Selbstverletzendes Verhalten

16.01.09 01:00 #1
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Selbstverletzendes Verhalten

SkyGirl ist offline
Beiträge: 1.793
Seit: 28.10.05
Ich finde es ausgesprochen unhöflich und unfair Angel gegenüber jetzt über "in" und "out" zu diskutieren.

In ihrem Eingangsposting schrieb sie:

Ich weiß so langsam nicht mehr wie es weiter gehen soll. Naja ich hoffe das mir jemand von euch antworten und mir vielleicht helfen kann. Ich weiß echt nicht weiter!!!
Ich glaube nicht rausgelesen zu haben, dass Angel wissen wollte, ob das Ritzen nun "in" oder "out" sei. Über Wortklaubereien kann man ja einen eigenen Thread eröffnen, statt hier vom eigentlichen Thema abzulenken. (SO, das musste jetzt mal raus)
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Selbstverletzendes Verhalten

fallenangel1604 ist offline
Themenstarter Beiträge: 212
Seit: 16.01.09
Natürlich interessiert es mich noch, ich werde mich auch noch dazu äußern. Aber erst später, da ich Dienst habe und eigentlich garnicht im Web sein dürfte. Damit riskiere ich eine Abmahnung. Also bis bald...spätestens heute Nacht. Da verkriech ich mich nämlich einfach mal kurz:-)

Selbstverletzendes Verhalten

Shelley ist offline
Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
hallo sema,

ich weiss nur, dass es viele leute - ja sogar ärzte!! - gibt, welche einem menschen mit selbstverletzendem nur aufhalsen wollen:
"hör auf mit dem pupertären kinderkram; das ist nur ein modespleen."
und genau das finde ich daneben!
damit ist einem mit svv absolut nicht geholfen.
und gerade deswegen habe ich diese sache mit 'in' und 'out' nochmals aufgeworfen.
um fallenangel ausdrücklich zu verdeutlichen, dass sie nicht denken muss, dass stimmt, was gewisse ignoranten behaupten.
ich wollte auf diese weise helfen.
aber das versteht nur jemand, der selbst davon betroffen ist.

viele liebe grüsse von shelley
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IchDiskutierNichtMitIdioten.ErstZiehnSieMichAufIhrNiveauRab, DannSchlagen'sMichMitIhrerErfahrung.

Selbstverletzendes Verhalten
MisterX
Wie hoch ist eigentlich die Chance aus dieser Sackgasse wieder rauszukommen?
Da gibt es doch sicher auch schon Statistiken dazu?!

Lieben Gruß

PS: Könnte man es vielleicht auch wie einen Tic sehen, den viele Leute haben, aber einfach nicht los bekommen.
Mir ist zum Beispiel ein absolutes Rätsel, warum eine Mensch, der völlig klar im Kopf ist, ansonsten alles unter Kontrolle hat, plötzlich vom Waschzwang übermannt wird ...

Selbstverletzendes Verhalten

Shelley ist offline
Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
hallo mister x,

manchmal frage ich mich auch, warum es einem so verrückt spielen kann.

ich denke, es gibt zwei faktoren.
einerseits die körperliche chemie mit all den -phinen, die da die hiormone und was auch immer spielen lassen, andererseits die seele mit ihrem be- und unterbe- wusstsein.

es soll ja zwei arten von sogennanten störungen geben.

die eine, wo der betroffene nicht realisiert, was mit ihm abgeht und meint, er ist es, der in der sache voll drin steckt und voll überzeugt ist, dass es das wahre ist.
beim waschzwang m beispiezul, ist dieser voll überzeugt, dass es das einzig richtige ist, sich immer und wieder zu waschen.

und die andere, in der der betroffene realisiert, dass die handlungen nicht zu ihm gehören.
er denkt, dass es ihm passiert.
er realisiert, dass das wiederholte waschen nicht "normal" sein kann, sondern dass es "ihm passiert", dass er sich immer und wieder wäscht.

