Psychodrogen als Ursache von Amokläufen

13.03.09 09:21 #1
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Psychodrogen als Ursache von Amokläufen
oli
Zitat von Bodo Beitrag anzeigen
Welcher Titel diesem Mist zugeschrieben wird, ist für mich zweitrangig.Meiner Empfindung nach gehört dieser Scheiß verboten, ganz eindeutig.
Ja, Dir ist es egal. Wenn es aber im gebührenfinanzierten pseudo-seriösen TV als Fakt geliefert wird, ist das bedenklich. Die Recherche-Intensität sollte doch etwas besser sein. Ich kenne mich mit Recherche bisschen aus und weiss auch, wie Journalisten ticken. Es kostet nämlich keine drei Minuten sowas herauszufinden, in Zeiten vom Internet (z.b. Herstellerseite...).

Was, wenn die immer so recherchieren ?

Kann man die andern als Fakten präsentierten Infos dann noch annehmen ?

Klar, es gibt einen Querschnitt dessen, was wir als Wahrheit erachten. Aber wie weit will man sich diesem entfernen ? Das ist ja die Meta-Frage.

Jedenfalls kann ich einen Beitrag über "Killerspiele" nicht ernst nehmen, wenn unwahre Details geliefert werden.

Hier exemplarisch eine kleine Medienanalyse von vor ca 1,5 Jahren.


Geändert von oli (16.03.09 um 15:05 Uhr)

Psychodrogen als Ursache von Amokläufen
oli
Nachtrag: WoW wurde als militärisches Strategiespiel bezeichnet, nicht als Egoshooter. Trotzdem ist es falsch, denn es ist ein mittelalterliches Fantasyspiel.

Zum Thema Eltern und Waffen bez. Fürsorgepflicht:

Hier dürfte es um graduelle Unterschiede gehen. Bin kein Jurist, daher ist das nur eine Vermutung.

Strafrecht:
Der zivilrechtliche Begriff der Fahrlässigkeit unterscheidet sich erheblich vom strafrechtlichen Verständnis.
Die Definition im BGB ist nicht auf das Strafrecht anwendbar und eine ausdrückliche Begriffsbestimmung ist im Strafrecht nicht zu finden.
Anders als im Zivilrecht ist auf die individuelle Person des Täters abzustellen.
Fahrlässig handelt, wer eine objektive Pflichtwidrigkeit begeht, die er nach seinen eigenen Kenntnissen und Fähigkeiten vorhersehen und vermeiden konnte.
Dazu bedarf es der Verletzung einer des Handelns obliegenden Pflicht und der Vorhersehbarkeit des strafbaren Ereignisses. Die Pflicht kann sich aus Vertrag oder Gesetz ergeben.
Fahrlässiges Handeln ist laut §15 des Strafgesetzbuches (StGB) nur strafbar, wenn es ausdrücklich im Gesetz mit Strafe bedroht ist.
Andere Tatbestände stellen sogar nur Leichtfertigkeit unter Strafe. Dafür ist ein erhöhter Grad an Fahrlässigkeit - ähnlich wie bei der groben Fahrlässigkeit im Zivilrecht - erforderlich.
Fahrlässigkeit

Psychodrogen als Ursache von Amokläufen

Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Hallo, einen Gruß an Alle,

nur mal am Rande: hier findet eine Diskussion, explizit zu der Verbotsfrage zu Spielen statt: http://www.symptome.ch/vbboard/famil...rbieten-2.html

Herzliche Grüße von
Leòn
__________________
Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)

Psychodrogen als Ursache von Amokläufen
Männlich Bodo
Zitat von oli Beitrag anzeigen
Jedenfalls kann ich einen Beitrag über "Killerspiele" nicht ernst nehmen,
wenn unwahre Details geliefert werden.
Dacors, Oli.

Journalismus ist eben ein Handwerk, was Viele anscheinend nicht richtig
erlern(t)en bzw. gerne vergessen. Nochmal zu dem von Dir angesprochenem
Thema der möglichen Schuld des Erziehungsberechtigten: Das war mir bis
jetzt nicht so präsent, was die juristische Einordnung betrifft.

Deshalb bringe ich ein erläuterndes Zitat meiner Zeitung, eben erst gelesen:









By the way: Es würde mir tatsächlich die Tränen in die Augen treiben,
hätte ich einen Sohn, der an diesem Dreck Gefallen fände. Das schreibe
ich nicht nur so: Sähe ich mein geliebtes Kind beim "Spielen" dieser
bösartigen Machwerke, dann würde mein Herz bluten. Weil ich wüsste,
dass seine geliebte Seele Schaden davon trüge.

