Krankheit & Wiedergeburt

26.05.06 08:40 #1
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Krankheit & Wiedergeburt

Pius Wihler ist offline
Beiträge: 1.019
Seit: 24.09.04
DIESER Thread hier heisst: Krankheit & Wiedergeburt
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Gib einem Hungernden einen Fisch, und er hat zu Essen für einen Tag.
Lehre ihn angeln, so hat er zu Essen für das ganze Leben.

Einen schönen Tag wünscht Dir Pius

Krankheit & Wiedergeburt

chiara ist offline
Beiträge: 259
Seit: 22.02.07
Lieber Pius, ich gebe dir recht und tatsächlich bin ich für die Erfahrungen auch dankbar. Jedoch denke ich, dass es mit "ein paar Minuten" nicht getan ist. Ich habe gravierende, nicht organische, Herzprobleme die niemand erklären kann und tatsächlich vertrete ich mittlerweile die Meinung, dass dort ein Zusammenhang besteht... außer vielleicht irgendwelchen Zellvergiftungen. Tatsächlich hast du auch recht damit, dass ich erst einmal damit klar kommen muß, dass es ein Teil von mir ist, den ich bewußt annehmen muß. Das ist schon schwierig, wenn diese Trauer nicht im jetzigen Leben stattgefunden hat, jedoch unterschwellig immer vorhanden ist.
Ich denke dir für deine Unterstützung - sie ist sehr konstruktiv.

LG Chiara

Krankheit & Wiedergeburt

chiara ist offline
Beiträge: 259
Seit: 22.02.07
Lieber Beat,

ich habe schon bemerkt, dass du sehr christlich geprägt bist. Tatsächlich habe ich mich schon mit fast allen Religionen dieser Welt auseinander gesetzt und festgestellt, dass die Unterschiede in der Essenz kleiner sind als die Menschen denken. Ich bin auch davon überzeugt, dass es eine "höhere Macht" gibt. Nenne sie Jesus, Allah, Buddha oder wie auch immer. Die Essenz ist die Gleiche.
Um auf deine Fragestellung nach dem Geistesgestörten der nach ein paar Stunden verstirbt zurückzukommen... tatsächlich denke ich, dass auch das ein wichtiger Lernprozess für die Seele ist. Es war zwar ein kurzer, aber wichtiger Prozess. Wenn man die Thematik etwas übergeordneter betrachtet, dann ist selbst ein Menschenleben nur ein kleine Klecks im Leben einer Seele. Sei es nun lang oder ganz kurz... das Wichtige daran ist, dass die Seele sich weiterentwickelt. Tut sie es in diesem Leben nicht, dann muß sie es im nächsten oder übernächsten tun. Und so manifestieren sich wahrscheinlich auch Krankheiten. Auch für mich ist diese Theorie relativ neu, aber sie erscheint mir absolut einleuchtend. Zu den Rückführungen... ich weiß es einfach, da es absolut heftige Emotionen in mir ausgelöst hat und es war, wie wenn ich die Situation gerade nochmals durchlebt hätte. Tatsächlich denke ich jedoch, dass man das nur dann nachvollziehen kann, wenn man es auch erlebt hat. Ich kann dir die Erfahrung wirklich nur wünschen, denn ich hatte nicht nur diese Erfahrung dort gemacht - auch sehr, sehr angenehme ;-)

LG Chiara

Krankheit & Wiedergeburt

santa ist offline
Beiträge: 1.515
Seit: 30.06.05
Hallo Ihr Lieben!

Jou, ich hab auch solche Erfahrungen bei meiner Reinkarnationstherapie machen dürfen. Und ich bin auch ein frischgebackener Reinkarnationtherapeut (ist jetzt KEINE Werbung).

Stimme Chiara zu: wer so eine Rückführung "erlebt" hat, der weiss es einfach, und das ist meiner Meinung nach Religionsunabhängig.

