Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?

28.03.09 23:54 #1
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Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?

Dani ist offline
Themenstarter Beiträge: 457
Seit: 20.03.09
Ich grüße Euch alle, besonders Dafi und Sonora.
Ich schreibe einen neuen Bericht und weis nicht warum.
Jennifer macht jetzt was, was nicht in Ordnung ist. Seit Tagen hat Jennifer wegen der hoffnungslosen Lage schwere Depressionen. Sie liegt fast nur noch im Bett und weint den ganzen Tag. Mit Tavor, Tilidin und Antidepressiva versucht sie dagegen anzugehen. Sie war beim Hausarzt, in der Notaufnahme und drei mal in der Psychiatrie vorstellig. Dabei ist Jennifer gerade mal drei Wochen aus der Psychiatrie raus.
Drei Monate war Jennifer in der geschlossenen Psychiatrie und dann fünf Wochen auf der Station für Schizophrenie. Es verging kein Tag, an dem Jennifer nicht geweint hat. Dann ist Jennifer entlassen worden. Jennifer wollte ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen. War sogar beim Arbeitgeber um ab 01.06.2012 wieder mit arbeiten anzufangen. Die Mundprobleme sind aber so hoch, dass ein Leben von Jennifer nicht möglich ist. Jetzt hat Jennifer noch kein Tavor eingenommen. Es kann sein, dass Jennifer vor Depressionen nicht mehr weis, was sie da eigentlich schreibt. Jennifer schreibt den Abschiedsbrief weil sie so ein Leben nicht mehr aushält. Sie hat Tötungspläne in ihrem Kopf. Weis wann, wo und wie sie das Leben beenden wird. Sie weis aber nicht mehr, was sie jetzt tut mit diesem Schreiben. Jennifer muss dringend das Tavor einnehmen.

Jennifer versucht jetzt zu Frühstücken und hofft dass das Tavor anschlägt. Seit Tagen weint Jennifer ununterbrochen und ihr ist ganz komisch.
Ich habe gesagt, dass ich Hilfe brauche, hier vor Ort. Ich habe hier vor Ort keine Hilfe bekommen und mich an Jemanden wenden, wenn’s mir so schlecht geht wie in den letzten Tagen, ist auch nicht möglich. Eine Betreuerin habe ich. Diese will mich in ein geschlossenes Heim für psychisch Kranke pressen. Wenn ich mir nicht das leben nehme, schafft sie das auch. Ich habe Erfahrungen in der geschlossenen Psychiatrie mit Heimen für psychisch Kranke und geschlossenen Heim für Psychisch Kranke gemacht. Einfach furchtbar für mich. In dem geschlossenen Heim waren sechs stark Schizophrene männliche Personen untergebracht. Ein Bett war noch frei. Für mich als Frau, als lesbische Frau, unzumutbar mit sechs männlichen Personen geschlossen bis zum Tode untergebracht zu sein. Ich fühl mich schon so nicht wohl, unter Männern gleich gar nicht. Ich kann die Männer nun mal nicht ab. Es gibt vereinzelte männliche Personen, welche für mich nicht so belastend sind und Freunde sein können. Aber untergebracht, mit Männern leben, das kann ich nicht.
In der Psychiatrie war ich immer auf Damenzimmern untergebracht, das war schon ganz hilfreich.
Ich leide neben den körperlichen Beschwerden an schlimmen Angstzuständen, Einsamkeitsängste, Zukunftsängste, Überlebensängste, Ängste mich umbringen zu müssen. Ängste, weil mir nicht mehr geholfen werden kann.
Von der geschlossenen Station bin ich auf die Station für Schizophrenie gekommen. Die Psycholeute wussten nicht wo hin mit mir. Auf die allgemeine offene Station konnte ich nicht, wegen der schlimmen Vorfälle im Sommer/Herbst 2011. Auf die Station für Angststörungen durfte ich nicht, da ich dafür zu krank bin. Auf die Station für Psychosomatik durfte ich nicht, weil ich dafür zu krank bin und die anderen Patienten stören würde. Auf die Depressionsstation durfte ich auch nicht, da ich zu depressiv und schmerzbehaftet bin. So war ich vier Monate in der Psychiatrie untergebracht, größtenteils in Sicherheitsverwahrung. Einen Behandlungsplan gab es nicht. Praktisch war ich nur da, damit ich nicht ganz so allein bin. Die körperlichen Untersuchungen wurden nur halbherzig gemacht und verliefen dann im Sand. So richtig wollte kein Psychiater was mit mir zu tun haben. Umsetzungsversuche in andere Psychokliniken wurden wegen meines schlechten Zustandes abgelehnt.
Die Diagnosen lauten: schwere somatoforme Störung und mittelgradige depressive Episode.
Für mich ist das keine mittelgradige depressive Episode. Für mich ist es eine schwere anhaltende ausgewachsene Depression.

