was tun wenn jemand kurz vor Nervenzusammenbruch steht und jede Hilfe verweigert?

06.02.08 12:37 #1
Neues Thema erstellen

Tamara ist offline
Beiträge: 144
Seit: 26.10.07
Hallo ihr alle

ich denke der Titel sagt schon fast alles.

was wuerdet ihr da tun wenn alles reden nix bringt, man kann ja wohl schlecht zwangseinweisen, oder medis unters essen mischen.

Aber zugucken bis es zu spaet ist ist auch keine optimale Loesung zumal ein Zusammenbruch schon vor einigen Jahren stattgefunden hat und man dann nur kurt Antidepris verabreicht hat und das wars....

Die Person ist auch stark suizid gefaehrdet,was wuerdet ihr mir raten???

Bitte es ist sehr dringend!

Liebe Gruesse

Tamara

was tun wenn jemand kurz vor nervenzusammenbruch steht und jede Hilfe verweigert?
Männlich Bodo
Hallo Tamara.

Wenn eine akute Eigen- bzw. Fremdgefährdung vorliegt, lässt sich eine Einweisung
in eine Psychiatrie oftmals nicht vermeiden, bis die Krise überstanden ist.

Fragen:

Lebt dieser Mensch mit Dir in einem gemeinsamen Haushalt?

Wie äußert sich das "kurz vorm Nervenzusammenbruch sein" denn konkret?

Welche Medikamente wurden damals von wem verschrieben?

Lässt sich mit der betroffenen Person kommunizieren?

Erkennt sie die Notlage und wünscht gegebenenfalls Hilfe?


Grüße, Bodo

was tun wenn jemand kurz vor nervenzusammenbruch steht und jede Hilfe verweigert?

pita ist gerade online
Beiträge: 3.121
Seit: 08.04.07
Hallo Tamara

An Deiner Stelle würde ich einen psychiatrischen Notfalldienst anrufen, damit Du Hinweise bekommst, wie DU mit der Situation am besten umgehst.

Klinik, externer psychiatrischer Dienst, Dargebotene Hand (Telefonseelsorge)...

Liebe Grüsse und alles Gute
pita

was tun wenn jemand kurz vor nervenzusammenbruch steht und jede Hilfe verweigert?

Heather ist offline
Beiträge: 9.809
Seit: 25.09.07
Hallo Tamara,

wie Bodo bereits geschrieben hat ist eine Einweisung vermutlich zwingend notwendig wenn die Person sich selbst oder Andere gefährdet.

Wenn bei Euch in der Umgebung eine Psychiatrische Klinik ist würde ich direkt dort anrufen und fragen was zu tun ist.

Am besten das machst Du schnellstmöglich da diese Person momentan nicht in der Lage ist selbst zu handeln bzw. nicht selbst irgendwelche Verantwortung übernehmen oder Entscheidungen treffen kann.

Es wäre nett wenn Du berichten könntest.


Liebe Grüße und viel Glück.

Heather
__________________
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

was tun wenn jemand kurz vor nervenzusammenbruch steht und jede Hilfe verweigert?

Tamara ist offline
Themenstarter Beiträge: 144
Seit: 26.10.07
Hallo Bodo, pita und Heather danke fuer eure antworten

Bodo zu deinen Fragen:

Lebt dieser Mensch mit Dir in einem gemeinsamen Haushalt?
-nein, aber ich stehe in engem Kontakt

Wie äußert sich das "kurz vorm Nervenzusammenbruch sein" denn konkret?
haeufiges weinen,zittern, stimmungsschwankungen, aggressionen, verwirrtes Gerede und Selbstkritik,Selbstzweifel, unsicherheit und klammert an bezugsperson, fuehlt sich von allen in die enge getrieben, droht an sich aufzuhaengen

Welche Medikamente wurden damals von wem verschrieben?

das weiss ich nicht welche Medis aber von Aerzten aus dem Landeskrankenhaus

Lässt sich mit der betroffenen Person kommunizieren?
Nein,

Erkennt sie die Notlage und wünscht gegebenenfalls Hilfe?
Erkennen auf keinen Fall, ob Hilfe gewuenscht ist, eher nicht, dann wuesste man ja, wie man helfen kann..