Lieber Gruss
Karin

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Pius Wihler ist offline
Beiträge: 1.019
Seit: 24.09.04
Liebe Chiara

du schreibst:
Jedoch denke ich, dass es mit "ein paar Minuten" nicht getan ist
Wenn DU das so denkst, wird es SO sein. Woher weisst du das aber, bzw. glaubst es zu wissen?
Mache mit diesem traurigen Teil in dir eine Zeit ab, zB. 1, 5 oder 10 Minuten, wo du dich dieser Trauer hingibst. Dies hilft, die ANGST davor zu überwinden. Letztlich ist es eine Sache von einer Sekunde, so wie beim Licht "an oder aus". Angst hat dein "Ego", es könnte sich verlieren und "sterben". Frag deine Seele, die WEISS. Vertraue DIR und DEINEN Gefühlen, Chiara. Du kommst durch deine Trauer durch!
Das wage ich zu behaupten, weil du ja faktisch gesehen schon durch bist, den du LEBST jetzt. Fühle jetzt in dein Herz, was du spürst...erlaube dir Freude/Liebe und Trauer gleichzeitig wahrzunehmen, DAS ist das Heilsame...

Danke, dass ich dir das schreiben durfte.
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Einen schönen Tag wünscht Dir Pius

Krankheit & Wiedergeburt

chiara ist offline
Beiträge: 259
Seit: 22.02.07
Lieber Puis,

das hast du wirklich sehr liebenswert geschrieben - ich danke dir und ich werde mir, sobald es mir möglich ist, darüber Gedanken machen. Für mich ist es immer wichtig, dass ich mich damit identifizieren kann und dass ich es als für mich gut und richtig anerkennen kann. Wie du schreibst - die Seele weiß es - da gebe ich dir recht. Also, ich werde mir die Zeit nehmen zum nachdenken und Zeit für die Trauer und danche werde ich versuchen Freude/ Liebe und Trauer gleichzeitig zu empfinden. Da es gewiß sehr private Empfindungen hervorruft, werde ich, wenn du es erlaubst, dir eine PN zukommen lassen?

Auch dir wünsche ich einen schönen Sonntag

Licht und Liebe

Chiara

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hänsel & gretel ist offline
Beiträge: 125
Seit: 19.11.06
Hallo Beat, das „an Wen und das Wie“ lässt mich noch nicht in Ruhe. Wenn ich „Chiara“ richtig verstanden habe, versteht sie Glauben als nicht an eine „bestimmte“ Gottheit gebunden. Und ich selber frage mich auch schon lange, ob es über den verschiedenen Götter, die sich Menschen sehr subjektiv vorstellen, nicht eine „höhere“ Ebene gibt, wo nur eine „Stimme“ spricht, wo Einigkeit herrscht.

Aus dem Buch „Nie mehr krank sein“:
Wirklicher Glaube ist eine strahlende, lebenspendende, begeisternde Kraft. Leider verwechseln wir nur zu leicht Resignation mit Glauben, obwohl beide einander entgegengesetzte Geistesverfassungen sind. Der Glaube ist positiv, er herrscht, er siegt, er überwindet alle Hindernisse. Die Resignation ist negativ, sie gibt nach, sie fügt sich. Männer und Frauen mit lebendigem Glauben brauchen nicht zu resignieren.
Der alles besiegende Glaube an die ihnen verliehenen Kräfte und an ihre hohe
Bestimmung als Kinder Gottes trägt sie durch ihr ganzes, langes Leben hindurch, und da er von einer zuverlässigen physischen Gesundheit gestützt wird, kann er den religiösen Glauben, den Glauben an Gott, nur vertiefen und befestigen.

Nun ist es ja scheinbar so: wer sich dem „richtigen“ Geist zuwendet, ist gesund oder wird gesund – wer sich dem „falschen“ Geist hinwendet wird krank oder wird kränker.
Wenn ich mir jetzt Sorgen mache um die Menschen, und nicht möchte, dass sie sich dem krankmachenden Geist zuwenden, besteht da nicht die Gefahr, dass ich ihnen Angst mache – und damit genau das Gegenteil erreiche von dem, was nötig wäre – nämlich dem Ursprung und dem Weg des Lebens zu vertrauen?