Ich versuche selbst aus den Depressionen zu kommen. Raffe mich manchmal auf. So wie am Freitagabend. Da bin ich von Angst und Depressionen getrieben, und von einem innigen Verlangen nach Menschen, nach weiblichen Personen, zur Selbsthilfegruppe für lesbische Frauen gefahren. Die Gruppe ist für Junge lesbische Frauen gedacht. Ich wurde aber herzlichst in die Gruppe aufgenommen trotz meines eher fortgeschrittenen Alters.
Mir hat es auch dort gefallen, die Frauen waren alle richtig nett. Leider musste ich mit erhöhter Kraft gegen die Mundbeschwerden und der körperlichen Erschöpfung ankämpfen, so dass ich nicht ganz ich selbst sein konnte. Richtig gut ist, dass ich in erster Linie als Frau wahrgenommen werde und nicht als transsexuelle Frau. Bin ich überhaupt eine Transsexuelle? Oder doch eine Frau! Die Geschlechtsangleichende Op hat wohl dazu beigetragen, mich selbst besser als Frau wahrzunehmen. Es ist schön, eine Frau zu sein, und es ist schön, eine lesbische Frau zu sein.
Die Fahrt nach Leipzig und zurück hat mich sehr viel Kraft gekostet. Sonnabend um vier Uhr am Morgen bin ich vor unerträglichen Mundbeschwerden und weiteren körperlichen Beschwerden aufgewacht und kurz darauf in einen schlimmen Angst und Panikzustand geraten. Ich konnte mich nur noch mit Tavor zu knallen und ins Bett legen. Ich habe mich gewunden vor der körperlichen Belastung und der psychischen Belastung. Das stehe ich nicht durch. Deshalb bin ich des Lebens einfach Müde. So überlebe ich nicht.
In den nächsten Tagen habe ich viele Termine, wichtige Termine. Ein Grund gegen den drückenden Selbstmord anzugehen. Aber bei diesen körperlichen und psychischen Belastungen ist das ein Kampf den ich verlieren werde.
Manchmal gehe ich in die Sauna, in die Damensauna. Da fühle ich mich etwas geborgen. Da bin ich unter meines Gleichen. Da bin ich Frau unter Frauen und das ist schön. Durch die Sauna gehen auch die körperlichen Beschwerden runter und meine Seele erhohlt sich ein wenig. Das Glücksgefühl hält aber nicht an. Am nächsten Morgen werde ich wieder durch die Mundbeschwerden aus dem Schlaf gerissen und dann folgt die psychische Überlastung. Jetzt habe ich sogar Probleme in die gemischte Sauna zu gehen. Ich ziehe die Damensauna vor. Kontakte konnte ich zu den anderen Frauen nicht herstellen. Ich bin zu sehr mit meiner Krankheit beschäftigt und durch die Sauna die Beschwerden zu lindern. Mit einer Frau bin ich öfters ins Gespräch gekommen. Die Richtung in die die Gespräche gehen, ist nicht gut. Immer wieder drückt die körperliche und seelische Belastung durch.
Jetzt gehe ich wieder ins Bett, ich muss mich hin legen. Alles kommt zum Erliegen.