ich denke, dass bei beiden arten der betroffene wie quasi nicht mehr sich selbst ist, sondern irgendwie "neben den schuhen steht".

wie man da raus kommt?
das habe ich mich auch schon oft gefragt.

ich denke, beim ersten fall sollte man den betroffenen irgendwie "aufwecken" können und ihm dann helfen, da raus zu kommen.
wenn es dem betroffenen bewusst ist, was da abgeht, hilft es ihm vielleicht, den grund und die ursache des verhaltens zu finden.
ich denke, wenn er dann wie auch immer die ursache auflösen kann, dann fallen auch die "abnormen" handlungen aus.

wobei man jetzt über "normal" und "anormal" diskutieren könnte...

beim zweiten fall hilft es vielleicht, wenn man die gefundene ursache lösen kann, ohne dass man den betroffenen erst noch aufwecken muss.

wenn die ursache körperlich bedingt ist, also aufgrund von gestörten hormon-, rezeptoren- und solchen verhältnissen, können vielleicht medikamente und sonstige therapien helfen.

bei seelischen ursachen?
ich weiss ja nicht, was es da alles gibt.
hypnose, verhaltenstherapie, traumabeseitigung, so neurofeedback zeugs oder was das ist, und so eben.

ich denke, dass ersatzhandlungen das übel auch nicht wirklich beseitigen.
also die sache mit sich hauen statt schneiden und so.
ich meine; damit ist das problem ja auch nicht behoben.
zumal es bei ritzen nicht immer einfach nützt, auf einen boxsack zu hauen.
weil bei einigen sind es ja andere faktoren, als nur aggrssionsabbau, den sie brauchen.
manche wollen sich spüren, andere sind erst frei vom zwang des verletzens, wenn rote säfte fliessen und was auch immer.

es gibt ja auch die meinung, dass leute zwänge, svv und was auch immer haben, wenn sie innerlich leer und nicht erfüllt sind.
oder noch krassere meinungen gehen davon aus, dass es fremde energien in einem menschen sind, welche solche "zustände" auslösen.
ich denke, dass es auch deswegen die teufelsaustreibungen gegeben hat.

wenn man davon ausgeht, dass jemand waschzwang hat, oder sich ritzt, weil er innerlich leer ist, dann hilft es vielleicht, diese leere anderweitig zu füllen.
mit malen, tanzen, musizieren, stricken oder was auch immer.
wenn man die krasse meinung hat, dass dem leeren das innere licht, also das gute fehlt und böse wesen oder energien in dem betroffenen stecken, dann kann man es ja mit kirchgängen, beten, einer pilgerreise nach mekka, ausräucherungen oder was auch immer versuchen.

hm.

vielleicht wissen die betroffenen tief in sich selbst am besten, was das richtige für sie ist.
ja und dementsprechend fällt dann auch eine therapie aus.
nicht?

ich denke, mit statistiken könnte es schwer sein, weil ja der grösste teil der betroffenen die sache geheim behalten.

vielleicht füge ich noch an, dass ich eine berufsmusikerin kenne, welche svv hatte.
da kann man ja nicht sagen, sie sei innerlich leer gewesen.
doch vielleicht fehlte ihr was anderes innerlich?
die liebe kann es auch nicht gewesen sein, da sie wirklich gute, liebe eltern und supergeschwister hatte.
in ihrem fall war die ursache wie ich schon im anderen beitrag schrieb, ein jahrelanger missbrauch.
als die musikerin dies erkannt hatte, den täter vor gericht brachte und selbst eine psychotherapie abgeschlossen hatte, war sie für immer von svv befreit.

was ich damit sagen möchte:
ich denke, man kann nicht pauschalisieren.
das macht statistiken wohl auch noch schwerer.