Ich persönlich bin gegen jede Form der Angstmacherei. So kann man mit Menschen doch nicht umgehen: ihnen Vertrauen rauben und gleichzeitig Vertrauen von ihnen erwarten. Da könnte eben auch ein Grund für Krankheit liegen: in der Verwirrung, in der Desorientierung, in fehlender Identität. Einige Menschen scheinen ja geistig vergiftet zu sein, und es wäre für mich spannend zu erleben, wie sie sich (körperlich und sozial) verändern, wenn sie sich geistig entgiften.

Gruß
Gretel

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chiara ist offline
Beiträge: 259
Seit: 22.02.07
Hallo Gretel,

ich finde deine Ausführungen absolut nachvollziehbar und kann mich dem nur anschließen. Ich habe im Laufe meines Leben viele schwere Erkrankungen durchlebt und bin wieder genesen. Ich habe viele Menschen mit ebensolch schweren Erkrankungen kennengelernt die völlig die Orientierung verloren haben, sich in dem Durcheinander von Diagnosen und schlechten Prognosen von Ärzten und Mitmenschen versumpfen sahen, die immer wieder die Frage gestellt haben: "Warum gerade ich." Ich denke, man kann nur gesunden, indem man sagt: "Gerade ich." Und sich dann hinsetzt und überlegt, was dir die Erkrankung sagen möchte, welches Thema es zu bearbeiten gibt. So habe ich bei all meinen Erkrankungen immer mein gerade fälliges Thema nach einigem Suchen gefunden und habe mein Leben, manchmal massiv, verändert. Die Menschen die mir auf meinem Weg begegnet sind und sich aus dem Sumpf nicht herausgearbeitet haben, bzw. in der Resignation stecken blieben, leben heute ausnahmslos nicht mehr. Und du hast recht - irgendwann sollte man ganz dringend anfangen Vertrauen zu haben in sich selbst und in das Leben. Es ist jedoch immer hilfreich den Glauben - egal welcher Konfession - zur Seite stehen zu haben. Jedoch sollte er ein positives Signal setzen und zur Stabilität beitragen. Ich bin heute der absoluten Überzeugung, dass man nur dann gesunden kann, wenn man kritisch, aber positiv den Lebensweg fortsetzt und sich auch auf dem Gesundungsweg Menschen aussucht, die positiv unterstützen, denn Schwarzmalerei ist zwar sehr populär, jedoch nicht wirklich hilfreich. Ich denke einige Menschen geistig zu entgiften wäre eine mehr als sinnvolle Lebensaufgabe.

Liebe Grüße

Chiara

Krankheit & Wiedergeburt

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Chiara

Ich bin Christ und nicht religiös. Anders gesagt, mit dem auseinandersetzen mit christlichen Religionen kannst Du das Christ sein nicht fassen, da Christ sein eine Beziehung ist und keine Religion.

Deshalb trifft Dein Die Essenz ist die Gleiche nicht zu. usserdem widersprechen sich die lehern völlig. "Ich bin der weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum (Gott) Vater ausser durch mich" gegenüber "es gibt keinen personifizierten Gott, alles ist eins". Im weiteren war Budda ein Mensch, kein Gott, das sagte er selber von sich.

Beim Geistesgestörten der nicht lange nach der Geburt stirbt: Welchen wichtigen Prozess hat und konnte den der Mensch da durchmachen? Eine Anschlissende Frage, soll man dann einem Menschen dem es schlecht geht nicht helfen, da er ja selber Schuld ist (Karma) und jetzt einen Prozess durchmachen muss? So wie es wegen dieser Begründung in Indien üblich ist, da wird den Kranken und sterbenden und den Menschen niedrigen Kasten auch nicht geholfen.
Kurz gesagt, wenn man wirklich und konsequent an das Karma mit Wiedergeburt glaubt, dann muss man auch das folgerichtige unangenehme glauben, das anderen Menschen nicht helfen richtig ist, so wie die konservative Hinduistische Gesellschaft kennt, die aus diesen Gründen dann eben auch eine Mutter Theresa ablehnt. Auch an diesem Bsp erkennt man, dass diese Weltanschaung der christlichen, die die Nächstenliebe predigt, völlig widerspricht.

