Psyche

28.11.08 14:42 #1
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Oke1979 ist offline
Beiträge: 41
Seit: 04.04.06
Hallo,

ihr habt vielleicht schon einige meiner Beiträge gelesen, doch heute geht es weniger ums körperliche, als um die Psyche. ich fühle mich zur Zeit, als wenn meine Gefühle feststecken, d. h. kann keine richtige Freude, aberauch keine richtige Trauer empfinden, als wenn eine Blockade in mir ist. Ich bin seit Anfang des Jahres arbeitslos, und beginne ab Montag einen neune Kurs, zum Bürokaufmann, auf der einen Seite freue ich mich sehr darüber, dass ich diesen Kurs machen kann, aber ich habe auch Angst, ich habe schon einige Nächte lang kaum geschlafen, in meiner Beziehung läuft es auch nicht so gut, wie es eigentlich seien sollte. Ich hänge nur noch rum, gehe nicht mehr raus, war vorgestern zum erstn mal nach langer langer Zeit wieder bei uns im Wald spazieren, aber seitdem geht es mir komischerweise noch schlechter, als wenn da Giftstoffe oder was auch immer freigeworden sind. Vom körperlichen habe ich auch erhöhte Leberwerte. Wer kann mir sagen, was mir helfen könnte? Fühle mich irgendwie verzweifelt im Moment.

Lg, und danke im Voraus, oliver

Weiblich KimS
Hallo Oliver,

Vielleicht hilft der Artikel der hier http://www.symptome.ch/vbboard/thera...tml#post224402 verlinkt ist Dich in Deiner Situation weiter?

Vielleicht solltest Du das mit Deinem Leber mal näher untersuchen lassen auch. Es könnte ja von Einfluss sein auf der Vitalstoffaufnahme, und somit mitverantwortlich für Deine jetzige Empfindungen.

Herzliche Grüsse,
Kim


Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Hallo Oke,

zunächst möchte ich Dir sagen, dass hier im Forum selbstverständlich keine Ferndiagnosen möglich sind und dass Du die notwendigen medizinischen Abklärungen "Zuhause" vornehmen solltest. Idealer Weise, so finde ich, von eine/r/m Ganzheits- oder Orthomolekular - MedizinerIn www.ganzheitsmedizin.de/aerzte/arztlist.htm - oder eine/r/m Arzt dem Du vertraust.

Meine persönliche Meinung ist: dass gerade in der jetzigen, dunklen Jahreszeit der Ernährung und der Versorgung mit Licht und Wärme eine besondere Rolle zu kommt.
Der Nährstoffbedarf, den wir haben ist das Jahr über nicht immer gleich und die Versorgung nicht immer gleich gut.
Gerade im Winter treten schnell Mangelzustände auf. Hier ist, meine ich, besonders auf Vitamin D zu achten.

Meiner Meinung nach sollte man sich möglichst jahreszeitlich stimmig ernähren. Was im Moment heißt, auf die regionalen Lagergemüse, wie die verschiednen Kohl- und Rübenarten etc. , das gute alte Sauerkraut, das besonders viele Vitalstoffe enthält, (getrocknete) Hülsenfrüchte etc. und regionales Obst zurück zu greifen. (Natürlich kann man, wenn man es verträgt, das auch mit all den leckeren exotischeren Früchten ergänzen, die auf dem Markt sind).
Sinnvoll ist es, so denke ich, darauf zu achten, dass es sich um hochwertige Nahrung handelt, die tatsächlich das enthält, was darin sein sollte. http://www.symptome.ch/vbboard/ern-h...f-verkauf.html

Ansonsten können Ergänzungen durch Vitalstoffpräperate sicher sehr hilfreich sein.

Da der Mensch nicht nur vom Brot allein lebt http://www.symptome.ch/vbboard/philo...setzungen.html ist die Beachtung der geistig - psychischen und der sozialen Ebene, meiner Meinung nach auch sehr wichtig.
in meiner Beziehung läuft es auch nicht so gut, wie es eigentlich seien sollte.
Vielleicht kannst du mal schauen, was Du für Dich da erwartest und vielleicht, was Dich da besonders zufrieden macht und ob Du davon dann "mehr machen" kannst?

Du hast geschrieben, dass Du Dich auf die Umschulung freust. Wow, das finde ich prima. Was sind denn die positiven Erwartungen, die Du hast?

Ich wünsche Dir (und allen Anderen) einen schönen Sonntag

Herzliche Grüße von
Leòn
__________________
Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)

Geändert von Leòn (30.11.08 um 14:16 Uhr)


margie ist offline
Beiträge: 4.784
Seit: 02.01.05
Hallo Oke,

Psychische Probleme und erhöhte Leberwerte?
Das passt haargenau auf die Krankheit, die ich habe.
Morbus Wilson = Kupferspeicherkrankheit.

Dies ist eine Leberkrankheit, bei der die Leber Kupfer aus der Nahrung nicht ausscheiden kann, mit der Folge, dass es sich erst in der Leber anreichert und später über den Blutkreislauf auch ins Gehirn geht und dort zu neurologischen und zu psychiatrischen Schäden führen kann.

Es sind alle psychiatrischen und neurologischen Störungen denkbar bei der Krankheit.

