Auf dem richtigen Weg zur Problemlösung?

16.03.06 23:55 #1
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Auf dem richtigen Weg zur Problemlösung?

Oregano ist offline
Beiträge: 63.737
Seit: 10.01.04
Flowerpowers "Eruption" war heftig, das finde ich auch.
Aber ein bißchen verstehe ich glaube ich, was sie meint, weil mir auch solche Gedanken kamen. - Natürlich reagiert jemand, der Manipulation kennengelernt hat, anders als jemand, der sie nie kennengelernt hat.

Der Satz in einem langen Posting an Flowerpower endet pro Absatz mit der Frage "Ist das für Dich in Ordnung?". - Für mich ist das eine Suggestivfrage und nicht eine wirkliche Frage, denn sonst wäre jeweils mit jedem Absatz Schluss des Postings bis zur Antwort von Flowerpower.

Vielleicht sehe ich das falsch, aber wie gesagt: diese Gedanken kamen mir.

Gruss,
Uta
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Auf dem richtigen Weg zur Problemlösung?

Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Nun, "suggestive" Fragen sind dann suggestiv, wenn sie als suggestiv empfunden werden. Insoweit gilt eine der "goldenen Regeln" der Kommunikation: Nicht wie es gemeint ist, sondern wie es ankommt ist entscheidend. Hierfür tragen aber beide - SenderIn wie EmpfängerIn - gleichermaßen die Verantwortung.
Wenn sich ein/e "EmpfängerIn" emotional stark angesprochen fühlt, sollte er - oder sie - sich vielleicht fragen, was im eigenen Bewußtsdein dazu den entscheidenden Beitrag leistete.
Denn das auslösende Ereignis (A) führt ja nicht direkt zum Gefühl (C) und zum Verhalten (D) - sondern geht über die (kognitive) Bewertung (B).

Auf dem richtigen Weg zur Problemlösung?

Mike ist offline
Beiträge: 1.855
Seit: 16.02.05
"Hmmm", mehr ist mir erstmal nicht aus der Kinnlade gesprungen. Tja, bleibe ich mal bei der Feststellung, das Du lieber geschrieben hättest: "Ich habe das Gefühl..." und es nicht so gemacht hast. Das wäre zumindest ein wenig diplomatisch gewesen. Ich bleibe dabei und wünsche mir das Du die Formulierung noch mal ein wenig ändern würdest denn sonst entmündigst Du hier auch ein paar Leute...

Sollte das nicht zu bewerkstelligen sein, dann würde ich mich über eine Rege Diskusion über das Helfersyndrom freuen um den Begriff mal zu erläutern. (natürlich auch losgelöst von meiner subtilen Forderung (hu-huu))

- ist das HS (Helfersyndrom) schon wenn ich der (dem) gutaussehenden 20jährigen über die Straße helfe und mir dabei eine Verabredung mit Ihr (Ihm)wünsche ?

- Wann wird es zum Syndrom ? 20 mal erfolglos wiederholen ?

- Kann man jemandem in einer Notsituation helfen schon als Syndrom auffassen ?

- Was passiert mit jemandem der das HS hat und die Hilfe in die Hose geht ?

- Leidet jeder, der sich Karitativ beschäftigt unter dem HS ?

- Was ist der von Schmidbauer definierte "Gut-Mensch" der sich nur dann gut fühlt wenn er helfen kann und welche echte Gefahr geht von Ihm aus ?

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Wolfgang Jensen ist offline
Themenstarter Gesperrt
Beiträge: 832
Seit: 16.03.06
Leòn, grüß Dich - ich empfinde Deinen Beitrag wie ein eigenständiges Thema: für das, was geschieht, die Verantwortung übernehmen. Kannst Du bitte den "Kognitiven Faktor" ausführlicher erklären - vielleicht können da einige von profitieren. Danke im Voraus.

Wolfgang - der übrigens nicht nach suggestiv, sondern nach manipulativ fragte.

Der Herr Jensen möchte Manipulation definiert haben

Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Nun, "Dem Manne kann geholfen werden!" (F. Schiller, "Die Räuber").
Manipulare (lat.) - etwas tun, machen, verändern. Ein Verb, ohne moralische Kategorie.
Wenn jemand sich "manipuliert" fühlt, weil etwas "mit ihm/ ihr gemacht" wird, dann liegt es auch mit an der Person, die eben diesen Eindruck hat.

Manipulation

Oregano ist offline
Beiträge: 63.737
Seit: 10.01.04
Zur Manipulation
Manipulation ist ein uraltes Mittel der Beeinflussung. Sie wurde seit je von allen Kulturen bis zum heutigen Tag angewendet.
Bei der Manipulation geht es um bewusste oder unbewusste Lenkung. Manipulierte Darstellungen basieren auf eigenen Zielvorstellungen. Es passiert nicht nur Politikern oder Journalisten, dass Informationen verfäschte, auswählt, verschwiegen oder nur einseitig weitergegeben werden.
Zur Manipulation und Beeinflussung gehört aber auch der Adressat, der durch Kenntnis der Manipulationstechniken und Schärfen seiner Kritikfähigkeit viel dazu beitragen kann, nicht manipuliert zu werden.


