Sind wir wirklich "echt" so wie wir uns geben?

25.01.09 00:38 #1
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fallenangel1604 ist offline
Beiträge: 212
Seit: 16.01.09
Hallo ihr lieben!

Sind wir wirklich "echt" so wie wir uns geben? Ist es "echt" was wir tun und sagen oder alles nur Fassade? Fassade die irgendwann beginnt zu bröckeln? Ich weiß nicht ob ich mit diesem Thema euer Interesse wecken kann aber ich hoffe das ihr es lesen werdet und euch vielleicht Gedanken über euer "echt" sein machen werdet.
Ich denke im Moment sehr viel über mich und mein "echt" sein nach und dabei ist mir folgender Test in die Hände gefallen:



Ulrich Schaffer
...weil du echt sein willst

Du wirst heimgesucht von dem Wunsch,
echt zu sein,
dich nicht mehr künstlich zu verhalten,
nicht mehr an dein Wirkung zu denken.
Du willst dich nicht mehr zurücknehmen
aus Angst, nicht verstanden zu werden
oder zu verletzen.

Du willst nicht mehr Worte sagen,
die du nicht meinst,
und nicht mehr ein Gesicht anlegen,
das dich verkrampft.
Du willst nicht mehr die Verkleidungen,
die Masken und das Schauspiel.
Du willst du selbst sein, ganz entspannt,
ein Mensch unter Menschen.

Und du fragst dich,
ob für dich Platz ist in der welt,
für dich, so wie du bist.

Du willst die Spiele nicht mehr mitmachen,
bei denen du unecht sein musst
und dich von dir selbst entfernst.
Bei den Spielen, die so heißen:
Ich merke nichts,
Ich habe ein dickes Fell,
Jeder muss immer glücklich wirken,
Ich bin die Beste,
Ich bin der, den keiner liebt.
Du wehrst dich
gegen die Verzerrung des eigenen wesens,
gegen die Harmonie um jeden Preis,
gegen die Spiele der Entwürdigung.

Wenn du tust,
was du nicht bist,
wächst eine stille Abneigung
dir selbst gegenüber.
Wenn du mit dir machen lässt,
was dir fremd ist,
beginnst du dich zu verachten.
Wenn du echt wirst,
auch wenn es schmerzt,
dich und andere,
dann hat das tiefe Glück eine Chance.

Du suchst nach einer tiefen Begegning,
in der auch dein innerstes Wesen eingeladen ist,
sich zu zeigen.
Wo du selbst erkennst,
wie du bist
in dem Spiegel des anderen,
und dein Gegenüber
sich selbst ebenso begegnet
in dem Wunder des offenen Auges,
wach in Schmerz und Glück.

Es gibt andere wie dich,
die auch suchen
und dich entdecken
wie du sie.

Du spürst,
dass du einen Kern hast,
ein inneres wesen,
wo du wirklich du selbst bist.
Handlungen und Gedanken,
die aus diesem Kern kommen
sind gefüllt mit dir,
mit deinen Handlungen und Gedanken.

Du spürst auch,
dass dein Kern noch entwickelt werden kann,
dass deinem Wesen
noch viel unechtes anhängt.
Wer bin ich?, fragst du
und entscheidest dich,
dir nachzugehen,
dich auszustrecken
nach dem, was du sein könntest.

Du bist umgeben von einer Welt,
die doch oft lieber in einer Rolle hat
und nicht in der Kantigkeit deines Echtseins.
Man wünscht dich warm und anschmiegsam.
Du sollst nicht auffallen.
Man bietet dir an,
die kleinen Lügen zu leben,
die alles erleichtern.
So bist du angesehen und beliebt.

Aber es gibt auch die,
die glücklich sind,
wenn sie auf deine Echtheit stoßen,
die sie ermutigt,
selbst auch echt zu sein.

Können wir einander Anstoß sein,
das Versteckspielen aufzugeben?
Wollen wir echt werden und das eis,
das unsere Herzen umlagert, schmelzen?


Gerade weil du echt sein willst,
entdeckst du ungeahnte Seiten an dir.
Da gibt es still Leuchtendes,
das nur dem Bedächtigen sichtbar wird.
Auch dunkles ist da.
Es ist ein Hintergrund,
der wie ein erschreckender Abgrund wirkt.
Und wie eine immer kleiner werdende Puppe in der Puppe
sind deine Gedanken in Gedanken verschachtelt.
In dir stecken Kräfte,
die ermutigen und befremden,
stören und befreien,
beglücken und verletzen.

Du bist vielschichtiger,
einsichtiger,
erstaunlich anders
und viel mehr
als du dachtest.

