Schwäche. Dies ergibt einen psychischen Stress welchem ich nicht gewachsen bin. Im Übrigen fällt mir gerade ein, dass ich diesen psychischen Stress auch schon lange in der Wohnung meiner Lebenspartnerin stark gespürt habe. Ich bin also schon da mit meiner Psyche nicht zu gekommen. Körperlich konnte ich ja auch schon da nicht mehr viel leisten. Warum jammere ich jetzt so. Weil ich meine Wohnung nicht sauber halten kann. Weil ich die Post nicht aus den Briefkasten holen kann, wenn ich wieder in einer Klinik bin, weil ich Probleme mit der Essenszubereitung habe. Weil niemand aus meiner Verwandschaft und Freunde nach mir schaut. Weil ich keine Erleichterung meiner Beschwerden in den Kliniken erhoffen kann. Weil ich jetzt ein nutzloser Mann bin.
Bei dem Schreiben des "Mann" in der vorigen Zeile, habe ich unmittelbar komische Gefühlsprobleme. Irgendwas weigert sich dieses Wort zu schreiben. Auch bin ich nicht in der Lage mein Profil in ein männliches Profil abzuändern. Da sträubt sich was dagegen.
Ich versuche dahinter zu schauen, was es ist, was mich irritiert.
Jetzt habe ich mich angezogen, die einzige männliche Bekleidung in diesem Haushalt. Warum kann ich nicht einfach über meinen Schatten springen und die Transsexualität abharken.
Das Tilidin wirkt langsam und meine körperlichen Beschwerden lassen ein bisschen nach.
Wieder Auswirkungen auf meine Psyche. Mich treiben die körperlichen Beschwerden in den Wahnsinn.
Mir ist mitgeteilt worden, dass ich mich nur für eine Seite entscheiden kann, Nicht in der Öffentlichkeit andauernd die Identität wechseln. Damit kann die Öffentlichkeit nichts anfangen. Zudem werde ich dann zusätzlich in die Psychoecke gedrückt.
Ich kenne aus der Selbsthilfegruppe auch einige, die das gleiche Problem haben. Mal Mann mal Frau. Bei allen in der Selbsthilfegruppe ist die Transsexualität nach dem vierzigsten Lebensjahr ausgebrochen. Alle diese Transsexuellen hatten eine feste Beziehung, waren verheiratet. Alle diese Transsexuellen wollen eine Beziehung mit einer Frau. Alle dieser Transsexuellen haben Freunde, Familie und haben nicht so hohe körperliche Beschwerden.
Ich habe durch das Hören/sagen aber auch noch sehr große Schicksale erfahren. Einige Transsexuelle haben ebenfalls große körperliche Beschwerden und seelische Beschwerden dazu. Ist auch nicht mehr fähig ihr Leben selbst zu gestallten. Haben auch eine Betreuung. Wechseln auch öfters die Identität.
Die Gruppe der Transsexuellen über vierzig und sexuell weiblicher Ausrichtung (Lesbisch)ist die am schlimmsten seelisch und körperlich betroffene Gruppe.
Einige Transsexuelle, auch in der Selbsthilfegruppe, haben die Hormontherapie auch freiwillig abgebrochen. Und werden keine Operation durchführen lassen.
Es gibt ein Gesetzmäßigkeit, welche für jeden Transsexuellen/ Transsexuelle zutrifft. Bleibt diese Person ohne Familiäre Unterstützung schafft der/die Transsexuelle die Umstellung nicht. Diese Regel ist kein Durchschnittswert. Es trifft auf jeden zu.
Der Neurostress ist von mir nicht zu bewältigen. In meinem Kopf haben sich die Mundbeschwerden als ewig ständig quälend fest eingebrannt. Ich kann keine Minute von diesen Beschwerden wegkommen. Mit Ablenkung ist da nichts mehr zu machen. Ich kann meine Wohnung nicht einrichten. Kann diese Wohnung nicht als meine Wohnung betrachten. Ich habe da und dort schon die Wohnung einigermaßen in einen Bewohnbaren Zustand versetzt. Habe Blumen auf den Tisch stehen. Habe meinen Fernseher und weitere Dinge, welche mich fröhlich machen müssten. Doch es klappt nicht. Ich müsste Überdosen von Tilidin einnehmen und größere Mengen von Beruhigungstabletten. Aber da sind meine Möglichkeiten sehr begrenzt. Ich würde auch noch mal in eine Psychoklinik gehen. Aber diese können mir auch nicht mehr helfen. Diese Kliniken haben das Ausmaß meiner körperlichen Erkrankung nicht erkannt. Haben alles auf die Psyche geschoben. Jetzt bin ich wirklich körperlich und psychisch krank.
Eine psychische Erkrankung ist nicht immer therapeutisch zu lindern. Bei Schmerzpatienten müssen erst die Schmerzen heruntergedrückt werden, damit eine Psychotherapie beim Patienten ankommen kann. Das ist keine Patentlösung, aber so eine Therapie hatte ich mir vorgestellt mal zu bekommen.
Das was Ihr mit Euren Ratschlägen macht, ist auch so was wie eine Psychotherapie. Ich komme nur nicht so rann, weil meine Psyche durch die hohen körperlichen Belastungen nicht so Aufnahmefähig ist. Es scheint für Euch so, als ob ich gar nicht von dem was Ihr schreibt annehmen kann. Es scheint nur so. Immerhin bin ich noch am Leben. Immerhin kann ich wie in diesen Augenblick meine Verworrenen Gedanken etwas entlasten.
Vorgestern habe ich versucht eine Arbeitsplatte im Baumarkt zu holen. Ich wollte damit meine Küche etwas aufbessern. Die Platte habe ich geholt. Sie liegt jetzt im Garten. Ich brauche unbedingt eine Spüle und einen Unterschrank für meinen Einbauherd. Leider bin ich wegen Kräftemangels nicht weiter vorwärts gekommen. Ich bin ja sogar wegen Kräfteverlust zu Fall gekommen und in der Notaufnahme gelandet. Jetzt könnte jemand sagen, dass ich solch schwere Arbeiten an Tagen machen sollte, in denen es mir besser geht. Diesen Tag hat es seit Jahren nicht gegeben. Ich muss also auch mit meiner körperlichen Schwäche mich aufraffen und Dinge tun. Langsam ist es mir egal ob ich in der Öffentlichkeit zusammen breche. Wer jetzt denkt, diese Zusammenbrüche habe ich nur in der Öffentlichkeit um Aufmerksamkeit zu erregen, der hat sich geirrt. Die vielen körperlichen Zusammenbrüche passieren auch bei der Gartenarbeit, passieren hier in der Wohnung, passieren im Auto, einige Zusammenbrüche haben einen Vorteil. Ich falle manchmal in die völlige Bewusstlosigkeit. Ich merke den Fall nicht, merke den Aufprall nicht, und kann mich nicht daran erinnern. Ich wache dann irgendwann wieder auf und bemerke meinen Sturz weil ich an unmöglichsten Stellen liege.
Auch jetzt muss ich wieder aufhören, denn meine Kräfte sind erschöpft.