Zu den Rückführungen... ich weiß es einfach, da es absolut heftige Emotionen in mir ausgelöst hat und es war, wie wenn ich die Situation gerade nochmals durchlebt hätte.
Ein Miterleben aus Aussenstehender, Filme, anschauliche Erzählungen etc können auch heftige Reaktionen auslösen. Anders gesagt, Miterleben heisst nicht, dass man dasjenige in einem früheren leben durchmachte.
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Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

Krankheit & Wiedergeburt

chiara ist offline
Beiträge: 259
Seit: 22.02.07
Lieber Beat,

ich bin auch Christ, jedoch steht mir der Buddhismus sehr nahe, da ich mich mit dieser Religion am besten identifizieren kann. Ich denke auch nicht, dass man mit dem auseinandersetzen eine Religion fassen kann, sondern man sollte sich in die Lehren einfühlen und die tatsächliche Essenz einer Religion betrachten. So wie die Religionen von den Menschen gemacht wurden und gelebt werden, so waren sie ursprünglich zum größten Teil nicht angedacht. So müßte man zu deinen Zitaten auch die Originalzitate und nicht die deutsche Übersetzung betrachten, die mit dem ursprünglichen kaum noch was gemein hat. Und natürlich war Buddha ein Mensch, aber Jesus war auch ein Mensch ;-) Und was bedeutet Christ sein? Es bedeutet, man glaubt an eine höhere Macht, man glaubt, an Werte, man lebt ein Leben nach diesen Werten... das ist doch die Essenz die ursprünglich jeder Religion inne wohnt. Auch ein Jude soll sich nach solchen Werten richten, auch wenn seine Religion eher dem "Auge um Auge, Zahn um Zahn" angeglichen wurde. Aber ist nicht dort ganz deutlich des Menschen Wille durchgedrungen?

Zu deiner zweiten Frage: Ich denke schon, dass es eine Erfahrung für eine Seele sein kann als Geisteskranker Mensch zu Welt zu kommen. Aber ich glaube nicht an ein unabänderliches Karma. Ich denke, dass die Seele sich die "grobe Richtung" auswählt und noch genug Platz für Erfahrungswerte beläßt. Somit ist es durchaus wünschenswert eine Hilfe zu erhalten. Für mich hat das auch nichts mit hinduistischer Weltanschauung zu tun, sondern mit meinen Erfahrungswerten, denn ich bin wirklich der absoluten Überzeugung, dass in uns Menschen - in jedem von uns - das absolute Wissen steckt. So gibt es für mich Dinge, die man einfach WEISS, wo man aufeinmal ein "Aha-Erlebnis" hat und man weiß warum die Dinge sind wie sie sind. Es ist nicht einfach zu erklären, denn diese Dinge kann man nur nachempfinden, wenn man sie selbst erlebt hat. Hast du wirklich solche Dinge noch niemals erlebt? Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, denn ich denke schon, dass du ein selbstreflektierender Mensch bist, der sich sehr viele Gedanken gerade um die nicht weltlichen Dinge macht. Und wenn man das erlebt hat, dann wäre deine Frage nach dem erleben eines Films und dem erleben in einer Rückführung auch beantwortet. Zwischen diesem Erleben gibt es gravierende Unterschiede und bei einem Film ist dir durchaus klar, dass es eine fiktive Aktion ist, bei der Rückführung siehst du wohl auch Dinge die deiner Fantasie entspringen, aber du WEISST einfach was echt ist und was nicht - es ist absolut real. Hast du so etwas auch schon mal mitgemacht? Tatsächlich kann ich dich sogar verstehen, denn vor nicht allzu langer Zeit hätte ich wahrscheinlich genauso argumentiert wie du. Ich war auch mehr als skeptisch, als ich diese Rückführung gemacht habe. Allerdings gab es Dinge in meinem Leben die mich einfach in diese Erfahrung regelrecht drängten. Ich kann dir gar nicht sagen wie blöd ich mich vorher gefühlt habe und wie oft ich überlegt habe, ob ich den Termin nicht doch absagen soll ;-) Heute jedoch bin ich um eine wesentliche Erfahrung reicher und ich muß sagen, es hat mich wirklich absolut überzeugt.
Nun gut - ich sehe, man kann über die Thematik wirklich gut diskutieren.

Liebe Grüße

Chiara


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