Manche finden dich komisch,
weil du echt sein willst
und bereit bist,
dafür einen hohen Preis zu zahlen.

Sie haben sich selbst schon so weit verlassen,
dass sie ihr eigenes Wesen
aus den Augen verloren haben.

Es befremdet sie,
dass ein Mensch sich selbst sucht
und Sehnsucht nach dem hat,
was er in sich nur ahnt.

Nur wenn du echt bist,
hast du letztlich Frieden mit dir selbst.
Sonst zerstörst du dich
im Kampf gegen dich selbst.

Vorsichtig begibst du dich in ein Gespräch
und hoffst, dass dein Gegenüber
an deinen tiefsten Seiten interessiert ist.
Du trägst Kostbarkeiten in dir
und bist nicht willig,
sie vor irgendwem auszubreiten
wie billige Worte.

Dein echtes Wesen in seiner Tiefe
ist dein Geschenk an den anderen.
Dein Herz offenbarst du nur denen,
die selbst ein herz haben
und bereit sind, es zu zeigen.

Weil du echt sein willst,
brauchst du Zeit für dich.
Echtheit entsteht nicht
im Hasten und Jagen.

Du brauchst Stunden der Selbstprüfung,
des Fragens und Suchens:
Was willst du und was nicht?
Du hast Tage nötig,
die der Entdeckung
deines Inneren gewidmet sind.
In Zeiten der Leere
kann etwas in dir wach werden.
Du brauchst Stille,
um deine tiefen Wünsche wahrzunehmen
und sie ernsthaft zu verfolgen.

Weil du echt sein willst,
wirft man dir vor,
dass du nur an dich denkst
und begreift dabei nicht,
dass wir einander nur so weit finden,
wie wir uns selbst gefunden haben.

Wir überwinden die tiefe Kluft
zum anderen
nur über die Brücke der Selbsterkenntnis.
In dem Maße,
wie wir uns selbst verstehen,
werden wir einander verstehen.

Weil du echt sein willst,
fällt dir jede Unechtheit stärker auf.
Du bist wacher für das Künstliche,
für die kleinen Täuschungen.
Du durchschaust die leeren Worte,
erkennst deine eigene Grimasse
und hörst das übertriebene Lachen,
hinter dem ein Mensch
seine Enttäuschung versteckt.

Wenn du dir dann vorstellst,
wie es sein könnte,
wenn wir alle echt wären
und einander in die Augen sehen könnten,
dann leidest du daran,
dass wir noch so weit entfernt davon sind.
Aber ist es nicht ein Ziel
für das sich zu leben lohnt?
Jeder kann bei sich beginnen.

Sei dem treu,
was in dir entsteht
und lebe nicht nach den Werten anderer.
Was du bist, hast du zu geben.
Deine Echtheit ist dein Beitrag,
nicht deine Fähigkeit,
die anderen nachzuahmen
und so zu leben wie sie.

Wenn du echt sein willst,
musst du lernen, "nein" zu sagen
zu dem, was dich erstickt.
Dann wirst du zu dem finden,
was dir entspricht und darin aufblühen.

Weil du echt bist,
wirkst du anziehend.
Mit dir weiß man, woran man ist.
Was du sagst, meinst du.
Was du glaubst, lebst du.
Wenn du schweigst, ist es kein Trick,
mit dem du etwas erreichen willst.
Du wirkst befreiend.

Es ist nicht schwer,
dich im ersten Augenblick zu lieben.
Manchmal ist es schwerer,
dich weiter zu lieben,
wenn du echt bleibst.
Und noch schwerer ist es,
dich zu ermuntern, echt zu bleiben,
auch wenn du andere verletzt
und ihnen weh tust.

Echt sein heißt, aufrecht gehen,
sichtbar werden in dem Grau,
sich erinnern an Träume und Hoffnungen
und nicht aufgeben
im Kampf gegen die Mittelmäßigkeit.

Echt werden
ist wie eine Heimkehr
zu uns selbst.

Wieder da sein,
wo wir begonnen haben,
das Paradies noch einmal bewohnen,
diesmal bewusst.

Uns nicht mehr vertreiben lassen
von der Seite Gottes,
der in uns wohnt.



Ich weiß der Text ist etwas lang, eigentlich ist es ein kleines Büchlein. Doch manche Stellen des Textes haben mich wirklich stark angesprochen und ich finde ihn einfach schön. Da hab ich mir gedacht ich teil ihn mit euch und stell ihn hier rein. Falls ihr Rechtschreibfehler finden solltet, nehmt es mir bitte nicht übel, ich sehe nur noch Buchstaben.

Bis bald...