Also ziemlich schwer!
Habe auch das Gefuehl das nicht mehr viel Zeit bleibt,ihr ratet also zu einer unfreiwilligen Einweisung bzw. Kontaktaufnahme mit einer psychatrischen Einrichtung?

DANKE an ALLE!!

was tun wenn jemand kurz vor nervenzusammenbruch steht und jede Hilfe verweigert?

Oregano ist offline
Beiträge: 63.676
Seit: 10.01.04
Vielleicht hilft Dir eine dieser Stellen weiter:

Krisendienste in Deutschland-eine Auswahl

Gruss,
Uta

was tun wenn jemand kurz vor nervenzusammenbruch steht und jede Hilfe verweigert?

pita ist gerade online
Beiträge: 3.121
Seit: 08.04.07
Zitat von Tamara Beitrag anzeigen
Habe auch das Gefuehl das nicht mehr viel Zeit bleibt,ihr ratet also zu einer unfreiwilligen Einweisung bzw. Kontaktaufnahme mit einer psychatrischen Einrichtung?
Ja, tu das!

Ist kein behandelnder Hausarzt/Psychiater zuständig, dann wende Dich (wenn Du das vorerst möchtest) an eine anonyme Helpline oder direkt an eine in Frage kommende Klinik. Man wird Dir sagen, wie Du vorgehen kannst/sollst.

Macht Dir kein schlechtes Gewissen, dass Du an einer Zwangseinweisung Schuld wärst! Die betreffende Person kann leider momentan selbst nicht mehr entscheiden, entscheiden kann dann nur ein Arzt - Du bist in diesem Fall "nur" Vermittlungsperson, dass geholfen werden kann.

Liebe Grüsse
pita

Geändert von pita (06.02.08 um 15:07 Uhr)

was tun wenn jemand kurz vor nervenzusammenbruch steht und jede Hilfe verweigert?

Kathy ist offline
Beiträge: 3.383
Seit: 06.03.07
Zitat von Tamara Beitrag anzeigen


unsicherheit und klammert an bezugsperson,

!!

hätte denn diese Bezugsperson nicht die Möglichkeit, die betroffene Person an der Hand zum Arzt zu führen?

Ist es nicht auch in Deutschland sehr komplziert, einen Menschen zwangseinweisen zu lassen? Gibt es vielleicht einen ambulanten Notdienst, der ins Haus kommt?

Alles Gute

was tun wenn jemand kurz vor nervenzusammenbruch steht und jede Hilfe verweigert?

zantos ist offline
Beiträge: 499
Seit: 11.05.07
Zitat von Kathy Beitrag anzeigen
hätte denn diese Bezugsperson nicht die Möglichkeit, die betroffene Person an der Hand zum Arzt zu führen?
Finde ich eine sehr gute Idee, würde sogar dazu raten, bei den ersten Sitzungen dabei zu sein, bis der/die Betroffene von sich aus sprechen kann und will.
Zantos
__________________
Ich bin medizinischer Laie. Meine Ausführungen basieren auf eigenen Erfahrungen und Recherchen und ersetzen nicht den Rat eines Arztes oder Heilpraktikers.

was tun wenn jemand kurz vor nervenzusammenbruch steht und jede Hilfe verweigert?

Tamara ist offline
Themenstarter Beiträge: 144
Seit: 26.10.07
Hallo

das Problem das die Bezugsperson bei dem ersten Nervenzusammenbruch vor ca. 10 Jahren eine Einweisung veranlasst hat, bzw. die Person ins KRankenhaus brachte und das heute noch vorgehalten wird so nach dem Motto du hast mich verraten...


Habe eben erfahren das heute ein Besuch beim Hausarzt zur allgemeinen Routineuntersuchung stattgefunden hat und dieser hat nun Antidepressiva verordnet... Toll also nur Symptombekaempfung wie immer...

Es fliegen sogar schon Glaeser durch die Wohnung

Weiss echt nicht weiter, werde wohl erstmal eine Beratungsstelle anrufen.


Optionen Suchen


Themenübersicht