Tschüßie Jennifer Sonnenstrahl.

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche

Sonora ist offline
Beiträge: 3.017
Seit: 10.09.08
Lieber Sonnenstrahl!

Es ist völlig egal, wie du dich anziehst! Wenn die Bevölkerung nicht damit klarkommt, dann soll sie! Zur Not ziehst du irgendwann um, wenn du weißt, was los ist! Das kann dich doch nicht kratzen! Die Leute reden immer! Du bist jetzt auf dem Selbstfindungstrip. Da musst du durch. Lass dir nicht sagen, dass dieses oder jenes für dich in deiner Situation nicht richtig ist. Du bist ein Individuum. Bei dir ist nichts so wie bei anderen. Dein Leben unterscheidet sich von allen anderen.

Wenn du im Moment nicht MANN schreiben kannst, dann ist es halt so. Du bist ja auch gerade wieder sehr verunsichert worden. Und im Moment bist du halt wie ein Blatt im Wind, das der Sturm hierhin und dorthin treibt. Wir werden dich festhalten, so gut wir können, damit du nicht zu weit fortgetrieben wirst.

Aber denk dran: KEINER weiß, WARUM du Probleme damit hast, das Wort auszusprechen oder zu schreiben!!! Es kann sehr viele Gründe dafür geben. Die leichtesten Begründungen hast du ja schon bei den Therapien hinter dir. Die haben es sich leicht gemacht. Kannst du nicht Mann schreiben, willst du Frau sein! Bäääähhh!!! Wie armselig!!! Wir wollen uns mit solchen pseudo-psychologischen Erklärungen nicht zufrieden geben! Lass uns warten, bis du die WAHRE Antwort gefunden hast! Es kann ja sein, dass tatsächlich das der Grund ist, aber es MUSS nicht!!! Wir waren ja gerade dabei, anzufangen, die Kindheit aufzuarbeiten. Was da zum Vorschein kommt, wissen wir noch gar nicht. Der Weg wird für dich steinig und schwer, das weiß ich. Aber du wirst es schaffen, DA BIN ich mir sicher!!!

Dass du dir eine Kochplatte gekauft hat, ist riesig gut! Dass du mit allem nicht klarkommst, kann ich gut verstehen. Mir geht es auch nicht gut und ich habe abends Probleme, auch nur die Blumen zu gießen. Zu allem muss ich mich zwingen und auch meine Wohnung war früher sauberer. Die Kräfte fehlen einfach. Man macht das Nötigste und fällt dann in die Wagerechte. Na und? Das Teil ist da, das ist die halbe Miete. Morgen, übermorgen, da hast du genügend Auftrieb, das Ding anzuschließen, dann steht es da, damit ist zum Kochen wieder eine Hürde weniger da. Ich finde es toll, wie du trotz der wenigen Kräfte immer wieder was angehst.