Hier ein paar Links dazu:
Hier noch ein paar Links zu der Krankheit:
www.hc-forum.net/eurowilson/?page=0&sousPage=0&langue=de
MorbusWilsonEV
AWMF online - Leitlinie Neurologie: Morbus Wilson

Außerdem gibt es hier im Forum eine Rubrik dazu:
http://www.symptome.ch/vbboard/erbkrankheiten/

Noch etwas:
Man hat bei dieser Krankheit nie alle Symptome, die genannt werden. Es gibt sehr viele Varianten bei dieser Erkrankung und viele Symptome entwickeln sich erst noch, wenn man die Krankheit nicht vorher diagnostiziert und behandelt hat.

Ein Hinweis auf die Krankheit können evtl. folgende Blutwerte sein:
Alkalische Phosphatase (AP): Sie ist bei dieser Krankheit eher im unteren Normbereich.
Alpha-2-Globulin in der Eiweiß-Elektrophorese: Es kann bei dieser Krankheit niedrig oder erniedrigt sein.


Ebenso sollte man die Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose) bei Dir ausschließen, weil dies die häufigste genetische Erkrankung ist, die es gibt und weil es auch eine Leberkrankheit ist.

Beide Krankheiten sind bei Leberwerterhöhungen von jüngeren Patienten am wahrscheinlichsten, denn beide sind genetisch bedingt, d. h. man kann bereits in jüngeren Jahren erhöhte Leberwerte davon haben.

Beide werden aber von den Ärzten oft übersehen, weil sie immer noch wenig bekannt sind bei den Ärzten.

Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller


ErikaC ist offline
Beiträge: 855
Seit: 29.05.07
Hallo Oke,

ich schließe mich den Ausführungen von Lèon im Großen und Ganzen an, möchte aber auch noch auf die Wichtigkeit von Folsäure bzw. eigentlich Folat (die natürliche Form) hinweisen. Außer einem Vitamin D-Mangel bei einem sehr hohen Prozentsatz der Deutschen wurde auch in der neuen Verzehrstudie 2008 (vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegeben) bei ca. 80-90 % der Bevölkerung ein Folsäuremangel festgestellt.

Bezüglich Negativstimmung / Depression siehe:wissenschaft.de - Depressionen durch Folsäure-Mangel?

Naturheilkunde News Blog Archive Folsäure ? Helfer gegen Depressionen, Gedächtnisverlust und Schlaganfall

Allerdings gibt es auch Meldungen über die Kehrseite der Medaille - dass künstliche isolierte Folsäure ev. Darmkrebs fördern kann:
Folsäureergänzung begünstigt Darmkarzinom (05.11.07) - aerztlichepraxis.de

Es gibt aber auch gegenteilige Meldungen wie diese hier Apotheke im Lyzeum e.K.- Kempten, Apotheke Kempten, allerdings spricht man hier nicht konkret von isolierten Präparaten, sondern erwähnt, dass Folsäure (eigentlich heißt die natürliche Form Folat) in grünem Blattgemüse, Brokkoli, Hülsenfrüchten, Leber usw. enthalten ist.

Künstliche Vitamine sind nicht ungefährlich. Erst einmal sollte man seine Ernährung sehr kritisch unter die Lupe nehmen - und dann gibt es auch Nahrungsergänzungen aus Obst und Gemüse. Sehr oft fehlt noch mehr. In Obst und Gemüse ist viel, viel mehr enthalten als in einigen wenigen isolierten Stoffen - und diese Stoffe werden um ein vielfaches besser aufgenommen.

Schlechte Leberwerte sind übrigens häufig das Ergebnis unzureichender Ernährung. Wie sieht denn deine Ernährungs aus?

Viele Grüße
Erika


Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Hallo Oke, hallo EricaC,

ja, wie ich schon sagte, ist eine ausgewogene, hochwertige und jahreszeitlich angemessene Ernährung sehr wichtig.http://www.symptome.ch/vbboard/ern-h...ffe-links.html
Mangelsituationen kann der Arzt feststellen. Hier kann man auch einen - Hinweis auf Ernährungs- bzw. Versorgungsmängel durch Selbsttests bekommen:
www.elefantenapo.de/vitalchecktext.htm
LIFELINE Home - Browser

Wie gesagt, Ernährung, Bewegung, eine angemessene (nicht zu warme, nicht zu kalte) Temperaturversorgung, frische Luft, etc. sind sehr wichtige Elemente.

Auch auf der somatopsychischen und der psychosomatischen Ebene gibt es, so denke ich einiges, was man für sich tun kann.

Nicht umsonst liegen die (religigiös geprägten) Lichterfeste http://www.symptome.ch/vbboard/relig...st-lichts.html fast aller Kulturen in der "Dunklen Jahreszeit". Schon immer hat man Feuer und Licht zur Verbesserung des Wohlbefindens eingesetzt. Ich finde zum Beispiel, dass ein Blick in eine Kerzenflamme, oder das Aufhalten in einem nur mit Kerzen beleuchteten Raum, sehr wohltuend sein kann. Dazu der Duft von Gewürzen und ähnlichem ....

Das mag aber bei verschiedenen Menschen unterschiedlich sein. Jedenfalls denke ich, ist es gut danach zu sehen: "Was tut mir gut, was hilft mein (gesamtes, auch emotionales) Wohlbefinden zu steigern (oder zu erhalten)?" und davon dann "mehr zu machen", wenn es hilfreich ist.

herzliche Grüße und eine schöne Adventszeit von
Leòn
__________________
Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)


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