Je besser der Mensch über die Beeinflussung zum Beispiel durch die Medien Bescheid weiss, um so eher kann er ihr widerstehen. Wer Manipulations und Beeinflussungstechniken erkennen und benennen kann, kann dafür sorgen, dass er ihr nicht zum Opfer fällt. Prozessorientierte Übungen können helfen, sich situationsgerecht zu verhalten, wenn manipulative Beeinflussungen im zwischenmenschlichen Bereich auftauchen.
www.rhetorik.ch/Beeinflussen/Beeinflussen.htmlGruss
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Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Sollte das nicht zu bewerkstelligen sein, dann würde ich mich über eine Rege Diskusion über das Helfersyndrom freuen um den Begriff mal zu erläutern. (natürlich auch losgelöst von meiner subtilen Forderung (hu-huu))

Wenn meine Erinnerung mich nicht trügerisch behandelt, definiert Wolfgang Schmidtbauer eine Reihe unterschiedlicher Typen des HS, deren Bestimmungen in einem Punkt übereingehen: Selbst- und/ oder fremdschädigende Folgen des (helfenden) Verhaltens.

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Pegasus ist offline
Beiträge: 1.125
Seit: 06.11.04
>>Geburt in ein neues Leben ist mit Schmerzen verbunden - der Geburtskanal ist in der Regel eng. Am liebsten möchte wohl jeder durch Kaiserschnitt heraus geholt werden....?<<

Hallo Wolfgang,

mit obigem Satz meinte ich nicht unsere Geburt aus dem Mutterleib und deren eventuellem Trauma. Vielmehr wollte ich es als Gleichnis für immer wieder auftretende Phasen unseres Lebens nehmen, vor denen wir immer wieder durch verschiedene Reaktionen Abstand nehmen, sodass wir dann auf der Ausgangsseite des Kanals bleiben und nicht in ein besseres Leben weiter kommen.
Entschuldige, Wolfgang - doch in deiner Antwort an mich werde ich das Gefühl nicht los, dass du doch einige kleine Seitenhiebe verteilst? Das würde dann meinem ersten Eindruck widersprechen, nach dem ich den Eindruck hatte, dass du recht abgeklärt bist und viel Erfahrung hast und auch schon viel an dir gearbeitet hast. Dafür würde auch deine Aussage:
>>Ich bitte darum, das hier nicht weiter auszuführen - die Ergebnisse sind nicht kontrollierbar und somit eine Vertiefung nicht verantwortbar.<<, sprechen.
Ich merke gerade, dass es eigentlich heikel ist, in einem Forum Tiefenpsychologische Themata aufzunehem, denn da kann unter Umständen wirklich die Post abgehen. Und niemand ist nach dem Abschalten des PC da um einen aufzufangen.
Ich sprach eigentlich nicht die Beziehung von 'Geben und Nehmen' an, hat aber auch was an sich, was du dazu schreibst. Ich meinte eigentlich, dass jede Gesellschaft nur so stark ist wie ihre schwächsten Glieder. Wenn ich jemandem einfach so eine Fussmassage mache (so wie du vielleicht Heidelbeer-confi verschenkst - hmm, lecker!) , ich das für alle tue, also auch für mich, denn das hebt die positive Energie des Kollektivbewusstseins an.

An Flowerpower: danke, dass du dich einsetzst gegen Missbrauch im Forum. Du wirst deine Gründe haben, ich hoffe jedoch, dass du in diesem Fall nicht recht hast! Ich möchte niemanden angreifen, möchte sachlich bleiben und hoffe, dies gelingt mir. Kann es sein, dass jede Aussage verschieden ver- Stand -en werden kann, je nach Stand -punkt?

Mike: herzig, deine Stand-Pauke!

Ich komme ins Philosophieren: ist 'Stand' nicht Vergangenheit? Also ist mein Ver-stand, mein Stand-punkt und alles ander mit 'Stand', Vergangenheit! Somit wären wir wieder beim 'richtigen Weg suchen' von Wolfgang's vorletztem Eintrag.

Ich wünsche Allen erbauliche Gedanken und Gefühle - einfach ein ganz tolles DA-SEIN !

P.S. Diesen Eintrag habe ich als Antworten bis Eintrag 36 geschrieben.
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Ich vermute, dass viele Symptome entstehen, weil die Reflexzonen zu wenig stimuliert werden.

Kognitiv

Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Zitat von Wolfgang Jensen
Leòn, grüß Dich - ich empfinde Deinen Beitrag wie ein eigenständiges Thema: für das, was geschieht, die Verantwortung übernehmen. Kannst Du bitte den "Kognitiven Faktor" ausführlicher erklären - vielleicht können da einige von profitieren. Danke im Voraus.

Wolfgang - der übrigens nicht nach suggestiv, sondern nach manipulativ fragte.

Mit B (kognitive Bewertung) meine ich - genauer gesagt der Psychologe Ellis -
die Bewertung auf der gedanklichen/ auch unbewussten/ Ebene, die dann zu einer Konsequenz auf der emotionalen Schiene führt.

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Pegasus ist offline
Beiträge: 1.125
Seit: 06.11.04
Hallo,

stelle gerade mit Ueberraschung fest, dass während des Schreibens meiner letzten Antwort 12 weitere Einträge gekommen sind, die ich noch nicht gelesen habe. Ist toll was los!

Tschüss
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Ich vermute, dass viele Symptome entstehen, weil die Reflexzonen zu wenig stimuliert werden.


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