Jennifer Sonnenstrahl

Geändert von Dani (22.04.12 um 12:12 Uhr)

Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?

dafi ist offline
Beiträge: 73
Seit: 25.02.10
Hallo Jennifer !

Schön dass du dich gemeldet hast, denn wenn du längere Zeit nichts hören läßt, mache ich mir immer große Sorgen.

Hübsches Foto von Dir !!!!

Ich melde mich dann per pn bei dir !

Bis bald mein Sonnenstrahl !

dafi

Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?

Oregano ist offline
Beiträge: 63.718
Seit: 10.01.04
Hallo Jennifer,

ich freue mich, daß Du Dich wieder meldest, aber was ich lese, freut mich nicht. Ich kann bis zu einem gewissen Grad verstehen, daß das Leben Dir so keine Freude macht. Aber ich möchte auch zu Bedenken geben, daß die ganzen Medikamente es eigentlich unmöglich für Dich machen, das Leben überhaupt noch klar zu sehen. Du bist "zugeknallt" und schwankst meiner Meinung nach inzwischen zwischen "ich brauche mein Tavor u.a." und - wahrscheinlich noch unbewußt - ich habe Entzugserscheinungen. Ein übler Teufelskreis, und Du findest weiter keine Hilfe.

Ich bin immer noch davon überzeugt, daß Du Histaminprobleme hast, und die werden über die Antidepressiva nicht besser sondern schlimmer. Und ich bin auch immer noch davon überzeugt, daß Du eine Quecksilber-Entgiftung bräuchtest, aber auch das geht nicht ohne Hilfe.


Ich wünsche Dir von Herzen, daß es bei Dir wieder aufwärts geht und Du einen Weg aus diesem Schlamassel findest.

Grüsse,
Oregano
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Dani ist offline
Themenstarter Beiträge: 457
Seit: 20.03.09
Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
Hallo Jennifer,

Du bist "zugeknallt" und schwankst meiner Meinung nach inzwischen zwischen "ich brauche mein Tavor u.a." und - wahrscheinlich noch unbewußt - ich habe Entzugserscheinungen. Ein übler Teufelskreis, und Du findest weiter keine Hilfe.

Histaminprobleme ,die werden über die Antidepressiva nicht besser sondern schlimmer. überzeugt, eine Quecksilber-Entgiftung bräuchtest, aber auch das geht nicht ohne Hilfe.



Grüsse,
Oregano
In der Psychiatrie habe ich kein Tavor und auch kein Tilidin bekommen. Da bestannden die Medikamente aus Abylifi, und dann Elontril. Das Zeug habe ich bekommen, weil ich sehr oft große Nervenzusammenbrüche bekommen habe. Stundenlanges Weinen mit wahnsinigem Schreien und das Monate lang ist bei mir aufgetreten. Ich habe geschriehen, dass ich umgebracht werden will, dass die Ärzte mich erschießen sollen. Das es keine Hilfe mehr gibt. Ich wäre beiahe durch die Nervenzusammenbrüche ums Leben gekommen. Mein ganzer Körper hat völlig verrückt gespielt. Sogar angeschnallt musste ich werden. Selbst bei den Visiten habe ich geschrien wie am Spieß. Und nichts konnte mich beruhigen. Einmal bin ich in die Dusche gekrochen und habe mich abkühlen wollen. Nach stundenlangen Schreien bin ich in die Dusche. Dort ging ich zu Boden und wurde bewustlos. Ich wäre beihnahe in der Dusche ersoffen, was für mich besser gewesen wäre. Da ich am Boden lag, lag ich teilweise auf dem Abfluss. Das Wasser lief nicht mehr ab. Die Dusche lief voll. Das Bad lief voll und dann lief das Wasser ins Zimmer wo das Bett stand. Ich weis nicht wie lange ich in der Dusche lag. Ich wurde von einem Arzt halb tod aus der Dusche gezerrt und angeschnallt. Das Anschnallen hat mich nicht gestört, ich war doch schon halb tod. Am nächsten Tag hat man mir erzählt was passiert war. Das das Wasser durch die Tür auf den Flur floss und mein ganzes Zimmer unter Wasser stand. Ich wurde angeschnallt, weil man dachte, dass ich mir das Leben in der Dusche nehmen wollte. Nur ein Arzt glaubte dies nicht und ging von einem völligen Zusammenbruch aus. Es war ein völliger Zusammenbruch.
Jetzt stehe ich wieder vor so einem Zusammenbruch. Nun ist aber kein Arzt mehr da. Ich muss mir selbst helfen. Muss mich mit Tavor ruhig stellen. Rumschreien kann ich hier nicht. Da würde ich blos wieder die fristlose Kündikung der Wohnung bekommen, aber keine Hilfe. Lange halte ich das nicht mehr durch. Mein Körper stellt sich schon wieder so komisch um. Auf einen tödlichen Nervenzusammenbruch. Ich habe die ekeligen Mundbeschwerden und mir ist ganz komisch übel und schlecht. Ich habe das Gefühl zu sterben. Komische Ängste sind in mir drin, das geht nicht gut.