Angel
__________________
Die besten und schönsten Dinge auf der Welt kann man weder sehen noch hören:

Man muss sie mit dem Herzen fühlen!

Sind wir wirklich "echt" so wie wir uns geben?

Manuela ist offline
Beiträge: 1.510
Seit: 31.03.08
Hallo Angel,

oh ja, der Text spricht sicherlich den meisten Menschen aus der Seele. Ich denke, dass wir viel zu wenig auf unser Bauch und Herz hören. Vielmehr geben wir dem Beachtung, was andere von uns erwarten oder meinen zu tun ist. Schlagen wir die Zeitung auf wird uns gezeigt wie wir sein sollten um glücklich, zufrieden usw. zu sein. Unterhalten wir uns mit Freunden, dann bekommen wir von einigen vielleicht auch zu spüren, dass sie mit Ratschlägen zur Seite stehen, die uns oft gar nicht weiterhelfen. Möchte jemand seinem Leben eine neue Wendung geben und etwas völlig neues machen, sei es beruflich oder vielleicht auch auswandern usw., dann bekommt man das auch häufig zu spüren.

Aber ich bin davon überzeugt, dass man das lernen kann. Lernen auf sich zu hören und sich so zu geben wie man ist und viele Träume leben kann. Das wiederum ist doch ein schönes Gefühl. Wir haben es in der Hand, nicht in allen Bereichen, aber in vielen.

Liebe Grüße Manuela

Sind wir wirklich "echt" so wie wir uns geben?

Oregano ist gerade online
Beiträge: 63.731
Seit: 10.01.04
Ich greife nur mal zwei Strophen des Gedichts heraus:

Es ist nicht schwer,
dich im ersten Augenblick zu lieben.
Manchmal ist es schwerer,
dich weiter zu lieben,
wenn du echt bleibst.
Und noch schwerer ist es,
dich zu ermuntern, echt zu bleiben,
auch wenn du andere verletzt
und ihnen weh tust.
Dabei fiel mir z.B. auf , daß das doch zwei verschiedene Dinge sind: Es ist eine Kunst, ehrlich zu sein und nicht zu verletzen. Dazu gehört vor allem, daß man auch bei verschiedenen Meinungen einen Stil findet, die eigene Meinung zu sagen, ohne andere damit zu verletzen. Ein Stilmittel dazu ist, bei sich zu bleiben, also z.B. zu formulieren "ich empfinde das so und so; es verletzt mich zu hören,daß ....." und nicht zu sagen "Du bist dämlich, Du bist doof ...".

Echt sein heißt, aufrecht gehen,
sichtbar werden in dem Grau,
sich erinnern an Träume und Hoffnungen
und nicht aufgeben
im Kampf gegen die Mittelmäßigkeit
[/I]

Hier stört mich ein bißchen, daß da eine Art Herablassung für mich zu lesen ist:
die anderen sind das "Grau", also die Masse, die nicht Echten. Die anderen sind die "Mittelmäßigkeit", also auch wieder die Masse, von der ich mich unterscheide ???

Mir gefällt das Gedicht an und für sich auf den ersten Blick sehr gut. Auf den zweiten nicht mehr ganz so.

Gruss,
Uta

Geändert von Oregano (25.01.09 um 09:34 Uhr)

Sind wir wirklich "echt" so wie wir uns geben?

Hexe ist offline
Beiträge: 3.844
Seit: 13.07.07
Hallo fallenangel,

mir geht es ein wenig wie Uta, einiges spricht mich an, doch Manches finde ich nicht so gut.

Der Grundton des Textes, echt zu werden, ich nenne es Wahrhaftig zu sein, dem kann ich nur voll zustimmen. Und auch vieles was da steht finde ich richtig gut.

Weil du echt bist,
wirkst du anziehend.
Mit dir weiß man, woran man ist.
Was du sagst, meinst du.
Was du glaubst, lebst du.
Wenn du schweigst, ist es kein Trick,
mit dem du etwas erreichen willst.
Du wirkst befreiend.
Das sehe ich auch so.

Es ist nicht schwer,
dich im ersten Augenblick zu lieben.
Manchmal ist es schwerer,
dich weiter zu lieben,
wenn du echt bleibst.
Und noch schwerer ist es,
dich zu ermuntern, echt zu bleiben,
auch wenn du andere verletzt
und ihnen weh tust.
Ich denke wir verletzen, bewusst oder unbewusst, immer wieder andere. Aber ich bin fest davon überzeugt, wer echt lebt, sich nicht verstellt, der verletzt andere nicht mehr so häufig.
Es ist auch wie Uta schon sagt, man muss nicht verletzend sein wenn man seine Sicht der Dinge sagt. Je echter man lebt, desto weniger muss man seine Sichtweise vor anderen behaupten. man kann auch deren Meinungen stehen lassen, muss nicht ubnedingt überall das dazu sagen was man selber für das Richtige hält.