viele liebe grüsse von shelley
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Männlich Sternenstaub
All Ihr lieben,
es ist wirklich nicht leicht, wirklich befreiende Liebe der Selbstannahme zu begreifen, zu verstehn...es ist wirklich nicht leicht und immer wieder kann es ein langer Weg werden, dies zu Verstehen...doch ist dieser Weg einmal beschritten, wird alles sich ändern, dass tiefe verstehen zum eigenem selbst kommt dann ganz nah und es wird alles leicht, wie ein Luftbalon, der in die Höhe fliegt...
Ach all Ihr lieben, es ist so wichtig sich selbst trotz all der Kümmerniss tief zu verstehen!
Ich habe Euch alle sehr lieb Euer Jogi

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Weiblich KimS
Hallo Fallenangel, und hallo Zusammen,

Ich denke dass Jogi da ein ganz wahres Wort schrieb, und es sehr schön beschrieb, die Selbstannahme beinhaltet, denke ich auch, dass man, ausser andere, sich Selbt auch lieben und vergeben kann, dass "Fehler" wenn's überhaupt "Fehler" waren/sind sich selber auch vergeben werden.

Manchmal hilft dabei eine Gesprächstherapie, in denen man ohne "Bewertung" mal erzählen kann, und lernen kann dass z.B. die eigene "Urteile" eigentlich nicht so passend sind, vor allem wenn man meint hart über sich Selber urteilen zu müssen. Manchmal werden diese "Urteile" über Gedanken oder Worte (z.B. (sinnlose) Urteile) anderer einem "eingeflüstert", wird man davon gequält, obwohl die Urteile gar nicht berechtigt sind.

Ausserdem bin ich der Meinung dass sich man besser gar nicht so beschäftigt mit Urteilen, nich über andere, weil man das Leben eines anderen nicht gelebt hat, und so gar nicht nachvollziehen kann was einem zu bestimmte entscheidungen gebracht hat, und dass man wenn man über sich selber Urteilt, dem gleichen Verständnis aufbringen kann, wie man das für andere auch hat, eher versucht dem was gutgetan hat, konstruktiv war bei zu behalten und sichselbst dafür auch zu schätzen weiss, und zu dem was verbesserungsbedürftig war, sich Alternativen ausdenkt, für den Zukunft, wenn das einen Sinn macht, sei es nur dass man eines Tages einen anderen Menschen mit dem was man gelernt hat vom geschehenen, helfen kann. So lässt sich sogar aus den schlimmsten und sinnlosten erscheinenste Erfahrungen, doch etwas positivem und konstruktiven entstehen. Was alle(m) zugute kommen kann.

Sorry, ich hoffe das war jetzt nicht zu abstrakt oder "Schwebend"

Liebe Grüsse,
Kim

Selbstverletzendes Verhalten
Männlich Sternenstaub
Liebe Fallenangel,
ich denke Kim hat wieder einmal, wie so offt schon zuvor etwas gesagt, was wichtig ist zu verstehen, mit dem Verstehen kommt dann auch die Veränderung zustande...
Menschen werden ob Sie es wollen oder auch nicht wollen in diesem Leben buchstäblich "Transformiert", dies ist ein Weg, den alle Menschen gehen müssen, ob Sie es wollen oder nicht, denn das Leben fragt nicht danach, es geschiet...lebt...ist...da...tagein...tagaus...
wie soll es einfach sein zu Verstehen, wenn kein Frieden existent ist im eigenem innern?
Wie kann man im eigenem Unverständniss je begreifen? Wie begreifen, was Schicksal ist?
Wie begreifen was Liebe ist? Wie begreifen was Leben ist? Wie?