Jennifer

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Felis ist offline
Beiträge: 5.388
Seit: 14.08.10
Liebe Jennifer,

die vor noch nicht allzu langer Zeit verabreichten Medikamente
haben unten aufgeführte Nebenwirkungen und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass
es unheimlich viel im Körper durcheinanderbringt, was dich dann seelisch völlig
aus der Bahn wirft.Und das nachhaltig, sie alle haben Halbwertszeiten......
Die Nebenwirkungen von Tavor und Tilidin lasse ich jetzt mal weg.


Ich denke wie Oregano und wünsche dir so sehr,
dass in dieser Richtung weitergegangen werden könnte.
Gibt es denn niemanden, der Dir Jennifer da weiterhelfen kann?

Ich wünsche dir von Herzen, dass in Richtung dieser
Medikamente und Gifte bei dir Hilfe kommt...es ist schlimm zu lesen, wie du
leidest und ich bin mir sicher, dass diese Medikamente und deine ehemaligen Metalle im Mund sehr viele deiner schlimmen Symptome machen.

Alles Liebe
Felis






Bupropion
Nebenwirkungen

Bupropion unterscheidet sich in seinem Nebenwirkungsprofil sehr von den gewöhnlich verwendeten Antidepressiva, weil als Nebenwirkungen vor allem die typischen Nebenwirkungen von Psychostimulanzien vorkommen. Häufigste Nebenwirkungen sind Mundtrockenheit und Schlaflosigkeit, wobei letztere durch Vermeidung der Medikamenteneinnahme zur Schlafenszeit vermindert werden kann. Weitere Nebenwirkungen können u. a. sein: Kopfschmerzen, Benommenheit, Appetitlosigkeit, Gelenk- und Muskelschmerzen, Zittern, Angst, Konzentrationsstörungen, Verwirrtheit. Außerdem kann Bupropion (den medizinischen Notfall) Priapismus auslösen oder einen Anstieg von Blutdruck und Herzfrequenz bewirken.[33][34]


Abilify:

Abilify Nebenwirkungen und Wirkung - Aripiprazol

Zu den allgemein bekannten und bereits (gelegentlichen oder häufiger auftretenden) festgestellten Nebenwirkungen von Abilify bzw. dessen Inhaltsstoffen zählen u.a. folgende:
[*]veränderte Blutdruckwerte[/*][*]Schwindelgefühl[/*][*]Kopfschmerzen[/*][*]Augenerkrankungen[/*][*]Akathisie (innere Unruhe)[/*][*]Trockenheitsgefühl im Mund[/*][*]Gefäßerkrankungen[/*][*]Schlafstörungen[/*][*]Angstgefühle[/*][*]Ausschlag[/*][*]Anschwellen der Knöchel[/*][*]Blutzuckerschwankungen[/*][*]Inkontinenz[/*][*]Lichtempfindlichkeit[/*][*]verminderte Leistungsfähigkeit[/*][*]Herzerkrankungen / Herzrythmusstörungen[/*][*]Krampfanfälle[/*]

u.v.a.