Zitat von Leòn Beitrag anzeigen
nur mal am Rande: hier findet eine Diskussion,
explizit zu der Verbotsfrage zu Spielen statt:
Ja Leòn. Nur wir diskutieren hier schon seit Tagen (auch) drüber.

Hol doch "Deine" Leute rüber!








HGB

Geändert von Bodo (16.03.09 um 15:31 Uhr)

Psychodrogen als Ursache von Amokläufen

Rudi Ratlos ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.071
Seit: 01.02.08
Ich lege noch mal nach. Wir diskutieren hier die Psychodrogenthese, an anderer Stelle die Killerspielthese, dann noch die Waffenthese und die Gesellschaftsthese.

Aber es scheint so, als hätten wir die ungeheuerlichste aller Thesen noch nicht diskutiert: Die Staatsthese, auch genannt Falseflagthese.

Hier wagt einer, der schon öfter Recht behalten hat, eine erste deutliche Vermutung auszusprechen:
Winnenden ist Teil einer globalen Strategie zur totalen Entwaffnung der Bevölkerung (siehe auch den Artikel über den finnischen Amoklauf im Jahresrückblick 2009). Nicht umsonst wird bereits der Vater des angeblichen Alleintäters als Waffenbesitzer angegriffen und die Forderung nach zentraler Lagerung der Munition erhoben. Ganz offensichtlich steht die brutale Unterdrückung der Weltbevölkerung ins Haus, die solange nicht erfolgen kann, solange die Bevölkerungen zehn Mal mehr Waffen bunkern als Polizeien und Armeen. Die Massaker an Kindern bringen maximalen moralischen und emotionalen Druck zur Änderung von Waffengesetzen und Kontrolle von Waffen auf. Das Entsetzen ist berechtigt: Denn so beginnt die Tyrannei.
Da die angeblichen Alleintäter regelmäßig mausetot sind, sind Beweise für die offiziellen Versionen der Amokläufe nicht nötig. Die Erzählungen und Behauptungen von Staatsanwälten und Polizei genügen, weil es ein ordentliches Gerichtsverfahren gegen den angeblichen Alleintäter nicht geben wird. Die Pleiten um die gefälschte Ankündigung des Amoklaufs im Internet und die angebliche psychiatrische Behandlung von Tim K. sprechen Bände. Schon ist den Tyrannei-Behörden das Motiv für den Amoklauf abhanden gekommen. Und ohne Motiv ist natürlich die ganze Tat, so wie sie erzählt wird, futsch.
Winnenden: So beginnt die Tyrannei - Kopp Verlag
__________________
Gruß
Rudi

Medizinisches Dummi ich, gebe keinen Rat, schreibe allein von eigenem Elend.

Geändert von Rudi Ratlos (17.03.09 um 14:15 Uhr) Grund: ergänzt

Psychodrogen als Ursache von Amokläufen
Männlich Bodo
Hi Rudi.


Die Leutchen vom Kopp-Verlag sind nach meinem Dafürhalten professionelle
Geschichtsknitterer, Phantasten und pseudointellektuelle Heißeluftproduzenten.

Solche "Artikel" sind noch nicht einmal ansatzweise ernst zu nehmen.

Eine Beschäftigung damit lohnt nicht - derart obskure Deutungen sind schlicht grotesk.

Ich schlage diese "Schlauköpfe" für einen neu zu kreierenden Nobelpreis vor:

"Gequirlte Idiotie und perfide Bedienung des Widerspruchs um des Widerspruchs Willen".

Vielleicht noch zu sperrig . . .


Definition dieser "Spezialisten des Obskuren":

Als Verschwörungstheorie bezeichnet man im weitesten Sinne jeden Versuch,
ein Ereignis, einen Zustand oder eine Entwicklung durch eine Verschwörung,
also durch das zielgerichtete, konspirative Wirken von Personen zu einem
illegalen oder illegitimen Zweck, zu erklären.

Auffällig ist, dass sehr viele Verschwörungsideologien den Verschwörern ein
weltweites Beziehungsnetz zuschreiben: Diese Unterstellung internationaler
Verbindungen appelliert an die nationalen und xenophoben Gefühle der
Rezipienten und lässt die Verschwörer noch bedrohlicher, weil schwerer
fassbar, erscheinen. Außerdem sollen Auslandsverbindungen den Umstand
erklären, dass außer den Verschwörungstheoretikern selbst noch niemand
dem Treiben der Konspirateure auf die Spur gekommen ist.