Ich denke die wirkliche "Echtheit", wenn wir sie entwickeln, die reift in uns drin. Wenn wir uns echt fühlen, dann sind wir innerlich ruhig und still. Wir sind innerlich gefestigt und zufrieden. Das ist es dann auch was der andere spürt, glaube ich. Nicht nur was wir sagen, oder dass wir unsere Meinung vertreten ist das was dieses Echtsein ausmacht.

Diese Entwicklung muss man aber nicht "allein gege alle" machen.
Mir fällt auf, wenn ich so leben und handeln will, dass ich dabei ein wenig Mut brauche. Aber nicht weil ich andere verletzen könnte, sonder weil Echtsein oft heisst sich vor anderen auch mal zu blamieren, nicht mehr als die Tolle, die Coole oder was auch immer dazustehen. Für mich bedeutet das Überwindung, diese Gefühle auszuhalten. Sich nicht so zu zeigen wie man gerne wäre, sondern so wie man im Moment ist. Meist sind es nicht die Erwartungen der anderen, die uns in eine Rolle zwängen. Wir sind es, die gerne etwas darstellen was wir nicht sind. Um überall geliebt zu werden, anerkannt zu sein, gelobt zu werden und so weiter.
Ich glaube wenn wir echt sein wollen bedeutet das nicht dass wir andere mehr verletzen sondern dass wir sie enttäuschen. Das ist etwas ganz anderes. Sie sind unser Bild gewohnt das wir ihnen vorgespielt haben. Diese Enttäuschung schmerzt einen selber viel mehr als die anderen.
Meine Gedanken dazu.

liebe Grüße von hexe

Sind wir wirklich "echt" so wie wir uns geben?

Gina-NRW ist offline
Beiträge: 1.057
Seit: 15.06.08
Hallo C.

wenn das Büchlein dich anspricht, dann ist es für dich richtig.
das zählt. und: natürlich darf man sich abheben!
eine rote Blume schämt sich nicht für ihre Farbe.
sie hat gar nicht die Absicht, etwas Besonderes zu sein. sie IST rot, fertich.

solche Büchlein usw erreichen einen immer genau zur rechten Zeit.
bei mir waren es damals "Die vier Verschreibungen zum Glücklichsein"
von Doris Wolf und Rolf Merkle. diese lauten:



Bemühe dich, das zu bekommen, was du möchtest,
aber fordere es nicht.

Akzeptiere, was auch immer geschieht
- für den Augenblick.

Zeige Liebe und eine akzeptierende Haltung,
auch wenn du nicht das bekommst, was du willst.

Respektiere und achte dich,
was immer du tust und erlebst.


ganz liebe Grüße
Gina

Sind wir wirklich "echt" so wie wir uns geben?

fallenangel1604 ist offline
Themenstarter Beiträge: 212
Seit: 16.01.09
Hey ihr,

klar stimmen(sag das jetzt mal so) manche Stellen nicht...oder passen nicht rein...oder wiedersprechen sich...weiß auch nicht. Es ist auch nicht der ganze Text der mir gefällt, bloß einzelne Stellen. Und der Gedanke an sich ist schön, doch sehr schwer zu leben. Zumindest geht es mir so.

Ich denke der Text gefällt mir so gut weil ich das gerne leben würde so wie es da steht.(Manche Stellen)
Ich glaube ich weiß garnicht wie ich echt bin...das hört sich sicher komisch an...aber manchmal glaube ich das ich garnicht mehr weiß wer ich überhaupt bin. Ich habe immer so viele Dinge gemacht die ich eigentlich garnicht machen wollte...oder so oft Dinge gesagt die ich hätte nicht sagen wollen. Das stimmt schon...in dem Text...wenn man tut was man nicht ist wächst eine stille Abneigung gegen sich selbst.
Ach her je, ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll was ich gerade denke. Ich suche manchmal nach mir. Ich suche nach Dingen an mir die wirklich ich sind...oder wenn ich Sachen sag überlege ich danach ob ich das wirklich wollte, stelle fest das es nicht so war und überlege was denn "ich" gesagt hätte. Doch da such ich dann vergebens weil ich irgendwie nicht weiß ob ich es war oder ich nicht weiß wer oder wie ich bin.