Treten o.g. oder andere Nebenwirkungen auf, sind diese unverzüglich dem Arzt mitzuteilen.

Einige Patienten die Abilify einnahmen berichteten von Nebenwirkungen, die sich unter anderen auch in Suizidversuchgedanken äußersten. In schweren Fällen wurde ein Selbstmordversuch sogar vorgenommen.

Geändert von Felis (22.04.12 um 18:16 Uhr)

Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?

Oregano ist offline
Beiträge: 63.718
Seit: 10.01.04
Du warst schneller, Felis ...

Hallo Jennifer,

es ist unverantwortlich, Dich in diesem Zustand und mit diesen Tabletten allein zu lassen, und ich bin völlig ratlos, was Du noch tun könntest und an wen Du Dich wenden könntest.
Eines scheint mir aber weiter zu gelten: die Psychiatrie kann Dir nicht helfen und die Psychiater mit ihren Medikamenten auch nicht. Ist eigentlich in der Psychiatrie nie über den Entzug von Medikamenten bei Dir gesprochen worden?

Grüsse,
Oregano
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Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?

Dani ist offline
Themenstarter Beiträge: 457
Seit: 20.03.09
Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
Du warst schneller, Felis ...

Ist eigentlich in der Psychiatrie nie über den Entzug von Medikamenten bei Dir gesprochen worden?

Grüsse,
Oregano

Ich schreibe noch mal kurz. Doch über den Entzug von Medikamenten ist gesprochen worden. Und zwar ganz genau über das Tilidin und das Tavor. Das sind in den Augen der Psychoärzte schlimme Medikamente, welche nie eingenommen werden sollen. Deshalb wurde bei mir das Tilidin abgesetzt und das Tavor auch. Die Ärzte waren da froh, dass ich da mitgemacht habe. Lieber einen Nervenzusammenbruch mit nachhaltigen Folgen, statt dieser Medikamente.
Was die Psychopillen angeht, so gibt es laut Psychoärzte keine negativen Folgen. Ein Patient der den Beipackzettel durchliest und was negatives findet, der wird als psychisch krank hingestellt. Nebenwirkungen gäbe es praktisch nicht. Und wenn ein Patient über Nebenwirkungen klagt, dann kann das gar nicht sein, den der Patient ist ja verrückt und kann gar nicht feststellen was Nebenwirkungen sind. Und ob ein Psychomedikament wirkt, kann der Patient auch nicht selbst feststellen. Das kann nur der Arzt.
Ich war in ungefähr 20 Psychiatrien, es ist überall das Gleiche.
Körperliche Beschwerden werden nicht zugelassen. Das sind doch nur Einbildungen und Wahnvorstellungen des Patienten.
Vor der ersten Psychoklinik war ich nicht psychisch krank, wurde mit Psychopillen zugeknallt. Jetzt bin ich wirklich psychisch krank.

Jennifer

Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?
LenaHH
Jennifer..