Typisch für „conspiracism“ ist dabei seine Immunisierung gegen jede Form
von Widerspruch. Wer an den angebotenen Erklärungen zweifelt, gilt
entweder als getäuscht, erpresst oder gar als Mitwisser der Verschwörung.
Die Verschwörungsideologie kann dann nicht mehr widerlegt werden.
Gerne
wird von Verschwörungstheoretikern gerade das Fehlen von Beweisen als
Beweis für eine Verschwörung gewertet, da dies eben die unheimliche
Effektivität der Verschwörer zeige.
Eine Parodie auf diesen Umstand ist etwa
die im Internet zirkulierende „Bielefeldverschwörung“. Da die vermuteten
Verschwörungen als strukturell unbeweisbar konstruiert werden, gilt ihnen
eine Expertenmeinung nicht als höherwertig als eine private Spekulation.

Link
Einfach nur köstlich, wenn es nicht so erbärmlich wäre.







Herzlicher Gruß, Bodo

Psychodrogen als Ursache von Amokläufen

Rudi Ratlos ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.071
Seit: 01.02.08
Na Bodo,
auch wenn es dir nicht gefallen sollte, die Verschwörung betreiben offensichtlich andere:
Neue Verschwörung gegen das Grundgesetz: Artikel 13 soll fallen - wegen Winnenden

Das Massaker wird also instrumentalisiert um das Grundgesetz auszuhöhlen. Das betreiben die Herrschaften ja schon seit Jahren mehr oder weniger erfolgreich.
__________________
Gruß
Rudi

Medizinisches Dummi ich, gebe keinen Rat, schreibe allein von eigenem Elend.

Geändert von Rudi Ratlos (17.03.09 um 21:08 Uhr)

Psychodrogen als Ursache von Amokläufen
Binnie
Hi Rudi,

danke für diese, meiner Meinung nach, auch nicht völlig von der Hand zu weisende Version von Winnenden. Leider kann ich die Datei, die Du eingestellt hast nicht öffnen.

Psychodrogen als Ursache von Amokläufen
oli
Aus den Stuttgarten Nachrichten:

Winnenenden - Ein ehemaliger Mitschüler und Tatzeuge beschreibt den Täter und äußert Zweifel an der Version der Polizei:

Der Täter (Tim K.) war in meiner Klasse. Er hat letztes Jahr den Abschluss nach Klasse 10 gemacht, soweit ich weiß mit einer durchschnittlichen Note (3 rum). Seitdem hatte ich keinen Kontakt mehr mit ihm. Er hatte mit Lehrern oder Schüler keinen Ärger. War auch keiner, der gemobbt wurde oder so was. Er war nicht der Beliebteste, aber er hatte seine Freunde. Er hatte ein normales Schülerprofil, nicht gewalttätig, ein Durchschnittskandidat. Sein Elternhaus erschien mir auch völlig normal. Ich kann mir die Tat nicht erklären, gerade weil ich diesen Typen kenne. Es gibt auch Leute, denen ich so was zutrauen würde. Die haben keine Freunde, werden ständig gemobbt. Aber das trifft bei ihm nicht zu.

Quelle: Ehemaliger Mitschüler beschreibt den Täter: "Er hat sich mit Waffen sehr gut ausgekannt" - Stuttgarter Nachrichten online
Mit Computer oder Onlinespielen hat er so gut wie nichts am Hut gehabt.
Der Täter hat offenbar oben angefangen und sich nach unten durchgearbeitet. Es gab ein Vorspiel, da bin ich mir sicher. Es gab eine Art Alarm, ein Piepsen, noch bevor der erste Schuss gefallen ist.

Wir waren ab 9.30 Uhr vor dem Schulgebäude. Haben so kurz vor 9.45 Uhr das Piepsen gehört. Das muss um die Zeit gewesen sein, denn da kommt immer der Bäcker. Wenige Sekunden danach kamen die ersten zwei Polizeiautos. Tür aufgerissen, jeder von denen hatte ein Maschinengewehr in der Hand. Die sind reingestürmt und haben uns rausgeschmissen. Als sie reinstürmten, fiel der erste Schuss. Wenn die Polizei behauptet, dass alle schon tot waren, als sie am Tatort eintrafen, dann kann das eigentlich nicht stimmen.

Wir haben bis 5 nach 10 Uhr, als die Verstärkung der Polizei kam und wir in die Evakuierungszone zum Wunnebad gebracht wurden, nur zwei Schüsse gehört. Damit tötet man nicht so viele Menschen.

Quelle: siehe oben

Geändert von oli (17.03.09 um 19:25 Uhr)

Psychodrogen als Ursache von Amokläufen
Männlich Bodo
Hi Oli.

Du meinst also, dass diese erst mal hinzunehmende Schüleraussage
darauf schließen lasse, dass die meisten Schüler durch Polizeikugeln
und nicht durch die Waffe Tim Kretschmers starben? Interessant.

Hoffentlich erfahren wir bald mehr zum genauen Ablauf.

In der ersten Aussage erkenne ich noch keinen Widerspruch zu den
Verlautbarungen der Polizei - hast Du hierzu weitere Informationen?






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