Ich bin die ganze Zeit sicher gewesen, dass keine Worte, die dir jemand geschrieben hat, umsonst waren. Ich weiß, dass du alles in dich aufgenommen hast. Lass es in dir arbeiten! Das kommst schon!

Und eins will ich dir sagen: Du bist kein nutzloser Mann!!! Du bist ein Mensch, der in echten Problemen sitzt. Was du im Moment leistest, das ist Schwerstarbeit!!! Das soll dir erstmal einer nachmachen! Du kämpfst, um nicht unterzugehen, du kämpfst, um auf die Beine zu kommen, du kämpfst, damit du wieder heil wirst, du kämpfst gegen deine Beschwerden an. Du bist echt tapfer und gar nicht nutzlos!

Gib dir Zeit! Du WIRST deinen Weg finden! Schritt für Schritt!

Machs gut erstmal!

Liebe Grüße
Sonora

Geändert von Sonora (24.09.09 um 15:54 Uhr)

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche

Brumm ist offline
Beiträge: 563
Seit: 06.02.09
Hallo Jennifrau

Ich habe sehr sehr viel gleiche Beschwerden durchgemacht...

Mundgeruch wie toter Vogel...

Tote Zähne entfernen lassen...rausreissen..obwohl am Röntgenbild nichts zu sehen war...dies geschah, weil der Körper keine Entzündung wegen Amalgam mehr bilden kann...der Eiter-Erreger geht ins Blut, und kommt als Pickel an verschiedenen Körperstellen heraus...)

Immer am kränkeln...beim kleinsten Windzug eine Erkältung...


Das waren die gammelnden Zahnwurzeln.... !!!

Zum Glück habe ich Metall im Mund abgelehnt, denn die Goldzähne "ziehen" wie ein Magnet das freigewordene Quecksilber an...ich würde
wetten, dass unter dem Gold sich ein Tropfen Quecksilber gebildet hat..
Wieder kann man die mit den Schätzeisen von Röntgenapparaten nicht sehen...

Weiterhin verhindert eine dauernde Strahlenbelastung durch gepulster Strahlung die Entgiftung des Körpers... Handy-Funkturm, DECT-Telefon und WLAN über Nacht in der Einschlaffphase....

Die Folge: Alkohol vom Vortag war viel viel länger eine Belastung, der typische Kater, obwohl es nur 1 Bier war...

Eine Lösung war: Der schweineteure Baldachin mit Silberfäden übers Bett gehängt, über Nacht...damit die Strahlen draussen bleiben...bereits nach 5 Stunden Schlaf im Baldachin fühlte ich mich wieder jung.....

Die Kraftlosigkeit verschwindet bereits am nächsten Morgen...!

Alles Gute...

Grüßle
Peter
...der den Überweisungsschein zum Spycho-Onkel bereits in der Hand hielt, ihn aber wieder zurückgab, den Baldachin kaufte....
__________________
RxTx.

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche

alibiorangerl ist offline
Beiträge: 8.950
Seit: 09.09.08
wuhu ;-)
Zitat von Brumm Beitrag anzeigen
...

Eine Lösung war: Der schweineteure Baldachin mit Silberfäden übers Bett gehängt, über Nacht...damit die Strahlen draussen bleiben...bereits nach 5 Stunden Schlaf im Baldachin fühlte ich mich wieder jung.....

Die Kraftlosigkeit verschwindet bereits am nächsten Morgen...!
... den Baldachin kaufte....
wo hattest du denn DEN her? muss es silber sein - funktioniert nicht anderes (billigeres) metall auch?!
__________________
» Optimismus ist nur ein Mangel an Information. « – Heiner Müller

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche

Brumm ist offline
Beiträge: 563
Seit: 06.02.09
Hallo alibiorangerl

Hier noch ein Link zum Eigenversuch

gleich gibts die Antworten über den link....oben geklickt...

Grüßle
Peter
__________________
RxTx.

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche

Sonora ist offline
Beiträge: 3.017
Seit: 10.09.08
Wer jetzt denkt, diese Zusammenbrüche habe ich nur in der Öffentlichkeit um Aufmerksamkeit zu erregen, der hat sich geirrt.
Nochmal ich!

Sag mal, hat dir das irgendwer gesagt? Das wäre ja wohl eine absolute Frechheit. Ich bin sicher, hier im Forum denkt so etwas niemand. Ich bin über diese Idee ganz platt.

Es tut mir so leid, dass du durch so viel Mist durchmusst! Aber du packst das!

Liebe Grüße
Sonora


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