ich finde das extrem bewundernswert, was für eine starke Frau du bist.
Du hast so eine große Kraft, so ein Lebenswille, obwohl du Körperlich und Seelisch nicht mehr kannst. Ja du denkst an Selbstmord, aber du hast es bis hierher geschafft. Das geht nur mit Lebenswillen. Andere hätten sich da schon viel früher das Leben genommen (zbsp. ich). IST SO.
Du bist eine starke Persönlichkeit! Ganz toll. Bewundenswert. Wenn du etwas großartiges in Deinem Leben geschafft hast, dann eine gewaltige Hürde zu bewältigen, an der die meisten gescheitert wären. Du sprichst so klar, deutlich und zusammenfassend, dass ich einfach keine Psychose erkennen kann. Du kannst Dich selbst analysieren. Weisst genau, was du willst und was nicht. Du erkennst falsche oder böswillige, abweisende Behandlungen/Ärzte, die dir nicht gut tun. DU weisst GANZ GENAU, was du willst: SCHMERZFREIHEIT! Einfach nur Freiheit von Deinen Symptomen. Da du dies nicht erhalten kannst, ist es völlig normal irgendwann durchzudrehn. Und selbst nach dieser langen Zeit, wirkst du trotzdem noch geistlich stark und alles erkennend. Du hast eine besonders schwere Lebensaufgabe. Du versuchst dich selbst (obwohl am Ende) in andere Situationen einzubringen- was Ablenkung, Positive Tätigkeiten angeht (Arbeitssuche, Hilfe suchen, Selbsthilfegruppen, Entspannung, Umwandlung zur Frau etc.). Du versuchst Dein Leben in die Reihe zu bekommen mit richtigen Schritten- kannst die Ziele und Träume aber -NICHT- umsetzen, WEIL dich die Körperlichen Beschwerden zermürben. Ich verwette mein Bein, dass bei Dir eine Störung vorliegt, die einfach nicht erkannt wird. Da sie nicht erkannt wird, wird die Störung auf die Psyche geschoben. Was für Dich fatal ist, weil man Dich dann nicht ernst nimmt, oder SO TUT, als würde man Dich ernst nehmen (Pychospielchen). Du hast jetzt so viel ausprobiert. So viel. Das meiste davon nur PsychoEinrichtungen. Das bringt Dich nicht weiter. Und du weisst das auch. Zudem wachst du AUFGRUND der beschwerden plötzlich aus dem Schlaf auf. Im Schlaf entspannt man, ist ganz woanders. Man ist also nicht in einer Einbildungssituation. So starke Schmerzen kann man sich einfach nicht einbilden. Psychosomatische Störung hin oder her. Und das du Stundenlang weinst und schreist, kann dir keiner verdenken. Da wird man doch völlig IRRE im Kopf. WEGEN den Beschwerden, nicht weil man irre ist. Du bist am Ende. Ganz klar. Keiner kann dir helfen. Du hast 2 Möglichkeiten: Aufgeben oder weiterkämpfen. Weiterkämpfen bedeutet wieder Kraft aufbringen, die du nicht hast- bzw. die du haben wirst- aber dich nur noch weiter runterziehen wird. Ich sehe nur eine Möglichkeit: Du musst zu vollkommen neuen Ärzten (und sei es im Ausland, aufm Dorf etc.) Ärzte, die dich noch NICHT kennen. Die NICHT wissen, dass du in Psychiatrischer Behandlung warst. Die völlig neu motiviert an dein Problem rangehen. Du erwähnst keine seelischen Probleme, keine Probleme mit Frau/Mann. Nein, einfach nur, hallo ich bin Jennifer, ich habe unerträgliche Beschwerden in Form von: . Woran könnte das liegen? Wenn er nicht hilft, zum nächsten. Da ich selbst nach 2, 3 Ärzten relativ schnell aufgebe, weiss ich das extremst zu schätzen, was du hier leistest. Gerade, wenn man nicht ernst genommen wird. Das kostet viel Kraft. Und auch hier erwähne ich: Wenn es nicht mehr geht, wenn du nicht mehr kannst, dann hol Dir hilfe bei Gott. Ja bitte nicht lachen. Auch wenn du nicht an ihn glaubst. Aber du brauchst unbedingt eine Person, an die du dich in deinen Schweren Stunden (Jahren) klammern kannst. Von derer du neue Kraft schöpfen kannst. Dem du fragen stellen kannst oder auch verfluchen kannst. Vielleicht bist du die ganze Zeit über in Liebe gehüllt, kannst es aber nicht wahrnehmen. Gott ist Geist, Licht, Liebe. Das Leben ist einfach nur Materiell, kalt, rau. Weisst du, ein Stück Physik: Energie vergeht nicht! Energie wandelt sich um. Heisses Wasser wird zu Wasserdampf. Das Wasser ist NICHT verschwunden, es ist nur UMGEWANDELT. So wie unser Geist nach dem Tode unseren Körper verlässt. Es gibt zbsp.auf Youtube und Arte/3Sat Mediatheken so viele wundervolle Reportagen, Berichte über Nahtoderfahrungen. Ich gebe Dir mein Wort, dass du nicht alleine bist. Das du eines Tages ein schönes Leben haben wirst. In Licht und Liebe. Und dieses Wissen soll dir einfach Kraft geben. Ich bin kein Christ, habe mit Jesus, Gott auch nicht viel am Hut. Aber er hat mir geholfen, schwere Stunden durchzustehen. Ich weiss, das danach was kommt. Aber JEDE Religion, jeder Weisheit wird dir mitteilen, dass man sich selbst NICHT das Leben nehmen darf! Aber es sind eben nur Religionen. Religionen sind Menschengemacht. Alle Wege die du gehen wirst Jennifer sind richtig. Denn keiner von uns hat Deinen Körper, Deine Psyche. Ich möchte aber auch sagen: mit dem Selbstmord hast du natürlich Deine Ruhe. Jedoch kannst du diese Ruhe nicht geniessen, weil du die Ruhe nicht bewusst wahrnehmen kannst (wenn wir mal Gottlos sprechen). Du bist einfach weg. Du hast nur dieses eine bewusste Leben. Lass dich nicht unterkriegen, nur weil paar Ärzte unfähig/unwillig sind, das richtige Problem zu erkennen oder gar ungewillt sind, ernsthaft zu suchen. Nimm unbedingt NEUE Ärzte, die dich nicht kennen. Keine Seelenschiene. Nur rein Schmerzsymptomatik. Oder schreib in ! großen Ärzte-Foren ! Deine Gesundheitlichen Beschwerden (keine Seelischen, erstmal nur rein Beschwerden). Vieleicht gibt es online Ärzte die dir Ratschläge geben können oder sich deiner gar annehmen. Dein Fall müsste doch für einen ehrgeizigen realen DR. HOUSE eine herausforderung sein!

Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?

bini685 ist offline
Beiträge: 6
Seit: 13.03.12
Also die ungeschützte Amalgamentfernung war mit sicherheit nicht gut. Hast du schon mal einen Epikutantest machen lassen? Da kann man halt rausfinden auf welche Zahnfüllstoffe du reagierst. Und eine Schwermetallausleitung solltest du auch machen, da zum Beispiel alleine die Entfernung der Materialien nicht viel bringt. Und lass dich bitte nicht von den Ärzten entmutigen. Such einen ganzheitlich arbeitenden Zahnarzt auf, die lassen sich mehr auf den Patienten ein. Für deine Beschwerden findet sich eine Lösung. Was ich auch immer erfahren habe ist, das viele Ärzte nach ihrem Schema F gehen und sobald sie nicht mehr weiter wissen wird man als psychisch krank dahin gestellt. Depressionen z. B. können auch durch Amalgam hervorgerufen werden. Palladium aus sogenanntem Spargold können übrigens auch eine große Rolle spielen. Also, nicht aufgeben!!!!!

Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?

Oregano ist offline
Beiträge: 63.718
Seit: 10.01.04
Es gibt eine Zusammenfassung von Diagnosen und Therapieansätzen. Die ist zwar schon älter, aber seitdem hat sich insofern nichts geändert als therapeutisch nichts mehr gemacht wurde - soviel ich weiß. Dazu gekommen sind mehrere Psychiatrie-Aufenthalte, geschlechtsangleichende Operationen und viele Psychopharmaka.

http://www.symptome.ch/vbboard/psych...jennifrau.html

Vielleicht kann die Zusammenfassung helfen, nicht immer wieder die gleichen Themen neu anzufangen?

Grüsse,
Oregano
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