Ziemlich verworren, ich weiß. Kann meine Gedanken manchmal nicht ganz klar zum Ausdruck bringen, wie man sieht:-)

Liebe Grüße
__________________
Die besten und schönsten Dinge auf der Welt kann man weder sehen noch hören:

Man muss sie mit dem Herzen fühlen!

Sind wir wirklich "echt" so wie wir uns geben?

fallenangel1604 ist offline
Themenstarter Beiträge: 212
Seit: 16.01.09
Liebe Gina,

das sind wirklich sehr schöne Zeilen...


Zeige Liebe und eine akzeptierende Haltung,
auch wenn du nicht das bekommst, was du willst.


Da musste ich an unsere Diskussion denken...hatte mich wohl nicht in einer aktzeptierenden Haltung gezeigt:-)


Respektiere und achte dich,
was immer du tust und erlebst.


Und das will ich irgendwann auch mal können! Ist aber schwer finde ich.

Lg C. :-)
__________________
Die besten und schönsten Dinge auf der Welt kann man weder sehen noch hören:

Man muss sie mit dem Herzen fühlen!

Sind wir wirklich "echt" so wie wir uns geben?
Männlich Sternenstaub
Lieber Angel,
jetzt schreibe ich Dir mal, was ich denke, wenn ich das Wort Echt höre!

Wenn ich mit mir im reinen, fühle ich mich echt,
dann leuten die Glocken meiner inneren Harmonie,
die nach außen dringen und schwingen

Echt sein ist mit mir im Reinen sein,
echt sein ist ein großes Geschenk,
echt sein gibt immer und nimmt auch

echt sein tut nicht weh,
echt sein tut gut,
echt sein ist tiefe Erfüllung

echt sein ist tiefe Annahme,
echt sein ist tiefes loslassen,
echt sein ist tiefe Liebe

echt sein ist hier,
echt sein ist da,
echt sein ist immer vorhanden

dort wo es echt ist,
es heilsam ist
es erfüllend ist

echt sein ist in Dir
echt sein das bist Du
echt sein ist in freier Liebe sein!

Na ja, für Dich Angel, was ich so vom Echtsein denke, ein Teil davon!

Liebe Grüße für Dich Angel Jogi

Geändert von Sternenstaub (27.01.09 um 01:39 Uhr)

Sind wir wirklich "echt" so wie wir uns geben?

Hexe ist offline
Beiträge: 3.844
Seit: 13.07.07
Hallo Engel,

Ich suche manchmal nach mir. Ich suche nach Dingen an mir die wirklich ich sind...oder wenn ich Sachen sag überlege ich danach ob ich das wirklich wollte, stelle fest das es nicht so war und überlege was denn "ich" gesagt hätte. Doch da such ich dann vergebens weil ich irgendwie nicht weiß ob ich es war oder ich nicht weiß wer oder wie ich bin.
dazu kann ich dir etwas erzählen. Als ich so zwischen 16 und 18 Jahre alt war habe ich auch immer mein wirkliches, echtes ich gesucht.
Ich fand:
eine Schülerin (eine sehr schlechte übrigens)
eine Tochter, eine Freundin und so weiter. Ich fand es waren alles Rollen die ich "spielte", und ich fragte mich oft wie ich denn wäre wenn ich ohne diese Rollen leben würde, nur als "ich".
Damals fühlte ich mich als hätte ich mich irgendwie verloren, oder besser gesagt ich konnte mich erst gar nicht finden.
Vielleicht verstehst du wie ich das meine?!

liebe Grüße von hexe

Sind wir wirklich "echt" so wie wir uns geben?

fallenangel1604 ist offline
Themenstarter Beiträge: 212
Seit: 16.01.09
Hallo Hexe,

ja das verstehe ich. Da gehts mir im Moment ähnlich...ich habe die Rolle als Tochter, eher Mutter der Mutter und Freundin zugleich, die Rolle als liebe und nette Mitbewohnerin, die Rolle als "Betreuerin" in meiner Einrichtung...es sind so viele. In jeder Rolle muss ich mich anders verhalten, so wie es sein muss. Aber wieso kann ich nicht so sein wie ich will, also ach ich weiß nicht wie ich wirklich bin. Das ist soooo verwirrend. Naja das ich mich in der Rolle als "Betreuerin" anders verhalten muss ist ganz klar. Ich muss mit gutem Beispiel voran gehen...aber die Rolle als Tochter, Mutter der Mutter und Freundin zugleich, diese Rolle möchte ich nicht mehr spielen. Das geht jetzt schon ewig so...wann bin ich dran mit bemuttert werden? Oh, das war jetzt etwas...sorry.

Naja, ich weiß wirklich nicht wie ich wäre, hätte ich nicht all die Rollen zu spielen.

Lg
__________________
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