Geändert von Sternenstaub (18.01.09 um 00:13 Uhr)

Selbstverletzendes Verhalten
Männlich Sternenstaub
Lieber Fallenangel,
wenn Du Dich lieben gelernt hast, bist Du in einer anderen Welt, in der Welt der Liebe!
Hast Du Dich schon lieben gelernt?
Ich bin nicht wie Gina, ich denke anderst, sehe meinen Weg nicht in Konfrontation, wo ein Mensch Weinen muss aus Schmerz darum, ich sehe einen anderen Weg, dieser andere Weg ist der Weg der Annahme des eigenen Selbst...
Bitte, ich würde mich sehr tief erfreuen, wenn Du mal Ave Maria von Youtube hören würdest, immer noch und dabei an Dich denkst und Dich fühlst und ganz, ganz lieb hast in all Deinem Fühlen, ich denke dies ist der Weg...Dich ganz, ganz lieb haben, ganz tief...ohen Härte...den Härte ist immer Härte und Liebe immer Liebe.

Alles liebe Dir Jogi

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fallenangel1604 ist offline
Themenstarter Beiträge: 212
Seit: 16.01.09
Zitat von Hexe Beitrag anzeigen
hallo fallenangel,

Wichtig und unwichtig, wer bestimmt was wichtig ist?
Jeder für sich, würde ich meinen, anders geht es nicht.
Und Probleme sind Probleme, wenn sie für mich groß sind, dann sind sie das auch. Da ist es egal ob jemand anders das Problem überhaupt sieht.
Meine totale Zahnarztpanik ist für mich auch ein Problem, zum Beispiel. Mein Mann versteht das nicht, er sieht gar kein Problem. "Da gehst du hin, das tut halt mal kurz weh, und dann gehst du wieder heim. Und was soll daran so schlimm sein?" (seine Worte). Stimmt, für ihn nichts. Für mich alles, nicht mal die Schmerzen, nur der Besuch dort reicht mir schon.
So ist das eben mit den Leuten.

NEIN, das stimmt so nicht. Du bist überhaupt kein Problem, mit dir stimmt schon alles.
Du hast einiges in deinem Leben erlebt das du nicht richtig verdauen und verarbeiten konntest. Du hast bisher noch keine Mögglichkeit gefunden damit so umzugehen wie es für dich gut wäre, das ist aber auch alles. Du bist nicht das Problem, du hast ein paar Probleme. Und die kannst du bearbeiten, mit geeigneter Hilfe.

liebe Grüße von hexe
Hallo Hexe,

ich weiß nicht wer bestimmt was wichtig oder unwichtig ist. Aber ich weiß das es viele Leute gibt die meine Probleme für unwichtig halten und mich daher auch einfach nicht ernst nehmen. Das hab ich schon wirklcih sehr oft erlebt, das prägt sich ein. Deshalb weiß ich nicht ob ich einfach drauf losschreiben soll oder die vielen kleinen Dinge einfach für mich behalte. Verstehst du?

Doch ich denke das ich selbst das allergrößte Problem bin. Da ich einfach so vieles verkehrt sehe und darauf dann auch falsch reagiere. Oh mann ich kann es wirklich nicht gut erklären, das ist alles so verwirrend, verkehrt und verdreht.

Aber das allergrößte Problem das mich belastet ist meine Aufnahmeprüfung am Mittwoch. Ich habe so starke Angst davor, ich kann es nicht in Worte fassen. 2. Problem: Ich habe sooooo viele Selbstzweifel. Ich kann nichts tun ohne an mir zu zweifeln. Naja bei der Prüfung muss ich einen Aufsatz schreiben-kein Problem, einen Intilligenztest machen-kein Problem und ein Fachgespräch führen. Da sitzen dann 5 Leute vor mir und erwarten das ich einfach ganz souverän bin. Aber das ist garnicht so einfach. So dann quetschen sie mich über meine Vergangenheit aus, das ist nämlich der Hauptgrund warum ich Kinder -und Jugendheimerzieherin werden will, und von Angesicht zu Angesicht über meine Vergangenheit zu reden ist wahrhaftig nicht einfach, vor allem vor 5 Leuten die über meine Zukunft entscheiden. ANGST!!! Ich esse jetzt schon seit knapp 2 Tagen nichts mehr, weil ich nichts runter bekomme.

Naja, versteht man das Problem?

Lieben Gruß


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